Tag Archives: Gerüstbau

Allgemeine Themen / 10. Dezember 2019

„Einmal Layher – Immer Layher“ – Wie der schwäbische Gerüsthersteller mich geprägt hat

Layher

Würth, Bosch, Bertelsmann – diese Namen stehen für erfolgreiche Familienunternehmen in Deutschland. Für mich als Spezialgerüstbauer und Schwaben darf in dieser Riege der Name Layher nicht fehlen. Die Zentrale des Gerüstherstellers ist in Güglingen-Eibensbach, meinem Heimatdorf.

Ende der 1960er Jahre führte mein Schulweg an der alten Fabrik vorbei und ich konnte beim Vorbeigehen die Herstellung der Holzleitern beobachten. Ich erinnere mich noch gut an die Lagerhallen und das große Sägewerk. Wie gerne habe ich hier mit den anderen Kindern, auch aus der Layher Familie, im Sägemehl getobt! Meine Mutter fand das anschließend nicht so lustig…. Einige meiner Verwandten, wie mein Onkel Fritz, hatten bei der Firma Layher nach dem Krieg einen der begehrten Arbeitsplätze gefunden.

Von Walter Stuber

Vom Wirtschaftswunder profitiert

Seit ich denken kann, erzählten meine Eltern vom erfolgreichen Wilhelm Layher. Während des Krieges war er mit seiner Frau aus dem zerbombten Stuttgart zur Verwandtschaft nach Eibensbach gekommen. Direkt nach Kriegsende gründete er 1945 ein Unternehmen, das zunächst Rechen, Steig- und Scheunenleitern, Heuböcke und Stiele aller Art aus Holz herstellte.

Nur drei Jahre später kam aufgrund der hohen Nachfrage durch den wirtschaftlichen Aufschwung, die Spezialisierung auf Leiterngerüste. Schnell entwickelte sich das Unternehmen weiter und wurde schließlich zum größten Hersteller von Systemgerüsten.

Layher

Basis für meinen Erfolg

1977 begann ich bei Layher meine Ausbildung als Bürokaufmann. Im Rückblick bin ich den Geschäftsführern Ruth Langer und Ulrich Layher sehr dankbar für die gute Ausbildung, die ich bei ihnen durchlaufen durfte. Es war für mich keine einfache Zeit. Aber gerade deshalb habe ich viel gelernt. Das war die beste Grundlage für meinem beruflichen Werdegang und meinen Erfolg.

Bei uns in Eibensbach sagte man früher immer: „Einmal Layher – Immer Layher“, weil viele Mitarbeiter dort über Jahrzehnte beschäftigt waren. Für mich gilt das Motto auch, heute allerdings mit einem anderen Fokus: Gerüstmaterial beziehe ich von Layher, weil ich weiß: Hier gibt es beste Qualität und Spitzentechnologie.

Wie wurden Sie durch Ihren Ausbildungsbetrieb geprägt? Haben Sie dort gute Grundlagen für Ihr weiteres Berufsleben bekommen oder eher nicht? Schicken Sie mir eine Mail! Ich freue mich über Ihren Bericht!

Allgemeine Themen / 3. Juli 2018

Business-Kontakte knüpfen: 2. Sächsische Netzwerkwoche

Vier Tage kompakt: Frühstück und Business-Kontakte knüpfen
2. Sächsische Netzwerkwoche: Ein Rückblick und Aufruf selber Gastgeber zu werden

von Walter Stuber

„Es war großartig, wie immer sehr gut organisiert und eine gute Stimmung.“ „Vielen Dank für die Möglichkeit über 250 Unternehmer zu treffen und Empfehlungen auszutauschen.“
Zwei Feedbacks auf Facebook zur 2. Sächsischen Netzwerkwoche, die vom 19. bis 22. Juni auf dem Gelände unserer Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH stattfand. Das war wieder eine spannende Woche für uns. Vor allem für unser Büro-Team, das einmal mehr bewiesen hat, dass es große Events perfekt ausrichten kann.

Das Ganze ist ja auch eine logistische Herausforderung. Damit haben wir als Gerüstbauer beste Erfahrungen. Allen voran mein Mitgesellschafter und Geschäftsführer Dirk Eckart. Er war verantwortlich für die Organisation des großen Zeltes, samt Tische und Bänke, den Toilettenwagen (muss auch sein….) und er heuerte, wie schon im letzten Jahr, Lars Lemke an, damit unsere Gäste wieder ein erstklassiges, reichhaltiges Frühstück genießen konnten.

