Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 10. September 2019

Nur Mut: Verborgene Talente entdecken

Talent

Von Walter Stuber

In vielen Menschen schlummern unentdeckte Talente. Warum sie nicht an die Oberfläche kommen, kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Keine Zeit zum Entdecken, keine Lust auf Neues oder es ist niemand da, der einen Blick für die verdeckten Fähigkeiten anderer hat.

Meine Frau Burgunda ist zum Beispiel sehr musikalisch. Vor mehr als 20 Jahren habe ich ihr eine Gitarre gekauft. Leider fand sie nie Zeit zum Üben und Spielen. Erst waren es die Kinder, der große Garten und die Schichtarbeit als Mechatronikerin, die sie komplett ausfüllten. Jetzt sind es die Enkelkinder für die sie ihre Freizeit gerne einsetzt. Ich habe die große Hoffnung, dass ihr schlummerndes, musikalisches Talent spätestens in drei Jahren Raum und Zeit einnehmen kann, wenn sie in den Vorruhestand geht.

Musik: Nicht mein Ding

Was die Musik angeht, da sind meine Begabungen eher überschaubar. Meine Schwester Heidi hat versucht mir das Blockflöte spielen beizubringen. Da war ich sechs. Das hat mehr schlecht als recht funktioniert. Das größte Problem war, dass ich keine Noten lesen konnte. Das erschwerte auch später die Versuche meines Schwagers Oswald mich mit der Kunst des Posaunenspiels vertraut zu machen. Ich habe viel improvisiert, das heißt ich spielte immer nur das, was ich wollte.

Meine Gesangskünste waren auch nie die besten. Mein Lehrer Werner Glück sagte zu mir: „Am besten du bewegst nur den Mund! Nicht mitsingen! Das kannst du einfach nicht!“ Das hat sich bis heute nicht geändert und ich weiß, dass in dieser Hinsicht auch kein verborgenes Talent bei mir zu finden ist. So ist es dann eben. Dafür habe ich andere Begabungen!

Begabungen fördern

Interessant finde ich, dass Musikalität so unterschiedlich in einer Familie verteilt sein kann. Wie schon erwähnt, hat meine Schwester Heidi in diesem Bereich eine große Begabung, genauso wie mein Schwager Oswald. Bei ihnen zu Hause in Eibensbach wurde schon immer viel gesungen und musiziert. Das haben sie an ihre Kinder und Enkel weitergegeben.

Das wäre auch eine schöne Aufgabe für meine Frau und mich: Die musikalischen Begabungen unserer Enkelinnen und Enkel zu fördern. Das Singen und Musizieren würde ich in die talentierten Hände meiner Frau legen und mein Fokus wäre das Ermutigen. Damit kenne ich mich aus!

Talentsucher und Ermutiger

Mut ist eine Grundvoraussetzung, wenn man verborgene Begabungen ans Licht und zur Entfaltung bringen will! Welches Talent schlummert tief in Ihnen und wartet darauf entdeckt zu werden und zum Zuge zu kommen? Ich wünsche Ihnen Mut, sich auf die innere Suche zu machen!

Wenn Sie bei sich selbst fündig geworden sind, dann werden Sie zum Talentsucher bei Ihren Kindern, Kollegen oder Mitarbeitern. Manchmal braucht es nämlich einen Anstoß von außen, damit man erkennt, welche Gaben noch in einem versteckt sind. In diesem Sinne als Ermutiger unterwegs zu sein, ist eine sehr erfüllende Aufgabe!

Allgemeine Themen / 3. September 2019

Spannende Geschäftsideen und ein Herz für Gründer: Das verbindet „Die Höhle der Löwen“-Jurorin Dagmar Wöhrl mit den Verrückten Unternehmern

Gründer

Zum Staffelstart der VOX Start-up Show „Die Höhle der Löwen“ veröffentlichen wir hier das Vorwort von Dagmar Wöhrl aus „MUTMACHER 2 – Das Praxishandbuch über 5×5 Gründerinnen und Gründer“

Wir brauchen Start-ups!

