Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 20. November 2018

Kundenservice: Comeback für den Tankwart?!

Kundenservice

Mehr Kundenservice contra Personalkosten sparen

Von Walter Stuber

 An die Tankstelle fahren, aussteigen, Zapfstutzen von der Säule nehmen und los geht’s! Als Geschäftsführer bin ich viel mit dem Auto unterwegs. Deshalb kann ich gar nicht mehr zählen, wie oft ich diese Prozedur in den letzten Jahrzehnten schon hinter mich gebracht habe.

Dass es bis Anfang der 1980er Jahre noch ganz anders lief, kann sich heute kaum einer mehr vorstellen. Damals konnte man als Fahrer bequem im Auto sitzen bleiben und ließ sich vom Tankwart bedienen. Auch die Damen brauchten keine Sorge haben, dass Finger oder gar Kleidung beim Tanken in Mitleidenschaft gezogen werden würden. Sogar bezahlt wurde am Fenster.

Beginn einer Erfolgsgeschichte – Ende eines Berufstandes

Das änderte sich, als vor rund 45 Jahren der Kemptener Energiehändler Präg in der Nähe von Augsburg die erste Selbstbedienungstankstelle in Deutschland eröffnete. Der damalige Geschäftsführer, Gerd Deisenhofer, hatte diese revolutionäre Idee aus Schweden importiert. An den Erfolg glaubte anfänglich vermutlich nur er selber.

Er sah die Personalkosten, die er dadurch einsparen würde. Seine Kritiker dagegen konnten es sich nicht vorstellen, dass irgendwer bereit wäre, sich selber die Hände schmutzig zu machen. Aber es funktionierte wirklich! So gut, dass bis Mitte der 1980er Jahre die Bedientankstellen völlig vom Markt verschwunden waren und damit auch die netten Tankwarte, die sich nicht um das Befüllen des Autos mit Kraftstoff kümmerten, sondern auch die Scheiben reinigten und, wenn gewünscht, den Reifendruck überprüften.

Zurück zum alten Angebot

Hin und wieder gab es von Tankstellenbetreibern Versuche, den alten Service wieder aufleben zu lassen. Aber leider fand das keinen Anklang bei den Kunden.  Warum eigentlich nicht? Ich finde den Gedanken sehr attraktiv, dass ich wieder auf die Tankstelle fahren kann und sich jemand um mein Auto kümmert. Der Gang zur Kasse würde sicherlich bleiben. Auf die Umsätze, die in der Tankstelle durch den Verkauf von Getränken, Lebensmitteln usw. gemacht werden, würde sicher kein Pächter verzichten wollen.

Klar müsste man für den Kundenservice einen Mehrpreis zahlen. Ob das mit dem Spritpreis verrechnet werden würde oder auf der Basis eines Trinkgeldes funktionieren würde, müsste der Betreiber dann entscheiden. Ich bin mir sicher, dass das Geld dafür da wäre.

Hilfreicher Kundenservice

Nicht nur an Tankstellen zeigt sich, dass wir in Deutschland in einer „Servicewüste“ leben. Das Weihnachtsgeschäft ist bereits angelaufen. Gerade in diesen hektischen Wochen wäre im Einzelhandel ein Plus an Service, der über den „Geschenke-Einpack-Service“ hinausgeht, für alle hilfreich. Wie wäre es, wenn an den Supermarktkassen freundliche Menschen beim Einpacken helfen und vielleicht sogar die Einkäufe zum Auto tragen würden? In den USA gibt es so etwas das ganze Jahr über. Ein Trinkgeld wird übrigens nicht erwartet!

Aber auch in anderen Bereichen gäbe es in Deutschland meiner Meinung nach genügend Möglichkeiten den Service auszubauen.  Ärzte könnten zum Beispiel einen Hol- und Bringdienst für ihre Patienten anbieten. Es hätte den Vorteil, dass die Wartezeiten in der Praxis verkürzt werden könnten. So etwas würde ich auch sehr gerne in Anspruch nehmen. Dass das nicht umsonst machbar ist, ist mir auch klar.

