Über die Gerüstbau Branche

Allgemeine Themen / 5. Dezember 2017

Bedrohte Spezies: Unternehmer in Deutschland

Von Walter Stuber

51 – Das ist heute das Durchschnittsalter des deutschen Unternehmers. 1,3 Millionen Selbstständige sind 55 Jahre und älter. Es liegt auf der Hand: Sollen die Geschäfte  auch in Zukunft weiterlaufen, müssen Nachfolger gefunden werden. Aber woher nehmen? Längst ist es nicht mehr selbstverständlich, dass klein- und mittelständische Familien-Unternehmen von Sohn oder Tochter weitergeführt werden. Die Bereitschaft zur Selbstständigkeit ist aber auch allgemein eher gering. Als Grund dafür nennt Thomas Jakob, Firmenkundenberater bei der HypoVereinsbank, in einem Artikel der Frankfurter Neuen Presse http://www.fnp.de/nachrichten/wirtschaft/Ein-Nachfolger-fuer-die-Firma;art686,2764467 , dass junge Menschen heute mehr Wert legen auf geregelte Arbeitszeiten und eine Festanstellung.

Übernahmen von externen Managern oder Beteiligungsgesellschaften werden deshalb auch bei Familienbetrieben immer mehr in Betracht gezogen. Aber selbst das gestaltet sich schwierig. Das liegt nicht an den hohen Preisen, die zurzeit gefordert werden. Es fehlen schlicht und ergreifend Menschen, die sich auf das Abenteuer „Selbstständigkeit“ einlassen wollen. Welche Entscheidung auch immer getroffen wird in Blick auf eine Geschäftsübergabe: Der Bankexperte rät in jedem Fall zu einer frühzeitigen und strategischen Planung.

Firmenübergabe braucht gute Vorbereitung

Das sehe ich genauso! 10 Jahr bevor man aus der Firma aussteigen möchte, sollte man anfangen sich Gedanken zu machen, was und wie alles am Tag X weitergehen soll. Wenn ein Nachfolger aus der eigenen Familie kommt, dann sollte man sich von Anfang an klar darüber sein, dass er oder sie einiges anders machen wird als man selber und dass es große Fußstapfen sind, in die die Nachfolger dann treten müssen. Da muss jeder erstmal hineinwachsen.

Wie geht es mit der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH weiter? Diese Frage beschäftigt meinen Mitgesellschafter Dirk Eckart und ich mich schon lange. Wir bereiten jetzt schon alles vor für den Tag, wenn wir aus dem operativen Geschäft aussteigen. Klar ist, dass mein Sohn Ingolf meinen Posten als Geschäftsführer übernehmen wird. Ob Dirk Eckarts Sohn das auch tun wird, steht noch nicht fest. Sein geplantes Studium geht zwar in die Richtung, aber das bedeutet noch nicht, dass er bei uns einsteigen wird. Das klärt sich in den nächsten Jahren.

Vertrauen als Grundlage

Mein Sohn hat nach reiflicher Überlegung ein volles „Ja“ dazu gefunden mein Nachfolger zu werden. Dazu gehört auch, dass er nochmals die Schulbank drückt um seinen Meisterbrief zu bekommen. Das theoretische Wissen ist sehr wichtig als Grundlage für seine Zukunft im Unternehmen. Noch wichtiger ist aber, dass ich ihm Vertrauen entgegen bringe.

Deshalb muss ich Stück für Stück Verantwortung an ihn abgeben. Das ist für mich ein Lernprozess. Ihn machen lassen, nicht mit „klugen Sprüchen“ oder ständigen Ratschlägen mich einmischen, sondern erst mal stillhalten, abwarten und – wenn es gewünscht ist – als Ratgeber zur Verfügung zu stehen.

