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Allgemeine Themen / 4. August 2026

Was ich heute mache – und warum Loslassen die beste Entscheidung meines Lebens war

 

 

Dresden, 2026-05-28
Foto: SZ/ Veit Hengst

Immer wieder werde ich gefragt: „Walter, was machst du eigentlich heute?“

 

Eine berechtigte Frage.

Zum 31. Dezember habe ich meine Geschäftsanteile an der Gemeinhardt Service GmbH an meinen Sohn Ingolf übergeben. Nach vielen Jahrzehnten als Gesellschafter und Geschäftsführer begann für mich ein neuer Lebensabschnitt.

Viele Unternehmer träumen vom Loslassen.

Ich wollte ihn leben.

 

Loslassen heißt wirklich loslassen

 

Für mich bedeutet Unternehmensnachfolge nicht, jeden Tag anzurufen oder nachzufragen, wie es läuft. Loslassen heißt Vertrauen schenken.

Es heißt, dem Nachfolger die Chance zu geben, seinen eigenen Weg zu gehen – auch wenn er manches anders macht, als ich es gemacht hätte.

Heute, mehr als sieben Monate später, kann ich voller Dankbarkeit sagen: Es war die richtige Entscheidung.

Ich war seit der Übergabe nicht mehr im Unternehmen. Von meinem Sohn Ingolf und meinem ehemaligen Mitgesellschafter Dirk kamen nur wenige Rückfragen. Genau so hatte ich mir eine gelungene Übergabe vorgestellt.

Natürlich interessiert mich weiterhin, wie sich das Unternehmen entwickelt. Aber es ist heute ihr Unternehmen – nicht mehr meines.

Darauf bin ich stolz.

➡️ Mehr zum Thema Unternehmensnachfolge findest du hier: Es ist vollbracht

 

Warum ich heute Mastermind-Gruppen aufbaue

 

Ich habe in meinem Berufsleben Tausende Projekte begleitet und unzählige Unternehmer kennengelernt. Dabei ist mir eines immer wieder aufgefallen:

Viele kämpfen mit denselben Herausforderungen – nur jeder für sich allein.

Genau deshalb baue ich heute Mastermind-Gruppen auf.

Unternehmerinnen und Unternehmer treffen sich regelmäßig, sprechen offen über ihre Herausforderungen und profitieren von den Erfahrungen der anderen.

Das ist keine klassische Beratung.

Es ist kollegiale Beratung auf Augenhöhe.

Wer die Fehler anderer kennt, muss sie nicht selbst machen.

Und wer gute Ideen miteinander teilt, entwickelt sein Unternehmen oft deutlich schneller weiter.

➡️ Hier erfährst du mehr über meine Mastermind-Idee: Top-Mastermind

 

Unternehmer beraten – damit wieder Zeit zum Leben bleibt

 

Bereits zwischen 2003 und 2010 war ich als Unternehmensberater tätig.

Heute begleite ich wieder ausgewählte Unternehmerinnen und Unternehmer.

Nicht mit fertigen Patentlösungen.

Sondern mit Erfahrung aus fast fünf Jahrzehnten Unternehmertum.

Mein Ziel ist einfach:

Mehr Freizeit.

Bessere Strukturen.

Mehr Verantwortung im Team.

Und trotzdem steigende Umsätze und Gewinne.

Ein Unternehmen darf nicht vom Chef abhängig sein.

Es muss auch funktionieren, wenn der Unternehmer einmal zwei oder drei Wochen nicht erreichbar ist.

➡️ Mehr dazu findest du in meinen Beiträgen über Führung, Delegation und Unternehmertum.

Künstliche Intelligenz begeistert mich jeden Tag

Ich liebe es zu lernen.

Auch mit 65 Jahren.

Seit rund vier Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Künstlicher Intelligenz, Automatisierung, Prozessoptimierung und modernen Arbeitsabläufen.

Ich bin überzeugt:

KI ersetzt den Unternehmer nicht.

Aber sie kann ihm unglaublich viel Arbeit abnehmen.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben hier enormes Potenzial.

Wer heute beginnt zu lernen, wird morgen deutlich entspannter arbeiten.

➡️ Hier findest du meine Gedanken rund um KI und Digitalisierung.

Netzwerke verändern Menschen

 

Seit vielen Jahren nutze ich das internationale Unternehmernetzwerk BNI.

