Ganz Privat

Ganz Privat / 10. März 2026

Gesundheit ist das Wichtigste zum Rentenbeginn

Bild: Walter Stuber
Bild: Walter Stuber

Viele haben ihr Leben lang gearbeitet, geschuftet, durchgezogen. Gesundheit? Nach hinten geschoben. Der Plan war simpel und ehrlich gesagt naiv: Erst Geld verdienen, dann im Alter die Gesundheit „reparieren“. Das funktioniert so nicht. Der Körper vergisst nichts. Und irgendwann zieht er die Rechnung ein.

Ich weiß, wovon ich rede. Durch meine HSP-Spastik war mir früh klar: Wenn ich meine psychische und körperliche Gesundheit nicht ernst nehme, verliere ich. Deshalb habe ich mir über Jahre hinweg Unterstützung geholt. Regelmäßiges Coaching, unter anderem bei Monika Bylitza, um im Kopf stabil zu bleiben. Körperlich jede Woche eine Stunde Reha – jeden Montag – bei Herr Marcel Döring im Rehazentrum Roßwein. Und trotzdem sage ich heute ganz klar: Es war im Nachhinein zu wenig.

Der innere Schweinehund beim Thema Bewegung hat mich fest im Griff. 

Keine Ausrede, sondern eine nüchterne Feststellung. Möglichkeiten hätte ich genug. Zum Beispiel Gehen im Wasser im Freizeitbad RIFF. Das RIFF ist rund 30 km von mir entfernt, ideal für Gelenke, ideal für Menschen mit Einschränkungen. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Die Entscheidung auch.

Was ich gelernt habe – und das sage ich ohne Beschönigung:

Gesundheit beginnt nicht mit der Rente. Sie entscheidet darüber, wie du deine Rente überhaupt erlebst. Geld ohne Gesundheit ist wertlos. Zeit ohne Kraft frustrierend. Freiheit ohne Beweglichkeit bitter.

Mein Appell ist einfach und unbequem: Fang früher an. Kümmere dich jetzt um deinen Körper und deinen Kopf. Nicht perfekt. Nicht überambitioniert. Aber regelmäßig und ehrlich. Warte nicht darauf, dass „mehr Zeit“ kommt. Die kommt oft mit weniger Möglichkeiten.

Und ja, ich nehme mir selbst vor, den nächsten Schritt zu gehen. Nicht morgen. Nicht irgendwann. Sondern konkret. Gesundheit ist kein Projekt für später. Sie ist die Grundlage für alles, was noch kommen soll.

Ganz Privat / 31. Januar 2026

Loslassen heißt nicht verlieren – sondern richtig übergeben

Bild: Walter Stuber

Seit dem 31. Dezember bin ich offiziell nicht mehr Teil der operativen Führung  der Gemeinhardt Service GmbH. Viele wollten vorher wissen, ob es schwer werden würde. Ob ich die Tage rückwärts zähle. Ob ich Angst davor habe, den letzten Schritt zu machen.

Die ehrliche Antwort:

Ich habe nicht rückwärts gezählt.

Ich habe jeden Tag klarer gesehen, was man wirklich übergeben kann – und was unübertragbar bleibt. Für meinen Sohn Ingolf und meinen Mitgesellschafter habe ich einen KI-Bot aufgebaut. Auf Delphi steckt alles, was mich über Jahrzehnte geprägt hat: Entscheidungen, harte Lektionen, Strategien, Beispiele aus der Praxis, Zeitungsartikel, Führungswerkzeuge, Finanzierungslogiken, Kommunikationsmodelle.

Dinge, die man nachschlagen kann. Dinge, die bleiben.

Aber das Entscheidende lässt sich nicht digitalisieren:  Gefühl

Das Gespür für ein gutes Geschäft.
Der innere Alarm, wenn etwas nicht stimmt.
Das Lesen von Menschen.
Die Mischung aus Erfahrung, Bauch und Gebet.

Das muss jeder selbst lernen.  –  Genau wie ich.

Als ich beim Aufräumen ein altes Foto meiner Frau fand – 29 Jahre alt – wurde mir klar, was mich wirklich getragen hat: Sie. Und Gottes Schutz durch all die Jahre. Diese Dankbarkeit habe ich spät gelernt, aber sie begleitet mich heute stärker als jede Auszeichnung, jeder Auftrag und jedes Wachstum.

Und genau deshalb kann ich sagen:  Ich gehe dankbar.

