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Glauben / 29. April 2026

Blütenfest, Begegnung und ein Ort mit Haltung

Bild: Walter Stuber
Bild: Walter Stuber

SILOAH Hof

2 Stunden und 15 Minuten Fahrzeit von Leisnig – und es hat sich gelohnt. Am 26.04. war ich zum ersten Mal auf dem Blütenfest auf dem SILOAH Hof. Und ich sage es direkt: Das war keine Veranstaltung. Das war ein Erlebnis.

Gefunden habe ich diesen Ort nicht durch Zufall, sondern geführt.

Im Sommer 2025 wurde mir ein Video auf YouTube angezeigt. Thema: Nachfolge.
Wir müssen euch was sagen…  Genau mein Thema zu dieser Zeit. Was mich sofort gepackt hat: Da spricht jemand öffentlich über Dinge, über die sonst geschwiegen wird. Klar. Offen. Echt.

Ich habe das weiterverfolgt. Monat für Monat.

Die Nachfolge auf SILOAH war kein Hochglanzprojekt, sondern ein ehrlicher Weg mit Fragen, Herausforderungen und Entscheidungen. Genau das hat mich angesprochen.

Dass einige meiner Biker vom CMS christliche Motorradfahrer Sachsen e.V.  den Hof schon kannten, hat meine Neugier noch verstärkt. Also bin ich hingefahren – und wollte mir selbst ein Bild machen.

Was ich erlebt habe

Über 200 Menschen haben dieses Blütenfest auf die Beine gestellt. Und das hast du gespürt. Keine Show. Keine Fassade. Sondern Einsatz, Herz und echte Gemeinschaft.

Meine Frau Burgunda – sie liebt Blumen – war sofort begeistert.
Was dort gestaltet wurde, hatte nicht nur Stil, sondern Seele.
Und mittendrin: klare geistliche Impulse.
Nicht aufgesetzt. Nicht versteckt. Sondern präsent.

In der Festpredigt hat Valentin Bilz etwas gesagt, das hängen bleibt: Für jeden gespendeten Euro gibt ein Großspender einen dazu.

Über 40.000 Euro sind bereits zusammengekommen – für eine neue Großküche.

Warum das wichtig ist? Weil dort bis zu 80 Jugendliche übernachten können. Für Kid-Camps, Begegnungen, Konfi-Freizeiten, Klassenfahren, Pilgern.

Das ist Zukunftsarbeit. Direkt. Wirksam.

Was mich wirklich bewegt hat

Über 30 Jahre haben die Gründer aufgebaut.
Und jetzt? Lassen sie los.

Das klingt einfach. Ist es aber nicht.
Ich weiß genau, wovon ich spreche.

Loslassen ist kein Moment.
Loslassen ist ein Prozess. Ein innerer Kampf. Und gleichzeitig eine Entscheidung für die Zukunft.

Hier wird genau das gelebt.

Mein Fazit

Ich war zum ersten Mal dort.
Aber sicher nicht zum letzten Mal.

Ich will wiederkommen.
Nicht nur schauen – sondern verstehen.

Was bewegt Menschen, ihr Leben so zu gestalten?
Warum entscheiden sie sich bewusst für Gemeinschaft, Verantwortung und Glauben?

Diese Antworten bekommst du nicht online.
Die bekommst du nur im Gespräch vor Ort.

Meine Einladung an dich

Schau dir den Hof selbst an: SILOAH Hof 

Lies dich ein. Fahr hin. Sprich mit den Menschen.
Und wenn du etwas bewegen willst:

Unterstütze das Projekt Großküche.
Kennwort: Küche ist wichtig

Küchen-Update: Wir haben eine gute Nachricht!!!

Denn hier entsteht etwas, das größer ist als ein Hof.

Hier entsteht Wirkung für die nächste Generation.

Euer Walter Stuber

Gastbeitrag / 4. Mai 2021

Der Bahnhof in Leisnig

Bahnhof

Demnächst ein pulsierender Ort für Kultur, Austausch und Begegnung: Der Bahnhof in Leisnig

Ein Kulturzentrum aufbauen, Pionierarbeit leisten, dort, wo es bisher kaum Angebote gibt und noch viel Gestaltungsraum vorhanden ist. Davon habe ich zusammen mit Alireza Rismanchian, Christoph Schönbeck und Ofer Löwinger in Tübingen schon lange geträumt. Wir kennen uns aus meinem erfolgreichen internationalen Orchesterprojekt „Folklang“, das ich viele Jahre in Tübingen geleitet habe.

