Glauben

Glauben / 9. Juni 2026

Was Leser mitnehmen – und was ich loslassen muss

Beim Lesen von „Herztöne – Lauschen auf den Klang des Lebens“ von Martin Schleske hat mich ein Satz im Vorwort getroffen. Nicht nett. Nicht poetisch. Sondern wahr.

Die Dinge können wahrgenommen, aufgenommen, angenommen werden. Aber man hat keinen Zugriff darauf. 

Genau das erlebe ich auch beim Schreiben. Und noch stärker beim Veröffentlichen meines Buches „Immer gut gerüstet – Mein Leben zwischen Baustelle und Bibel“.

Ein Buch entsteht nicht aus Kalkül. Nicht aus Strategie. Nicht aus Marketinglogik. Die inneren Worte lassen sich nicht konstruieren. Die Bilder nicht erzwingen.
Sie kommen – oder sie kommen nicht.

Ich habe mein Leben aufgeschrieben: Baustelle und Bibel. Führung und Zweifel. Erfolg und Brüche. Glauben mitten im Alltag.

Was Leser daraus machen, entzieht sich meiner Kontrolle.

Natürlich wünsche ich mir Rückmeldungen. Ich möchte wissen:

  • Welche Geschichte hat berührt?
  • Welcher Abschnitt hat etwas ausgelöst?
  • Wo hat jemand innegehalten?

Aber ich merke: Das Entscheidende passiert im Stillen. Im Inneren des Lesers.
Dort, wo ich keinen Zugriff habe.

Und das ist kein Mangel. Das ist eine geistliche Wahrheit.

Nicht ich wirke.
Nicht mein Buch verändert Herzen.
Ich säe. Gott wirkt.

Auch wenn ich nie erfahre, was jemand angenommen hat – Gott weiß es.
Er kennt den Weg des Lesers. Und er kennt meinen.

Loslassen gehört dazu.
Vertrauen auch.

Vielleicht ist genau das der tiefere Sinn von Büchern, die aus dem Leben geschrieben sind:
Sie gehen ihren eigenen Weg.
Wie ein Samen im Boden.

Und manchmal sieht man die Frucht.
Oft nicht.

Aber sie wächst trotzdem.

Glauben / 29. April 2026

Blütenfest, Begegnung und ein Ort mit Haltung

Bild: Walter Stuber
Bild: Walter Stuber

SILOAH Hof

2 Stunden und 15 Minuten Fahrzeit von Leisnig – und es hat sich gelohnt. Am 26.04. war ich zum ersten Mal auf dem Blütenfest auf dem SILOAH Hof. Und ich sage es direkt: Das war keine Veranstaltung. Das war ein Erlebnis.

Gefunden habe ich diesen Ort nicht durch Zufall, sondern geführt.

Im Sommer 2025 wurde mir ein Video auf YouTube angezeigt. Thema: Nachfolge.
Wir müssen euch was sagen…  Genau mein Thema zu dieser Zeit. Was mich sofort gepackt hat: Da spricht jemand öffentlich über Dinge, über die sonst geschwiegen wird. Klar. Offen. Echt.

Ich habe das weiterverfolgt. Monat für Monat.

Die Nachfolge auf SILOAH war kein Hochglanzprojekt, sondern ein ehrlicher Weg mit Fragen, Herausforderungen und Entscheidungen. Genau das hat mich angesprochen.

Dass einige meiner Biker vom CMS christliche Motorradfahrer Sachsen e.V.  den Hof schon kannten, hat meine Neugier noch verstärkt. Also bin ich hingefahren – und wollte mir selbst ein Bild machen.

Was ich erlebt habe

Über 200 Menschen haben dieses Blütenfest auf die Beine gestellt. Und das hast du gespürt. Keine Show. Keine Fassade. Sondern Einsatz, Herz und echte Gemeinschaft.

Meine Frau Burgunda – sie liebt Blumen – war sofort begeistert.
Was dort gestaltet wurde, hatte nicht nur Stil, sondern Seele.
Und mittendrin: klare geistliche Impulse.
Nicht aufgesetzt. Nicht versteckt. Sondern präsent.

In der Festpredigt hat Valentin Bilz etwas gesagt, das hängen bleibt: Für jeden gespendeten Euro gibt ein Großspender einen dazu.

Über 40.000 Euro sind bereits zusammengekommen – für eine neue Großküche.