Dankbar für ein Unternehmen, das wir gemeinsam aufgebaut haben.
Dankbar für Mitarbeiter, die aus Fähigkeiten Stärken gemacht haben.
Dankbar für Kollegen, die aus Problemen Chancen gemacht haben.
Dankbar für meinen Gesellschafter Dirk Eckart

Mit meinem Ausstieg endet ein Kapitel – aber kein Beitrag.
Ich gehe nicht in den Rückzug, sondern in meine neue Aufgabe:

Top-Mastermind

Nicht für Unternehmer, die nur glänzen wollen.
Nicht für Egos, die nehmen, aber nichts geben.

Sondern für die, die leuchten – und ihr Licht weitergeben.
Für die, die verstanden haben, dass Wachstum entsteht, wenn man teilt.
Für die, die aus eigenen Fehlern anderen Chancen bauen wollen.

Ein Beispiel aus unserer Praxis zeigt, wie mächtig ein einziger Impuls ist:

Ein Idee von Frank Schimmer eine  App zuentwickeln, Die Stocadro-App hat unseren jährlichen Materialschwund um rund zwei Prozent reduziert – ungefähr 200.000 Euro Ersparnis. Genau das ist Mastermind: Ein ehrlicher Hinweis. Eine klare Idee. Ein echter Unterschied.

Mastermind bedeutet:

Wahrheit statt Schönrederei.
Klarer Austausch statt Gerede.
Gemeinsames Denken statt Einzelkämpfertum.

Ich wünsche meinem Sohn Ingolf, meinem Gesellschafter und dem gesamten Team Segen und Mut für die nächsten Schritte.

Ich verlasse die Firma nicht im Zweifel, sondern im Vertrauen:
Dass Gott – der mich bis hierhin geführt hat – auch die kommenden Wege lenkt.

Euer Walter Stuber

Ganz Privat / 31. Dezember 2025

Es ist vollbracht

Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Nach über 1,5 Jahren intensiver Vorbereitung haben wir die Betriebsübergabe vollzogen. Mein Sohn Ingolf Stuber wird gemeinsam mit Dirk Eckart, Gemeinhardt Service GmbH künftig zu gleichen Anteilen führen.

Es war ein langer, bewusster Prozess – begleitet von vielen Gesprächen, ehrlichem Austausch und wertvoller Unterstützung. Besonders dankbar bin ich René Brix, der die Finanzierung des Verkaufs meiner Geschäftsanteile professionell begleitet hat. Auch Andreas Ginger hat uns mit Seminaren zu Teamtraining und Unternehmerstolz geholfen, unser Team auf die neue Ära vorzubereiten.

Ich selbst habe parallel unser KI-Nachfolgebot weiter gefüttert – ein digitales Vermächtnis, das mein Wissen und meine Erfahrungen als Geschäftsführer bewahrt.

Doch nun ist es Zeit, loszulassen. 

Ich möchte allen Unternehmerinnen und Unternehmern sagen: Gehen Sie. Lassen Sie den Junior machen. Vertrauen Sie. 

Mein Sohn weiß, dass er jederzeit bei uns zu Hause vorbeikommen kann – aber ich selbst werde nicht mehr ins Unternehmen gehen. 

Das ist kein Rückzug aus Enttäuschung, sondern ein Schritt in eine neue Lebensphase.

Ich beginne neu – als Teilzeit- und Unruhe-Unternehmer mit Joanna Miklitz bei Top-Mastmind.com. Und ich lerne, mehr Zeit für meine Frau und ihre Interessen zu haben. Nach 29 Jahren Ehe hoffe ich, dass wir das „Mehr Zuhause“ gut meistern. 

Ruhestand muss man lernen. 

Ich bete darum, dass ich ruhiger werde, dass meine Gedanken Frieden finden.

„Es ist vollbracht“ – dieser Satz hat für mich als Christ eine tiefe Bedeutung. Er steht für Hingabe, Vertrauen und Vollendung. Ich danke Gott für diesen Weg und hoffe, dass er auch den neuen Abschnitt segnet.

Euer Walter Stuber

 

Ganz Privat / 4. November 2025

️ Der Raum am Ende des Grundstücks – ein Traum vom Loslassen und Neubeginn

Bild KI generiert

Neulich hatte ich einen Traum, der mich nicht mehr loslässt.
Am Ende meines Grundstücks stand ein kleiner Raum – kaum ein Quadratmeter groß, abgeschlossen mit einer schweren Stahltür. Darin standen zwei alte Truhen, übereinandergestellt, als hätten sie über Jahrzehnte dort auf mich gewartet.

