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Allgemeine Themen / 2. Februar 2021

Unternehmer vom Krankenbett aus: Wie ich zum Spezialisten für Remote Work wurde

Remote Work

Unternehmer vom Krankenbett aus: Wie ich zum Spezialisten für Remote Work wurde

Für meine über 100 Mitarbeiter spielt es keine Rolle, ob sie von einem Coworking Space, dem Homeoffice oder vom Strand aus an unseren regelmäßigen Online-Meetings teilnehmen oder in welchem Land sie sich gerade befinden. Mein IT- und Dienstleistungsunternehmen arbeitet zu 100% remote, also in Fernarbeit. Alle sind zeitlich vollkommen flexibel und ortsunabhängig tätig und nutzen das auch.

Nur ich nicht. Ich bin immer zuhause in Groß-Gerau und liege die meiste Zeit im Bett. Ich leide unter u.a. dem Chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS). Die meisten können sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie lang ein Tag und noch länger eine Nacht sein kann, wenn man nichts unternehmen kann und fast die ganze Zeit im Bett liegen muss, wie ich. Aber ich bin heute in der glücklichen Lage, trotz dieser Einschränkungen eine sinnvolle und produktive Arbeit zu haben. Das war ein langer Weg.

Ein Gastbeitrag von Khalid Nadeem Arif, Gründer und CEO von outsourcing4work

Erfolg und Krankheit

1969 wurde ich in Lahore in Pakistan geboren. Mit fünfzehn wanderte ich nach Schweden aus. Ein Jahr später kam ich nach Deutschland. 1993, im Alter von vierundzwanzig Jahren, gründete ich mein Unternehmen. Wir haben schon früh den Nutzen, aber auch die Risiken beim Einsatz von internationalen Teams und Remote-Arbeit kennengelernt und waren damit sehr erfolgreich.

2007 wurde ich krank. Ich fühlte mich unendlich erschöpft und hatte Schmerzen. Ich war bei sehr vielen Ärzten, Spezialisten, Heilpraktikern und in Krankenhäusern. Keiner konnte etwas bei mir entdecken. Deshalb hieß es irgendwann, dass ich an Depressionen leiden würde. Jahrelang habe ich entsprechende Therapien bekommen und musste Antidepressiva nehmen, die mir zusätzliche Schmerzen bescherten.

Radikale Veränderung

Dann sah ich eines Tages zufälligerweise eine Berichterstattung über das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) im Fernsehen. Ich dachte, sie erzählen da meine Geschichte! Das veränderte mein Leben radikal. Nun wusste ich endlich, was ich hatte und konnte mit Hilfe von Ärzten und einer Selbsthilfegruppe mein Leben danach gestalten. Eine Therapie für CFS gibt es bis heute nicht, aber ich weiß, worauf ich achten sollte und kann mir zusätzliches und unnötiges Leiden ersparen.

Wenn meine Gesundheit es zulässt, arbeite ich heute sitzend oder liegend. Ich kümmere mich hauptsächlich um die strategischen Arbeiten im Unternehmen. Dabei nutze ich sehr häufig mein Handy um Notizen zu schreiben oder mit den Mitarbeitern zu kommunizieren. Sprechen verbraucht sehr viel Energie und hat oft zur Folge, dass ich starke Magenschmerzen bekomme. Also versuche ich das auf das nötigste zu reduzieren. Eine positive Auswirkung meiner Krankheiten ist, dass sie mich zwangsläufig zu einem Spezialisten für Remote Work gemacht hat.

Remote Work

Engagement für Pakistan

Mir ist klar: Ich lebe im besten Land der Welt, wo mir alle Möglichkeiten offenstehen. Aber es gibt sehr viele Menschen auf dieser Welt, die tagtäglich darum kämpfen, genug zu essen für ihre Familien auf dem Teller zu bekommen. Auch in Pakistan, dem Land, in dem ich geboren wurde, ist das so. Trotz guter Bildung haben dort viele kaum eine Chance auf einen gutbezahlten Job.

