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Allgemeine Themen / 6. Oktober 2026

Christlicher Unternehmensberater – was bedeutet das für mich?

Walter Stuber

Seit ich mein Unternehmen an die nächste Generation übergeben habe, begleite ich Unternehmer mit meinen Erfahrungen aus fast fünf Jahrzehnten Berufsleben.

Dabei passen drei Begriffe zu mir: Unternehmer. Unternehmensberater. Christ.

Deshalb kann ich auch sagen: Ich bin christlicher Unternehmensberater.

Glaube ersetzt keine guten Zahlen

Wenn ein Betrieb zu wenig verdient, hilft kein Schönreden. Dann müssen wir an die Zahlen: Stundenverrechnungssatz, Nachkalkulation, Liquidität und Gewinn.

Ein Unternehmen muss wirtschaftlich gesund sein. Eine gute Leistung darf einen guten Preis haben.

➡️ Was ich heute mache und warum Loslassen die beste Entscheidung meines Lebens war

Christliche Werte gehören für mich ins Unternehmen

Mein Glaube hört nicht an der Bürotür auf. Er beeinflusst, wie ich mit Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern umgehe.

Dabei bin ich nicht besser als andere. Auch ich habe als Unternehmer genügend Fehler gemacht.

Für mich zählt deshalb immer wieder die Frage: Ist eine Entscheidung nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch menschlich richtig?

➡️ Unternehmer und Christ

Muss mein Kunde Christ sein?

Nein.

Ich berate Menschen, nicht Konfessionen. Wer bereit ist, ehrlich auf sein Unternehmen zu schauen und Veränderungen umzusetzen, ist bei mir richtig.

Meinen Glauben verstecke ich trotzdem nicht. Er gehört zu mir und prägt meine Haltung.

Für Unternehmer, die Wirtschaft und christlichen Glauben miteinander verbinden möchten, gibt es außerdem Netzwerke wie:

➡️ faktor c – Christen in der Wirtschaft

Was möchte ich weitergeben?

Praxis statt Theorie. Zahlen statt Bauchgefühl. Menschen statt nur Prozesse.

Und vielleicht die wichtigste Frage:

Was nützt uns wirtschaftlicher Erfolg, wenn wir dabei das verlieren, was im Leben wirklich wertvoll ist?

Walter Stuber – Unternehmer. Mutmacher. Christ.

Aus dem Gerüstbauer-Leben / 28. Februar 2017

„Mit Werten in Führung gehen“

Persönliches zum Kongress christlicher Führungskräfte  Teil 1

Vorfreude ist bekanntlich eine der schönsten Freuden! Ein Jahr lang habe ich das sozusagen ausgekostet  und mich auf den Kongress christlicher Führungskräfte (www.fuehrungskraeftekongress.de) vom 23.-25. Februar  in Nürnberg gefreut.

Bereits 2011 und 2015 war ich bei diesen alle zwei Jahr stattfindenden Treffen  dabei. Damals habe ich von den Vorträgen und  Begegnungen sehr profitiert.

Dieses Mal wollte ich nicht nur als Teilnehmer dabei sein,  sondern zum ersten Mal zusammen mit einem Team (Dirk und Ulrike Eckart, Janine Stuber)  die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH den rund 2900 Kongressbesucherinnen und Besuchern an einem Messestand vorstellen.

3000 persönliche Einladungen für den Raum Nürnberg

Darüber hinaus war es mir ein Anliegen, dass Unternehmer aus der Region Nürnberg auf diese Tagung aufmerksam gemacht werden, dorthin kommen und natürlich auch unseren Stand besuchen. Deshalb haben wir 3000 handgeschriebene Karten an unterschiedlichste Firmen verschickt.

Ich war sehr gespannt, wie diese Aktion und auch die Hinweise in sozialen Netzwerken, die Werbung in Zeitungen und Zeitschriften  sich auswirken würden.

Kurz bevor es losgehen sollte, bekam meine Vorfreude allerdings einen Dämpfer.

Auf einmal kamen mir ganz viele Bedenken bezüglich meines Engagements.

Wenn Bedenken die Vorfreude rauben wollen

Inwiefern interessieren sich die Besucher dieses Kongresses für unser Arbeitsfeld? Ist es überhaupt möglich unseren „Spezialgerüstbau“ in diesem Rahmen  angemessen vorzustellen? Würde sich der ganze, auch finanzielle,  Aufwand überhaupt lohnen? Dass dieser Kongress nicht dazu dienen würde, Aufträge einzuholen, war von Anfang an klar.

Manchmal ist das so: Ich möchte etwas Neues wagen, von dem ich ganz und gar überzeugt bin und dann kommen, wie aus heiterem Himmel, massive Zweifel über das Vorhaben. Ich habe gelernt, mich dadurch nicht verwirren zu lassen, sondern konsequent den Weg, den ich vorher ja als  gut und richtig erkannt habe, weiterzugehen.

Wenn nicht alles nach Plan läuft

So habe ich es auch mit dem Kongress christlicher Führungskräfte gehalten.

Ich habe die Bedenken zur Seite geschoben!

Beim Aufbau klopften allerdings die Zweifel  nochmals an, weil nicht alles so lief, wie es geplant war. Wir hatten tatsächlich ein wichtiges Werbebanner zu Hause in Roßwein vergessen.Wie gut, wenn man ein Mitarbeiter hat, auf die man sich verlassen kann, so wie es bei uns der Fall ist. Spontan fuhr unser Gerüstbau-Kolonnenführer Thomas Mikusch die  knapp 300 km nach Nürnberg und  brachte uns das benötigte  Banner. Pünktlich zum Kongressbeginn war alles an seinem Platz.

Wenn Vorfreude nicht enttäuscht wird

Heute schaue ich dankbar zurück auf die Tage in Nürnberg und bin mir sicher, dass aller Einsatz sich gelohnt hat! Ich hatte viele gute Begegnungen, konnte neue Kontakte knüpfen und  Freundschaften vertiefen. Ich habe einmal mehr gemerkt, wie wichtig es ist, dass Christen in Führungspositionen sich austauschen,  korrigieren und sich ermutigen zu ihrem Glauben und den damit verbundenen Werten mitten im Alltagsgeschäft zu stehen.

Wie z.B. unsere handgeschriebenen Karten angekommen sind und welche interessanten Gespräche ich führen konnte, das berichte in einem meiner nächsten Blogs!