Alle Beiträge von Walter Stuber

Ganz Privat / 26. Mai 2026

Lagos an der Algarve – warum wir sicher wiederkommen

Bild: Walter Stuber

Manchmal braucht es gar keine Fernreise ans andere Ende der Welt. Manchmal reicht ein Ort, an dem das Leben langsamer läuft, die Menschen entspannter sind und man morgens das Meer riecht. Genau das haben wir in Lagos an der Algarve erlebt.

Unser Flug ging von München nach Faro. Dort haben wir direkt am Flughafen ein Mietauto übernommen und sind dann etwa eine Stunde Richtung Lagos gefahren. Rückblickend mussten wir schmunzeln: Später haben wir festgestellt, dass wir eigentlich gar kein Auto gebraucht hätten. Vom Flughafen Faro fährt ganz entspannt der Zug direkt nach Lagos. So einfach wäre es gewesen.

Unser Vier-Sterne-Hotel hatten wir bereits im Oktober reserviert. Es lag direkt gegenüber der Fußgänger-Hebebrücke – eine perfekte Lage. Organisiert und gebucht haben wir die Reise wie immer über CM Travel bei Cathrin Müller-Wrege. Gerade bei Reisen merkt man, wie wichtig Erfahrung und gute Beratung sind. Es hat wieder alles problemlos funktioniert.

Und genau da zeigte sich ein großer Vorteil: Ende Mai ist die Algarve deutlich günstiger als im Hochsommer. Rund 1.000 Euro pro Woche Unterschied sind keine Kleinigkeit. Gleichzeitig ist das Wetter bereits traumhaft.

Für uns war Ende Mai wahrscheinlich die beste Reisezeit überhaupt.

Temperaturen zwischen 21 und 30 Grad, kaum Touristen, leere Strände und eine unglaubliche Ruhe. Genau das macht den Unterschied. Während sich im Sommer oft alles drängt, hatte man jetzt das Gefühl, die Algarve gehört einem fast allein.

Besonders beeindruckt hat uns die Freiheit. Man konnte spontan mit dem Auto ins Hinterland fahren, kleine Orte entdecken oder in nur 30 Minuten an völlig andere Traumstrände gelangen. Und überall diese Kulisse: Felsen, Meer, kleine Buchten und dieses besondere Licht der Algarve.

Die Innenstadt von Lagos hat uns ebenfalls begeistert. Viele kleine Geschäfte, Restaurants aus aller Welt, gemütliche Plätze und eine entspannte Atmosphäre. Kein Stress. Kein Gedränge. Einfach angenehm.

Normalerweise gilt die Algarve als eines der schönsten Wandergebiete Europas. Für mich persönlich geht das durch meine Gehhilfen leider nur eingeschränkt. Trotzdem war vieles möglich. Selbst Spaziergänge am Strand konnten wir machen. Genau das hat mich positiv überrascht. Man muss nicht perfekt zu Fuß sein, um die Algarve genießen zu können.

Ein echter Geheimtipp ist auch der Zoo de Lagos, etwa 18 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Man kommt bequem mit dem Auto hin, es fährt aber auch ein Bus dorthin. Gerade für Familien oder Menschen, die Tiere mögen, lohnt sich der Besuch.

Was uns besonders gefallen hat: Diese Mischung aus Natur, Meer, Ruhe und Lebensqualität. Die Algarve wirkt nicht künstlich oder überdreht. Sie wirkt echt.

Wir werden sicher wiederkommen. Und beim nächsten Mal kennen wir uns schon ein bisschen aus.

Vielleicht ist genau das das Schönste am Reisen:

Wenn aus einem Urlaub langsam ein Ort wird, an den man zurückkehren möchte.

Allgemeine Themen / 12. Mai 2026

Plastikparadies für Touristen – Plastikproblem für Ägypten

Bild: Walter Stuber

Hurghada. Sonne. Meer. Hotelanlagen. Perfekte Urlaubswelt.
Doch sobald man das Hotel verlässt, sieht man eine andere Realität: Plastikflaschen, Tüten und Verpackungen liegen überall. Straßenränder, Baustellen, leere Grundstücke – Plastik ohne Ende.