Deshalb plane ich von meinem Bett in Deutschland aus, die wirtschaftlich zurückgebliebene, pakistanische Stadt Rabwah zu einem IT Hub für remote Arbeit zu entwickeln und dort und in den nächsten fünf Jahren tausend neue remote Arbeitsplätze in Pakistan schaffen. Außerdem möchte ich eine gemeinnützige Stiftung gründen, in die ich ein Großteil meines Vermögens einbringen möchte.

Nicht aufgeben!

Trotz meiner Krankheit führe ich heute, durch die Gnade Gottes, ein glückliches und sehr dankbares Leben. Mit meinem Beispiel möchte ich (chronisch) Kranke und Menschen mit Behinderungen ermutigen, nicht aufzugeben und sie darin unterstützen, die Möglichkeiten des remote Arbeitens für sich zu nutzen.

Deshalb habe ich mich entschieden über meine persönliche Geschichte, meine Krankheit und meine Zukunftspläne öffentlich zu reden und habe einen Clip produziert. Ich hoffe, dass es vielen Mut und Antrieb schenkt für das eigene Leben.

Allgemeine Themen / 26. Januar 2021

Existenzangst!

Existenzangst

Existenzangst! Wie reagiere ich als Unternehmer*in in Krisen

Corona hat unser Land in einen Ausnahmezustand gebracht. Wobei im Vergleich zu anderen Ländern geht es uns in Deutschland noch relativ gut oder zumindest besser. Da schreibe ich nichts Neues. Viele suchen nach den Fehlern im System. Fakt ist: Man kann es leider nicht jedem recht machen.

Besonders unter Selbstständigen und Unternehmern unterschiedlichster Branchen herrscht eine große Existenznot. Die Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar trifft das Hotel- und Gaststättengewerbe und den Einzelhandel besonders hart. Hier fragen sich viele, wie sie überleben können. Das ist total verständlich.

Von Walter Stuber

Kurz vor der Pleite

Was ich nicht verstehe ist – und das habe ich schon in meinem Blog vom 5.Januar gemacht- , dass so mancher sich darauf versteift, dass die staatliche Hilfe alles richten wird. Das ist eine Utopie!

Die Situation jetzt kann man vergleichen mit einer krassen unternehmerischen Fehleinschätzung. Die kann man genauso wenig voraussehen, wie eine Pandemie mit diesem Ausmaß, wie wir sie gerade erleben. So etwas haben Dirk Eckart und ich 2010 erlebt. Wir hatten uns bei einem großen Projekt so sehr verkalkuliert, dass unsere Existenz bedroht war. Wir haben damals nicht nach dem Staat geschrien, sondern mit unserer Hausbank gesprochen.

Unternehmerische Freiheit mit vollem Risiko

Tatsächlich haben wir dort die nötige Hilfe bekommen. Allerdings nicht ohne, dass wir beide sämtliche Ersparnisse und sogar unsere kompletten Rentenrücklagen eingebracht haben. Zusätzlich haben wir über mehrere Jahre auf einen Teil unseres Geschäftsführergehaltes verzichtet und haben letztendlich weniger Geld bekommen als unsere Führungskräfte.

Aber dafür bin ich Unternehmer und kein Angestellter! Der Preis für meine unternehmerische Freiheit ist, dass ich bei allem das volle Risiko tragen! Gerade in Krisen wie jetzt ist es wichtig, dass wir Unternehmer*innen Demut lernen und bereit sind zu verzichten, damit es für das Unternehmen weitergehen kann. Ich bin mir sicher: Es werden wieder bessere Zeiten kommen! Bis dahin müssen wir maßvoll handeln. Nichts anderes bedeutet demütig zu sein.

Netzwerken / 24. November 2020

Warum ich anderen Unternehmer*innen zu mehr Sichtbarkeit verhelfe

Sichtbarkeit
Bildrechte: Manuela Kuhlmann

Warum ich anderen Unternehmer*innen zu mehr Sichtbarkeit verhelfe – und Sie das auch für sich entdecken sollten

„Hauptsache, wir kommen selber gut über die Runden!“ Dieses Denken scheint bei so manchen Unternehmerinnen und Unternehmern zu dominieren. Das war auch schon vor Corona so. Ja, natürlich habe ich als Geschäftsführer Verantwortung für meinen Betrieb. Aber bedeutet das, dass ich nur noch darauf fixiert sein muss?