Warum das wichtig ist? Weil dort bis zu 80 Jugendliche übernachten können. Für Kid-Camps, Begegnungen, Konfi-Freizeiten, Klassenfahren, Pilgern.

Das ist Zukunftsarbeit. Direkt. Wirksam.

Was mich wirklich bewegt hat

Über 30 Jahre haben die Gründer aufgebaut.
Und jetzt? Lassen sie los.

Das klingt einfach. Ist es aber nicht.
Ich weiß genau, wovon ich spreche.

Loslassen ist kein Moment.
Loslassen ist ein Prozess. Ein innerer Kampf. Und gleichzeitig eine Entscheidung für die Zukunft.

Hier wird genau das gelebt.

Mein Fazit

Ich war zum ersten Mal dort.
Aber sicher nicht zum letzten Mal.

Ich will wiederkommen.
Nicht nur schauen – sondern verstehen.

Was bewegt Menschen, ihr Leben so zu gestalten?
Warum entscheiden sie sich bewusst für Gemeinschaft, Verantwortung und Glauben?

Diese Antworten bekommst du nicht online.
Die bekommst du nur im Gespräch vor Ort.

Meine Einladung an dich

Schau dir den Hof selbst an: SILOAH Hof 

Lies dich ein. Fahr hin. Sprich mit den Menschen.
Und wenn du etwas bewegen willst:

Unterstütze das Projekt Großküche.
Kennwort: Küche ist wichtig

Küchen-Update: Wir haben eine gute Nachricht!!!

Denn hier entsteht etwas, das größer ist als ein Hof.

Hier entsteht Wirkung für die nächste Generation.

Euer Walter Stuber

Glauben / 26. Juli 2024

Die Kraft des Positiv-Denkens und Betens in Zeiten der Not

Bild: Shutterstock
Bild: Shutterstock

Es ist kein Geheimnis, dass das Leben – sei es im privaten oder beruflichen Bereich – oft herausfordernd sein kann. Schwierigkeiten und Hindernisse sind Teil unseres Alltags. In solchen Momenten scheint es schwer, positiv zu bleiben und in Lösungen zu denken. Doch genau in diesen Zeiten kann uns die Kraft des Positiv-Denkens und Betens unterstützen und uns den Weg weisen.

Positiv-Denken als Schlüssel zu Lösungen

Positiv-Denken bedeutet nicht, die Realität zu verleugnen oder Probleme zu ignorieren. Es geht vielmehr darum, die Perspektive zu wechseln und bewusst nach Lösungen zu suchen, anstatt sich von Schwierigkeiten überwältigen zu lassen. Dies erfordert eine gewisse Disziplin und Übung, doch die Ergebnisse sind lohnenswert.

Ein prominentes Beispiel aus der Unternehmenswelt: In unserem Unternehmen, das seit über 23 Jahren besteht, gibt es immer wieder Situationen, in denen Kunden nicht zahlen wollen oder können. Solche Momente könnten leicht zu Frustration und Resignation führen. Doch anstatt den Kopf hängen zu lassen, hilft es, diese Situation als Herausforderung zu betrachten und sich auf mögliche Lösungswege zu konzentrieren. Hier spielt das positive Denken eine entscheidende Rolle.

Beten als Quelle der Kraft und Dankbarkeit

Neben dem Positiv-Denken spielt auch das Beten eine wesentliche Rolle in unserem Leben. Beten bedeutet, sich an eine höhere Macht zu wenden und um Hilfe und Führung zu bitten. Es geht darum, in Momenten der Not, aber auch der Freude, innezuhalten und sich dem göttlichen Beistand anzuvertrauen.

Ein Beispiel hierfür ist das sogenannte „Stoßgebet“. In besonders stressigen oder herausfordernden Situationen hilft es, ein kurzes, aber inniges Gebet zu sprechen. Dieses Gebet ist ein Ausdruck des Vertrauens, dass es immer eine Lösung gibt, auch wenn wir sie in diesem Moment noch nicht sehen können. Es ist erstaunlich, wie oft nach einem Stoßgebet eine neue Perspektive oder eine unerwartete Lösung auftaucht.