Erstmals Gewerbeschau

Neuerung in diesem Jahr: Eine kleine „Gewerbeschau“. Wir hatten Unternehmern aus der Umgebung angeboten ihre Dienstleistungen und Produkte an den vier Tagen zu präsentieren. Mit dabei waren die Firmen: KENTER Müller GmbH, Reinigungssysteme/ Brandis, Silke Gebhardt Coaching Domain/ Ostrau, Alfred Brasse, Sonnenschutzanlagen/ Leisnig, Autohaus Ertl GmbH/ Döbeln, büroperfekt Chemnitz , BNI Regionaldirektion Südost/ Dresden; Müllers Büro GmbH /Altmittweida und Fischer´s Fine Interiors/Chemnitz.

Schöner und gewollter Nebeneffekt: Diese Firmen waren gleichzeitig auch unsere Sponsoren, damit die Kosten für Zeltmiete etc. für uns niedrig gehalten werden konnten.

Handschriftliche Einladungen

Im Vorfeld haben wir breitflächig eingeladen: Unsere Lieferanten, Kunden und alle Business Network International (BNI) Gruppen im Raum Sachsen. Nicht etwa per Mail oder ausgedrucktem Brief.

Unsere Mitarbeiterin Nicole Lange und unsere Auszubildende Sandra Naumann haben rund 150 Postkarten per Hand geschrieben. Mit Erfolg: Allein am erstem Morgen der Sächsischen Netzwerkwoche war unser Zelt gut gefüllt mit 86 Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften. Auch Mittwoch, Donnerstag und Freitag ließen sich viele einladen.

Strukturierter Ablauf

Um 7 Uhr begann unser Frühstück mit der Begrüßung und der Aufforderung sich am Buffet zu bedienen, damit um Punkt 7.15 Uhr mit dem Programm begonnen werden konnte. Wie es bei Netzwerktreffen von Business Network International (BNI) üblich ist, hatte auch hier jedes Mitglied die Möglichkeit sich und sein Business in maximal einer Minute zu präsentieren. Außerdem stellten sich die Gäste vor und es gab Informationen rund um BNI.
Pünktlich um 8.30 Uhr war dann das offizielle Programm beendet. Für diesen strukturierten Ablauf, der schon mit dem Kassieren des Frühstücksbeitrags begann (Danke an Ulrike Eckart, Dirk May, Ingolf Stuber und Katrin Fay), haben wir viel Lob von unseren Gästen bekommen. Im Anschluss gab es natürlich noch die Möglichkeit persönlich ins Gespräch zu kommen, sich von Dirk Eckart die Geschichte unseres Unternehmens erzählen zu lassen oder unseren Lagerplatz sowie unseren Gerüstpark zu besichtigen.

Erfolgreich Business-Kontakte knüpfen – Machen Sie es wie wir

Fazit: Die 2. Sächsische Netzwerkwoche war ein voller Erfolg und ich empfehle Ihnen sehr, so etwas selber durchzuführen.
• Wenn Sie neue Geschäftsbeziehungen, Kontakte suchen, machen Sie eine Netzwerkwoche auf Ihrem Betriebsgelände, in Ihrer Fabrikhalle oder in Ihrer Firma.
• Laden Sie Freunde, Kunden und Lieferanten ein und netzwerken Sie nach dem Vorbild von BNI. Wenn Sie Anregungen und Tipps dazu benötigen, dann stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!
• Bitte bedenken Sie: Der Erfolg kommt nicht sofort. Business-Kontakte knüpfen, Beziehungen aufbauen braucht seine Zeit und erst recht bis aus einer Geschäftsbeziehung ein Geschäft wird.
• Haben Sie auch vor Augen, dass Sie durch solche Veranstaltungen sichtbarer werden für Nachbarbetriebe, Mitbewerber und nicht zuletzt auch für neue Kunden.
• Gerade in Zeiten, wo Ihre Auftragsbücher bis zum Anschlag voll sind, macht es Sinn solche Veranstaltungen durchzuführen. Denn Sie sorgen damit vor für die konjunkturschwachen Zeiten.

Hier gibt es übrigens einen visuellen und akustischen Eindruck von unserer Netzwerkwoche.

Ich wünsche erfolgreiches Kontakte knüpfen.

