Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 15. Mai 2018

Todsicher!

Von Walter Stuber

Früher waren es die Umschläge mit dem schwarzen Rand, die einen den Atem anhalten ließen: Wer war aus dem Umfeld gestorben? Die Trauerkultur hat sich verändert, Totenbriefe sind seltener geworden. Zeitungs- und Online-Anzeigen, Mails oder Anrufe werden genutzt um diese traurigen Nachrichten weiterzugeben.

Vor ein paar Tagen erfuhr ich, dass ein entfernter Verwandter einen tödlichen Unfall mit seinem Traktor hatte. Er war allein im Weinberg unterwegs, deshalb weiß keiner, was passiert ist. Wir alle waren fassungslos. Beim Schreiben der Kondolenzkarte beschlich mich ein mulmiges Gefühl.

Verdrängen macht keinen Sinn

„Vielleicht steht DEIN Name schneller auf einer Todesanzeige als du denkst?!“ Dieser Überlegung nagte an mir. Ein plötzlicher Unfall kann mein Leben und  das meiner Familie von jetzt auf gleich auf den Kopf stellen. Solche Gedanken verdrängt man am liebsten. Das machen viele.

Aber das ist nicht mein Ding. Auch wenn es unangenehm, angsterfüllt und schmerzlich ist: Für mich geht kein Weg daran vorbei mich offen mit meinen Lebensende zu beschäftigen. Gerade als Unternehmer ist es enorm wichtig, dass im Falle meines plötzlichen Todes sowohl geschäftlich als auch  privat alles geregelt ist. Deshalb war ich im letzten Jahr auch bei einem Vortrag zum Thema: „Vermächtnis“.

Klares Testament verhindert Streitigkeiten

Hier wurde mir klar, dass ich meiner Frau und meinen Kindern nur eins schuldig bin: Ein Testament, das klar ist und über das niemand streiten kann! Denn ich beobachte um mich herum, dass es beim Erben plötzlich keine Rolle mehr spielt, wie man miteinander verwandt ist!  Ich weiß von Familien, da wird nicht mehr miteinander geredet und schon gar nicht gefeiert, weil irgendwann mal einer mehr geerbt hat als der andere! Das soll es bei mir nicht geben!

Mein Motto ist: Nackt sind wir auf die Welt gekommen und nackt werden wir wieder gehen. Oder haben Sie schon mal gehört, dass jemand über seinen Tod hinaus Häuser, Autos oder sein Geld mitnehmen hätte? Wohl kaum! Deshalb liegt für mich auf der Hand, dass ich mir rechtzeitig Gedanken mache, wer was bekommen soll.

Unangenehme Frage, die weiterbringen

Natürlich gibt es Schöneres womit man sich beschäftigen kann als mit dem eigenen Ableben. Aber genau dazu will ich Sie heute ermutigen.

Stellen Sie sich zum Beispiel diesen Fragen:

  • Habe ich alles geregelt, falls ich ganz plötzlich sterbe?
  • Will ich eine Beerdigung, eine Urnenbeisetzung oder etwas anderes?
  • Was soll bei meiner Trauerfeier gesagt, gesungen und gelesen werden?
  • Was soll auf meinen Grabstein stehen?

Die Antworten sind nicht nur für Sie wichtig. Wenn Sie alles schriftlich fixieren, ist es auch eine große Hilfe und ein Trost für Ihre Angehörigen, die am „Tag X“ alles ganz in Ihrem Sinne organisieren können.

Noch eine letzte Frage will ich Ihnen zumuten, die mir sehr wichtig ist, weil sie deutlich macht, dass ich nicht nur für mich Verantwortung trage: Was haben die Menschen davon, dass ich auf dieser Erde gelebt habe?

Aber Vorsicht: Ihre ehrliche Antwort darauf könnte Ihr bisheriges Leben grundlegend verändern. Denn manches, was für Sie oberste Priorität hatte, könnte danach nicht mehr so wichtig sein!