Ein Plädoyer von Dagmar Wöhrl, Unternehmerin und Jurorin der VOX-Start-up-Sendung „Die Höhle der Löwen“

Unsere Wirtschaft braucht Innovationen und Investitionen! Das kommt nicht durch schwerfällige und bürokratische Konzernstrukturen, sondern durch Gründer jeden Alters, die bereit sind, ihr wohlbehütetes Gehaltsschema zu verlassen, um etwas Neues aufzubauen!

Dagmar Wöhrl ist voll in ihrem Element, wenn es um das Thema Unternehmensgründung geht – und das nicht erst, seit sie in einer Unterhaltungsshow rund um Start-ups zu sehen ist.

Leider ist die Gründermentalität in Deutschland nicht gerade sehr ausgeprägt.

Bedauert die ehemalige Politikerin, die 23 Jahre im Bundestag war und u. a. als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und zuletzt als Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fungierte. Nach ihrem Ausstieg aus der Politik im Jahr 2017 kam überraschend die Anfrage, ob sie Investorin in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ werden wollte:

Ich habe gerne zugesagt, denn dieses Fernsehformat rückt die Gründungsproblematik in den Fokus. Sie gibt der Selbstständigkeit ein Gesicht und inspiriert und ermutigt andere, es selbst zu probieren.

Basisthemen für Gründer

Ganz gleich ob im TV-Studio oder im realen Leben als Investorin oder Beraterin: Die Themen, die sie bei Gründerinnen und Gründern zur Sprache bringt, sind identisch. Es geht immer um das Produkt oder die Dienstleistung: Ist es innovativ? Löst es ein Problem? Vereinfacht es das Leben? Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal? Die Zielgruppe muss klar definiert sein! Wo sind die Nutzer und Käufer zu finden? Vertrieb, Marketing und Kommunikation sind wichtig: Was nützt das beste Produkt oder eine Dienstleistung, wenn die Kunden davon nichts wissen! Außerdem geht es um Ziele, die erreicht werden wollen. Diese spiegeln sich im Businessplan wider. Kein erfolgreiches Unternehmen funktioniert planlos!

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Die Frage, die bei Gründern meistens gar nicht gut ankommt, ist laut Dagmar Wöhrl diese:

Kennen Sie Ihre Zahlen? Für viele Gründer ist z. B. die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) eher eine lästige und zeitraubende Angelegenheit und ich höre dann sehr oft, dass sie sich doch um ihre potenziellen Kunden kümmern müssten. Dabei verkennen sie, dass nur ein Unternehmer, der seine Zahlen kennt, auch ganz genau weiß, wo es noch Nachbesserungen bedarf, wo der größte Kostenfaktor zu finden ist, wo der Erfolgshebel angesetzt werden kann. Zahlen lügen nie.

Die engagierte Unternehmerin bedauert außerdem, dass es keine zentralen Beratungsstellen gibt, die Gründern helfen, Fördergelder auf EU-, Bundes- und Landesebene, zu beantragen. Dieser Bürokratiedschungel stellt für viele Start-ups ein Problem dar. Dagmar Wöhrl sieht aber nicht nur das Rationale, wenn es um Gründungen geht:

Für mich als Investor ist der Mensch immens wichtig, der hinter dem Produkt steht. Ist er überzeugt von dem, was er macht, ist er bereit, Opfer zu bringen? Der Funke zum Gründer muss überspringen, denn immerhin sitzt man über eine lange Zeit gemeinsam in einem Boot. Das Produkt kann man notfalls verändern, der Mensch aber bleibt! Auch Teamfähigkeit ist ein wichtiger Punkt.

Gemeinsam erfolgreich

Nur gemeinschaftlich ist der Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens für Dagmar Wöhrl zu stemmen.