Die Antwort auf Bequemlichkeit

Ich glaube, dass ich nicht der Einzige bin, der bereit ist für mehr Service etwas zu zahlen. Ein Beweis dafür sind die steigenden Zahlen der Online-Verkäufe von Lebensmitteln und Warenvorräte. „Hellofresh“, „Kochhaus“ und sogar der Discounter Lidl bieten mittlerweile Kochboxen an. Preiswerter wäre es auf jeden Fall, selber einkaufen zu gehen. Aber wenn man es nach Hause geliefert bekommt, ist es eben viel bequemer.

Das würde mich schon reizen. Aber Lebensmittel kaufe ich grundsätzlich aus der Region. Gerade deshalb würde ich mir von unseren Händlern vor Ort wünschen, dass auch sie mehr Service anbieten würden für die, die alles gerne direkt bis nach Hause geliefert bekommen und trotzdem Regionales bevorzugen.

Regio-App als Chance

Wie das funktionieren könnte, dazu habe ich viele Ideen im Kopf. Eine wichtige Voraussetzung dafür wäre aber, dass sich möglichst viele Gewerbetreibende aus einer Gegend an einen Tisch setzen und Kooperationen eingehen würden.

Gemeinsam könnte man dann eine „Regio-App“ betreiben. Wer darüber zum Beispiel eine Pizza bestellt, bekommt nicht nur den passenden Wein und Nachtisch angeboten, sondern auch Geschirr, Besteck, Tischdekoration und einen Blumenstrauß.

Aber auch Handwerker und andere Dienstleister sollten in solche Regio-Apps einbezogen werden. Nur so kann man auf die Bedürfnisse der Kunden am besten eingehen und kleinere Unternehmen haben die Chance zu überleben. Ich bin gespannt, ob noch andere Unternehmer mitmachen und wieder mehr Kundenservice anbieten! Und vielleicht gibt es eines Tages wieder Tankwarte! Mich würde es freuen!

Ganz Privat / 6. November 2018

Leben und Tod – Wie du deine Gesundheit schätzen lernst

Wie eine undramatische Diagnose mich ins Nachdenken über Leben und Tod gebracht hat

Von Walter Stuber

Ich kann mir wirklich Schöneres vorstellen als im Wartezimmer eines Arztes zu sitzen! Rechts und links hustet und schnieft es – und nachher bist du noch kränker als vorher. Leider habe ich nicht das Privileg einer privaten Krankenversicherung, also muss ich das durchstehen, wie jeder andere auch. Wie neulich, als die Schmerzen in meinem Bein nicht aufhören wollten.

Als ich dann endlich im Sprechzimmer war, eröffnete mir mein Hausarzt, dass ich eine Beinthrombose hatte. Nichts Außergewöhnliches. Aber er wies ausdrücklich darauf hin, dass so etwas gefährlich werden könnte. Der Rat des Fachmanns: Mit der richtigen Behandlung durch Medikamente und Kompressionsstrümpfe könnte die Gefahr gering gehalten werden.

Was wäre, wenn……

Dieses „könnte“ setze sich in meinen Kopf fest. Die Möglichkeit bestand also, dass es passieren könnte. Und dann? Gefäßverschluss… Im schlimmsten Fall war das mein Ende! Dieser Gedanke, dass mein Leben plötzlich vorbei sein könnte,  ließ mich nicht mehr los! Ich begann in mich hineinzuhorchen und über Leben und Tod nachzudenken.

Gab es schon Warnsignale meines Körpers? Hatte ich womöglich etwas überhört? Ich spürte, je länger ich mich damit beschäftigte, desto mehr kam Panik in mir hoch. Vielleicht kennen Sie auch diese „Was wäre, wenn….“- Gedankenspiele. In dieser Situation führten sie zu nichts. Außer in die Angst.

