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Allgemeine Themen / 12. Dezember 2017

3 Dinge braucht ein erfolgreicher Blog

von Walter Stuber

Ideen. Zeit. Wortgewandtheit. Das sind wichtige „Zutaten“ um einen Blogartikel zu schreiben, der Leser erreicht und Verbreitung findet. Klingt einfach! Ist es aber nicht!

Denn erstmal muss ich als „Blogger“ das alles zur Verfügung oder es drauf haben.

 Ideen – Gut, daran mangelt es mir nicht. Meine Themen finde ich mitten im Alltag. Beim Zeitunglesen, Nachrichten hören, durch Gespräche mit meiner Frau, der Familie, meinem Mitgesellschafter, den Mitarbeitern, Menschen in Führungspositionen oder ganz einfach beim Einkaufen.

Wenn ich genau hinhöre, erfahre ich, welche Themen gerade dran sind. Seminare, Schulungen, Bücher, Radio, Hörbücher, Urlaub – auch das sind Quellen für gute Blog-Ideen..

Von Hindernissen nicht aufhalten lassen

Beim Faktor Zeit wird es allerdings schon schwieriger. In meinem durchgetakteten Unternehmeralltag muss so vieles Platz finden. Stundenlanges hinsetzen und schreiben, passt einfach nicht in den Ablauf.

Und die Wortgewandtheit? Als gebürtiger Schwabe und Wunsch-Sachse, habe ich eine eigenwillige Art zu formulieren. Außerdem habe ich eine  Rechtschreib- und Grammatikschwäche.

Nüchtern betrachtet fehlen mir zwei von drei wichtigen „Zutaten“ zum erfolgreichen Bloggen.

Vielleicht stellen Sie sich jetzt die berechtigte Frage: „Warum postet er dann trotzdem Woche für Woche Blogbeiträge auf den unterschiedlichsten Portalen?“

Meine Antwort: Ich lasse mich von solchen Dingen nicht unterkriegen. Diese Art der Kommunikation ist mir so wichtig, dass ich Wege gefunden habe. Geht nicht, gibt es nicht!

Das spart Zeit

Stichwort: Zeit: Mich selber an die Tastatur setzen und meine Gedanken aufschreiben, das dauert immer viel zu lange. Jetzt habe ich eine viel schnellere und effektivere Art gefunden, Blogbeiträge zu erstellen: Mit dem Smartphone oder iPhone. Es gibt mittlerweile Einstellungen und Apps, die das gesprochene Wort in geschriebenes umwandeln. Egal ob in der Mittagspause auf der Parkbank, im Stau oder zwischen zwei Terminen – überall und jederzeit kann ich meine Gedanken festhalten und habe sofort alles schriftlich.

Ich muss allerdings zugeben, dass das Sprachprogramm mit meiner sächsisch-schwäbischen Aussprache noch nicht ganz klar kommt und sich einige Fehler einschleichen. Ich lerne Pausen zu machen, überdeutlich zu sprechen oder auch etwas mehrmals zu sagen. Ansonsten kontrolliere ich das Geschriebene und korrigiere, falls nötig oder ich überlasse das meiner Ghostwriterin – dazu gleich mehr!

Ein Tipp am Rande: Wenn Sie so Ihre Blogs „schreiben“, kontrollieren Sie hin und wieder,  ob das Gerät ordnungsgemäß aufnimmt! Ich habe schon mal die schönsten Gedanken formuliert und musste am Ende feststellen, dass überhaupt nichts aufgenommen wurde!

So gibt es gut lesbare Texte 

Stichwort: Wortgewandtheit: Das bin ich eher nicht im klassischen Sinne (siehe oben). Aber deshalb will ich nicht auf das Bloggen verzichten! Ich habe mir professionelle Unterstützung gesucht. Seit mehr als zwei Jahren schicke ich meine Texte mit allen Fehlern und Lücken an meine Ghostwriterin Sabine Langenbach.

Als Journalistin und Autorin hat sie ein Gespür dafür, welche Formulierungen Interesse wecken beim Leser und was flüssig zu lesen.

Sie gibt meinen Gedanken den letzten Schliff, dass ein spannender, informativer Text entsteht. Mittlerweile kennt sie mich so gut, dass sie weiß, was ich ausdrücken will, ohne dass ich es formuliere.