Ich bin ein Fan gemischter Teams. Männer streben eher nach der Weltherrschaft, Frauen bringen vieles schneller auf den Punkt, sind aber leider nicht so oft risikobereit. Optimal ist, wenn ein Team komplementär aufgestellt ist.

Ihr eigenes Familienunternehmen ist dafür das beste Beispiel. Als Investorin bei „Die Höhle der Löwen“ macht sie immer wieder deutlich, dass sie nicht als einzelne Unternehmerin dort sitzt, sondern stellvertretend für ihren Mann Hans Rudolf und Sohn Marcus Maximilian (siehe Foto).

Während Wöhrl Senior ein in Wirtschaftskreisen namhafter, erfahrener Unternehmer ist mit außerordentlichem Wissen und Gespür, fühlt sich der Junior den Gründern am nächsten, hat er doch selber 2013 die Hotelkette DORMERO gegründet und somit vorgelebt, wovon die meisten Gründer träumen. Dass er von Anfang an von den unternehmerischen Kenntnissen seiner Eltern profitieren konnte, steht außer Frage. Aber für den Sohn gilt dasselbe, was Dagmar Wöhrl auch den Gründern sagt, in die sie investiert:

Wir stehen mit unserer Erfahrung zur Seite – abrufen müssen sie sie schon selber. Ein Investor soll beraten, aber nicht bevormunden

Gründer

Irrtümer und Erfahrungen

Dagmar Wöhrl kann es sogar verstehen, wenn Start-upler bei ihren eigenen Entscheidungen bleiben und nicht auf die Mentoren mit großem Fachwissen hören:

Der Gründer hat eine absolute Affinität zu seinem Produkt und sieht jede Veränderung mitunter als persönlichen Misserfolg an.

Gibt die Geschäftsfrau zu.

Davon muss man sich natürlich frei machen, um am Ende erfolgreich zu sein. Gleichzeitig finde ich es aber auch nicht schlimm, Fehler zu machen, Untätigkeit schon. Wer Pleiten ausschließen will, darf nicht Gründer werden. Von Thomas Alva Edison, dem innovativen Erfinder, stammt der Satz: ‚Erfahrung nennt man die Summe aller unserer Irrtümer.‘ Scheitern ist nicht als Manko zu sehen, sondern als Lerneffekt.

Auch wenn Misserfolge dazu gehören, so setzt Dagmar Wöhrl mit ihrem Team natürlich alles daran, dass ihre Schützlinge mit ihren Produkten oder Dienstleistungen erfolgreich sind. Das gönnt die sympathische Fränkin übrigens allen, die den Mut haben, sich auf das „Abenteuer Unternehmensgründung“ einzulassen. Damit das gelingt, gibt sie ganz kompakt

5 Tipps zum Erfolg:

  • Mentoren suchen, immer wieder nachfragen – und sich auch mal was sagen lassen.
  • Netzwerke aufbauen und nutzen. Besonders für Frauen ist das wichtig.
  • Teamplayer sein, gute Mitarbeiter einstellen, bloß hier nicht sparen.
  • Qualität liefern
  • Immer den Kunden im Auge behalten!
Gründer

Dieser Beitrag erschien zuerst in „MUTMACHER 2 – Das Praxishandbuch über 5×5 Unternehmerinnen und Unternehmern“. Dort lesen Sie weiter Tipps und spannende Gründergeschichten. Mehr Infos und Bestellung unter www.mutmacher.jetzt

Allgemeine Themen / 27. August 2019

Jede Stimme zählt! Es gibt viele gute Gründe, wählen zu gehen

waehlen

Wählen heißt, Verantwortung zu übernehmen. Die Politik entscheidet heute über viele Themen von morgen, die unsere Zukunft betreffen werden. Wahlen sind für mich die beste Möglichkeit, sich in einer Demokratie zu beteiligen und Politikern meines Vertrauens ein Mandat zu übertragen. Das ist nicht selbstverständlich. Denn durch Wahlen wird die politische Macht regelmäßig neu verteilt und es ist ein Vorrecht, Einfluss nehmen zu können. Ich möchte die Zukunft unseres Landes mit meiner Stimme aktiv mitgestalten.