Mitten im Leben ans Sterben denken?

Ich habe mir schließlich bewusst gemacht, dass ich sowieso nicht weiß, wann „mein letztes Stündlein geschlagen hat“. Gott sei Dank dafür! Aber gerade deshalb ist es wichtig, dass ich alles geregelt habe, für den Fall, dass ich ganz plötzlich mal nicht mehr da bin. Nicht nur was die Firma betrifft, auch mit Blick auf meine Frau und meine Familie. Über den eigenen Tod nachzudenken, mitten im Leben – das macht Sinn. Denn nichts ist so sicher wie der Tod! Leben und Tod können so nah beieinander liegen.

Aber ich lebe und das gerne! Deshalb ist die logische Konsequenz meinen derzeitigen Lebensstil zu überdenken! Achte ich genug auf mich und meine Gesundheit? Das funktioniert mal mehr, mal weniger. Besonders was mein Gewicht angeht. Nach einer Diät hatte ich um die 50  Kilo verloren. Lange Zeit ging es nur ein wenig rauf und runter. Aber leider sagte jetzt mein Arzt, dass die Waage einfach wieder zu viel anzeigt. Das bedeutet „Low Carb“ essen  und mehr Sport machen. Und das, wo Weihnachten in Sicht ist! Aber was sein muss, muss sein. Schließlich will ich noch vieles bewirken als Mutmacher in dieser Welt!

Mutmacher sein

Das ist meine Berufung: Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen Mut zu machen. Zum Beispiel denjenigen, die überlegen sich selbstständig zu machen. Deshalb haben Dirk Eckart und ich das Buch MUTMACHER 2 herausgebracht, in dem 5×5 Gründerinnen und Gründer mit ihrer Firmengeschichte vorgestellt werden und Experten geben Tipps zur Firmengründung, wie die Jurorin von der VOX-TV Startup Serie „Die Höhle der Löwen“  Dagmar Wöhrl oder der BNI Nationaldirektor Harald Lais.

Ich bin auch gerne Ermutiger für Menschen, die wie ich eine Körperbehinderung oder einen angeborenen Gendefekt haben. Ich weiß, wie wichtig  es ist, ermutigt zu werden, wenn man noch an dem „Warum?“ hängt.

Vom Warum zum Wozu?

Warum habe gerade ich eine spastische Spinalparalyse und das Klinelfelter Syndrom? Jahrelang bestimmte diese Frage mein Denken. Es hat gedauert, bis ich akzeptieren konnte, dass das ein Teil von mir ist, den ich nicht wie eine ungeliebte Frisur verändern kann. Die Gehbehinderung wird bleiben, auch wenn ich noch so trainiere. Das „Warum“ hat aber im Laufe der Zeit dem „Wozu?“ Platz gemacht.

Die Antwort darauf habe ich gefunden: Ich kann mit meinen Handicaps ganz besonders Menschen Mut machen, die selber mit Einschränkungen oder Behinderungen zu kämpfen haben. Mein Lebenslauf zeigt, dass man trotzdem etwas erreichen kann. Deshalb bin ich gerne als „Lebendes Beispiel“ unterwegs und hoffe, dass es irgendwann mal ganz normal ist, dass auch in Chefetagen Menschen mit Rolli, Krücken oder Blindenstock anzutreffen sind.

Unangenehm – aber realistisch und klug

Ich bin erstaunt, was ein Arztbesuch bei mir an Gedanken über Leben und Tod ausgelöst hat und bin dankbar dafür. Vielleicht warten Sie nicht bis zum nächsten Besuch bei einem Doktor und nehmen sich heute Zeit über Ihre  Gesundheit und „Work Life Balance“, das „Wozu“ und über das Leben und Sterben nachzudenken?