Erfahrungen weitergeben

Wie mein Sohn Ingolf den Prozess der Übernahme erlebt, das beschreibt er in dem Buch „Mutmacher – Das Praxisbuch von zwei verrückten Unternehmern“

www.amazon.de/Mutmacher-Praxishandbuch-zwei-verrückten-Unternehmern/dp/394336240X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1511945882&sr=8-1&keywords=mutmacher+eckart,

das am 18.Dezember 2017 auf den Markt kommt. (Vorbestellung jetzt schon möglich). Für Dirk Eckart und mich als Autoren geht mit diesem Buch ein Herzenswunsch in Erfüllung: Wir wollen unsere Erfahrungen als Unternehmer weitergeben und Mut machen Verantwortung zu übernehmen und ein Geschäft zu gründen. Dabei haben wir junge Leute genauso im Blick wie Frauen zwischen 45 und 50, die nach ihrer Familienzeit wieder durchstarten wollen und auch die Generation Ü60, die noch viel zu fit ist um sich auf das „Altenteil“ zu setzen, bekommt gute Anregungen auf den 160 Seiten.

Wir lassen auch andere Experten zu Wort kommen, wie z.B. den Nachfolge-Spezialist Manuel Hein www.olea-nachfolge.de, Marketing Experte www.hermannscherer.de, Personal-Vordenker www.joerg-knoblauch.de und Manangement-Trainer Klaus Kobjoll www.schindlerhof.de.

Wir wollen mit dem Buch Impulse geben, dass mehr Menschen sich trauen Verantwortung zu übernehmen und ihre geschäftlichen Traum wahr werden lassen.

Es ist unser Beitrag dazu, dass klein-und mittelständische Unternehmen in Deutschland nicht aussterben, sondern einen Aufschwung erleben!

 

 

 

 

 

Kunden / 28. November 2017

3 Faktoren , die mich erfolgreich machen

von Walter Stuber

„Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.“  

Der Automobilhersteller Henry Ford hat diesen Satz geprägt. Damit hat er Ende des 19.Jahrhunderts eine Frage beantwortet, die noch heute viele Menschen bewegt: Was macht mich erfolgreich? Welche Faktoren zählen? Ist es wirklich nur dieses „Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein“?

 Andere betonen, dass z.B. Talent, Beziehungen, Geld oder eine solide Hochschul-Ausbildung der Schlüssel zum Erfolg sind. Wäre letzteres ausschlaggebend, hätten Marc Zuckerberg, Steve Jobs und Bill Gates überhaupt keine Chance gehabt erfolgreich zu werden. Alle drei sind ohne Uni-Abschluss an die Spitze gekommen!

Schlechte Startbedingungen

Hier sehe ich eine Parallele zu meinem Leben: Schule war für mich schrecklich. Lernen einfach das Letzte. Abi? Abgeschlossenes Studium? Fehlanzeige! Trotzdem leite ich heute zusammen mit meinem Mitgesellschafter ein erfolgreiches Spezialgerüstbau-Unternehmen.

 Wie konnte das funktionieren? Ich bin mir sicher, dass es nicht die ultimative Checkliste gibt, was man mitbringen oder können muss, um Erfolg zu haben. Denn jeder Mensch ist ein Original und bringt individuelle Fähigkeiten und Begabungen mit, die es gilt zu entdecken, zu fördern und einzusetzen um die Dinge im Leben zu erreichen, die einem am Herzen liegen.

Worauf es ankommt

Dass mein Erfolg nicht auf meine gute Schulbildung zurückzuführen ist, liegt auf der Hand. Aber ich habe ein paar Eigenschaften in die Wiege gelegt bekommen,  die mir geholfen haben, nicht aufzugeben und Dinge zu erreichen, die mir mancher nicht zugetraut hätte.  

 Zum Beispiel: Disziplin, das ist mein erster Erfolgsfaktor.

Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann ziehe ich es auch durch. Das mag auf andere manchmal etwas befremdlich wirken, vielleicht sogar verbissen. Aber es ist meine Art die Dinge anzugehen. Das gilt für Berufliches genauso wie für Privates. Ich erinnere mich, dass ich aus gesundheitlichen Gründen abnehmen musste. Das habe ich eisern durchgezogen.

Einmal entschieden, bleibt es dabei

Eng mit der Disziplin verbunden ist mein zweiter Erfolgsfaktor: Konsequenz.

Ich lasse mich nicht abbringen von einem Plan, weil ich im Vorfeld intensiv das Für und Wieder durchgegangen und von meinem Entschluss überzeugt bin. Da können alle um mich herum dagegen reden. Ich bleibe bei meiner Entscheidung. Selbst auf die Gefahr hin, dass ich scheitere! Und natürlich habe ich auch das erlebt! Aber in den meisten Fällen hat mir ein Misserfolg letztendlich sogar noch mehr gebracht, als wenn mein Vorhaben geklappt hätte.