Neue Blogger braucht das Land

Falls Sie als Unternehmerin oder Führungskraft bisher immer auf einen eigenen Blog verzichten haben, weil Sie gedacht haben, dass Sie keine Ideen, Zeit oder kein Talent haben, könnten Sie mit diesen Tipps durchstarten:

  • Ideen: Gehen Sie mit offenen Ohren und Augen durch die Welt, hören Sie bei Gesprächen genau hin und lesen Sie viel! Dadurch ergeben sich viele interessante Themen über die es sich lohnt zu schreiben und die einen Mehrwert für Ihre Leser haben.
  • Zeit: Nutzen Sie Ihr Smartphone, iPhone, Tablet oder ähnliches als Aufzeichnungsgerät, das Sprache in geschriebene Worte umwandelt. Das spart enorm viel Zeit und weil man in jeder Situation aufnehmen kann, wird alles viel lebensnaher.
  • Wortgewandtheit: Zögern Sie nicht sich einen Profi (Journalist/Autor/etc) an die Seite zu holen, der Sie bei der Ausformulierung des Blogs unterstützt. Ghostwriter sorgen dafür, dass Texte gut verständlich formuliert und strukturiert sind. Das trägt dazu bei, dass Ihr Wissen und Ihre Einschätzungen im riesengroßen weltweiten Netz gefunden, gelesen, gelikt und nicht zuletzt weiterverbreitet werden.

Auf meine Blogs hatte ich schon viele wertvolle Rückmeldungen, bin mit Menschen in Kontakt gekommen, konnte mein Netzwerk erweitern und  mein Business an ganz unterschiedlichen Stellen präsentieren. Ich möchte diese Art der Kommunikation nicht mehr missen!

Vielleicht probieren Sie das Blog schreiben einfach mal selber aus? Nur Mut!

 

Allgemeine Themen / 5. Dezember 2017

Bedrohte Spezies: Unternehmer in Deutschland

Von Walter Stuber

51 – Das ist heute das Durchschnittsalter des deutschen Unternehmers. 1,3 Millionen Selbstständige sind 55 Jahre und älter. Es liegt auf der Hand: Sollen die Geschäfte  auch in Zukunft weiterlaufen, müssen Nachfolger gefunden werden. Aber woher nehmen? Längst ist es nicht mehr selbstverständlich, dass klein- und mittelständische Familien-Unternehmen von Sohn oder Tochter weitergeführt werden. Die Bereitschaft zur Selbstständigkeit ist aber auch allgemein eher gering. Als Grund dafür nennt Thomas Jakob, Firmenkundenberater bei der HypoVereinsbank, in einem Artikel der Frankfurter Neuen Presse http://www.fnp.de/nachrichten/wirtschaft/Ein-Nachfolger-fuer-die-Firma;art686,2764467 , dass junge Menschen heute mehr Wert legen auf geregelte Arbeitszeiten und eine Festanstellung.

Übernahmen von externen Managern oder Beteiligungsgesellschaften werden deshalb auch bei Familienbetrieben immer mehr in Betracht gezogen. Aber selbst das gestaltet sich schwierig. Das liegt nicht an den hohen Preisen, die zurzeit gefordert werden. Es fehlen schlicht und ergreifend Menschen, die sich auf das Abenteuer „Selbstständigkeit“ einlassen wollen. Welche Entscheidung auch immer getroffen wird in Blick auf eine Geschäftsübergabe: Der Bankexperte rät in jedem Fall zu einer frühzeitigen und strategischen Planung.

Firmenübergabe braucht gute Vorbereitung

Das sehe ich genauso! 10 Jahr bevor man aus der Firma aussteigen möchte, sollte man anfangen sich Gedanken zu machen, was und wie alles am Tag X weitergehen soll. Wenn ein Nachfolger aus der eigenen Familie kommt, dann sollte man sich von Anfang an klar darüber sein, dass er oder sie einiges anders machen wird als man selber und dass es große Fußstapfen sind, in die die Nachfolger dann treten müssen. Da muss jeder erstmal hineinwachsen.