Immer mehr Menschen prahlen damit, nicht zur Wahl zu gehen. Es scheint in Mode gekommen zu sein, Wahllokale zu meiden. Dabei gibt es nichts Besseres als nach der Wahl zu Wissen, an etwas Großem und Wichtigem mitgewirkt zu haben. Die Entscheidung, wer unser Land regiert, kann ganz schnell von wenigen Stimmen abhängen. Im Zweifel genau von Ihrer.

Ich mag Politiker, die Verantwortung übernehmen

Das Thema Politik ist für mich nicht nur vor Wahlen interessant, sondern auch in den Zeiten dazwischen. Mich interessiert, mit viel Konsequenz Politiker ihre Versprechen einhalten und umsetzen. Besonders als Unternehmer weiß ich, dass Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit die besten Voraussetzungen für vertrauensvolle Beziehungen sind.

Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Jahren viele Veränderungen vor uns haben und die wirtschaftliche Konjunktur sich abschwächen wird. Kein Grund, um den Kopf in den Sand zu stecken. Ganz im Gegenteil: Es lohnt sich immer darüber nachzudenken, wie man das eigene Unternehmen auf Erfolgskurs bringen kann.

Glaubwürdige Politiker haben den Mut zum Anderssein

Gerade in schwierigen Zeiten sind kompetente Politiker besonders wichtig für unser Land. Ich vergleiche die politische Führung gerne mit der Führung eines Segelschiffes. Man braucht ein klares Ziel mit gut überlegtem Kurs. Denn jeden Tag begegnet man neuen Situationen, muss Probleme meistern und unterschiedlichen Winden und Strömungen trotzen. Wie auf einem Schiff besteht in der Politik die Notwendigkeit der aufmerksamen Steuerung, der Ordnung und einer guten Mannschaft. Bei schönem Wetter können viele „Kapitäne“ segeln. Bei schlechtem Wetter sind es wenige.

Politik hat es in sich, wenn die Menschen, die sie verkörpern, Verantwortung übernehmen und gesellschaftlichen Themen Würde verleihen. Verantwortung zu übernehmen bedeutet für mich nicht, immer die gleichen Geschichten zu erzählen, die austauschbar sind, sondern neue Themen zu besetzen und mutig in der Öffentlichkeit zu platzieren.

Niemand ist gezwungen, zur Wahl zu gehen. Aber ich habe die Freiheit dazu – und werde sie nutzen. Eine Demokratie kann nur dauerhaft bestehen, wenn sich Bürger und Bürgerinnen an ihr beteiligen.

Mein Fazit:

Wählen ist Bürgerpflicht!

Allgemeine Themen / 20. August 2019

Träume: Motor für unser Tun und warum ein Handicap nicht ausbremsen muss

träume

Von Walter Stuber

Geröll knirscht unter den dem dicken Profil der Wanderschuhe. Das Rufen eines Raubvogels hallt über das Tal. Nur noch wenige Meter bis zum Gipfelkreuz und der mühevolle Aufstiegs hat ein Ende. Jeder Schweißtropfen hat sich gelohnt für diese atemberaubende Aussicht, die sich dem Bergsteiger jetzt bietet.

Wenn ich solche Szenen in TV Dokumentationen über Gebirgstouren sehe, bin ich begeistert. Das würde ich auch liebend gerne machen. Als Teenager bin ich immerhin auf dem Höhenzug Stromberg mit meinen Freunden gewandert. In die Begeisterung mischt sich aber auch Traurigkeit. Durch meine Gehbehinderung bin ich auf Gehhilfen angewiesen. Kraxeln im Gebirge gibt es für mich auch in Zukunft nur als Zuschauer vorm Fernseher.