 Der alte Spruch „Aus Fehlern wird man klug!“ ist mehr als eine Binsenweisheit!  Fehler machen, sie einsehen und dazu stehen: Das stärkt den Charakter und ist hilfreich in jedem Business. Das zeichnet übrigens eine gute Führungskraft aus! Wichtig ist, dass ich auch anderen zugestehe Fehler zu machen.

Inspiration für Neues

Der dritte Faktor, warum ich trotz schlechter Startbedingungen erfolgreich sein kann, sind meine unendlich vielen Ideen.

Ich gebe es zu: Manchmal sind sie ziemlich verrückt! Viele Anregungen bekomme ich durch das Lesen unterschiedlichster Bücher. Eines meiner Ideen-Geber-Bücher ist schon uralt: Die Bibel ist meine Schatzkiste voller innovativer Gedanken!

 Auch Fachbücher gehören zu meiner Lektüre. Manche habe ich als Buch und eBook, weil ich je nach Situation an unterschiedlichen Orten darin lesen will: Zuhause oder  auf Dienstreisen. Ich nutze auch kleine Pausen oder Zeiten zwischen Terminen, sogar das „im Stau stehen“ um zwischendurch mal ein paar Seiten zu lesen.

Kaum zu glauben, dass ich bis zu meinem 27.Lebensjahr überhaupt kein Buch in die Hand genommen habe!

Schon als Kind effektvoll kreativ

Wenn ich es genau bedenke, war ich auch ohne das Lesen schon voller Ideen. Als Kind hatte so manchen Blödsinn im Kopf. Ich war bekannt für meine Streiche! Ein Beispiel: Wir Dorfkinder haben liebend gerne die Kirschbäume der Nachbarn geplündert, wollten aber nicht erwischt werden. Deshalb habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Damals war es noch möglich Karbid frei zu kaufen. Das habe ich heimlich besorgt.

 Spätabends haben sind wir in der Nähe der Grundstücke der Kirschbaumbesitzer geschlichen. In der entgegen gesetzten Richtung des Kirschbaums den auserkoren hatte.  Dann habe ich in einer Dose Karbid gezündet. Der Lärm schreckte den Besitzer auf und er lief natürlich  in die Richtung wo das Getöse her kam. In der Zeit kletterten wir schnell in den Baum und konnten uns über die leckeren Früchte hermachen! Eine verrückte, im Nachhinein auch gefährliche Idee. Aber sie war schon sehr effektiv!

Ungewöhnliche Ideen umsetzen: Das papierlose Büro

Heute sind meine Ideen teilweise immer noch ungewöhnlich (aber nie gefährlich! J): Wie zum Beispiel die Einführung von Wunschlohn, Weihnachtskarten im Spätsommer verschicken oder das „papierlose“ Büro. Es hat zwar eine Zeit gedauert bis ich alle im Betrieb davon überzeugt hatte. Aber wir haben es fast geschafft. Die meisten Vorgänge, Rechnungen, Baupläne, usw. sind  heute abgespeichert.

Wenn sich einer unserer Mitarbeiter nicht ganz vom Papier verabschieden möchte, darf er oder sie EINEN Ordner behalten. Mehr nicht!

Momentan sind wir dabei die letzten Akten nach den Vorgaben des Finanzamtes auszusortieren und alle Unterlagen, die älter als 10 Jahre sind, aus unserem Archiv herauszunehmen. Jetzt warten wir nur darauf, dass unser Finanzamt den Steuerbescheid auch online verschickt!

Trotz Begeisterung: Risiken im Blick haben

Ich bin stolz, dass wir meine Idee vom papierlosen Büro verwirklichen konnten. Denn das Ganze hat mehrere Effekte:

  • Wir verbrauchen  rund 200.000 Blatt Paper pro Jahr, das spart nicht nur Kosten, sondern ist unser Beitrag zum Umweltschutz!
  • Alle Vorgänge sind einfach per Schlagwortabfrage zu finden! Akten wälzen und suchen entfällt,  Arbeitszeit wird besser genutzt.
  • Den Platz, den die Aktenregale eingenommen haben, können wir viel besser anderweitig nutzen!

