
Dresden, 2026-05-28
Foto: SZ/ Veit Hengst
Immer wieder werde ich gefragt: „Walter, was machst du eigentlich heute?“
Eine berechtigte Frage.
Zum 31. Dezember habe ich meine Geschäftsanteile an der Gemeinhardt Service GmbH an meinen Sohn Ingolf übergeben. Nach vielen Jahrzehnten als Gesellschafter und Geschäftsführer begann für mich ein neuer Lebensabschnitt.
Viele Unternehmer träumen vom Loslassen.
Ich wollte ihn leben.
Loslassen heißt wirklich loslassen
Für mich bedeutet Unternehmensnachfolge nicht, jeden Tag anzurufen oder nachzufragen, wie es läuft. Loslassen heißt Vertrauen schenken.
Es heißt, dem Nachfolger die Chance zu geben, seinen eigenen Weg zu gehen – auch wenn er manches anders macht, als ich es gemacht hätte.
Heute, mehr als sieben Monate später, kann ich voller Dankbarkeit sagen: Es war die richtige Entscheidung.
Ich war seit der Übergabe nicht mehr im Unternehmen. Von meinem Sohn Ingolf und meinem ehemaligen Mitgesellschafter Dirk kamen nur wenige Rückfragen. Genau so hatte ich mir eine gelungene Übergabe vorgestellt.
Natürlich interessiert mich weiterhin, wie sich das Unternehmen entwickelt. Aber es ist heute ihr Unternehmen – nicht mehr meines.
Darauf bin ich stolz.
➡️ Mehr zum Thema Unternehmensnachfolge findest du hier: Es ist vollbracht
Warum ich heute Mastermind-Gruppen aufbaue
Ich habe in meinem Berufsleben Tausende Projekte begleitet und unzählige Unternehmer kennengelernt. Dabei ist mir eines immer wieder aufgefallen:
Viele kämpfen mit denselben Herausforderungen – nur jeder für sich allein.
Genau deshalb baue ich heute Mastermind-Gruppen auf.
Unternehmerinnen und Unternehmer treffen sich regelmäßig, sprechen offen über ihre Herausforderungen und profitieren von den Erfahrungen der anderen.
Das ist keine klassische Beratung.
Es ist kollegiale Beratung auf Augenhöhe.
Wer die Fehler anderer kennt, muss sie nicht selbst machen.
Und wer gute Ideen miteinander teilt, entwickelt sein Unternehmen oft deutlich schneller weiter.
➡️ Hier erfährst du mehr über meine Mastermind-Idee: Top-Mastermind
Unternehmer beraten – damit wieder Zeit zum Leben bleibt
Bereits zwischen 2003 und 2010 war ich als Unternehmensberater tätig.
Heute begleite ich wieder ausgewählte Unternehmerinnen und Unternehmer.
Nicht mit fertigen Patentlösungen.
Sondern mit Erfahrung aus fast fünf Jahrzehnten Unternehmertum.
Mein Ziel ist einfach:
Mehr Freizeit.
Bessere Strukturen.
Mehr Verantwortung im Team.
Und trotzdem steigende Umsätze und Gewinne.
Ein Unternehmen darf nicht vom Chef abhängig sein.
Es muss auch funktionieren, wenn der Unternehmer einmal zwei oder drei Wochen nicht erreichbar ist.
➡️ Mehr dazu findest du in meinen Beiträgen über Führung, Delegation und Unternehmertum.
Künstliche Intelligenz begeistert mich jeden Tag
Ich liebe es zu lernen.
Auch mit 65 Jahren.
Seit rund vier Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Künstlicher Intelligenz, Automatisierung, Prozessoptimierung und modernen Arbeitsabläufen.
Ich bin überzeugt:
KI ersetzt den Unternehmer nicht.
Aber sie kann ihm unglaublich viel Arbeit abnehmen.
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben hier enormes Potenzial.
Wer heute beginnt zu lernen, wird morgen deutlich entspannter arbeiten.
➡️ Hier findest du meine Gedanken rund um KI und Digitalisierung.
Netzwerke verändern Menschen
Seit vielen Jahren nutze ich das internationale Unternehmernetzwerk BNI.
Natürlich entstehen dort Empfehlungen.
Viel wichtiger sind für mich jedoch die Begegnungen.
Menschen mit Ideen.Menschen mit Erfahrung.
Menschen, die bereit sind, einander weiterzuhelfen.
Ebenso wichtig sind mir mein Engagement bei Rotary und bei den Christlichen Motorradfahrern Sachsen.
Dort geht es nicht um Umsatz.
Dort geht es um Gemeinschaft, Verantwortung und darum, anderen Menschen zu dienen.
➡️ Mehr über mein Netzwerk und meine Erfahrungen findest du in meinen Beiträgen zu BNI, Rotary, FaktorC und den Christlichen Motorradfahrern.
Zeit mit Gundi – bewusster als früher
Früher stand das Unternehmen oft an erster Stelle.
Heute genieße ich die gemeinsame Zeit mit meiner Frau Gundi viel bewusster.
Unser Garten. Unsere Grundstücke. Ein gemeinsamer Kaffee. Ein Spaziergang.
Diese kleinen Momente haben für mich heute einen viel größeren Wert als früher.
Erfolg misst sich nicht nur in Zahlen.
Er misst sich auch in gemeinsamer Zeit.
Mein Glaube gibt mir Orientierung
Ich bin Christ.
Nicht nur am Sonntag.
Mein Glaube begleitet mich im Alltag.
Er prägt meine Entscheidungen.
Er erinnert mich daran, dankbar zu sein.
Und er motiviert mich, Menschen Mut zu machen.
Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch Begabungen bekommen hat.
Die entscheidende Frage lautet:
Was machen wir daraus?
➡️ Viele Gedanken dazu findest du in meinen christlichen Mutmacher-Beiträgen.
Was ich mir für die Zukunft wünsche
„Er war Unternehmer.“
Ich wünsche mir, dass Menschen sagen:
Walter hat Spuren in Menschen hinterlassen.
Das wäre für mich der schönste Satz, den man einmal über mein Leben sagen könnte.