Die Zahlen bestätigen dieses Bild.
Ägypten produziert jährlich rund 5,4 Millionen Tonnen Plastik. Etwa 250.000 Tonnen gelangen jedes Jahr ins Mittelmeer. Damit gehört das Land zu den größten Plastikverschmutzern der Region.

Die offizielle Geschichte: Gesetze und Projekte

Die Regierung weiß, dass das Problem existiert.
Es gibt Gesetze, Programme und Initiativen:

  • Einwegplastik-Verbote in Regionen am Roten Meer
  • Neues Abfallgesetz seit 2020, das Recycling fördern soll
  • Projekte wie „Hemaya“ oder „Precious Plastic“, die Recycling aufbauen
  • Programme mit Unterstützung aus Europa, um Müll besser zu sammeln

Auf dem Papier klingt das gut.

Die Realität vor Ort

Die Realität sieht anders aus.

In vielen Hotels wird beim Frühstück weiterhin massiv Plastik verwendet:

  • Marmelade in Mini-Plastikpackungen
  • Honig einzeln verpackt
  • Plastikbecher
  • Plastikbesteck
  • Plastikverpackungen für Brot und Snacks
  • Wasserflaschen überall

Und außerhalb der Hotelanlagen?
Plastikmüll auf Straßen, auf Brachflächen, teilweise sogar in der Wüste.

Das Problem ist nicht nur das Plastik selbst.
Das Problem ist das fehlende funktionierende Müllsystem.

Nur etwa 60 % des Mülls werden überhaupt eingesammelt. Der Rest landet in der Umwelt.

Tourismus und Verantwortung

Ägypten lebt stark vom Tourismus. Millionen Urlauber kommen jedes Jahr ans Rote Meer.

Doch Tourismus bringt auch Müll:

  • Plastikflaschen
  • Verpackungen
  • Einwegprodukte
  • Hotelabfälle

Viele Hotels versuchen, das Problem zu verstecken. Die Anlage wird sauber gehalten – außerhalb interessiert es kaum jemanden.

Das ist Augenwischerei.

Die unbequeme Frage

Wenn ein Land vom Tourismus lebt, muss es auch Verantwortung übernehmen.

Saubere Strände und saubere Städte sind kein Luxus.
Sie sind Voraussetzung.

Sonst zerstört man genau das, wovon man lebt: Natur, Meer und Landschaft.

Boykott als Druckmittel?

Eine provokante Frage steht im Raum:

Sollten Touristen Länder meiden, die ihre Umwelt sichtbar vermüllen lassen?

Ein Boykott würde wirtschaftlichen Druck erzeugen.
Doch er würde auch Menschen treffen, die vom Tourismus leben und selbst kaum Einfluss auf das Müllsystem haben.

Die bessere Lösung wäre klarer Druck von zwei Seiten:

  1. Touristen, die bewusst nach plastikarmen Hotels fragen
  2. Hotels, die konsequent auf Mehrwegsysteme umstellen
  3. Regierungen, die funktionierende Müllsysteme aufbauen

Was wirklich helfen würde

Ein paar einfache Maßnahmen würden sofort Wirkung zeigen:

  • Glasflaschen statt Plastikflaschen in Hotels
  • Große Marmeladen- und Honigspender statt Einzelverpackungen
  • Wiederverwendbares Geschirr statt Plastik
  • Pfandsysteme für Flaschen
  • Mülltrennung in Hotels und Städten
  • Recyclinganlagen

Das ist keine Raketenwissenschaft.
Europa hat das in den letzten Jahrzehnten geschafft.

Fazit

Ägypten hat fantastische Landschaften, Geschichte und Kultur.
Aber das Plastikproblem ist unübersehbar.

Gesetze allein reichen nicht.
Entscheidend ist Umsetzung.

Wenn das Land den Müll nicht in den Griff bekommt, wird es langfristig ein Imageproblem bekommen.

Denn immer mehr Reisende stellen sich eine einfache Frage:

Will ich meinen Urlaub wirklich in einer Plastikwelt verbringen?