Wie geht es mit der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH weiter? Diese Frage beschäftigt meinen Mitgesellschafter Dirk Eckart und ich mich schon lange. Wir bereiten jetzt schon alles vor für den Tag, wenn wir aus dem operativen Geschäft aussteigen. Klar ist, dass mein Sohn Ingolf meinen Posten als Geschäftsführer übernehmen wird. Ob Dirk Eckarts Sohn das auch tun wird, steht noch nicht fest. Sein geplantes Studium geht zwar in die Richtung, aber das bedeutet noch nicht, dass er bei uns einsteigen wird. Das klärt sich in den nächsten Jahren.

Vertrauen als Grundlage

Mein Sohn hat nach reiflicher Überlegung ein volles „Ja“ dazu gefunden mein Nachfolger zu werden. Dazu gehört auch, dass er nochmals die Schulbank drückt um seinen Meisterbrief zu bekommen. Das theoretische Wissen ist sehr wichtig als Grundlage für seine Zukunft im Unternehmen. Noch wichtiger ist aber, dass ich ihm Vertrauen entgegen bringe.

Deshalb muss ich Stück für Stück Verantwortung an ihn abgeben. Das ist für mich ein Lernprozess. Ihn machen lassen, nicht mit „klugen Sprüchen“ oder ständigen Ratschlägen mich einmischen, sondern erst mal stillhalten, abwarten und – wenn es gewünscht ist – als Ratgeber zur Verfügung zu stehen.

Erfahrungen weitergeben

Wie mein Sohn Ingolf den Prozess der Übernahme erlebt, das beschreibt er in dem Buch „Mutmacher – Das Praxisbuch von zwei verrückten Unternehmern“

www.amazon.de/Mutmacher-Praxishandbuch-zwei-verrückten-Unternehmern/dp/394336240X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1511945882&sr=8-1&keywords=mutmacher+eckart,

das am 18.Dezember 2017 auf den Markt kommt. (Vorbestellung jetzt schon möglich). Für Dirk Eckart und mich als Autoren geht mit diesem Buch ein Herzenswunsch in Erfüllung: Wir wollen unsere Erfahrungen als Unternehmer weitergeben und Mut machen Verantwortung zu übernehmen und ein Geschäft zu gründen. Dabei haben wir junge Leute genauso im Blick wie Frauen zwischen 45 und 50, die nach ihrer Familienzeit wieder durchstarten wollen und auch die Generation Ü60, die noch viel zu fit ist um sich auf das „Altenteil“ zu setzen, bekommt gute Anregungen auf den 160 Seiten.

Wir lassen auch andere Experten zu Wort kommen, wie z.B. den Nachfolge-Spezialist Manuel Hein www.olea-nachfolge.de, Marketing Experte www.hermannscherer.de, Personal-Vordenker www.joerg-knoblauch.de und Manangement-Trainer Klaus Kobjoll www.schindlerhof.de.

Wir wollen mit dem Buch Impulse geben, dass mehr Menschen sich trauen Verantwortung zu übernehmen und ihre geschäftlichen Traum wahr werden lassen.

Es ist unser Beitrag dazu, dass klein-und mittelständische Unternehmen in Deutschland nicht aussterben, sondern einen Aufschwung erleben!

 

 

 

 

 

Allgemeine Themen / 29. November 2017

4 Tipps zum Umgang mit harter Kritik

Vom Choleriker zum Mutmacher

„Sie sind entlassen!“ Noch vor ein paar Jahren kam mir dieser Satz schnell über die Lippen!  Manchmal reichte es, dass ein Mitarbeiter und ich unterschiedlicher Meinung waren. Überhaupt: Kritik an mir und meiner Arbeit war überhaupt nicht erwünscht. Wenn es jemand wagte mich zu kritisieren, konnte ich sehr laut und  sauer werden. Meine Ideen mussten sofort umgesetzt werden und  bitte genauso wie ich es wollte. Kurzum: Als Chef war ich ein Tyrann!

Gott sei Dank gehört das der Vergangenheit an. Heute ist es mir wichtig für unsere Mitarbeiter, Kunden und im privaten Bereich ein Ermutiger zu sein. Der Weg hierher war voller dramatischer Ereignisse: ein tödlicher Arbeitsunfall;  ein Kalkulationsfehler mit schweren Folgen und eine Erkrankung, die eine schwere Operation zur Folge hatte, deren Ausgang ungewiss war. Die Ärzte bereiteten mich darauf vor, dass ich danach im Rollstuhl sitzen würde.