Gerade Letzteres macht keiner gerne. Aber mir hilft es, das, was mir gerade so wichtig erscheint im Leben, besser einordnen zu können ins große Ganze. Nicht selten merke ich danach, auf was es wirklich ankommt!  Das ist echte Weisheit, von der schon in der Bibel, in Psalm 90,  die Rede ist. „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden!“

Warten Sie nicht, bis Ihnen Ihr Arzt eine mehr oder weniger besorgniserregende Diagnose stellt, damit Sie sich mit dem Thema „Leben und Sterben“ auseinander setzen.

Es ist nie zu früh festzuhalten, wie Sie alles geregelt haben möchten im Fall der Fälle.

Allgemeine Themen / 30. Oktober 2018

Endstation Suizid?

Früher waren es Finanzkrisen, die Unternehmer in den Suizid trieben, bald könnte es der Fachkräftemangel sein

Von Walter Stuber

Es war der „Schwarze Montag an der Wallstreet“ als am 15. September 2008 mit dem Zusammenbruch der Investmentbank „Lehmann Brothers“ die Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte und weltweit Kurse einbrechen ließ. Mit existenzraubenden Auswirkungen auch in Deutschland. Manche Insolvenz war die Folge und sogar renommierte Familienunternehmer bei uns fürchteten, dass das, was sie über Jahrzehnte aufgebaut hatten, plötzlich nicht mehr Bestand haben könnte.

Einer von ihnen war der schwäbische Milliardär Adolf Merckle. Er nahm sich deshalb am 5. Januar 2009 das Leben. Die Wirtschafswoche bezeichnete ihn als „prominentestes Opfer der Finanzkrise“ und wies darauf hin, dass Selbstmordgedanken in Führungsetagen keine Seltenheit wären. Das bekräftige Prof. Dr. Manfred Wolfersdorf, Neurologe und Suizidforscher. Ehrverlust, das Gefühl des persönlichen Versagens und eine Neigung zur Depression sind nur drei Gründe, warum Menschen, die auf den ersten Blick viel erreicht haben und Verantwortung übernommen haben, in Krisen keinen anderen Ausweg sehen als den Suizid.

Suizid – Die neue Gefahr

Die Finanzkrise ist überwunden. Wenn Unternehmer Geld brauchen, helfen die Banken. Besonders im Handwerk sind die Auftragsbücher übervoll. Und wenn sich das mal ändern sollte, gibt es vielfältige Möglichkeiten neue Kunden zu gewinnen. Alles könnte bestens seins!  Ist es aber nicht. Wir sind schon mitten drin in der nächsten handfesten Krise, die immer mehr Auswirkungen haben wird: Den Fachkräftemangel!

Ich kann mich informieren, an Seminaren, Kongressen teilnehmen, Fachbücher und Zeitschriften lesen, wie man qualifiziertes Personal findet – aber was, wenn keine von mir ergriffene Maßnahme anschlägt? Ich habe Aufträge, kann aber meine Kunden nicht bedienen, weil das Personal fehlt! Was für eine Katastrophe!

Chef ohne Mitarbeiter

Da ist zum Beispiel ein Unternehmer, der sich in der Gerüstbau-Branche am Anfang des Jahres selbstständig gemacht hat. Voller Elan ist er an die Arbeit gegangen. Nur ein paar Monate später ist er völlig frustriert. Zum einen zahlen die Auftraggeber nur schleppend, zum anderen ist kaum Fachpersonal für ein solides Wachstum zu bekommen.

Oder jetzt hörte ich von einem 10-Mann-Betrieb in Sachsen, in dem der Chef sich vorbildlich um seine Mitarbeiter gekümmert, ihnen Wertschätzung entgegen bringt, gute Bezahlung bietet und auch wenn es im Privaten klemmt, steht er helfend zur Seite. Plötzlich hat er fünf Kündigungen auf dem Tisch! Ein Headhunter hatte ihm  mal eben seine Fachkräfte abgeworben. Ob der Unternehmer mit 50 % weniger Personal seine Geschäfte weiterführen kann, ist noch unklar. So schnell bekommt er keinen Ersatz!