Natürlich entstehen dort Empfehlungen.

Viel wichtiger sind für mich jedoch die Begegnungen.

Menschen mit Ideen.Menschen mit Erfahrung.

Menschen, die bereit sind, einander weiterzuhelfen.

Ebenso wichtig sind mir mein Engagement bei Rotary und bei den Christlichen Motorradfahrern Sachsen.

Dort geht es nicht um Umsatz.

Dort geht es um Gemeinschaft, Verantwortung und darum, anderen Menschen zu dienen.

➡️ Mehr über mein Netzwerk und meine Erfahrungen findest du in meinen Beiträgen zu BNI, Rotary, FaktorC und den Christlichen Motorradfahrern.

Zeit mit Gundi – bewusster als früher

 

Früher stand das Unternehmen oft an erster Stelle.

Heute genieße ich die gemeinsame Zeit mit meiner Frau Gundi viel bewusster.

Unser Garten. Unsere Grundstücke. Ein gemeinsamer Kaffee. Ein Spaziergang.

Diese kleinen Momente haben für mich heute einen viel größeren Wert als früher.

Erfolg misst sich nicht nur in Zahlen.

Er misst sich auch in gemeinsamer Zeit.

Mein Glaube gibt mir Orientierung

 

Ich bin Christ.

Nicht nur am Sonntag.

Mein Glaube begleitet mich im Alltag.

Er prägt meine Entscheidungen.

Er erinnert mich daran, dankbar zu sein.

Und er motiviert mich, Menschen Mut zu machen.

Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch Begabungen bekommen hat.

Die entscheidende Frage lautet:

Was machen wir daraus?

➡️ Viele Gedanken dazu findest du in meinen christlichen Mutmacher-Beiträgen.

Was ich mir für die Zukunft wünsche

„Er war Unternehmer.“

Ich wünsche mir, dass Menschen sagen:

Walter hat Spuren in Menschen hinterlassen.

Das wäre für mich der schönste Satz, den man einmal über mein Leben sagen könnte.

Allgemeine Themen / 14. Februar 2023

Eine bahnbrechende Begegnung

Christin Sakretz im Rollstuhl

Ein Gastbeitrag von Christin Sakretz, Rostock 

Klinik Hoher Meißner in Bad Sooden-Allendorf im Juni 2022. Das Thermometer zeigte knapp dreißig Grad. Ich war an meinem Lieblingsplatz auf dem Klinikgelände geflüchtet um Zeit für mich zu haben. Da sah ich einen Mann auf einem E-Bike in meine Richtung fahren. Ich hatte ihn in der Klinik schon mal gesehen. Er war sichtlich geschafft und dann musste er auch noch Treppen hochlaufen. 

Als er vor mir stand, rang er nach Luft. Deshalb lud ich ihn zu einer Verschnaufpause ein. Er setzte sich und ich erfuhr, dass er Walter hieß. Es entwickelte sich ein intensives Gespräch über unsere Lebenswege, was unser Leben stärkt und bereichert. Ich hörte von seinen „Big Five for Life“, von den Zielen, die er sich immer wieder neu setzt.

Mein großer Traum

Das ermutigte mich auch von meinem großen Traum zu erzählen: Endlich wieder mit dem Motorrad durch Wälder und Landschaften düsen und den Fahrtwind im Gesicht spüren, wie damals als ich Teenagerin war. Für mich nicht so einfach umzusetzen, wie für die meisten. Denn die seltene Muskelerkrankung Lipidspeichermyopathie 

hat dafür gesorgt, dass ich ständig auf den Elektrorollstuhl angewiesen bin. Mit meinen vierunddreißig Jahren benötige ich bei allen Dingen des täglichen Lebens Hilfe.

 

Lange habe ich gedacht, dass deshalb mein Wunsch nie Realität werden kann. Aber irgendwann kam mir der Gedanke, dass ich ja nicht direkt auf dem Motorrad sitzen muss. Auch in einem umgebauten Beiwagen könnte mein Traum wahr werden. Die Idee vom POWERGESPANN war geboren!  Mit meinem guten Freund Hannes, der KFZ-Schlosser ist, hatte ich gleich jemanden an der Seite, der mir bei der Umsetzung helfen konnte. Allerdings fehlte etwas Entscheidendes: das nötige Geld. 