Glauben / 29. April 2026

Blütenfest, Begegnung und ein Ort mit Haltung

Bild: Walter Stuber
Bild: Walter Stuber

SILOAH Hof

2 Stunden und 15 Minuten Fahrzeit von Leisnig – und es hat sich gelohnt. Am 26.04. war ich zum ersten Mal auf dem Blütenfest auf dem SILOAH Hof. Und ich sage es direkt: Das war keine Veranstaltung. Das war ein Erlebnis.

Gefunden habe ich diesen Ort nicht durch Zufall, sondern geführt.

Im Sommer 2025 wurde mir ein Video auf YouTube angezeigt. Thema: Nachfolge.
Wir müssen euch was sagen…  Genau mein Thema zu dieser Zeit. Was mich sofort gepackt hat: Da spricht jemand öffentlich über Dinge, über die sonst geschwiegen wird. Klar. Offen. Echt.

Ich habe das weiterverfolgt. Monat für Monat.

Die Nachfolge auf SILOAH war kein Hochglanzprojekt, sondern ein ehrlicher Weg mit Fragen, Herausforderungen und Entscheidungen. Genau das hat mich angesprochen.

Dass einige meiner Biker vom CMS christliche Motorradfahrer Sachsen e.V.  den Hof schon kannten, hat meine Neugier noch verstärkt. Also bin ich hingefahren – und wollte mir selbst ein Bild machen.

Was ich erlebt habe

Über 200 Menschen haben dieses Blütenfest auf die Beine gestellt. Und das hast du gespürt. Keine Show. Keine Fassade. Sondern Einsatz, Herz und echte Gemeinschaft.

Meine Frau Burgunda – sie liebt Blumen – war sofort begeistert.
Was dort gestaltet wurde, hatte nicht nur Stil, sondern Seele.
Und mittendrin: klare geistliche Impulse.
Nicht aufgesetzt. Nicht versteckt. Sondern präsent.

In der Festpredigt hat Valentin Bilz etwas gesagt, das hängen bleibt: Für jeden gespendeten Euro gibt ein Großspender einen dazu.

Über 40.000 Euro sind bereits zusammengekommen – für eine neue Großküche.

Warum das wichtig ist? Weil dort bis zu 80 Jugendliche übernachten können. Für Kid-Camps, Begegnungen, Konfi-Freizeiten, Klassenfahren, Pilgern.

Das ist Zukunftsarbeit. Direkt. Wirksam.

Was mich wirklich bewegt hat

Über 30 Jahre haben die Gründer aufgebaut.
Und jetzt? Lassen sie los.

Das klingt einfach. Ist es aber nicht.
Ich weiß genau, wovon ich spreche.

Loslassen ist kein Moment.
Loslassen ist ein Prozess. Ein innerer Kampf. Und gleichzeitig eine Entscheidung für die Zukunft.

Hier wird genau das gelebt.

Mein Fazit

Ich war zum ersten Mal dort.
Aber sicher nicht zum letzten Mal.

Ich will wiederkommen.
Nicht nur schauen – sondern verstehen.

Was bewegt Menschen, ihr Leben so zu gestalten?
Warum entscheiden sie sich bewusst für Gemeinschaft, Verantwortung und Glauben?

Diese Antworten bekommst du nicht online.
Die bekommst du nur im Gespräch vor Ort.

Meine Einladung an dich

Schau dir den Hof selbst an: SILOAH Hof 

Lies dich ein. Fahr hin. Sprich mit den Menschen.
Und wenn du etwas bewegen willst:

Unterstütze das Projekt Großküche.
Kennwort: Küche ist wichtig

Küchen-Update: Wir haben eine gute Nachricht!!!

Denn hier entsteht etwas, das größer ist als ein Hof.

Hier entsteht Wirkung für die nächste Generation.

Euer Walter Stuber

Ganz Privat / 17. April 2026

Alles richtig gemacht?

Bild: Walter Stuber
Bild: Walter Stuber

Vier Monate raus – und ich schaue bewusst genau hin.
Was die Gemeinhardt Service GmbH  heute liefert, hat Substanz. Die Qualität ist nicht nur gehalten worden – sie ist sichtbar gewachsen.