Enormer Druck

Wie sollen Arbeitgeber solchem enormen Druck standhalten, der zusätzlich zu dem ohnehin schon bestehenden Stress und der Verantwortung dazukommt?  Wie lange kann das gut gehen? Ich sehe die Gefahr, dass Unternehmer und Führungskräfte zukünftig noch mehr ausbrennen als bisher. In extremen Fällen könnte mancher, der nicht mehr weiter weiß, und seine Firma in der Sackgasse sieht, nur noch den Suizid als einzigen Ausweg sehen könnte. Das darf nicht passieren! Denn es gibt immer einen Plan B!

Als MUTMACHER liegt es mir auf dem Herzen, das deutlich zu machen und präventiv zu arbeiten. Wir als Unternehmer in Netzwerken, Vereinen und Verbänden sollten viel stärker aufeinander achten, füreinander das sein und Hilfe anbieten.

Meine Tipps für Unternehmer, die gerade in einer (Personal-)Krise stecken:

  • Wenden Sie sich mit Ihren Fragen und Nöten an die Handwerkskammer, IHK, Innungen und nutzen Sie Ihre geschäftlichen Netzwerke.
  • Nehmen Sie Hilfe von erfahrenen Beratern und Coaches in Anspruch, wie z.B. Steffen Becker in Dresden.
  • Holen Sie sich für eine bessere Sichtbarkeit Ihrer Firma bei potentiellen Mitarbeitern  einen PR-Profi an Bord.
  • Vergessen Sie nicht, sich selber im Blick zu haben! Sind Sie selber gerade über die Maßen belastet und auf dem besten Wege in den Burnout? Dann planen Sie regelmäßige Auszeiten ein,  z. B. ein verlängertes Wochenende.

Lassen Sie es sich gut gehen und versuchen Sie abzuschalten. Das funktioniert zum Beispiel bestens im SPA und Wellness Ressort  „Romantischer Winkel“ in Bad Sachsa. Hier gibt es sogar erfolgreiche Angebote für Menschen, die Burnout gefährdet sind.

  • Manchmal tut es auch gut, wenn man sich bewusst aus dem Geschäft herausnimmt und von „Außen“ alles betrachtet. Das gibt die Möglichkeit eine neue Perspektive für Ihre Unternehmen und neue Ideen zu bekommen.
  • Lernen Sie über das zu sprechen, was Sie in Bezug auf Ihr Unternehmen sorgt und bitten Sie um Hilfe. Fachleute wie der oben genannte Prof. Dr. Manfred Wolfersdorf raten dringend dazu, damit in der tiefen Krise der Selbstmord nicht als letzter Ausweg bleibt.
  • Denken Sie daran: Es gibt immer einen Plan B!

Allgemeine Themen / 23. Oktober 2018

30-Stunden-Woche für Unternehmer

30-Stunden-Woche für Unternehmer, Umgang mit Verlusten und eine verrückte Golf Charity Aktion

Ein Gastbeitrag von Coach, Berater, Speaker, Autor und Motivator Steffen Becker

„5 Golfplätze, in 5 Tagen, auf 5 Kontinenten mit max. 500 Schlägen zugunsten der HOPE Stiftung!“ Meine verrückte Charity Idee wurde letztes Jahr im April für mich Wirklichkeit. Damals hörte ich öfters von Unternehmern, dass sie so etwas auch gerne mitmachen würden. Auch der nächste Satz wiederholte sich häufig: „Aber ich habe keine Zeit eine Woche weg zu sein!“  Meine Antwort darauf lautete immer: „Dann ist es sinnvoll mal darüber nachzudenken, wie du deine Zeit einteilst und wie du es lernst, dich freizuschaufeln, damit du bei zukünftigen Turnieren dabei sein kannst.“