Allgemeine Themen / 29. November 2017

4 Tipps zum Umgang mit harter Kritik

Vom Choleriker zum Mutmacher

„Sie sind entlassen!“ Noch vor ein paar Jahren kam mir dieser Satz schnell über die Lippen!  Manchmal reichte es, dass ein Mitarbeiter und ich unterschiedlicher Meinung waren. Überhaupt: Kritik an mir und meiner Arbeit war überhaupt nicht erwünscht. Wenn es jemand wagte mich zu kritisieren, konnte ich sehr laut und  sauer werden. Meine Ideen mussten sofort umgesetzt werden und  bitte genauso wie ich es wollte. Kurzum: Als Chef war ich ein Tyrann!

Gott sei Dank gehört das der Vergangenheit an. Heute ist es mir wichtig für unsere Mitarbeiter, Kunden und im privaten Bereich ein Ermutiger zu sein. Der Weg hierher war voller dramatischer Ereignisse: ein tödlicher Arbeitsunfall;  ein Kalkulationsfehler mit schweren Folgen und eine Erkrankung, die eine schwere Operation zur Folge hatte, deren Ausgang ungewiss war. Die Ärzte bereiteten mich darauf vor, dass ich danach im Rollstuhl sitzen würde.

Auszeit bringt Einsicht

Die ungewollte Auszeit im Krankenhaus war der Anfang meiner Veränderung. Mir wurde klar, wie einsam ich war, dass ich vieles nicht geregelt hatte. Was würde nach dem Tod kommen? Diese Frage beschäftigte mich stark. Damals entdeckte ich meinen christlichen Glauben wieder, der mir neue Perspektiven für Tod und Leben bescherte. Auch in Bezug auf den wertschätzenden Umgang mit meiner Familie, Freunden, Mitarbeitern und Kunden.

Meine Einstellung zu meinem „Chefsein“ hat sich komplett verändert. Jetzt bin ich dankbar, dass ich Aufgaben abgeben kann,  nicht mehr ständig alles und jeden kontrollieren muss. Dadurch bin ich viel entspannter. Das bestätigen meine langjährigen Mitarbeiter. Sie brauchen keine Angst mehr haben vor dem cholerischen Chef und arbeiten gern in unserem Unternehmen.

Andere Einschätzungen  zulassen und ernst nehmen

An die „alten Zeiten“ wurde ich erinnert, als ich diesen Aufruf zur „Blogparade“ las: http://www.unternehmercoach.com/blog/einladung-zur-blogparade-2017 . Im Mittelpunkt sollen Blog-Beiträge stehen rund um die Frage, wie man als Unternehmer und Selbständiger auf harte Kritik reagiert.

Früher habe ich Kritisches zu meinen Ideen und Ansichten nicht geduldet. Und heute?

Ich gebe es zu: Kritik höre ich nach wie vor nicht gerne. Wenn ich Entscheidungen treffe, habe ich mir viele Gedanken gemacht und bin absolut davon überzeugt, das Richtige zu tun. Wenn das jemand nicht nachvollziehen kann oder einen ganz anderen Standpunkt hat als ich, gefällt mir das zunächst überhaupt nicht.

In den meisten Fällen schaffe ich trotzdem nicht mehr impulsiv und knallhart darauf zu reagieren. Ich lasse das Gehörte erstmal auf mich wirken und schlafe am besten eine Nacht darüber.

Nicht spontan reagieren

Am nächsten Tag kann ich alles viel besser, nüchterner beurteilen.

Dann entscheide ich, ob ich die Kritik annehme und daraus konstruktives Neues entsteht oder ob alles so bleibt, wie ich es geplant habe. Ich musste mich von dem Gedanken freimachen, dass Kritiker mich auf jeden Fall ärgern, verunsichern oder mir gar schaden wollen. Bei manchem mag das so sein. Die meisten meinen es gut und wollen die Firma weiterbringen mit ihren Anmerkungen.

Es klappt aber nicht immer mit der Besonnenheit: Je nach (Streß-)Situation kommt hin und wieder mein altes Naturell durch und ich lasse ein paar unangemessene Worte los oder ich reagiere falsch auf die Einschätzung meines Gesprächspartners, die konträr zu meiner ist. Meist wird mir das im Nachhinein bewusst. Dann lasse ich es auf jeden Fall nicht so stehen. Ich habe gelernt mich bei meinem Gegenüber zu entschuldigen! Die Reaktionen darauf waren in den meisten Fällen sehr positiv und eine gute Zusammenarbeit war wieder möglich.