Mein Respekt geht klar an Dirk Eckart und meinen Sohn Ingolf Stuber. Die beiden führen das Unternehmen ruhig, klar und mit Haltung. Und das merkt man: an den Abläufen, an der Zusammenarbeit und vor allem im Umgang mit Menschen.

Was mich wirklich beeindruckt: Die Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten ist nicht nur ein schöner Satz – sie wird gelebt. Genau das habe ich am 15.04.2026 bei der Verleihung des TEMP-Award  in Heidenheim selbst erlebt.

Zweimal in 20 Jahren diesen Preis für exzellente Unternehmensführung zu bekommen – das schafft nicht irgendeine Firma. Das schafft nur ein Team, das konsequent an sich arbeitet und besser werden will.

Und dann kommt dieser Moment, den dir keiner vorher erklärt.

Du sitzt im Saal. Über 160 Unternehmerinnen und Unternehmer.
Und vorne steht dein Sohn.
Er erzählt seinen Werdegang. Nicht geschniegelt. Nicht geschniegelt auf Erfolg getrimmt. Sondern ehrlich. Klar. Mit Haltung.

Und plötzlich merkst du: Das geht tiefer.
Da sitzt du nicht mehr als ehemaliger Gesellschafter.
Da sitzt du als Vater.
Und da rollt auch mal eine Träne.
Nicht, weil alles perfekt ist. Sondern weil du spürst, dass das, was du über Jahre aufgebaut hast, nicht verloren gegangen ist – sondern weiterlebt. Und zwar stärker.

Das sind keine Kennzahlen.
Das ist kein Controlling.
Das ist Wirkung.

Ich habe viele Entscheidungen getroffen. Gute und schlechte. Mutige und bequeme.

Aber in solchen Momenten wird dir klar, worauf es wirklich ankommt:

Hast du Menschen entwickelt?
Hast du Verantwortung übergeben?
Hast du rechtzeitig losgelassen?

Viele reden davon. Wenige machen es.
Loslassen ist hart. Es kratzt am Ego. Es nimmt dir Rolle und Status.
Aber wenn du es nicht tust, stehst du deinem eigenen Lebenswerk im Weg.

Ich habe losgelassen.
Und heute sehe ich, was daraus geworden ist.

Mein Fazit bleibt:
Ich bin nicht mehr Gesellschafter. Aber stolz bin ich noch immer.

Und wenn ich diesen Moment im Saal ehrlich einordne, dann sage ich:

Alles richtig gemacht?
Nicht alles.
Aber das Entscheidende.

Euer Walter, dein Papa 

Bild: Walter Stuber

Bild: Walter Stuber

Ganz Privat / 7. April 2026

Ägypten zwischen Pyramiden und Höhlenkirchen: Eine Reise, die Perspektiven verschiebt

Als Unternehmer bin ich es gewohnt, Dinge zu planen, Strukturen zu schaffen und Projekte von A nach B zu bringen. Doch manchmal muss man einfach raus aus dem Alltag, um neue Perspektiven zu gewinnen. Genau das habe ich kürzlich getan – auf einer Reise nach Ägypten, die mir nicht nur beeindruckende Bauwerke, sondern auch tiefgreifende Einblicke in andere Lebenswelten und Kulturen bescherte.

Mit einer Gruppe von 17 Personen flogen wir ab Frankfurt los. Geführt wurde die Reise  https://mit-uns-unterwegs.de/ von Renate und Hans-Martin Stäbler, den viele noch als Geschäftsführer des CVJM Bayern und von “Christen in der Wirtschaft” kennen. Geistlich begleitet wurde das Ganze von Elke und Dr. Roland Werner. Es war eine Reise, die Kopf und Herz gleichermaßen forderte und bereicherte.