Geduld wird belohnt

Andere Träume wurden dafür wahr. Trotz und mit meiner Gehbehinderung. Da war zum Beispiel die Sache mit dem Führerschein. Bei der Anmeldung habe ich erwähnt, dass ich gehbehindert bin. Daraufhin durfte ich die Prüfung nur auf einem Automatik-Fahrzeug ablegen. Dabei wollte ich schon immer einen Schaltwagen fahren. Aus der Traum!

Drei Jahre nach dem ich den Führerschein gemacht hatte, lebte und arbeitete ich in München. Der Verkehr hier war natürlich nicht zu vergleichen mit dem in meiner schwäbischen Heimat. Vor allem mit den Straßenbahnen stand ich auf Kriegsfuß. Ich hatte richtig Angst vor diesen Dingern. Deshalb entschloss ich mich zur Sicherheit ein paar Fahrstunden zu nehmen. Das eröffnete mir die Möglichkeit nochmals eine Prüfung abzulegen In einen Auto mit Schaltgetriebe! Mein Traum ging im zweiten Anlauf doch noch in Erfüllung.

Alternative finden und weiter träumen

Motorrad fahren stand auch schon immer ganz oben auf meiner Wunschliste. Das scheiterte daran, dass ich als Gehbehinderter keinen entsprechenden Führerschein machen durfte. Mir kam die Idee, dass ein Trike eine Alternative sein könnte.

Also träumte ich davon mir so ein Gefährt zuzulegen. Der Haken: Es fehlte lange das nötige Geld. Erst war das Haus bauen wichtiger. Dann mussten wir 2011 unsere Firma vor der Insolvenz retten und haben alles private Kapital hier investiert.

Die harte Realität

Das liegt, Gott sei Dank dafür, alles hinter uns und jetzt steht mir mein „Trike-Traum“ wieder vor Augen. Aber so einfach ist das nicht. Wieder ist es mein Handicap, das mich ausbremst. Trotz regelmäßiger Bewegung und Therapie ist die Beweglichkeit meiner Beine sehr eingeschränkt. Ich kann die Füße nur maximal 30 cm hochheben. Um auf einen Harley oder GoldWing-Trike aufzusteigen, reicht das nicht!

Und selbst wenn ich es schaffen würde, käme das nächste Problem: Ich kann mit meinen Füßen nicht schalten und bremsen. Es gibt auch Automatik-Getriebe. Allerdings liegen die Anschaffungskosten für ein zehn Jahre altes Trike bei mindestens 20.000 Euro. Da kommt der Schwabe in mir zu Zuge! Traum hin oder her, so viel wollte ich dann doch nicht ausgeben.

Welcher Traum setzt Sie in Bewegung?

Psychologen bestätigen, dass Wünsche zu haben, uns in Bewegung hält. Träume sind ein Motor für unser Tun. Ich habe gelernt mich nicht sofort von meinen Träumen abbringen zu lassen. Gerade auch in Blick auf meine Gehbehinderung.

Und wer weiß? Vielleicht bietet sich ja doch irgendwann mal die Möglichkeit dass mein Traum vom Trike fahren in Erfüllung geht. So lange träume (und spare) ich weiter und warte darauf, dass dafür andere Träume wahr werden.

Haben Sie Mut zum Träumen! Welcher Traum setzt Sie in Bewegung? Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Mails!

Allgemeine Themen / 13. August 2019

Meine Idee zur Belebung des Einzelhandels: App plus Beratung und Verkauf vor Ort

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Von Walter Stuber

Bequem vom Sofa aus einkaufen. Ich liebe das! Meine Frau Burgunda ist da ganz anders. Für sie ist der Händler vor Ort die erste Wahl. Allerdings bekam mein Online Verkaufsverhalten jetzt einen doppelten Dämpfer. Nummer 1: Bei der MUTMACHER Lesung im Juli auf unserem Firmengelände hatten wir den Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Sachsen, Martin Dulig, als Talkgast eingeladen.