Natürlich bringt so eine Umstellung auch Gefahren mit sich, die man nicht unterschätzen darf. Stichwort: Datensicherheit und Computercrash!  Wir haben vorgesorgt und speichern alles mehrmals auf unterschiedlichen Server. Außerdem haben wir von Fachleuten durchspielen lassen, was im Falle eines Zusammenbruchs des Systems passiert und wie schnell wir wieder handlungsfähig sind. Das Ergebnis: Alles im grünen Bereich. Wir sind bestens abgesichert.

Mein Erfolgstipp für Sie

Die Umsetzung des papierlosen Büros in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH ist nur ein Beispiel dafür, wie eine meiner Ideen, die von manchem Mitarbeiter anfänglich sehr kritisch beäugt wurde, heute den Arbeitsalltag leichter macht. Aber nur durch meine Disziplin und Konsequenz ist daraus ein Erfolg geworden.

Ich mache Ihnen Mut: Finden Sie Ihre ganz persönlichen Erfolgsfaktoren!

Sei es durch eigene Reflexion oder professionelles Coaching.

Und dann: Handeln Sie dementsprechend! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

 

 

 

Kunden / 21. November 2017

Geld, Cash und Moneten?

Warum Gewinn für mich nicht nur an schwarze Zahlen abzulesen ist

von Walter Stuber

Das Jahr geht zu Ende. Zeit für einen Rückblick. In der Baubranche ist alles recht gut gelaufen. Nicht selten höre ich von Unternehmerkollegen: „Da hast du ja sicher viel Gewinn gemacht!“ und meinen, damit, dass es sich für uns finanziell gelohnt hat.

Gewinn bedeutet für mich allerdings viel mehr als „nur“  ein gefülltes Konto.

Ich verbinde damit z.B. die Zufriedenheit unserer Kunden. Wenn unsere Gerüste auf den Baustellen gute Dienste getan haben und die, die damit gearbeitet haben ihre Aufträge gut, sicher und schnell ausführen konnten, dann ist auch das ein großer Gewinn für uns als Unternehmen.

Nehmen wir ein Spezialgerüste, das wir in einer Produktionshalle aufgebaut haben, deren Decke bei laufendem Betrieb saniert werden muss. Wenn die Mitarbeiter, die an der Produktionsstraße arbeiten, also direkt unterhalb des Gerüsts, im Nachhinein sagen, dass sie so gut wie nichts von der Sanierung mitbekommen haben, dann macht uns das als Geschäftsführer froh und glücklich und ich kann es als „Gewinn“ verbuchen, der nicht in den Büchern zu finden ist.

Gewinnbringende Mitarbeiter

Ein gutes Jahr war es für uns, wenn unsere Bank, Lieferanten, Krankenkasse und das Finanzamt  pünktlich ihre Gelder überwiesen bekommen haben und es keine oder nur ganz wenige Arbeits- und Wegeunfälle gab. Unsere Mitarbeiter sind auch ein großer Gewinn für uns. Denn ohne sie können wir nicht gewinnbringend arbeiten. Es gehört zu unserer Unternehmenskultur, dass wir auf unterschiedlichste Weise unserem Team Wertschätzung zeigen und dass sich jeder im Betrieb wohlfühlt. Unser eingespieltes Team, das die Philosophie unseres Unternehmens genau kennt und lebt,  ist die Basis unseres Erfolgs und Gewinns. Deshalb sind wir dankbar, wenn es keine Fluktuation gibt.

Ich bin mir sicher, wenn wir langfristig unsere guten Mitarbeiter halten wollen und noch weitere A-Mitarbeiter, wie Unternehmer und Berater Jörg Knoblauch www.joerg-knoblauch.de/personal/ das gerne formuliert, dazu bekommen wollen, müssen wir als Chefs transparent werden. Das bedeutet, dass wir alle mit hineinnehmen in die Planungen. Dass wir gerne und immer wieder erklären, warum wir etwas verändern, anstatt es einfach den Leuten vorzusetzen.

Wertschätzende offene Kommunikation

Das ist ein Punkt an dem wir als Geschäftsführer noch kräftig arbeiten müssen. Wir haben herausgefunden, dass die meisten (guten) Mitarbeiter unser Unternehmen nicht verlassen, weil sie unzufrieden sind, zu wenig Lohn oder Anerkennung bekommen. Knackpunkt ist sehr oft das mangelnde Gespräch und die schlechten Absprachen mit den Kollegen und – leider auch – uns Chefs.