Start am Roten Meer: Zeit zum Durchatmen 

Die erste Woche verbrachten wir in Hurghada im SUNRISE Royal Makadi Resort  sunrise-resorts.com Hier stand erst einmal Ankommen auf dem Programm. Bei angenehmen 24 bis 26 Grad konnten wir die Seele baumeln lassen, schnorcheln und sogar mit Delfinen schwimmen. Aber es war nicht nur ein Strandurlaub. Jeden Morgen um 9 Uhr gab es nach einem guten Frühstück einen geistlichen Impuls von Hans-Martin Stäbler. Gemeinsam singen, beten und sich austauschen – das schweißt eine Gruppe ungemein zusammen.

Besonders spannend waren für mich die abendlichen Runden um 17 Uhr. Dr. Roland Werner, ein profunder Kenner des Nahen Ostens, und seine Frau Elke nahmen uns mit in die Welt des Islam. Wie ist diese Religion im 7. Jahrhundert entstanden? Welche Rolle spielt die Familie? Im Islam wird der Zusammenhalt der Familie extrem großgeschrieben. Es geht um gegenseitigen Respekt, die Fürsorge für die Kinder und die unbedingte Ehrung der Eltern. Das sind Werte, die auch uns in der westlichen Welt – und gerade in der Wirtschaft – wieder mehr beschäftigen sollten. Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich die Bücher von Roland Werner nur wärmstens ans Herz legen.

Kairo: Von der Wüste in die Metropole 

Am Sonntag, den 8. März, ging es dann per Bus weiter Richtung Kairo. Unser erstes Ziel: Anafora https://anafora.org/     Das ist eine Klosteranlage der koptischen Christen mitten in der Wüste. Ein Ort der Ruhe, der Ökumene und der Nachhaltigkeit, gegründet von Bischof Thomas. Wir übernachteten dort zwei Tage im Gästehaus und genossen die unglaubliche Gastfreundschaft und das traditionelle Essen. Es ist faszinierend zu sehen, wie dort Menschen gestärkt und gefördert werden.

Danach tauchten wir ein in das pulsierende Kairo. Unser Basislager für die nächsten drei Nächte war das World Trade Center Hotel. Kairo ist laut, riesig und voller Gegensätze. Wir besuchten das neue Grand Egyptian Museum – ein gigantischer Bau, der die Geschichte Ägyptens beherbergt. Man bräuchte eigentlich Tage, um alles zu erfassen, besonders die komplette Tutanchamun-Sammlung. Und natürlich standen wir auch vor den Pyramiden von Gizeh. Wenn man als Gerüstbauer vor diesen jahrtausendealten Monumenten steht, fragt man sich unweigerlich: Wie haben die das damals ohne unsere moderne Technik nur hinbekommen?

Die Müllstadt: Ein Lektion in Demut 

Das Erlebnis, das mich jedoch am meisten geprägt hat, war der Besuch der sogenannten Müllstadt, dem Zabbaleen-Viertel. Hier leben koptische Christen, die den Müll von ganz Kairo sammeln, sortieren und zu einem erstaunlich hohen Prozentsatz recyceln. Es ist ein hartes Leben, und doch spürt man dort einen starken Glauben. Inmitten dieses Viertels liegt das Kloster des Heiligen Simon des Gerbers – eine gigantische, in den Fels gehauene Höhlenkirche  https://share.google/IWIFDo9O30qYsXLhf im Mokattam-Berg. Tausende Menschen finden hier Platz zum Gottesdienst. Das hat mich zutiefst beeindruckt und demütig gemacht.

Elke und Roland Werner, die lange in Kairo gelebt haben, kannten sich bestens aus und machten die Stadt für uns greifbar. Begleitet wurden wir zudem von einem hervorragenden deutschsprachigen Reiseführer und – was in Kairo üblich ist – von einem Polizisten zu unserer Sicherheit.

Mein Fazit 

Diese Reise war mehr als nur ein Urlaub. Sie war eine Horizonterweiterung. Ob es die beeindruckende Baukunst der Pharaonen ist, der tiefe Glaube der koptischen Christen in der Müllstadt oder das Verständnis für die Kultur des Islam – all das nehme ich mit in meinen Alltag. Es zeigt mir wieder einmal: Wir müssen über unseren eigenen Tellerrand hinausschauen. Nur so können wir wachsen, als Menschen und als Unternehmer.