Dankbarkeit als tägliches Ritual  Hören Sie den Podcast von den der Dankbarkeitsbotschafterin Sabine Langenbach

Dankbarkeit ist ein weiterer zentraler Aspekt, der eng mit dem Positiv-Denken und Beten verknüpft ist. Dankbarkeit bedeutet, die kleinen und großen Segnungen im Leben zu erkennen und wertzuschätzen. In unserem Geschäftsalltag bedeutet dies, dankbar zu sein für unsere hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unsere treuen Kunden und zuverlässigen Lieferanten, die uns seit über zwei Jahrzehnten begleiten.

Dankbarkeit kann ein tägliches Ritual sein. Wir dürfen immer wieder Danke sagen – sei es zu Beginn des Tages, in stillen Momenten während der Arbeit oder vor dem Schlafengehen. Diese kontinuierliche Übung der Dankbarkeit hilft uns, den Fokus auf das Positive zu richten und stärkt unser Wohlbefinden.

Fazit 

Positiv-Denken und Beten sind nicht nur Konzepte, sondern wirkungsvolle Praktiken, die uns unterstützen können, mit den Herausforderungen des Lebens besser umzugehen. Sie helfen uns, den Blick auf das Wesentliche zu richten, Lösungen zu finden und stets dankbar zu bleiben. In einer Welt, die oft von Hektik und Stress geprägt ist, bieten uns diese Rituale einen Anker und eine Quelle der Kraft.

Es mag nicht immer leicht sein, positiv zu bleiben und in Lösungen zu denken. Doch durch das bewusste Üben von Positiv-Denken, regelmäßiges Beten und das ständige Praktizieren von Dankbarkeit können wir den Herausforderungen des Lebens mit mehr Gelassenheit und Zuversicht begegnen. Und wer weiß, vielleicht zeigt sich genau in diesen schwierigen Momenten die wahre Stärke unseres Glaubens und unserer positiven Einstellung.

Euer Walter Stuber

Glauben / 21. Mai 2024

Von göttlichen Fußstapfen getragen: Meine Reise, Hoffnungen für die Zukunft und der unvergängliche Wert der Nachhaltigkeit

Bildindex: Shutterstock

Liebe Leserinnen und Leser,

Wenn ich zurückblicke auf die vielen Jahre meiner beruflichen und persönlichen Reise, so erkenne ich deutlich die Spuren der Liebe Gottes in meinem Leben. Diese Spuren sind wie große Fußabdrücke im Sand, die mich stets daran erinnern, dass ich nie alleine war. In jedem Schritt, den ich gemacht habe, war Gottes unendliche Liebe und Fürsorge bei mir.

Von Gerüsten gebaut: Eine Ära geht zu Ende, ein neues Kapitel beginnt am 01.04.2026. 

Besonders in den schwierigsten Zeiten meines Lebens, wie beispielsweise im Jahr 2012, als wir fast in die Insolvenz gerutscht wären nach dem gescheiterten Projekt an der Nibelungenbrücke in Worms, habe ich diese Nähe gespürt. Ich erinnere mich, wie ich auf der Brücke stand, in die Ferne blickte und über den Sinn des Lebens nachdachte. In diesen Momenten der Verzweiflung war es Gottes stützende Hand, die mir Kraft gab und mir half, die Herausforderungen zu meistern.

Es ist mir klar, dass mein Nachfolger nicht einfach in meine Fußstapfen treten kann – und das erwarte ich auch nicht. Jeder Mensch wird von der göttlichen Weisheit auf seine eigene Weise geleitet und hinterlässt seine eigenen Spuren im Sand des Lebens. Mein Wunsch für meinen Nachfolger ist, dass er seine eigenen Wege findet und dabei die Werte, die mir am Herzen liegen, nicht aus den Augen verliert.

In den letzten Jahren wurde mir immer bewusster, wie wichtig Nachhaltigkeit und die Orientierung am Gemeinwohl sind. Bei der Gemeinhardt Service GmbH haben wir uns stark dafür eingesetzt, nicht nur wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sondern auch einen positiven Beitrag für unsere Gesellschaft und Umwelt zu leisten. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stand dabei immer im Vordergrund.

Lesen Sie auch:  Nachhaltigkeit ist das Fundament unseres täglichen Handelns 

Ich hoffe, dass mein Nachfolger ähnliche Projekte vorantreibt und die Bedeutung von nachhaltigem Wirtschaften und sozialer Verantwortung erkennt. Auch wenn ich es nicht garantieren kann, so bleibt es doch mein innigster Wunsch.