Aber die gute Nachricht ist: Wir haben das erkannt und können jetzt daran arbeiten! Seminare und Schulungen zum Thema Kommunikation sind hilfreich für alle in unserem Betrieb.

Ich kann allen Unternehmern nur raten: Investieren Sie zuerst in Ihre Mitarbeiter, in die Weiterbildung im Bereich der Kommunikation und nicht in Technik oder etwas, wo Sie meinen, dass Sie damit mehr Gewinn erzielen können. Eine wertschätzende Atmosphäre in der man offen miteinander reden kann, ist so viel mehr wert als ein paar Eure mehr Ertrag.

Kunden-und Mitarbeiterzufriedenheit

Anfangs habe ich geschrieben, dass ich den Begriff „Gewinn“ nicht unbedingt mit einem gefüllten Konto verbinde. Das heißt nicht, dass finanzielle Gewinne für mich unwichtig wären oder ich mich nicht darüber freuen würde. Es ist doch klar: Jede Firma braucht Gewinne und Rücklagen!

Allerdings wollen wir darüber nicht die Menschen aus den Augen verlieren, die mit uns zusammen Gewinne erzielen! Bei uns geht es nicht in erster Linie um Gewinn-Optimierung. Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit  sind Dinge, die in Bilanzen leider keine Rolle spielen und doch  unendlich wichtig sind, um ein Unternehmen mit „Gewinn“ zu führen.

 

 

 

Kunden / 10. Oktober 2017

Nicht mit uns!

Was tun, wenn Kunden Rechnungen kürzen oder monatelang nicht bezahlen?!

Es scheint heutzutage eine Seltenheit geworden zu sein, dass Rechnungen sofort nach Erhalt bezahlt werden. Manch einer wartet bis zur Fälligkeit und reklamiert dann etwas in der Auflistung. Das führt dazu, dass die Zahlungsfrist wieder verlängert wird. Wenn daraufhin wieder nicht bezahlt wird? Erste Mahnung? Zweite Mahnung?  Vielleicht ein Mahnbescheid ? Oder gar eine Klage? Wie aufwändig! Und was das alles kostet!

Immer wieder gibt es auch Kunden, die ziehen ohne Grund und Vereinbarung 30% von der Rechnung ab. Sie begründen das z.B. mit dem hohen Arbeitsaufkommen auf ihrer Baustelle, dass sie keine Zeit zum Prüfen haben oder dass alles unter Vorbehalt sei. Leider beobachte ich auch, dass vor allem Großkonzerne sich herausnehmen, dass wir die Funktion einer Bank übernehmen! Anstelle, dass sie dort ihr Kontokorrent ausschöpfen, begleichen sie  erst mit großer Verspätung ihre Zahlung. Manchmal erst nach 9 oder 12 Monaten!

So setzen wir uns zur Wehr!

Das beste Mittel um sich gegen Geschäftspraktiken wie Kürzungen oder monatelangen Ausstand der Zahlungen zur Wehr zu setzen, ist, dass man in Zukunft nicht mehr für diese Kunden arbeitet! Das ist ein radikaler Schritt, der das Unternehmen hart treffen kann!

2016 haben wir das durchgezogen! Der Kunde hatte uns im Jahr einen Umsatz von 500.000 Euro gebracht! Es kam aber bei den Zahlungen immer wieder zu Verzögerungen. Das wollten wir nicht mehr mitmachen! Wir mussten sehr kämpfen, dass wir diese finanzielle Lücke auffangen konnten. Aber wir haben es geschafft! In der Betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) hatten wir in diesem Jahr eine Null. Aber weil wir uns dazu entschieden hatten, unseren Mitarbeitern das Weihnachtsgeld auszuzahlen, standen dann am Ende des Jahres in der Bilanz doch 80.000 Euro im Minus.

So kommen Sie an Ihr Geld!

Es braucht Mut, wenn man auf Kunden verzichtet, die einem viel Geld in der Kasse bescheren würden, aber von Anfang an klar ist, dass es Ärger mit der Bezahlung geben wird. Aber was ist, wenn man mit neuen Kunden ähnliche Erfahrungen macht?

