Allgemeine Themen / 16. November 2021

Schluss mit Daumen hoch – Warum ein Kommentar mehr zählt als ein Like

Warum ein Kommentar mehr zählt

von Walter Stuber

Die große Lebensmittelverschwendung in Deutschland, Bauunternehmen für die Sicherheit nicht an erster Stelle steht und die evangelische Kirche in Sachsen – das sind nur ein paar Themen zu denen ich mich in der Vergangenheit in meinen Blogbeiträgen sehr kritisch geäußert habe. Nach der Veröffentlichung habe ich jedes Mal gespannt auf die Reaktionen gewartet.

Werden die, die ich namentlich erwähnt habe, sich dazu äußern oder meine Worte ignorieren? Wird es von Lesern Kommentare geben? Und wie viele „Likes“ werde ich auf Facebook bekommen? Früher war es mir sehr wichtig, dass ich viele „Daumen hoch“ bekomme. Mittlerweile ist mir klar: Die meisten geben ein „Like“ ohne dass sie den Beitrag überhaupt gelesen haben. Es sagt also nichts darüber aus, ob und wie ein Post bei Facebook oder Blog wirklich angekommen ist.

Anderen Unternehmer*innen eine Plattform bieten

In den vergangenen zwei Jahren habe ich einmal im Monat meinen Blog anderen Unternehmerinnen und Unternehmer als Plattform zur Verfügung gestellt. Die Journalistin Sabine Langenbach war für diese Beiträge als Ghostwriterin zuständig. Nur wenige Gastautoren fragten, wer die freiberuflich arbeitende Sabine Langenbach bezahlt. Das habe ich immer übernommen.

Wer es wusste, fragte erstaunt, warum ich so etwas überhaupt machen würde, wenn es mich doch nur Geld kosten würde. Die Antwort ist ganz einfach: Ich bin von Herzen Netzwerker und gebe gern anderen die Möglichkeit sich zu präsentieren und außerdem erhöht sich für beide Seiten die Reichweite – vorausgesetzt nicht nur ich teile die Gastblogs auf all meinen Kanälen und Portalen, sondern auch der Gast tut es seinerseits.

Ein Gewinn für beide Seiten

Ich habe erlebt, dass mancher Gastautor/in meinte, er/sie würde mir einen Gefallen tun mit seinem/ihrem Text auf meiner Homepage. Dementsprechend wurde gering war ihrerseits das Engagement bei der Verbreitung in den Sozialen Medien und auf der eigenen Homepage Aber es gab auch andere, die sofort die Chance für ihre Business erkannt haben.

Eine von ihnen war Janina Bachmann-Graffunder, Hoteldirektorin von NH Voltaire Potsdam. Nach den schweren Corona- Monaten, die den Tourismus weitgehend lahmgelegt hatten, war sie sehr dankbar, dass sie ihr besonderes Hotel auf meiner Homepage präsentieren und dadurch neue potentielle Gäste erreichen konnte.

Wertschätzende Reaktionen

Seit sieben Jahre schreibe ich regelmäßig Blogs. Viele meiner Impulse haben nicht das bewirkt, was ich mir erhofft hatte. Es gibt aber ein paar, die die Leserinnen und Leser wie gewünscht erreicht haben. Das zeigen die Kommentare unter den Beiträgen. Manchmal bekam ich auch Mails oder Anrufe. Besonders ermutigend war es, wenn ich im Straßencafé oder am Rande einer Veranstaltung auf meine Blogs angesprochen worden bin und ein Lob bekam.

Es freut mich sehr, wenn Beiträge Herzen berühren und ich auf unterschiedlichen Kanälen davon erfahre. Das ist eine Bestätigung für mein Engagement. Das brauche nicht nur ich, sondern alle, die in den sozialen Netzwerken unterwegs sind und mit ihren Posts etwas bewirken wollen. Deshalb ermuntere ich alle Leserinnen und Leser, die sich von einem Text angesprochen fühlen, nicht nur ein „Like“ zu hinterlassen, sondern sich die Zeit zu nehmen ein paar Wort zu schreiben. Das ist nicht nur für die Autoren gut, so können gute Impulse weitergetragen werden und sie bekommen mehr Reichweite.

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