Kampfgeist geweckt

Walter hörte mir mit leuchtenden Augen zu und erzählte, dass er sich mit einem für seine Bedürfnisse umgebauten Harley-Trike  einen großen, langgehegten Traum erfüllt hat und dass er so seiner Erkrankung getrotzt hatte. Diesen Kampfgeist und die Begeisterung, die von ihm ausging, wollte ich auch für mein POWERGESPANN entwickeln. Ich erfuhr, dass Walter Unternehmer war, sich als MUTMACHER sah, dass er Blogs und Bücher schrieb und einen Podcast machte. Er berichtete aber auch offen und ehrlich von harten Kämpfen und Schicksalsschlägen.

 

Seine Art damit umzugehen und nicht aufzugeben, sorgte völlig unerwartet bei mir dafür, dass ich den Mut bekam Wege zu finden, damit auch mein Traum wahr werden konnte. Ich war bereit dafür zu kämpfen bis mein POWERGESPANN fertig vor mir stehen würde. Nach dieser für mich so überraschenden Begegnung mit dem MUTMACHER, von dem ich nur den Vornamen kannte, ergaben sich leider keine weiteren Gespräche während der Reha zwischen uns. 

Mutig Spendenaktion gestartet

Ich fuhr zurück nach Rostock und startete durch mit meinem Projekt POWERGESPANN. Ich organisierte eine Spendenaktion. Zunächst nur im Familien – und Freundeskreis und bei Facebook und Instagram. Parallel dazu begann ich über vierhundert Stiftungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz anzuschreiben. Außerdem bekamen Prominente, zahlreiche deutsche Millionäre und über 3500 Unternehmen und Konzerne einen Brief mit meiner Geschichte und der Bitte um ihre finanzielle Unterstützung. Auch auf dem Portal www.gofundme.com stellte ich meine Bitte ein. 

 

Ich war überwältigt von den vielen ermutigenden Rückmeldungen und den teils sehr großzügigen Spenden. Meine Erwartungen wurden übertroffen! Allerdings war die Resonanz von den Unternehmen eher gering. Mitte Januar bekam ich eine Mail von der Gemeinhardt Service GmbH in Roßwein mit der Ankündigung, dass sie mich finanziell unterstützen würden. 

Große Überraschung

Die Nachricht kam von Walter Stuber. Ich war neugierig, wer das war und gab den Namen bei Google ein. Als ich die Ergebnisse sah, konnte ich es kaum glauben: Das war der Walter, der mich während der Reha in der Klinik Hoher Meißner  so ermutigt hatte! Mir kamen die Tränen vor Freude, aber auch, weil ich so unendlich dankbar war, dass sich alles so gefügt hatte. Für mich war das kein Zufall! Wie heißt es so schön: Man sieht sich immer zweimal! 

 

Ich habe sofort auf seine Mail geantwortet, mich für die finanzielle Unterstützung, aber vor allem für seine Ermutigung in Bad Sooden/Allendorf bedankt. Wie sich herausstellte, war ihm das gar nicht bewusst. Er freute sich sehr und bot mir an, dass ich einen Gastbeitrag für seinen Blog schreiben könnte, damit mein Traum vom POWERGESPANN bald wahr werden kann! Und jetzt lesen Sie hier von meinem großen Wunsch. 

Ihre Unterstützung

Für die Anschaffung des Motorradgespanns, das Material für den behindertengerechten Umbau (spezielle Sitzvorrichtung, verstellbares Rückenteil, Liftfunktion), Arbeitsstunden, Motorradkleidung für mich, Versicherung und Tankfüllungen für das erste Jahr haben mein guter Freund und KFZ-Schlosser Hannes und ich rund 27.000 Euro kalkuliert. Bis jetzt sind über das Online-Portal gofundme und das Spendenkonto bereits 7400 Euro eingegangen. Das macht mich sehr glücklich! 

 

Ich habe die große Hoffnung, dass auch „der Rest“ noch zusammenkommt, damit mein Traum wahr werden kann. Und nicht nur meiner! Es liegt mir am Herzen, dass auch andere Rollifahrer mein POWERGESPANN nutzen können. Warum soll nur ich diese wunderbare Freiheit des Motorradfahrens genießen können? Andere „Leidensgenossen“ sind bestimmt genauso begeistert. 