Das ist das Problem von vielen Selbstständigen: Sie arbeiten fast rund um die Uhr im Unternehmen und schaffen es nicht am Unternehmen zu arbeiten. Nicht selten liegt es daran, dass geglaubt wird, nur mit eigener Arbeitskraft geht dies, dass Prozessabläufe nicht dokumentiert sind oder nicht mehr so gelebt werden, wie sie irgendwann mal dokumentiert wurden. Als Coach und Berater ist das ein Feld in dem ich gerne auf unterschiedliche Art und Weise unterstütze. Ich poste zum Beispiel regelmäßig auf meiner Facebook-Seite Live-Videos zum Thema „30 Stunden-Woche für golfende Unternehmer“. Hier gebe ich Anregungen und Tipps weiter, wie weniger arbeiten bei mindestens gleichem Ertrag und ohne qualitative Einbußen möglich ist.

Golf-Charity – Nummer 2

Das Golfen ist mir im Moment auch noch in andere Weise wichtig: Ich bin auf der Suche nach Unternehmern, die mit mir zusammen 2019 und 2020 das Golf Charity Projekt 5/5/5 durchziehen wollen.

Das Besondere: Je eine Initiative auf jeden der fünf Kontinente, auf denen wir spielen, soll unterstützt werden. Die Bewerbung für das neue Turnier wird demnächst möglich sein. Hier gibt es nähere Infos dazu: https://www.facebook.com/golfcharityprojekt/videos/1898237680225430/ oder demnächst auf www.golfcharityproject.com

fair.lust – Experte

Meine Motivation für diese Charity Projekte ist, dass ich Menschen, die es nicht so gut getroffen haben, unterstützen möchte. Das kommt sicher daher, dass ich mein Leben heute zu schätzen weiß. Wenn ich zurückschaue, gab es viele Verluste,  privat und als Unternehmer. Als ich vor gut zwei Jahren mit einem Freund darüber sprach, wie ich damit umgehen würde, stand mir ganz klar vor Augen, dass alles, was mir wiederfahren ist und was ich erlebe, einen Sinn hat.

Bei dem Gespräch damals entstand dann auch das Wortspiel „fair.lust“. Verlust hat zwar seine schmerzhafte und harte Seite, er hat aber auch faire Seiten. Wir brauchen nur unsere Perspektive ändern. Manchmal muss ich Dinge verlieren, um Neues dazu gewinnen zu können. Wer es schafft, in seinen Verlusten einen Sinn auszumachen, lernt damit leichter umzugehen und findet nicht nur einen Weg, um weiterzukommen, sondern auch einen um aufzusteigen. „fair.lust“ bedeutet aber auch: Wenn ich etwas mit Lust mache, werde ich faire Ergebnisse erzielen. Es bedeutet auch bei einem Neubeginn, ich bekomme faire Ergebnisse, wenn ich mit Lust dabei bin.

Weiterentwickler

Meine Mission als Coach, Trainer, Speaker, Autor oder Sparringspartner ist diese: Ich möchte dazu beitragen, dass Menschen durch meine Unterstützung früher den nächsten Schritt auf ihrem persönlichen Lebensweg gehen. Das mitzuerleben, finde ich extrem cool.

Übrigens: Wie ich mich 2017 bei meinem Golf Charity Projekt geschlagen habe, erfahren Sie hier https://www.facebook.com/golfcharityprojekt/

Allgemeine Themen / 16. Oktober 2018

Spezialgerüstbau – Wir lieben hoch, besonders und termintreu

Spezialgerüstbau

Wie wir überraschend unsere Leidenschaft für den Spezialgerüstbau entdeckten

Von Walter Stuber

Jahrhundertflut in Sachsen im Jahr 2002. Vielen in der Region sind die Bilder von vollgelaufenen Kellern, unterspülten Häusern und zerstörten Bauwerken in der Erinnerung eingebrannt. Auch ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Gebäude, die in der Nähe von einem Fluss standen, völlig überflutet waren. Viele Existenzen wurden durch das Hochwasser zerstört und mussten mühsam wieder aufgebaut werden.