Eines Tages kam Alireza, der freier Architekt ist, und sagte: „Kathryn, ich hab da mal eine Liste mit Immobilien im Internet rausgesucht. Lass uns einfach mal rumfahren!“ Alle Objekte waren in Ostdeutschland. Zum einen weil dort die Preise noch erschwinglicher sind und zum anderen weil es dort viele interessante Immobilien gibt die für unsere Zwecke ideal schienen. Wir hatten eigentlich an ein Herrenhaus in der Natur gedacht. Dann gab es auch noch den Bahnhof in Leisnig. Weil der an der Strecke lag, haben wir ihn auch angeschaut.

Ein Gastbeitrag von Kathryn Döhner, Geigenlehrerin, Organisatorin Kultureller Projekte und Fundraising Bahnhof Leisnig Verwaltungs GbR

Der perfekte Ort

Es war tatsächlich Liebe auf den ersten Blick als wir im Februar 2020 zum ersten Mal den Leisniger Bahnhof sahen. Das historische Gebäude war unglaublich schön. Dass der Zug hier noch hält, fanden wir perfekt. Es gibt nichts Besseres für ein Kulturprojekt, als dass es an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist.

Uns war sofort klar: Hier soll unser Traum wahr werden. Die nächsten Monate haben wir unsere finale Vision für unseren Kulturbahnhof entwickelt: Ein pulsierender Ort für Kultur, Austausch und Begegnung. Am 17.Juli kauften wir vier als GbR den Bahnhof.

Ein guter Start

In den Sommerferien fingen wir an alles zu entrümpeln. Tatkräftig unterstützt wurden wir von unserem großen Netzwerk an (Musiker-) Freunden, aber auch von der Leisniger Bevölkerung. Wir sind so offen und warmherzig empfangen worden. Leute kamen vorbei, haben mitgeholfen und uns Geschichten erzählt, die sie mit dem Bahnhof verbinden. Die Brüder Harry und Dietmar, die von Beruf Tischler sind, haben von sich aus für uns ein neues Geländer für die Eichentreppe gedrechselt. Das Alte war irgendwann mal abgesägt worden. In allem ist uns bewusst geworden, dass der Bahnhof für die Leisniger ein sehr wichtiges Gebäude ist.

Im September 2020 luden wir zum ersten „Tag der offenen Tür“ ein. Mit dabei das „Bahnhof-Orchester“, das aus unserem Musiker-Netzwerk bestand. Eine Woche vorher haben wir jeden Abend geprobt und dazu die Leisniger eingeladen mit uns zusammen Lieder aus aller Welt zu singen. Am „Tag der offenen Tür“ waren wir fast 50 Leute auf der Bühne, sogar das „Leisnig-Lied“ wurde gesungen. Das war unglaublich berührend. Es war ein voller Erfolg. 500 Leute waren da!

Zukunftspläne

Den ganzen Winter haben wir mit Anträgen verfassen verbracht. Es ging nicht nur um den Bauantrag, auch für die Unterstützung durch das LEADER Projekt der Europäischen Union für ländliche Regionen haben wir uns beworben. Die Chancen stehen gut. Wir gehen davon aus, dass wir im Oktober mit den Sanierungsarbeiten beginnen können. Bis 2025 soll der Teilbereich des Bahnhofs fertiggestellt sein in dem sich Privatwohnungen für uns, Vereinsräume für den Kulturverein ein Co-working Space und ein Kulturcafé befinden. Die schöne Eingangshalle soll dann auch wieder geöffnet sein, sodass der Durchgang zum Gleis wieder möglich ist und der Bahnhof wieder lebt.

Das ist im Moment noch Zukunftsmusik. So lange muss aber keiner auf Kultur in Leisnig verzichten. Wir haben bereits für diesen Sommer Konzerte und Lesungen geplant, die in unserem Biergarten stattfinden werden. , die in unserem Biergarten stattfinden werden, der seit 1. Mai geöffnet hat. Allerdings gibt es aufgrund von Corona zunächst nur ein to go – Angebot. Sobald sich die Bestimmungen ändern, wird richtig losgelegt. Auf unserer Homepage halten wir Sie auf dem Laufenden.

Bahnhof

Unterstützer gesucht

Alireza Rismanchian, Christoph Schönbeck und Ofer Löwinger und ich sind uns darüber im Klaren: Der Bahnhof Leisnig ist ein Riesenprojekt. Deshalb suchen wir aktuell nach Leuten, die wie wir den Wunsch haben, dass diese Region wieder aufblüht. Wir wünschen uns Geschäftsleute, Unternehmer aber auch Privatleute, die eine Art Patenschaft für den Kulturbahnhof übernehmen möchten.

Darüber hinaus freuen wir uns auch über Partner, die bei uns ihre Geschäftsidee umsetzen möchten. Bei Interesse schicken Sie uns eine Nachricht.

Wir freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch im Bahnhof Leisnig und in unserem Biergarten!