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Dieser weise Ratschlag aus der Bibel, Psalm 90, ist für mich ein wichtiger Wegweiser geworden –  für mein Leben und den Tod, der nun mal todsicher ist!

Allgemeine Themen / 1. Mai 2018

Ausleihen? Nicht mit mir!

Von Walter Stuber

„Kinderkleidung mieten statt kaufen!“ Anfang des Jahres sorgte der Kaffeehändler Tchibo in seinem Onlineshop www.tchibo-share.de  mit diesem neuen Angebot für Gesprächsstoff. Dabei war die Idee gar nicht neu. Schon lange gibt es Foren im Internet in denen das Ausleihen im Vordergrund steht. Von der Hüpfburg, CDs und der Motor-Klappsäge bis hin zur Verstärkeranlage, Karnevalsperücken und  Schmuck gibt es alles zum tage- oder wochenweise mieten. Autos und Motorräder sind natürlich auch dabei.

Ich bin ehrlich: Das ist nicht für mich! Egal um was es geht: Mit dem Ausleihen habe ich meine Probleme. Vielleicht liegt es an meinen schwäbischen Wurzeln .Vielleicht aber auch an einer Geschichte, die schon 41 Jahre zurück liegt, mir aber immer noch präsent ist, als ob es gestern gewesen wäre.

Traum von Freiheit – ausgeträumt

Mein Kumpel Andreas war gerade 16 Jahre alt geworden und super stolz auf sein Moped. Freudestrahlend hat er es mir gezeigt! Das war für ihn der Inbegriff der Unabhängigkeit!  Endlich konnte er überall hinfahren! Und ich als sein Freund durfte sein „Ein und Alles“  sogar Probefahren. Das machte mich wiederum sehr stolz. Ich hab mich drauf gesetzt und bin losgefahren. Aber nach ungefähr einem Kilometer machte der Motor komische Geräusche – und dann lief plötzlich gar nichts mehr. Ich habe mich zwar total erschrocken, dachte mir aber nichts weiter und schob das Gefährt den Weg zurück. Je näher ich an Andreas herankam und ihm klar wurde, dass sein Moped keinen Mucks mehr machte, desto mehr wich die Farbe aus seinem Gesicht.

Als ich vor ihm stand, mit dem kaputten Moped an der Hand, war es für mich als ob ich soeben seinen Lebenstraum von Freiheit zerstört hatte. Er tat mir so leid. Das Ganze war so unfassbar! Also habe ich die Ärmel hochgekrempelt und den Motor zerlegt. Schließlich war ich bekannt dafür, dass ich von so etwas Ahnung hatte. Leider war das eine riesengroße Selbstüberschätzung und ein fataler Fehler dazu. Hätte man das Moped gleich einem Fachmann überlassen, wäre es sicher noch zu retten gewesen. Aber durch meine „Schraubkunst“ war es endgültig hin und mein Freund musste wieder zu Fuß gehen. Und ich war schuld daran!

Prägende Erkenntnis

Aus diesem Erlebnis habe ich eine Lehre fürs Leben gezogen: Verleihe bloß nichts, sonst geht es dir am Ende wie Andreas und du bekommst es kaputt zurück.

Bis heute verleihe ich nur im äußersten Notfall etwas! Das gilt vor allem für meine Werkzeuge und erst recht für mein privates Auto. Beim Firmenwagen geht es mittlerweile schon etwas besser. Da lasse ich hin und wieder mal jemanden anderen fahren.

Ist es nicht erstaunlich und fast beängstigend, wie ein Erlebnis, das schon lange zurück liegt, einen immer noch prägt  und im schlimmsten Falle sogar das Leben verbauen kann? Dabei will ich doch freigiebig sein! Warum sonst fühle ich mich bei den Netzwerkern von Business Network International www.bni.de  so wohl, deren Motto „Wer gibt, gewinnt“ ist? Ja, ich gebe gerne meine Kontakte, Lebenserfahrung und Businesstipps weiter!  Das Buch: „MUTMACHER- Das Praxishandbuch von zwei verrückten Unternehmern“  www.neufeld-verlag.de/de/mutmacher.html , das ich zusammen mit Dirk Eckart geschrieben habe, ist das beste Beispiel dafür.