Mein Kompagnon Dirk Eckart und ich haben in den 19 Jahren, in denen wir die Gemeinhardt Service GmbH leiten, einige stürmische Zeiten erlebt. Erste Priorität hatte dann selbstverständlich, dass wir unser Unternehmen wieder in ein ruhiges Fahrwasser bekamen. Trotzdem waren wir immer auch für andere da. Der Leitsatz des Unternehmer Netzwerkes Business Network International „Wer gibt, gewinnt“ war, schon lange bevor wir selber dort aktiv geworden sind, unser persönliches Motto.

Von Walter Stuber

Von der Homepage zum Buch

Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, Netzwerker sein – das ist für mich eine Berufung. Nicht nur im Rahmen von Business-Netzwerken und den sozialen Medien. Für mich gehört auch dazu, dass ich seit vielen Jahren anderen Geschäftsleuten die Möglichkeit gebe sich und ihr Business in einem Gastbeitrag auf meiner Homepage vorzustellen.

Im Laufe der Zeit sind viele interessante Lebens- und Firmen-Geschichten aus ganz unterschiedlichen Branchen zusammengekommen. „Eigentlich viel zu schade, dass sie „nur“ im Internet zugänglich sind!“, dachte ich und so entstand die Idee aus diesen Blogs ein kleines Buch zusammenzustellen!

Motivationsgeschichten aus dem Geschäftsleben

„MUTMACHER – Aus dem Leben“ haben wir das Buch genannt. 27 Gastautoren erzählen aus ihrem Arbeits – und Lebensalltag in unterschiedlichen Branchen, schildern was sie motiviert, wie sie Krisen überstanden haben und warum sie von dem was sie tun, begeistert sind. Ihre Geschichten inspirieren und machen Mut für das eigene Leben!

Aber nicht nur für die Leserinnen und Leser ist das knapp 100 Seiten starke Büchlein eine Bereicherung. Für die Gastschreiberinnen und -schreiber bietet es eine gute Möglichkeit sich und die eigene Firma „schwarz auf weiß“ vorzustellen. Man kann es weitergeben an Kunden und Geschäftspartner und solche, die es werden wollen oder bei Netzwerktreffen verteilen.

Glücksfaktor: Geben

Ich hoffe sehr, dass diese Möglichkeit der Sichtbarkeit genutzt wird! Das ist für mich die Motivation für dieses Buchprojekt: Anderen zu helfen gesehen zu werden und sie dabei zu unterstützen, dass sie ihren unternehmerischen Weg mit Erfolg gehen können. Das erfüllt mich mit einer tiefen Zufriedenheit. Ich weiß, dass ich damit etwas wirklich Sinnvolles tue und in die Zukunft investiere!

Es macht mich glücklich, wenn ich von meinem Wissen und meinen Erfahrungen, etwas weitergeben kann. Das lasse ich mich auch gerne etwas kosten. Wie „MUTMACHER – Aus dem Leben“ einmal mehr zeigt. Das Buch verkaufen wir unter dem Selbstkostenpreis für 6,50 Euro in unserem MUTMACHER Shop. Verrückt?! Ja, aber so sind wir nun mal und deshalb arbeiten wir auch schon am dritten Buch aus der Reihe „MUTMACHER – Das Praxishandbuch“! 2021 wird es erscheinen.

Allgemeine Themen / 20. Oktober 2020

Erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer ohne Studium

Studium

Holt sie auf die Bühne: Erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer ohne Studium

Wer mich kennt, weiß, dass das „Lebenslanges Lernen“ mein Motto ist. Weil mir Lernen so am Herzen liegt, besuche ich gerne Seminare, Fortbildungen und Kongresse wie im September „SINN|MACHT|GEWINN – der Unternehmenskongress für eine Wirtschaft von morgen“.

Wie immer war alles bestens organisiert und es wurde viel geboten: Drei Keynotes, zwölf Workshops, 16 Sessions im Barcamp. Die Sprecher waren hochkarätig. Die Vorträge haben mich berührt. Besonders spannend waren für mich als Netzwerker die Gespräche am Rande. So mancher Kontakt konnte neugeknüpft oder aufgefrischt werden.