Mit Ihrer Spende schenken Sie mir und anderen Rollifahrern ein Stück Mobilität und Lebensqualität! Ich sage schon jetzt von Herzen DANKE für Ihre Unterstützung!   

www.gofundme.com/f/powergespann

Kontoinhaber: IDM Stiftung  

IBAN: DE73 5486 2500 0007 1610 00 

BIC:              GENODE61SUW 

Stichwort:     POWERGESPANN”

Christin Sakretz vor Leuchtturm

Allgemeine Themen / 25. Mai 2021

MännerMutMacher-Buch

MännerMutMacher-Buch

Inspirierend, herausfordernd und hoffnungsvoll: Das MännerMutMacher Buch 

Von Rainer Zilly, Autor, Grafikdesigner und Menschen-Ermutiger https://www.kreativagenturzilly.de/home/info10_2632_rainer-zilly  

Sind Männer immer mutig? Bestimmt nicht! Im beruflichen und privaten Umfeld gibt es vieles, was Männern Angst macht. Bestärkt wird das dadurch, dass die Rolle der Männer in der Gesellschaft, im Beruf und der Familie nicht mehr so klar definiert ist wie früher. Aus eigner Erfahrung weiß ich natürlich, dass Ängste und Verluste zum Leben dazugehören. Aber wer redet schon gerne darüber? 

Genau das ist der Punkt: Wenn ich lerne das, was mir entmutigt auszusprechen, kann etwas Positives daraus werden. Denn es gibt mir die Chance zur Veränderung. Wenn ich mich verändere, verändert sich damit auch etwas in meiner Ehe, meiner Familie und in meinem ganzen Umfeld. Ein – im wahrsten Sinne des Wortes – wundervoller und heilsamer Domino-Effekt. Oft habe ich davon profitiert, wenn andere Männer offen und ehrlich über ihre Tiefpunkte gesprochen haben und das, was ihnen wieder Mut gemacht hat. 

61 hoffnungsvolle Geschichten  

Die Zeit war reif für ein Buch mit solchen MännerMutMacher Geschichten. Zusammen mit meinem Freund Michael Stahl https://www.protactics.de/michael-stahl/, Selbstverteidigungslehrer, Autor und Redner, habe ich 61 spannende, hoffnungsvolle und emotionale Lebensgeschichten und Momentaufnahmen von Männern mit Ecken und Kanten gesammelt.  

Von den meisten hat man vorher noch nie etwas gehört, andere sind es gewohnt in der Öffentlichkeit zu stehen, wie z.B. der ehemalige, stellvertretende BILD-Chefredakteur Daniel Böcking https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_B%C3%B6cking, der Motivator und Speaker Lutz Langhoff https://lutzlanghoff.de/ und der Unternehmer Walter Stuber www.walter-stuber.de , der für mich ein großes Mutmacher-Vorbild ist.  

Die ultimative Quelle der Ermutigung  

Alle Autoren verbindet, dass sie nicht nur über Gefühle, Schwächen, Fehler, Verluste und Ängste schreiben, sie haben auch eine gemeinsame Ermutigungs-Quelle: den christlichen Glauben. Diese Mut-Quelle wird von Gott, dem Schöpfer der Welt, gespeist und kann deshalb nie versiegen. „Anzapfen“ kann man diese göttliche Quelle, indem man(n) mit Gott spricht, betet oder sich von Worten aus der Bibel inspirieren lässt. Dieses alte Buch hat übrigens– sozusagen als „Bonus“ – auch viele interessante Anregungen für Führungskräfte zu bieten!  

Die Themen im MännerMutMacher Buch https://gloryworld.de/detail/index/sArticle/380 

sind vielfältig: Es geht z.B. um die Versöhnung mit dem Vater, ein Lebensretter-Schild an der Autobahn, eine Befreiung aus der Sucht, die Konfrontation mit einer Krebserkrankung und auch wie man mutig mit Handicaps lebt. Wir wünschen uns, dass für jeden Leser mindestens eine Geschichte dabei ist, die etwas mit seinen Leben zu tun hat und dass er dadurch ermutigt wird für seine Situation. Übrigens sind auch Frauen als Leserinnen herzlich willkommen! Vielleicht verstehen sie nach der Lektüre ein bisschen besser, wie wir Kerle „ticken“ – und werden obendrein auch noch ermutigt! 