Alte Denkmuster durchbrechen

Aber was das Ausleihen von Werkzeug, Auto und anderen Dingen angeht, da hört es für mich auf. Zumindest war es bisher so. Aber da ich mir „Lebenslanges Lernen“ verordnet habe, will ich auch hier weiterkommen! Deshalb muss ich meine Erfahrung von damals, heute mal von einem anderen Blickwinkel betrachten und die Fragen zulassen: Muss das Ausleihen immer so enden? Warum sollte sich die Geschichte mit Andreas wiederholen? Ich will mich von dem Gedanken befreien, dass es mir beim Verleihen zwangsläufig so ergehen muss, wie damals meinem Freund!

Vielleicht  ist  das der erste Schritt in die richtige Richtung, dass ich mir eingestanden habe, dass hier, bei der alten „Moped-Motorschaden Geschichte“, die Ursache dafür liegen könnte, dass ich seit Jahrzehnten möglichst darauf verzichtet habe etwas auszuleihen. Manchmal ist es gut und hilfreich über „alte Geschichten“ zu reden. Sie verlieren dann an Macht, können mich nicht mehr so stark beeinflussen und ich kann danach befreiter durchs Leben gehen. Mal sehen, was passiert, wenn demnächst jemand meinen Rasenmäher oder eine Rohrzange leihen will!

 

 

Allgemeine Themen / 17. April 2018

„Geschlossen!“

Von Walter Stuber

„Wenn Du noch mehr Umsatz machen willst, dann komm zur Vertriebsoffensive!“ Mit diesem Satz wirbt der Verkaufstrainer, Redner und Autor Dirk Kreuter in seinem YouTube Kanal und auf seiner Homepage www.dirkkreuter.com . Anfang März wollte ich seine Strategien und Anregungen mal live hören und erleben. Also bin ich nach Berlin aufgebrochen. Trotz reichlich Zeit für die Anreise wurde es dann durch Staus und Umleitungen noch knapp. Schon von unterwegs aus habe ich im Estrel Hotel, dem Veranstaltungsort,  angerufen und mich erkundigt, wo ich parken könnte.

Durch meine Gehbehinderung muss ich für Wege etwas mehr Zeit einplanen als diejenigen, die gut zu Fuß sind. „In der Parkgarage des Hotels!“, war die Antwort. Das klang gut. Nur 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn kam ich endlich an. Siegessicher steuerte ich die Parkgarage zu. „Geschlossen!“,  leuchtete es mir entgegen. Wegen Überfüllung, wie sich später herausstellte.

Nochmal gut gegangen

Also habe ich eine Runde um das Hotel gedreht. Ich entdeckte auf der Rückseite einen freien Platz, parkte ein, legte meinen Behindertenausweis hinter die Frontscheibe und stieg aus. Sofort war ein Mann vom Sicherheitsdienst da und bat mich freundlich mein Auto zu entfernen und mir einen anderen Parkplatz außerhalb des Hotelgeländes zu suchen.

Daraufhin fragte ich ihn höflich, ob es nicht möglich wäre als Schwerbehinderter ausnahmsweise diesen Parkplatz nutzen zu dürfen. Und tatsächlich: Nach ein paar Telefonaten mit dem Empfang und dem Vorgesetzten war dann doch möglich! Für mich ist die Sache gut ausgegangen und ich kam noch pünktlich zum Event.

Menschen mit Handicap gibt es hier nicht

Aber was macht ein Rollstuhlfahrer, wenn es an einem Veranstaltungsort keine Behinderten-Parkplätze gibt? Diese  Frage ließ mir den ganzen Tag über keine Ruhe. Ich habe dann ganz bewusst im Estrel Hotel Ausschau gehalten nach Rolli-Fahrern oder anderen Gehbehinderten, wie ich es bin.