Liebe Leserinnen und Leser, ich danke Ihnen von Herzen für die vielen Jahre der Treue und Unterstützung. Möge jeder von Ihnen die Führung und Liebe Gottes in seinem Leben spüren und mit Zuversicht und Hoffnung seinen eigenen Weg gehen.

Ihre Gedanken sind mir wichtig! Teilen Sie Ihre Meinungen und Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

Mit herzlichen Grüßen,

Walter Stuber

Glauben / 27. Februar 2024

Platz machen für Jüngere

Bildquelle: ChatGPT

„Die Kunst des Aufhörens“. Die Überschrift bei ZEIT-ONLINE zieht mich magisch an. In der Kolumne „Gottes Bodenpersonal“ wünscht sich die Pfarrerin Hanna Jacobs, dass „haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende wüssten, wann es Zeit ist, zu gehen.“  Und weiter heißt es im Text: „Wer so lange bleibt wie nur irgend möglich, hat eine Nach-mir-die-Sintflut-Haltung.(…) Ihm ist es letztlich egal, wie mühsam es für “den Neuen” nach einem Vierteljahrhundert werden wird, das Ruder zu übernehmen“ 

Das, was die Pfarrerin in ihrer Kolumne beschreibt, ist bei weitem nicht nur ein Problem der Kirchen. Genau das beobachte ich auch in vielen Vereinen und Innungen. Hier sitzen zum Beispiel Landesbevollmächtigte seit vielen Jahren auf ihrem Posten und wollen ihn auch nicht räumen. Offiziell heißt es gerne, dass der Nachwuchs fehlt. Aber im Grunde wollen sie ihre Position nicht aufgeben. 

„Nach-mir-die-Sintflut-Haltung“ 

Ich weiß wovon ich rede. Zwanzig Jahre lang war ich Landesbevollmächtigter der Bundesinnung Gerüstbau  in Sachsen – und das sehr gerne. Es ist ein schönes Gefühl an einer Schaltstelle zu sitzen und etwas bewirken zu können. Aber irgendwann ist mir klar geworden, dass ich ein Kind meiner Zeit bin und bleibe, auch wenn ich mir „lebenslanges Lernen“ auf die Fahne geschrieben habe. 

Die jüngere Gerüstbau-Meister-Generation geht doch manches anders an. Und das ist gut so. Aber sie müssen auch die Möglichkeit bekommen, das an leitender Stelle einzubringen. Nur so bleibt eine Innung zukunftsfähig. Aber wenn die „Alten“ an ihren Positionen kleben, wird es schwierig.  Die oben beschriebene „Nach-mir-die-Sintflut-Haltung“ gibt es leider nicht nur im kirchlichen Umfeld.   

Durch Satzungsänderung die nächste Generation etablieren

Viele der jüngeren Gerüstbauer-Meister, die in der Innung sind,  haben noch keine Lobby und wollen nicht gegen die Älteren antreten. Da können nur Satzungsänderungen helfen. Das Ehrenamt des/der Landesbevollmächtigten sollte meiner Meinung nach sowohl zeitlich ( max zwölf Jahre) als auch altersmäßig (bis zum sechzigsten Lebensjahr) begrenzt werden. Dadurch würden automatisch Positionen frei werden, die die jüngere Generation einnehmen könnte. Die Älteren dürfen aber nicht komplett aus der Innung verschwinden. Ganz im Gegenteil! Ihre jahrzehntelangen Erfahrungen sind unendlich wertvoll. Sie sollten als Mentoren eingesetzt werden.

Ich bin dankbar, dass ich bereits im Juni 2020 das Ehrenamt des Landesbevollmächtigten der Bundesinnung Gerüstbau in Sachsen in die (jüngeren) Hände von Kai Flößner von F.I.T Gerüstbau GmbH  legen konnte. Ja, er macht als Landesbevollmächtigter vieles anders als ich. So muss das auch sein! Besonders bewundere ich, wie er es immer wieder schafft, die unterschiedlichen Mitglieder unserer Innung zusammenzuhalten. Ich wünsche mir, dass es selbstverständlich wird, dass man in Vereinen, Verbänden und Innungen nicht jahrzehntelang an einer Leitungspositionen klebt, sondern freiwillig und frühzeitig die Verantwortung an Jüngere übergibt.

Ich freue mich auf Ihre Nachrichten!

Walter Stuber