Von Walter Stuber

Eine nagende Frage

Trotzdem hat sich bei mir keine Zufriedenheit oder Dankbarkeit eingestellt, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Sonst war das immer der Fall. Ich bin sogar früher abgereist, weil ich innerlich aufgewühlt war und deshalb nichts mehr Neues aufnehmen konnte. Zu Hause hatte ich Zeit zum Reflektieren. Mir wurde klar, dass es an den Vorträgen lag, dass ich nicht zur Ruhe kam. Sie hatten einen Gedanken in mir ausgelöst, der an mir nagte: Du hast zwar einiges erreicht, aber reicht das auch?

Die Referenten des Kongresses waren durch die Bank Männer zwischen vierzig und fünfzig mit abgeschlossenem Studium. Danach hatten sie Unternehmen aufgebaut, die sehr erfolgreich wurden und später haben sie Stiftungen gegründet. Das ist wirklich beachtlich, lobenswert und der Erfolg ist verdient.

Der andere Weg zum Erfolg

Aber mein Mitgesellschafter Dirk Eckart und ich haben eine ganz andere Geschichte. Wir können, was die akademischen Abschlüsse angeht, nicht mithalten. Trotzdem leiten wir seit 2001 unser Unternehmen. Wir haben Höhen und Tiefen erlebt, waren fast insolvent. Nur durch die Einlage unseres gesamten Privatvermögens haben wir es damals aus der Krise herausgeschafft.

Mutig waren wir schon immer und Mut beweisen wir auch aktuell in dem wir sagen, dass wir keinen Wachstum mehr wollen. Wir wollen uns so viel wie möglich für das Gemeinwohl einsetzen. Aber im Kleinen. Wir werden keine Stiftung gründen, nur um sagen zu können, dass wir eine Stiftung gegründet haben.

Mut machen zur Selbstständigkeit

Wir sind der lebende Beweis, dass man es auch ohne abgeschlossenes Studium als Unternehmer schaffen kann. Aber wo sind auf Business-Kongressen solche Männer und Frauen wie wir? Warum holt man sie nicht auf die Bühne? Es würde doch gerade den jungen Menschen Mut machen in die Selbstständigkeit zu starten, die z.B. ein Handwerk gelernt haben oder im Einzelhandel tätig sind und nicht an einer Universität oder Hochschule waren.

Letztlich kommt es nicht darauf an, ob man ein Diplom oder Master hat, wenn man ein erfolgreicher Unternehmer werden will, sondern auf das fachliche Können, innovative Ideen, Durchhaltevermögen, Herzblut und Menschenkenntnis. Wissen, kann man sich anlesen oder Seminare besuchen.

Die Mischung macht es

Der SINN|MACHT|GEWINN Unternehmenskongress lief für mich dieses Mal ganz anders als ich es erwartet hatte. Aber dadurch ist mir bewusst geworden, wie sehr ich mir wünsche, dass Unternehmer aus der Deckung herauskommen und davon erzählen, wie sie erfolgreich geworden sind – auch ohne Studium. Es gibt doch nicht nur einen Weg zum Erfolg!

Ich hoffe, dass die Organisatoren solcher Kongresse und Meetings das vor Augen haben und vermehrt Unternehmer mit unterschiedlichen Laufbahnen auf die Bühnen holen. Ob ich 2021 bei SINN|MACHT|GEWINN dabei sein werde, weiß ich noch nicht. Das ändert aber nichts daran, dass ich jedem Geschäftsmann und jeder Geschäftsfrau, die Inspiration suchen, diesen Kongress wärmstens weiterempfehle!

Allgemeine Themen / 10. März 2020

Vor- und Weitsicht statt Panikmache – Unternehmer und das Coronavirus

Coronavirus

Mancher kann das Wort und die Nachrichten darüber schon nicht mehr hören oder lesen: Coronavirus. Alles andere, was in der Welt gerade vor sich geht, scheint hinter diesem Virus zurücktreten zu müssen. Wie die Maus auf die Schlange starren viele auf die Zahl der Infektionen und so mancher sieht mit Schrecken, dass „es“ immer näher kommt oder schon die direkte Nachbarschaft erreicht hat!