Auszeit bringt Einsicht

Die ungewollte Auszeit im Krankenhaus war der Anfang meiner Veränderung. Mir wurde klar, wie einsam ich war, dass ich vieles nicht geregelt hatte. Was würde nach dem Tod kommen? Diese Frage beschäftigte mich stark. Damals entdeckte ich meinen christlichen Glauben wieder, der mir neue Perspektiven für Tod und Leben bescherte. Auch in Bezug auf den wertschätzenden Umgang mit meiner Familie, Freunden, Mitarbeitern und Kunden.

Meine Einstellung zu meinem „Chefsein“ hat sich komplett verändert. Jetzt bin ich dankbar, dass ich Aufgaben abgeben kann,  nicht mehr ständig alles und jeden kontrollieren muss. Dadurch bin ich viel entspannter. Das bestätigen meine langjährigen Mitarbeiter. Sie brauchen keine Angst mehr haben vor dem cholerischen Chef und arbeiten gern in unserem Unternehmen.

Andere Einschätzungen  zulassen und ernst nehmen

An die „alten Zeiten“ wurde ich erinnert, als ich diesen Aufruf zur „Blogparade“ las: http://www.unternehmercoach.com/blog/einladung-zur-blogparade-2017 . Im Mittelpunkt sollen Blog-Beiträge stehen rund um die Frage, wie man als Unternehmer und Selbständiger auf harte Kritik reagiert.

Früher habe ich Kritisches zu meinen Ideen und Ansichten nicht geduldet. Und heute?

Ich gebe es zu: Kritik höre ich nach wie vor nicht gerne. Wenn ich Entscheidungen treffe, habe ich mir viele Gedanken gemacht und bin absolut davon überzeugt, das Richtige zu tun. Wenn das jemand nicht nachvollziehen kann oder einen ganz anderen Standpunkt hat als ich, gefällt mir das zunächst überhaupt nicht.

In den meisten Fällen schaffe ich trotzdem nicht mehr impulsiv und knallhart darauf zu reagieren. Ich lasse das Gehörte erstmal auf mich wirken und schlafe am besten eine Nacht darüber.

Nicht spontan reagieren

Am nächsten Tag kann ich alles viel besser, nüchterner beurteilen.

Dann entscheide ich, ob ich die Kritik annehme und daraus konstruktives Neues entsteht oder ob alles so bleibt, wie ich es geplant habe. Ich musste mich von dem Gedanken freimachen, dass Kritiker mich auf jeden Fall ärgern, verunsichern oder mir gar schaden wollen. Bei manchem mag das so sein. Die meisten meinen es gut und wollen die Firma weiterbringen mit ihren Anmerkungen.

Es klappt aber nicht immer mit der Besonnenheit: Je nach (Streß-)Situation kommt hin und wieder mein altes Naturell durch und ich lasse ein paar unangemessene Worte los oder ich reagiere falsch auf die Einschätzung meines Gesprächspartners, die konträr zu meiner ist. Meist wird mir das im Nachhinein bewusst. Dann lasse ich es auf jeden Fall nicht so stehen. Ich habe gelernt mich bei meinem Gegenüber zu entschuldigen! Die Reaktionen darauf waren in den meisten Fällen sehr positiv und eine gute Zusammenarbeit war wieder möglich.

Meine Empfehlungen für den Alltag:

  • Bleiben Sie gelassen, „verdauen“ Sie das, was gesagt wurde und erbitten Sie sich Zeit, um zu prüfen, was an der Bewertung dran ist und wie Sie damit umgehen wollen.
  • Kritik tut weh – ist aber nicht in jedem Fall zu Ihrem Schaden! Manchmal ist es hilfreich auf andere Sichtweisen hingewiesen zu werden.
  • Nehmen Sie nicht alles persönlich!  Bewahren Sie sich eine „professionelle Distanz“.
  • Wenn Sie impulsiv reagieren und dabei verletzende Worte wählen, dann entschuldigen Sie sich dafür. „Entschuldigung“ ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der Aufrichtigkeit, die wiederum ist Grundlage für ein gutes Miteinander.