Michael Stahl | Rainer Zilly – MännerMutMacher Hoffnungsvolle, emotionale Erlebnisse von Männern mit Ecken und KantenVerlag GloryWorld-Medien , 13,90 EuroISBN: 978-3-95578-388-4 

Allgemeine Themen / 16. März 2021

5 simple MUTMACHER-Tipps, die jeder umsetzen kann

MUTMACHER

Ich erwische mich in letzter Zeit immer wieder dabei, dass ich auf das zurückschaue, was ich erlebt, durchlitten und gestemmt habe. Vielleicht liegt es daran, dass ich in diesem Jahr 60 geworden bin. Als MUTMACHER stelle ich mir die Frage, in welchen Situationen ich wohl am meisten Mut aufbringen musste.

Interessanterweise fallen mir nicht sofort die großen beruflichen und privaten Entscheidungen ein, sondern eher Unspektakuläres. Ich denke an den Moment, in dem mir zum ersten Mal klar vor Augen stand, dass ich gehbehindert bin und es bis zu meinem Lebensende sein werde und an die vielen Male, die ich auf ein Gerüst hochgeklettert bin – trotz Gehbehinderung und vor allem mit dem Wissen, dass ich nicht schwindelfrei bin.

Von Walter Stuber

Mut für jeden Tag

Für mich steht fest: Mut ist etwas, das ich nicht nur an bestimmten Tagen oder für besondere Entscheidungen brauche, sondern jeden Tag aufs Neue. Ich bin mir sicher: Ohne Mut kann keiner seinen Alltag selbstbestimmt und dynamisch gestalten. Nur, wenn ich mutig bin, kann ich etwas verändern und können aus negativen Erlebnissen etwas Positives entstehen – im privaten Umfeld und auch in der Gesellschaft.

Dafür muss ich mich bewegen, flexibel bleiben und darf nicht einfach abwarten, dass sich die Dinge von selbst verändern. Ich muss den Mut haben, aktiv zu werden. Das klingt nach einem erfolgversprechenden Gedanken. Aber leider kenne ich meine ganz persönlichen „Mut-Killer“ nur zu gut. Stress und Angst gehören dazu, oft sind die sogar „hausgemacht“.

Angst und Stress: Meine Mut-Killer

Ein kleines Beispiel aus dem Alltag macht das deutlich.

Ich habe wieder mal einen Kundentermin in Hamburg. Der Parkplatz, den ich mit meiner Gehbehinderung am besten erreiche, liegt in einer Tiefgarage. Allerdings ist die so eng, dass ich hier schon mehrmals die Kurven nicht richtig genommen habe und dadurch kleinere – und leider auch mal größere – Schäden an meinem Auto entstanden sind. Dieses Wissen löst schon Tage vor dem Treffen in mir massive Angst und Stress aus. Bei jedem Besuch das gleiche Spiel.

Irgendwann war mir das zu dumm. Ich wollte diese negativen Gefühle nicht mehr haben und wieder mutig meinen Parkplatz ansteuern. Deshalb habe ich mir vorgestellt, wie viele Tiefgaragen ich schon völlig problemlos befahren haben. Das waren eine ganz Menge. Schon war er da, der Gedanke: „Da lasse ich mich von dieser einen in Hamburg stressen und ängstigen? Ich weiß doch, dass ich es kann!“ Seitdem ich mir das klar gemacht habe, fahre ich mutig in die früher so von mir gefürchtete Hamburger Tiefgarage.

Meine MUTMACHER – Sätze

Ich habe aus dieser und anderen Situationen, in denen mich der Mut verlassen wollte, gelernt und diese fünf MUTMACHER- Sätze für mich formuliert:

  1. Ich schau auf das, was ich schon geleistet habe, was gut gelungen ist, wo meine Potenziale stecken.
  2. Ich lasse mich nicht sofort entmutigen, wenn mal etwas nicht so funktioniert, wie gedacht.
  3. Ich traue mich andere, die mit mir unterwegs sind, zu fragen, wenn etwas nicht rund läuft. Wenn ich nicht frage, kann ich auch keine Hilfe von anderen erfahren. Hilfe annehmen zu können, zeigt Stärke und nicht etwa Schwäche!
  4. Ich teile meine verrückten Ideen, die ich alleine nie realisieren kann, mit anderen, die auch mutig unterwegs sind. Manchmal findet sich der ein oder die andere, mit dem oder der ich etwas gemeinsam realisieren kann.
  5. Ich habe den Mut, Wegbegleiter loszulassen, wenn ich spüre, dass sie mir den Mut nehmen, das zu tun, was mir auf dem Herzen liegt und für mich stimmig ist.