Fehlanzeige! Da sind rund 3500 Verkäufer, leitendes Personal, selbstständige Unternehmerinnen und Unternehmer – und keiner hat ein sichtbares Handicap! Das ist leider nicht nur bei der „Vertriebsoffensive“ das übliche Bild. Ob bei Rotary, BNI oder sonstigen Netzwerktreffen und Wirtschaftsverbänden wiederholt sich das, auch wenn es hier und da dann tatsächlich Behinderten-Parkplätze gibt!

Barrierefreie Chefetage?

Was ist in unserer Gesellschaft los? Gibt es keine gehbehinderten Menschen, die Verantwortung als Führungskräfte oder Unternehmerinnen und Unternehmer übernehmen können/wollen/dürfen? Wenn es welche gibt, sind es nur wenige. Dann ist die Frage: Warum ist das so? Sollte es wirklich daran liegen, dass so mancher denkt, wenn jemand im Rollstuhl sitzt, dann hat er oder sie zwangsläufig auch noch andere Behinderungen?

Oder werden Menschen mit Handicap  nicht genügend gefördert? Liegt es am Schulsystem? Vielleicht ändert sich mit der hochgelobten Integration endlich etwas, wenn Schule und Hochschulen barrierefrei werden und dort auf die Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Behinderungen eingegangen werden kann. Bis dahin sind es wir Unternehmerinnen und Unternehmer, die körperbehinderte Menschen mit Potential entdecken und fördern sollten. Ich bin mir sicher, dass sie jedem Unternehmen in ganz besonderer  Weise gut tun!

Ich wünsche mir sehr, dass es irgendwann ganz normal ist, wenn jemand in Führungsetagen mit Krücken, im Rolli oder einem Blindenstock seinen Job macht!

 

Allgemeine Themen / 27. März 2018

Warum zahlt der Opa nicht?

Von Walter Stuber

„Hilfe für Josefine“ – das ist die Facebook-Seite auf der meine Enkelin im Mittelpunkt steht, denn sie braucht vielfache Unterstützung. Josefine ist mehrfachbehindert. Sie hatte als Baby eine Hirnhautentzündung, die ihr stark zugesetzt hat. Danach bekam sie Epilepsie. Außerdem konnte sie dadurch viele Bewegungsabläufe nicht erlernen. Heute als Siebenjährige hat sie sehr viel nachzuholen.

Dabei soll ihr die „Doman-Therapie“ helfen, die weltweit sehr erfolgreich bei hirngeschädigten Kindern wie Josefine angewendet wird. Mein Sohn Ingolf  und meine Schwiegertochter Janine wollen diese Möglichkeit für ihre Tochter nutzen. Einziger großer Haken: Die Krankenkasse finanziert die Behandlung nicht! Das bedeutet die komplette Summe muss selber aufgebracht  werden. Wir reden von rund 200.000 Euro! Anfang des Jahres hat die Familie beschlossen in die Öffentlichkeit zu gehen und um Spenden zu bitten. Dafür wird die Facebook-Seite genutzt.

Harte finanzielle Realität

Die Wenigsten sagen es laut, aber ich weiß, dass so mancher es zumindest schon gedacht hat: „Da ist der Opa ein erfolgreicher Unternehmer und er kann nicht die Therapie für seine Enkelin finanzieren?“. Die Frage ist durchaus berechtigt!  Es kommt natürlich darauf an, wie man „erfolgreich“ definiert: Ob an der Sichtbarkeit des Unternehmens oder am Gewinn. Ja, wir sind erfolgreich mit unserm Spezialgerüstbau-Unternehmen! Aber wir haben auch eine bewegte Firmengeschichte mit Hochs und Tiefs! 2001 haben Dirk Eckart und ich den Betrieb übernommehttps://www.spezialgeruestbau,den. 2010 erlebten wir dann die „fast“ Pleite.