Kunden / 28. November 2017

3 Faktoren , die mich erfolgreich machen

von Walter Stuber

„Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.“  

Der Automobilhersteller Henry Ford hat diesen Satz geprägt. Damit hat er Ende des 19.Jahrhunderts eine Frage beantwortet, die noch heute viele Menschen bewegt: Was macht mich erfolgreich? Welche Faktoren zählen? Ist es wirklich nur dieses „Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein“?

 Andere betonen, dass z.B. Talent, Beziehungen, Geld oder eine solide Hochschul-Ausbildung der Schlüssel zum Erfolg sind. Wäre letzteres ausschlaggebend, hätten Marc Zuckerberg, Steve Jobs und Bill Gates überhaupt keine Chance gehabt erfolgreich zu werden. Alle drei sind ohne Uni-Abschluss an die Spitze gekommen!

Schlechte Startbedingungen

Hier sehe ich eine Parallele zu meinem Leben: Schule war für mich schrecklich. Lernen einfach das Letzte. Abi? Abgeschlossenes Studium? Fehlanzeige! Trotzdem leite ich heute zusammen mit meinem Mitgesellschafter ein erfolgreiches Spezialgerüstbau-Unternehmen.

 Wie konnte das funktionieren? Ich bin mir sicher, dass es nicht die ultimative Checkliste gibt, was man mitbringen oder können muss, um Erfolg zu haben. Denn jeder Mensch ist ein Original und bringt individuelle Fähigkeiten und Begabungen mit, die es gilt zu entdecken, zu fördern und einzusetzen um die Dinge im Leben zu erreichen, die einem am Herzen liegen.

Worauf es ankommt

Dass mein Erfolg nicht auf meine gute Schulbildung zurückzuführen ist, liegt auf der Hand. Aber ich habe ein paar Eigenschaften in die Wiege gelegt bekommen,  die mir geholfen haben, nicht aufzugeben und Dinge zu erreichen, die mir mancher nicht zugetraut hätte.  

 Zum Beispiel: Disziplin, das ist mein erster Erfolgsfaktor.

Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann ziehe ich es auch durch. Das mag auf andere manchmal etwas befremdlich wirken, vielleicht sogar verbissen. Aber es ist meine Art die Dinge anzugehen. Das gilt für Berufliches genauso wie für Privates. Ich erinnere mich, dass ich aus gesundheitlichen Gründen abnehmen musste. Das habe ich eisern durchgezogen.

Einmal entschieden, bleibt es dabei

Eng mit der Disziplin verbunden ist mein zweiter Erfolgsfaktor: Konsequenz.

Ich lasse mich nicht abbringen von einem Plan, weil ich im Vorfeld intensiv das Für und Wieder durchgegangen und von meinem Entschluss überzeugt bin. Da können alle um mich herum dagegen reden. Ich bleibe bei meiner Entscheidung. Selbst auf die Gefahr hin, dass ich scheitere! Und natürlich habe ich auch das erlebt! Aber in den meisten Fällen hat mir ein Misserfolg letztendlich sogar noch mehr gebracht, als wenn mein Vorhaben geklappt hätte.

 Der alte Spruch „Aus Fehlern wird man klug!“ ist mehr als eine Binsenweisheit!  Fehler machen, sie einsehen und dazu stehen: Das stärkt den Charakter und ist hilfreich in jedem Business. Das zeichnet übrigens eine gute Führungskraft aus! Wichtig ist, dass ich auch anderen zugestehe Fehler zu machen.

Inspiration für Neues

Der dritte Faktor, warum ich trotz schlechter Startbedingungen erfolgreich sein kann, sind meine unendlich vielen Ideen.

Ich gebe es zu: Manchmal sind sie ziemlich verrückt! Viele Anregungen bekomme ich durch das Lesen unterschiedlichster Bücher. Eines meiner Ideen-Geber-Bücher ist schon uralt: Die Bibel ist meine Schatzkiste voller innovativer Gedanken!

 Auch Fachbücher gehören zu meiner Lektüre. Manche habe ich als Buch und eBook, weil ich je nach Situation an unterschiedlichen Orten darin lesen will: Zuhause oder  auf Dienstreisen. Ich nutze auch kleine Pausen oder Zeiten zwischen Terminen, sogar das „im Stau stehen“ um zwischendurch mal ein paar Seiten zu lesen.