Die obere hatte mit einer Ecke ein Loch in die untere geschlagen.
Ich öffnete sie – darin lagen alte Dinge: Schlösser, Schlüssel, Erinnerungen an Vergangenes. Manches passte noch, manches nicht mehr.

Dann – plötzlich – war der Raum offen.
Die schwere Tür stand auf.  Das Licht brannte. Und die Truhen waren einfach weg. Alles, was ich über Jahre gepflegt, gehütet, aufgehoben hatte, war verschwunden.

Ich spürte Erleichterung. Aber auch ein Stück Angst: Was, wenn jemand mit den alten Schlüsseln ins Haus kommt? Und doch überwog etwas anderes – Ruhe. Frieden.
So, als hätte jemand eine alte Last von mir genommen.

Vielleicht war das die Botschaft dieses Traums:
Wir tragen zu viel mit uns herum. Alte Dinge, alte Sicherheiten, alte Rollen.
Wir halten fest – aus Angst, sonst nichts mehr zu haben.
Doch das Gegenteil ist wahr: Erst wenn wir loslassen, schaffen wir Raum für Neues.

Ich glaube, dieser kleine Raum am Ende meines Grundstücks steht für etwas in mir selbst. Für einen Teil, der bereit ist, Altes abzuschließen, Erfahrungen wertzuschätzen, und Neues zu beginnen.

Loslassen tut weh – ja.
Aber es ist der Beginn von Freiheit.

 Vielleicht sollten wir alle einmal an das Ende unseres eigenen Grundstücks gehen.
Schauen, was dort noch in unseren Truhen liegt.
Und uns trauen, sie zu öffnen – oder einfach loszulassen.

 Wenn dich diese Gedanken berühren, dann bist du bei Top-Mastermind.com genau richtig. Dort begleite ich Unternehmer, Nachfolger und Führungskräfte auf ihrem Weg – vom Festhalten zum Vertrauen, vom Müssen zum Dürfen, vom Erfolg zum Sinn.

 Mehr Inspiration findest du auf: www.top-mastermind.com

Ganz Privat / 21. Oktober 2025

Mit Frank in San Francisco – Führung an unbekannte Orte

Nach einer intensiven Woche mit der Tempus-Innovationsreise wollten mein Sohn Ingolf und ich nicht gleich in den Flieger steigen. Wir blieben noch drei Tage länger in San Francisco – Zeit zum Durchatmen, Nachspüren und einfach Dasein.

Am zweiten Tag stand etwas Besonderes auf dem Plan: eine Stadtführung mit Frank von FRANK-IN-CISCO. Kein typischer Tourguide, sondern jemand, der seine Stadt nicht nur kennt, sondern liebt. Drei Stunden waren wir mit dem Weymo-Mobil unterwegs – kompakt, gemütlich, ideal für Entdeckungen abseits der bekannten Wege.

Frank zeigte uns nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern Zusammenhänge.

Er führte uns durch Viertel, in denen Geschichte und Zukunft dicht nebeneinanderliegen – alte Handwerksbetriebe neben Start-ups, kleine Läden neben Tech-Hubs. Und er tat das mit einer Mischung aus Wissen, Humor und spürbarer Leidenschaft.

Gute Führung, dachte ich unterwegs, heißt nicht vornweg zu rennen, sondern Menschen mitzunehmen – und sie die Welt neu sehen zu lassen.

Diese Tour war inspirierend, kurzweilig und wohltuend nach einer Woche voller Eindrücke rund um Innovation und Künstliche Intelligenz. Sie brachte mich zurück zur menschlichen Seite des Wandels – zu echten Begegnungen, Geschichten und Momenten, die bleiben.

Nach der Fahrt genossen wir ein gemeinsames Mittagessen in der Waterbar – direkt an der Bay Bridge. Frischer Fisch, Sonne auf der Haut, Meeresluft in der Nase. Wir saßen da, sahen auf die Bucht und redeten über das, was wir erlebt hatten: über Führung, Verantwortung und das Staunen, das man sich auch als Erwachsener bewahren darf.

Für mich war dieser Tag ein Geschenk. Nicht nur wegen der Orte, die wir sahen, sondern wegen der Begegnungen. Mit Frank, mit meinem Sohn Ingolf – und mit mir selbst als Reisender, der sich Zeit nahm. Manchmal beginnt das Wesentliche genau dann, wenn die Reise offiziell schon vorbei ist.