Sozusagen „Fünf vor zwölf“ haben wir das benötigte Geld von unserem befreundeten Lieferanten Friedhelm Wagner bekommen, damit wir wiederum weitere Kredite von der Sparkasse Döbeln und der Sächsischen Aufbau Bank eingeräumt bekamen. Das hatte Konsequenzen: Wir beiden Gesellschafter mussten für die Rettung unseres Unternehmens  unsere gesamten privaten Spar- und Rentenrücklagen in das Unternehmen einlegen. Das bedeutete, dass meine Altersabsicherung, die ich bis zum 40.Lebensjahr aufgebaut hatte, plötzlich für die Katz war. Außerdem wurden unsere Geschäftsführergehälter drastisch gekürzt.

Im Geld schwimmen – Fehlanzeige!

Wir führen ein erfolgreiches Unternehmen! Daran besteht kein Zweifel! Aber die (finanziellen) Konsequenzen von 2010 haben noch heute Auswirkungen. Im Klartext: Trotz guter Bilanzen: Privat schwimmen wir nicht im Geld. Leider. Wie gerne würde ich mal eben „aus der Portokasse“ die Therapie finanzieren, damit meine Vision wahr wird und Josefine im Jahr 2030 fließend spricht und ohne Hilfsmittel gehen kann!

Ja, ich muss zugeben: Ich schäme mich, bin traurig darüber, dass ich „nur“ 50 Euro  im Monat für sie geben kann. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich, bevor die Therapie konkret wurde,  anderen Werken und Institutionen wie Rotary, der Förderschule, Christen in der Wirtschaft und ERF Medien jeweils eine Summe pro Monat für eine bestimmte Zeit zugesagt hatte. Danach werde ich die 20% von meinem Lohn, die ich grundsätzlich von meinem Lohn spende, nur noch für Josefines Therapie einsetzen. Jetzt wissen Sie, warum ich als Geschäftsführer einer erfolgreichen Firma nicht mal eben die Therapiekosten für meine Enkelin übernehmen kann, auch wenn ich noch so gerne täte. Aber ich habe aus den ganzen finanziellen Herausforderungen gelernt!

3 Tipps für Selbstständige

Ich rate Ihnen als selbstständiger Unternehmer:

  • Legen Sie Ihre Rentenbeträge so an, dass Ihre Bank  und  Sie selber im Extremfall nicht darauf zugreifen können. Denn es kann immer wieder mal vorkommen, dass Ihr Unternehmen in Schieflage kommt, sodass Sie als Chef oder Chefin sich eigentlich verpflichtet fühlen, an das private Vermögen heranzugehen. Aber, wie sich bei mir gezeigt hat, ist das nicht unbedingt sinnvoll in Blick auf die Finanzen im Alter!
  • Denken Sie daran: Vielleicht brauchen Sie irgendwann auch einmal finanzielle Unterstützung!  Warum nicht also einem anderen befreundeten Unternehmer mal unter die Arme greifen, wenn es einem selber gerade finanziell gut geht?!
  • Seien Sie immer großzügig mit Spenden. Wer gibt, gewinnt!

 Mehr unter www.josefine-stuber.de 

Allgemeine Themen / 13. März 2018

Der Hauptgewinn

Von Walter Stuber

Glück haben! Wer will das nicht? Es gibt die verschiedensten Definitionen, was Glück ist. Und alle sind vermutlich irgendwie richtig! Denn jeder empfindet etwas anderes als „Glück“. Ich habe schon öfters in meinem Leben Glück gehabt. Wenn sich zum Beispiel privat oder beruflich etwas Unerwartetes ergeben hat. Manchmal waren die Glücks-Momente eher unscheinbar und fielen mir erst im Nachhinein auf, als ich darüber nachgedacht habe. Bei anderen Gelegenheiten war sofort klar: Das ist Glück!