Meine Empfehlungen für den Alltag:

  • Bleiben Sie gelassen, „verdauen“ Sie das, was gesagt wurde und erbitten Sie sich Zeit, um zu prüfen, was an der Bewertung dran ist und wie Sie damit umgehen wollen.
  • Kritik tut weh – ist aber nicht in jedem Fall zu Ihrem Schaden! Manchmal ist es hilfreich auf andere Sichtweisen hingewiesen zu werden.
  • Nehmen Sie nicht alles persönlich!  Bewahren Sie sich eine „professionelle Distanz“.
  • Wenn Sie impulsiv reagieren und dabei verletzende Worte wählen, dann entschuldigen Sie sich dafür. „Entschuldigung“ ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der Aufrichtigkeit, die wiederum ist Grundlage für ein gutes Miteinander.

Allgemeine Themen / 12. Juli 2016

Gerüstbau – individuell und unkonventionell

Gerüstbau –  individuell und unkonventionell

Warum ein Weinbauer mich inspiriert hat, ungewöhnliche Lösungen für meine Kunden zu erfinden

Zwei oder drei Striche auf dem Papier reichen und ich weiß, wie die Gerüstkonstruktion an einem  Gebäude aussehen muss. Das macht natürlich die jahrzehntelange Übung. Aber schon als Kind konnte ich gut malen und zeichnen. Außerdem habe ich immer gerne Neues ausgetüftelt, geplant und organisiert.

Ich erinnere mich, dass ich in der Ferienzeit meinen Vater früh morgens immer damit genervt habe, dass ich genau wissen wollte, was wir den Tag über machen werden. Wenn ich dann die Antwort bekam, dass ich im Weinberg helfen sollte, war ich nicht gerade begeistert! Im Sommer wäre ich natürlich viel lieber mit meinen  Freunde ins Freibad  gegangen!

Wenn träumen eine neue Perspektiven bringt

Aber es gab damals keine Diskussionen .Ich musste mitgehen. Meine Aufgabe war meistens das Unkraut mit der Hacke zu entfernen. Das war sehr mühsam. Deshalb

habe ich mich oft unter den nächstbesten Weinstock gelegt und vor mich hin geträumt. Zum Beispiel habe ich mir damals überlegt, ob es nicht eine Alternative zur anstrengenden Unkrautbekämpfung gibt.

Mir fiel  ein, dass ein anderer Weinbauer in unserem Dorf um die Weinstöcke herum Gras gesät hatte. Damals haben ihn seine Kollegen  dafür  belächelt und als Spinner abgetan. Aber er war seiner Zeit einfach nur voraus! Heute machen es viele Weinbauern genauso! Denn das Gras sorgt dafür, dass bei starkem Regen der gute Boden nicht verloren geht. Und Unkraut jäten braucht man auch nicht so viel!

Aus der Reihe tanzen und Kompetenz zeigen

Dieser Weinbauer ist  heute  für mich ein Vorbild. Denn er hat sich getraut etwas ganz anders zu machen als die breite Masse! Ich tanze mit meinen Gerüstbau-Ideen auch gerne mal aus der Reihe, konstruiere etwas bewusst ganz anders als man es bisher gemacht hat. Im Vordergrund steht immer die bestmöglichste Lösung für  die Wünsche unserer Kunden und für die Gegebenheiten auf der Baustelle zu finden.

Im Laufe der Jahre sind  so schon viele ungewöhnliche Spezialkonstruktionen entstanden. Unsere langjährigen Mitarbeiter haben vieles davon in Fotobüchern dokumentiert. Wenn ich mir diese Aufnahmen anschaue, bin ich ganz stolz auf das, was unsere Gerüstbau-Kolonnen über all die Jahre fertigstellt haben.

Individuelle Lösungen fördern die Kundenzufriedenheit

Dass wir zuverlässig und extrem sicher arbeiten, zeigt, dass unsere Kunden immer wieder unsere Dienste in Anspruch nehmen und zur Not auch mal auf die Ausführung warten, nur damit wir ihre Arbeiten übernehmen können.

Ideenreich, unkonventionell  und individuell:  so führen wir unsere Arbeiten aus!

Egal ob großer oder kleiner Auftrag: Es beginnt mit ein paar Strichen  auf Papier, wenn ich die Gerüstkonstruktion zeichne, plane und  dabei  „querdenke“!