Er wies u.a. darauf hin, dass einer der größten Internetanbieter fast alles über sein Zentrallager in Prag steuern würde. Man stelle sich vor, welche Distanzen überwunden werden müssen, bis ein im Internet bestelltes Produkt am Zielort ankommt! Wenn ich meine Konsumgüter über das Internet bestelle und den Schutz der Umwelt auf dem Herzen habe, muss ich also zwangsläufig die Lieferkette bedenken.

Große Preisunterschiede – keine Beratung

Dämpfer Nummer 2 war die Neuanschaffung eines neuen Side-by-Side Kühlschranks im Hause Stuber. Meiner Frau zuliebe bin ich mit in den Laden in der Nachbarschaft gegangen. Da wir wussten, was wir wollten, bekamen wir eine Kühlschrankkombination für 2300 Euro angeboten. Zu Hause checkte ich sofort die Preise der Internethändler. Die wollten bis zu 1000 Euro (!) weniger haben – und das inklusive Lieferung und Aufstellen! Unglaublich! Woher kam diese Differenz?

Wir haben trotzdem nicht sofort online zugeschlagen, sondern sind noch zu einem weiteren Händler gefahren. Hier erlebten wir eine Überraschung. Wir dachten, wir wären bestens informiert, aber was der Verkäufer uns hier an wichtigen Informationen und Kaufkriterien lieferte, hatten wir im Netz so nicht erfahren! Am Ende entschieden wir uns für eine andere Marke als ursprünglich geplant, auch weil dieses Gerät eine höhere Energieeffizienz (Umweltschutz!) hatte. Und der Preis lag weit unter dem des ersten Händlers!

Kunden von der Couch in den Laden bringen

Ich gebe es zu: Dieses Erlebnis hat mir einmal mehr klar gemacht, dass Händler vor Ort mehr bieten können als das Internet. Trotzdem ist das Auswählen zu Hause für mich nach wie vor das Bequemste und die liebste Form des Einkaufens. Ich frage mich, warum Einzelhändler nicht aufhören über Menschen wie mich zu jammern und endlich anfangen Alternativen zu entwickeln?

Ich wüsste auch schon, wie das gehen könnte: Die Geschäfte eines Ortes, einer Stadt oder einer Region tun sich zusammen und erstellen eine gemeinsame App, die Informationen zu Produkten bietet und dann überleitet zur persönlichen Beratung und Verkauf vor Ort!

Mit Kreativität Kunden gewinnen

Oft höre ich, wenn es um die Unterstützung und Stärkung des Einzelhandels geht, sei die Politik gefragt. Ich halte dagegen: Reden wir eigentlich von Unternehmern oder Unterlassern? Diese Begriffe hat Jürgen Frey von tempus Consulting in einem Verkaufsseminar sehr eindrücklich mit einer Geschichte illustriert.

Hier nur so viel: Ein Unternehmer sollte auch etwas unternehmen! Beispielsweise sollte ein Händler für Elektrogeräte, sein Ohr bei seinen potentiellen Kunden haben. Um überleben zu können bei der großen Konkurrenz im Internet, muss er Ideen entwickeln, damit Menschen wieder in sein Geschäft kommen und die Vorzüge einer persönlichen Beratung schätzen lernen.

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf

Gerne stehe ich Ihnen als Impulsgeber zur Verfügung, wie Sie neue Kunden gewinnen können, z.B. durch Empfehlungen. Rufen Sie mich an oder vereinbaren Sie mit mir einen Termin in unserer Firmenzentrale in Roßwein.

Bei dieser Gelegenheit (und auch unabhängig davon) erzähle ich Ihnen gerne was Jürgen Frey über die „Unternehmer und Unterlasser“ erzählt hat und warum Staatsminister Martin Dulig uns als MUTMACHER schätzt.

Meine Kontaktdaten finden Sie in auf dieser Homepage.