Wie beim letzten Gänse-Essen des Rotary Clubs Torgau-Oschatz. Wie in jedem Jahr kaufte ich bei dieser Benefizveranstaltung 10 Lose für 10 Euro. Dabei ging es mir gar nicht darum, einen attraktiven Preis zu ergattern. Obwohl meinerseits nichts gegen einen guten Gänsebraten oder Kissen und Decken von Familie Eskedisen https://www.eskildsen.de/de/zu-gast einzuwenden gewesen wäre. Vom Hauptpreis, eine Woche Urlaub im Traum-Ferienhaus „Kleine Flucht“ auf Rügen, gar nicht zu reden. Aber meine Frau und ich hatten bisher nie besonders viel Glück bei solchen Gelegenheiten. Mal eine Endzahl im Lotto oder 40 Euro beim PS-Sparen. Das war es dann auch schon. Außerdem ging es mir weniger um das Gewinnen, ich wollte die Projekte des Rotary Clubs unterstützen.
Unverhofft kommt oft!
Umso erstaunter war ich, als unsere Losnummer die Woche Urlaub auf Rügen zugesprochen bekam! Der Hauptpreis! An uns! Wir hatten doch sonst kein Glück bei so etwas! Und jetzt gleich eine Woche in einem Traumhaus! Unser Los hatte tatsächlich gewonnen! Wir konnten es kaum fassen!

Für uns stand sofort fest, dass wir diese Woche in den Winterferien mit unserer Tochter und ihren beiden Kindern (5 und 8 Jahre alt) dort verbringen wollten! Es muss ja nicht immer Sommer an der Ostsee sein. Auch der Winter hat seine schönen Seiten. Außerdem versprachen die Bilder auf der Homepage www.ostseetraumhaus.de nicht nur eine wunderschöne Gegend, sondern auch ein sehr gut ausgestattetes Haus, wo man es sich gemütlich machen konnte, auch wenn es draußen kalt war.
Ankommen und wohlfühlen
Im Februar fuhren wir hin. Wir stellten schnell fest: Der Begriff „Traumhaus“ war nicht übertrieben! Drei Schlafzimmer, zwei Bäder, Sauna, ein großer Wohn/Essbereich, die Küche mit allem, was man braucht, Waschmaschine, Strandkorb, Außengrill, eine große Terrasse mit gemütlichen Liegen. Dafür waren die Temperaturen jetzt zwar nicht geeignet. Aber insgesamt zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite in dieser Jahreszeit und wir konnten auch die traumhafte Lage, 50 m vom Rügenschen Bodden, genießen.

Wir stellten schnell fest: Das Fischerdorf Neuendorf, wo das Traumhaus steht, ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Die Städte Göhren, Sellin, Binz, Stralsund, Bergen/Rügen und Sassnitz sind sozusagen „gleich um die Ecke“. Aber auch für Kinder gibt es viele interessante Angebote, sodass es auch ihnen nicht langweilig wird, wie die Gartenbahn im Eispalast Bergen oder das Erlebnis-Dorfzirkow www.karls.de/zirkow.html

Urlaub mit den Enkeln ist zwar ganz anders als wenn ich mit meiner Frau alleine ein Häuschen miete. Und ich gebe es zu: Teilweise war es auch eine Herausforderung für mich, wie ich es in diesem Blog geschildert habe LINK ZUM BLOG:   https://walter-stuber.de/2018-02/100-herausforderung ‎

Rügen – eine Reise wert

Trotzdem kann ich im Nachhinein sagen:

Was ein Glück, dass wir Glück hatten und diese Woche Urlaub im Haus unseres Rotary Freundes Klaus-Peter Wöhlermann gewonnen haben! Ich bin sehr dankbar für diese Tage mit der Familie in herrlicher Umgebung. Rügen ist wirklich eine Reise wert!

Falls Sie dort oder irgendwo auf Rügen mal Urlaub machen wollen, hier noch ein paar von uns erprobte Ausflugstipps:

Das romantische Jagdschloss Granitz

Seebrücke Sellin – Der Weg in die Ostsee

Eine Fahrt mit dem Rasenden Roland