Ich halte nichts von Hysterie und Panikmache. Aber ich denke, dass keiner so tun sollte, als ob nichts wäre. Es gilt einen kühlen Kopf zu bewahren. Als Unternehmer muss ich mir bewusst machen, dass ich Verantwortung trage: Für meine Mitarbeiter und für die Gesellschaft. Diese muss und will ich wahrnehmen. Vorsicht und Weitsicht gehören für mich untrennbar zusammen.

Von Walter Stuber

Was wäre, wenn…

In unserer MitarbeiterApp haben wir die aktuellen Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit zum Coronavirus eingestellt, verbunden mit dem Hinweis besonders auf die Hygiene zu achten. Die ersten SARS-CoV-2-Infektionen sind in Sachsen zu verzeichnen. Als Geschäftsführer haben wir im Blick, dass auch unsere Mitarbeiter aufgrund des Virus ausfallen und wir Aufträge nicht fristgemäß ausführen könnten.

Wir würden dann zunächst versuchen mit anderen Gerüstbaufirmen zu kooperieren. Wenn es doch Verzögerungen auf den Baustellen gäbe, würden wir auf das Verständnis unserer Kunden setzen, mit denen wir ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis pflegen.

Coronavirus

Lieferkette aus Fernost unterbrochen – was dann?

Aber es könnte noch andere Gründe geben, dass auf unseren Baustellen nicht gearbeitet werden könnte. Nämlich dann, wenn uns wichtige Materialien fehlen. Noch kommen Überseecontainer aus Fernost bei uns an. Aber die Stahlproduktion gerät dort durch die Firmenschließungen nach und nach ins Stocken, irgendwann kommt alles vielleicht zum Erliegen.

Die spannende Frage ist: Was passiert, wenn die Lieferkette unterbrochen wird? Mancher denkt dabei vermutlich an die Asienkrise 1998, die auch enorm negative Auswirkungen auf unsere Wirtschaft und die Arbeitslosenzahlen hatte.

Miteinander nicht gegeneinander

Wenn kein Stahl mehr aus Asien bei uns ankommen würde, bliebe meiner Meinung nach nur eins: Alle Unternehmen im Bausektor müssten miteinander arbeiten. Nicht gegeneinander.

Damit meine ich konkret: Jede Firma, die Restbestände an rarem Baumaterial hätte, die sie nicht für die eigenen Aufträge benötigen würde, sollte bereit sein, Material mit anderen Unternehmen abzugeben oder auszutauschen. Außerdem wären die Unternehmer-Netzwerke, wie Business Network International, gefragt, Kooperationen und gegenseitige Hilfe zu fördern.

Wenn es finanziell eng wird

Die Entwicklung in China zeigt, dass dort viele Klein-und Mittelständische Unternehmen durch die Epidemie in finanzielle Schieflage geraten sind, bis hin zur Insolvenz. Durch das wochenlange Schließen der Betriebe, wurden alle Rücklagen aufgebraucht. Auch wenn es bei uns nicht so extrem werden wird, kann es zu Engpässen kommen.

Hier kann ich nur jedem Unternehmer raten, nicht bis auf den letzten Drücker zu warten, wenn sich Finanzprobleme anbahnen. Zeit ist ein wichtiger Faktor, um gute Lösungen zu finden! Transparenz und Ehrlichkeit gegenüber der Hausbank sind das Gebot der Stunde. Übrigens ein Grundsatz, mit dem ich auch im normalen Geschäftsalltag die besten Erfahrungen gemacht habe!

Immer gut gerüstet

Weitere hilfreiche Tipps und Links für Arbeitgeber hat Stefan Merath, Unternehmer, Unternehmercoach und Autor, auf seiner Homepage „Coronavirus- Praxisratgeber für Unternehmer“ zusammengestellt. Diese Seite wird ständig aktualisiert. Auch auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kann man Wissenswertes erfahren.

„Immer gut gerüstet“ – so unterschreiben wir bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH unsere Mails und Briefe. Das passt zur aktuellen Lage: Lassen Sie nicht alles irgendwie auf sich zukommen, sondern werden Sie aktiv. Ohne Panik und Hysterie – aber mit Vor- und Weitsicht sind Sie immer gut gerüstet!