Schlagwort-Archiv: Steuerehrlichkeit

Innovativ, transparent, gelassen und ehrlich

Wie ich mein Unternehmen in Höhen und Tiefen leiten will

„Über sieben Brücken musst du gehen…“  das Lied der Deutschrockgruppe „Karat“, das 1980 von Peter Maffay gecovert wurde, war damals ein Hit. Mittlerweile hat es Kultstatus. Es handelt von einem Menschen, der durch ein Tal nach dem nächsten geht und auf der Suche ist nach dem Glück. Im Refrain heißt es: „Über sieben Brücken musst du gehn, sieben dunkle Jahre überstehn, siebenmal wirst du die Asche sein, aber einmal auch der helle Schein.“

Für mich ist das Lied wie ein Gleichnis für mein Berufsleben. Nicht nur, weil ich von Berufswegen viel mit Brücken zu tun habe! In den vergangenen 40 Jahren gab es viele extreme „Hochs“ und  „Tiefs“. Heute ist alles in ruhigeres Fahrwasser gekommen. Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Zeiten halten sich die Waage.

Mut neue Möglichkeiten zu erschließen

Das liegt sicher auch an den Erfahrungen, die ich gemacht macht habe und  die  in neue Projekten einfließen und  so manchen folgenreichen Fehler schon im Vorfeld verhindern.  Aber ich habe auch nie aufgehört neue Ideen zu entwickeln, damit ich meinen Mitbewerbern einen Schritt voraus bin. Immer wieder musste ich  dabei erleben, dass meine innovativen Ideen einfach von anderen kopiert wurden. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt damit umzugehen.

Meine Devise lautet jetzt: Das Original kann man nicht kopieren!

Will heißen: Auch wenn eine von mir entwickelte Betriebsanleitung zu 100% übernommen und in einem anderen  Betrieb umgesetzt werden würde, entspräche das nicht automatisch dem, was bei uns als Ergebnis erzielt werden würde! Denn woanders  ist nicht mein profiliertes Mitarbeiterteam am Werk, für das meine Anleitung maßgeschneidert wurde!

Externe Berater – in guten und in schlechten Zeiten

Herausragende Mitarbeiter sind entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Die sind in unserem Unternehmen am Start. Manchmal braucht es aber auch Experten, die nicht im eigenen Betrieb arbeiten, zum Beispiel im Bereich Wirtschafts- und Steuerberatung.  Hier arbeite ich seit 14 Jahren – in Hoch- und Tiefphasen –  vertrauensvoll mit Gonze &Schüttler Steuerberatungsgesellschaft  www.steuer-gonze.de und  René Brix von FinanceControl GmbH Wirtschaftsberatung zusammen.

In guten Zeiten geht es mit Gonze & Schüttler u.a. darum, dass wir die entsprechenden Steuern aus unseren Gewinnen  zahlen (Für uns ganz klar: Unser Staat kann nur funktionieren, wenn jeder korrekt Steuern abführt!) . Wenn die Lage schwieriger ist, beraten uns René Brix und sein Team z.B. kompetent,  wie benötigtes Geld beschafft werden kann. Mittlerweile arbeitet FinanceControl ständig für uns im Bereich zusätzliches Controlling. Mit der Branchensoftware CP-Pro wollen wir neue Einblicke gewinnen und sie im Alltag umsetzen.

Ehrlichkeit als Leitungsprinzip

„Über sieben Brücken musst du gehen“ –  ist für mich ein Gleichnis für  40 Jahre im Gerüstbau mit vielen „Auf“ und „Abs“.  Aber im Gegensatz zu der Aussage in dem Hit, ist es im „echten Geschäftsleben“ nicht gewiss, dass nach der „Siebente Brücke“  tatsächlich der Erfolg wartet!

Als Geschäftsführer ist es mir deshalb wichtig geworden,  mein Unternehmen transparent,  ruhig  und ehrlich zu leiten und  meine Mitarbeiter durch alle Hochs und Tiefs mitzunehmen und  sie nicht erst zu informieren, wenn es irgendwo brennt!  Dieses Leitungsprinzip musste ich erst lernen und es war für mich mit persönlichen Veränderungen verbunden, die nicht immer einfach waren. Aber es hat sich gelohnt! Mehr dazu in einem meiner nächsten Blogs.

Schwarzarbeit – Hauptzollamt – Gerüstbau – Mindestlohn

Das Hauptzollamt warnt: Die Schwarzarbeit blüht – und die Gerüstbau-Mafia ist wohl nur ein kleiner Teil davon.

Laut Bundesfachtagung des Gerüstbau-Handwerks vom 26. und 27. April 2013 soll im September 2014 ein Mindestlohn von 10 Euro eingeführt werden. Mit dieser Entscheidung tun sich viele Gerüstbau-Unternehmen schwer: Ost wie West kann kein Helfer mehr für zwei Aushilfsmöglichkeiten (Mann und Ehefrau) 90 bis 120 Stunden in einem Gerüstbau-Unternehmen arbeiten.

Diese Vorgehensweise ist heute oft gängige Praxis, da viele Unternehmen nur mit Aushilfen und Praktikanten arbeiten: Auf drei Arbeitnehmer kommen im Schnitt 20 Aushilfen. Das kenne ich aus verschiedenen Gerüstbau-Unternehmen bei mir um die Ecke – und zwar nicht nur im Osten, sondern auch in Frankfurt am Main.

Kürzlich hat der Spiegel in der KW 17/2013 eine Umfrage zur Steuer-Ehrlichkeit durchgeführt. Hierbei gaben lediglich 50% der Befragten an, in puncto Steuern ehrlich zu sein.

Meiner Meinung nach, gibt es nicht nur Menschen, die bewusst falsch abrechnen, sondern auch viele Menschen, die das Geld annehmen und mitmachen. Grundsätzlich ist dabei der Unternehmer der Dumme. Doch was ist mit den Menschen, die an der Steuer, der Kranken- oder Rentenkasse VORBEI ARBEITEN? Sind diese Menschen nicht genauso kriminell?

Man braucht immer zwei Menschen zur Schwarzarbeit.

http://www.rp-online.de/bergisches-land/leverkusen/nachrichten/starker-anstieg-bei-der-schwarzarbeit-1.3365441