Netzwerken / 24. November 2020

Warum ich anderen Unternehmer*innen zu mehr Sichtbarkeit verhelfe

Sichtbarkeit
Bildrechte: Manuela Kuhlmann

Warum ich anderen Unternehmer*innen zu mehr Sichtbarkeit verhelfe – und Sie das auch für sich entdecken sollten

„Hauptsache, wir kommen selber gut über die Runden!“ Dieses Denken scheint bei so manchen Unternehmerinnen und Unternehmern zu dominieren. Das war auch schon vor Corona so. Ja, natürlich habe ich als Geschäftsführer Verantwortung für meinen Betrieb. Aber bedeutet das, dass ich nur noch darauf fixiert sein muss?

Mein Kompagnon Dirk Eckart und ich haben in den 19 Jahren, in denen wir die Gemeinhardt Service GmbH leiten, einige stürmische Zeiten erlebt. Erste Priorität hatte dann selbstverständlich, dass wir unser Unternehmen wieder in ein ruhiges Fahrwasser bekamen. Trotzdem waren wir immer auch für andere da. Der Leitsatz des Unternehmer Netzwerkes Business Network International „Wer gibt, gewinnt“ war, schon lange bevor wir selber dort aktiv geworden sind, unser persönliches Motto.

Von Walter Stuber

Von der Homepage zum Buch

Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, Netzwerker sein – das ist für mich eine Berufung. Nicht nur im Rahmen von Business-Netzwerken und den sozialen Medien. Für mich gehört auch dazu, dass ich seit vielen Jahren anderen Geschäftsleuten die Möglichkeit gebe sich und ihr Business in einem Gastbeitrag auf meiner Homepage vorzustellen.

Im Laufe der Zeit sind viele interessante Lebens- und Firmen-Geschichten aus ganz unterschiedlichen Branchen zusammengekommen. „Eigentlich viel zu schade, dass sie „nur“ im Internet zugänglich sind!“, dachte ich und so entstand die Idee aus diesen Blogs ein kleines Buch zusammenzustellen!

Motivationsgeschichten aus dem Geschäftsleben

„MUTMACHER – Aus dem Leben“ haben wir das Buch genannt. 27 Gastautoren erzählen aus ihrem Arbeits – und Lebensalltag in unterschiedlichen Branchen, schildern was sie motiviert, wie sie Krisen überstanden haben und warum sie von dem was sie tun, begeistert sind. Ihre Geschichten inspirieren und machen Mut für das eigene Leben!

Aber nicht nur für die Leserinnen und Leser ist das knapp 100 Seiten starke Büchlein eine Bereicherung. Für die Gastschreiberinnen und -schreiber bietet es eine gute Möglichkeit sich und die eigene Firma „schwarz auf weiß“ vorzustellen. Man kann es weitergeben an Kunden und Geschäftspartner und solche, die es werden wollen oder bei Netzwerktreffen verteilen.

Glücksfaktor: Geben

Ich hoffe sehr, dass diese Möglichkeit der Sichtbarkeit genutzt wird! Das ist für mich die Motivation für dieses Buchprojekt: Anderen zu helfen gesehen zu werden und sie dabei zu unterstützen, dass sie ihren unternehmerischen Weg mit Erfolg gehen können. Das erfüllt mich mit einer tiefen Zufriedenheit. Ich weiß, dass ich damit etwas wirklich Sinnvolles tue und in die Zukunft investiere!

Es macht mich glücklich, wenn ich von meinem Wissen und meinen Erfahrungen, etwas weitergeben kann. Das lasse ich mich auch gerne etwas kosten. Wie „MUTMACHER – Aus dem Leben“ einmal mehr zeigt. Das Buch verkaufen wir unter dem Selbstkostenpreis für 6,50 Euro in unserem MUTMACHER Shop. Verrückt?! Ja, aber so sind wir nun mal und deshalb arbeiten wir auch schon am dritten Buch aus der Reihe „MUTMACHER – Das Praxishandbuch“! 2021 wird es erscheinen.