Damals bin ich hin und wieder Schleichwege gefahren, weil Straßen gesperrt waren. Eines Tages fiel mir auf einem Feldweg ein Mann auf, der offensichtlich die Eisenbahnbrücken auf Schäden untersuchte. Dass er von der Deutschen Bahn sein musste, verriet mir sein Auto. Wir kamen ins Gespräch. Dabei erzählte ich ihm, dass ich Gerüstbauunternehmer bin.

Spezialisierung „per Zufall“

Daraus entwickelte sich eine Zusammenarbeit durch die Dirk Eckart und ich immer mehr entdeckten, dass wir mit unserem Team im Bereich der Hängegerüste mehr leisten können als andere Anbieter in unserer Branche. Wir haben den Spezialgerüstbau damals als unser Alleinstellungsmerkmal erkannt und konsequent ausgebaut.

Das bedeutete für unsere Gerüstbauer und Bauleiter eine komplette Umstellung im Arbeitsalltag. Beim Spezialgerüstbau ist viel mehr Fingerspitzengefühl notwendig als beim herkömmlichen Gerüstbau. Außerdem ist je nach Auftrag absolute Sauberkeit gefragt. Sei es, wenn man an einer Trinkwasser-Talsperre ein Hängegerüst montiert und Spritzschutzvorrichtungen anbringen muss für Strahl-und Korrosionsschutz, damit das Wasser nicht verunreinigt wird oder wenn wir z.B. Abhängungen in einer Halle anbringen, in der Lebensmittel produziert werden, damit Renovierungsarbeiten am Dach bei laufenden Betrieb durchgeführt werden können.

Zuverlässig und termintreu

Gerade Kunden aus dem produzierenden Gewerbe nehmen gerne unsere Dienste als Spezialgerüstbauer in Anspruch, weil wir innerhalb von 48 Stunden vor Ort sein können und mit Termingarantie arbeiten. Aber auch im Bereich der Industrie, auf Flughäfen oder der medizinischen Infrastruktur sind wir gefragt. Besonders geschätzt wird unser Gerüst-System, das fast ohne Kupplungen gebaut wird. Der große Vorteil: Kurze Montagezeit, das wiederum bringt Planungssicherheit bei den Terminverbindlichkeiten.

 Deshalb arbeitet zum Beispiel Robert Bauch, Bauleiter der Firma Backer Bau immer wieder gerne mit uns zusammen. Gemeinsam haben wir die Instandsetzung der  Carl –Alexander-Brücke in Dorndorf erfolgreich durchgeführt. Für unsere ehrliche Fachberatung ohne Nachtragsmanagement, die professionelle Ausführung und unsere Termintreue sind die meisten Kunden auch bereit einen Aufschlag zu zahlen.

Kriterien für Auftragsvergabe im Spezialgerüstbau

Wenn Sie im Bereich des Spezialgerüstbaus einen professionellen Partner suchen, dann freue ich mich, wenn Sie uns eine Anfrage schicken. Nicht immer ist es aus zeitlichen oder logistischen Gründen möglich einen Auftrag zu übernehmen. Deshalb hier ein paar Fragen und Tipps, woran Sie einen guten Gerüstbauer erkennen:

  • Fragen Sie nach Arbeitsschutz-Zertifikaten und prüfen Sie, soweit möglich, ob diese auch eingehalten werden;
  • Erkundigen Sie sich, ob mit eigenen Mitarbeitern gearbeitet wird oder Subunternehmer beauftragt werden;
  • Klären Sie, ob die Verständigung mit dem Team vor Ort gewährleistet ist durch gute Kenntnis der deutschen Sprache;
  • Der Betrieb sollte Mitglied in der Bundesinnung Gerüstbau sein;
  • Lassen Sie sich Referenzen zeigen von ähnlichen Projekten;
  • Fortbildungen um auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben, sind für Mitarbeiter und Geschäftsleitung nicht Besonderes;
  • Schauen Sie sich im Internet Bewertungen der Firmen an (z.B. Google oder bei Facebook).