Mein Tipp: Versichern Sie Ihre Forderungen! Wenn der Kunde nicht bezahlt, gehen Sie schnell zu einem Inkasso Unternehmen. Zum Beispiel ist mein Freund Frank Dietel und sein Team von www.inkasso-24.de  auf solche Fälle spezialisiert. Sie kümmern sich darum, dass Sie auf legalem Wege zu Ihrem wohlverdienten Geld kommen!

So muss es laufen

Das, was wir von unseren Kunden erwarten, wollen wir selber auch tun! Deshalb ist es unser Ziel, alle Rechnungen sofort zu bezahlen!  Wir wollen mit gutem Beispiel voran gehen! Machen Sie mit?!

Über die Gerüstbau Branche / 13. Juni 2017

Urlaubslektüre der anderen Art

Wie „Jenseits vom Mittelmaß“ von Hermann Scherer mir neue Impulse gegeben hat

„Urlaub – Das ist jene Zeit, in der man zum Ausspannen eingespannt wird.“ Diese Aussage von Schauspieler Hans Söhnker ist mir sympathisch. Ich gehöre nämlich zu den Menschen, die gerne „schaffen“. Das hat mit meiner schwäbischen Prägung zu tun und deshalb war die hinter mir liegende Urlaubswoche genau das Richtige für mich. Meine Frau und ich sind nicht verreist, sondern haben die freien Tage genutzt um rund um unser Haus und im Garten einiges in Ordnung zu bringen.

Das bedeutet nicht, dass ich von morgens bis abends durchgearbeitet habe! Ich habe es genossen immer wieder Pausen einzulegen und ein gutes Buch zu lesen. Am liebsten sind mir Fachbücher, die mich herausfordern und weiterbringen. Da war „Jenseits vom Mittelmaß“ von Hermann Scherer als Urlaubslektüre genau das Richtige. Ich kannte den Autor www.hermannscherer.de  bereits von Vorträgen.

Der „Wow-Effekt“

Beim Lesen fiel mir auf, dass unser Unternehmen in manchen Bereichen eher Mittelmaß als Marktführer ist. Mir war klar: Dass muss sich schleunigst ändern! Deshalb will ich zügig einen Impuls aus dem Buch umsetzen: Den „WOW-Effekt“! Unsere Kunden sollen von Anfang an über unsere Leistungen, Schnelligkeit, Sicherheit und unsere Preise staunen!

Wir werden unsere Angebotspraxis völlig umstellen: 80% Fest-und Pauschalpreise anbieten und  immer drei unterschiedliche Angebote für ein Projekt abgeben, sodass der Kunde auswählen kann. Innerhalb von 48 Stunden sollen dem Kunden unsere Offerten vorliegen. Dafür wird eigens ein Mitarbeiter abgestellt. Langfristig entsteht dadurch eventuell auch ein neuer Arbeitsplatz. Extrem schnelle Angebote: Der erste von vielen „WOW-Effekten“, die wir bieten werden!

Neue Märkte finden

Schließlich  wollen wir  neue Märkte erschließen. Nach dem arbeitsreichen Frühjahr/Sommer/Herbst folgt der meist arbeitsarme Winter. Hier gilt es neue Arbeitsmöglichkeiten für unser Team zu finden und einen neuen Kundenkreis aufzubauen und neue Wirkungsfelder in Visier zu nehmen nicht nur in Sachsen, auch in Berlin und Thüringen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Vielleicht bieten wir demnächst  ganze neue Dienstleistungen und Produkte an, die durch Kooperation mit anderen Unternehmen möglich werden!

Das sind  Vorhaben, die durch die Lektüre von Hermann Scherers  „Jenseits vom Mittelmaß“ entstanden sind. Sicherlich können wir nicht alles von jetzt auf gleich umsetzen. Aber ein Anfang soll  zügig gemacht werden, ohne andere, notwendige Weiterentwicklungen im Unternehmen zu übergehen.

Entspannung?!

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob ich mich in meinem Urlaub entspannen konnte, obwohl ich so viel an die Firma gedacht habe, dann kann ich Sie beruhigen!  Ja, es war erholsam! Die Arbeiten rund ums Haus und im Garten und nicht zuletzt die gemeinsame Zeit mit meiner Frau haben dafür gesorgt!