Kaum zu glauben, dass ich bis zu meinem 27.Lebensjahr überhaupt kein Buch in die Hand genommen habe!

Schon als Kind effektvoll kreativ

Wenn ich es genau bedenke, war ich auch ohne das Lesen schon voller Ideen. Als Kind hatte so manchen Blödsinn im Kopf. Ich war bekannt für meine Streiche! Ein Beispiel: Wir Dorfkinder haben liebend gerne die Kirschbäume der Nachbarn geplündert, wollten aber nicht erwischt werden. Deshalb habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Damals war es noch möglich Karbid frei zu kaufen. Das habe ich heimlich besorgt.

 Spätabends haben sind wir in der Nähe der Grundstücke der Kirschbaumbesitzer geschlichen. In der entgegen gesetzten Richtung des Kirschbaums den auserkoren hatte.  Dann habe ich in einer Dose Karbid gezündet. Der Lärm schreckte den Besitzer auf und er lief natürlich  in die Richtung wo das Getöse her kam. In der Zeit kletterten wir schnell in den Baum und konnten uns über die leckeren Früchte hermachen! Eine verrückte, im Nachhinein auch gefährliche Idee. Aber sie war schon sehr effektiv!

Ungewöhnliche Ideen umsetzen: Das papierlose Büro

Heute sind meine Ideen teilweise immer noch ungewöhnlich (aber nie gefährlich! J): Wie zum Beispiel die Einführung von Wunschlohn, Weihnachtskarten im Spätsommer verschicken oder das „papierlose“ Büro. Es hat zwar eine Zeit gedauert bis ich alle im Betrieb davon überzeugt hatte. Aber wir haben es fast geschafft. Die meisten Vorgänge, Rechnungen, Baupläne, usw. sind  heute abgespeichert.

Wenn sich einer unserer Mitarbeiter nicht ganz vom Papier verabschieden möchte, darf er oder sie EINEN Ordner behalten. Mehr nicht!

Momentan sind wir dabei die letzten Akten nach den Vorgaben des Finanzamtes auszusortieren und alle Unterlagen, die älter als 10 Jahre sind, aus unserem Archiv herauszunehmen. Jetzt warten wir nur darauf, dass unser Finanzamt den Steuerbescheid auch online verschickt!

Trotz Begeisterung: Risiken im Blick haben

Ich bin stolz, dass wir meine Idee vom papierlosen Büro verwirklichen konnten. Denn das Ganze hat mehrere Effekte:

  • Wir verbrauchen  rund 200.000 Blatt Paper pro Jahr, das spart nicht nur Kosten, sondern ist unser Beitrag zum Umweltschutz!
  • Alle Vorgänge sind einfach per Schlagwortabfrage zu finden! Akten wälzen und suchen entfällt,  Arbeitszeit wird besser genutzt.
  • Den Platz, den die Aktenregale eingenommen haben, können wir viel besser anderweitig nutzen!

Natürlich bringt so eine Umstellung auch Gefahren mit sich, die man nicht unterschätzen darf. Stichwort: Datensicherheit und Computercrash!  Wir haben vorgesorgt und speichern alles mehrmals auf unterschiedlichen Server. Außerdem haben wir von Fachleuten durchspielen lassen, was im Falle eines Zusammenbruchs des Systems passiert und wie schnell wir wieder handlungsfähig sind. Das Ergebnis: Alles im grünen Bereich. Wir sind bestens abgesichert.

Mein Erfolgstipp für Sie

Die Umsetzung des papierlosen Büros in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH ist nur ein Beispiel dafür, wie eine meiner Ideen, die von manchem Mitarbeiter anfänglich sehr kritisch beäugt wurde, heute den Arbeitsalltag leichter macht. Aber nur durch meine Disziplin und Konsequenz ist daraus ein Erfolg geworden.

Ich mache Ihnen Mut: Finden Sie Ihre ganz persönlichen Erfolgsfaktoren!

Sei es durch eigene Reflexion oder professionelles Coaching.

Und dann: Handeln Sie dementsprechend! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!