Ganz Privat

Ganz Privat / 7. April 2026

Ägypten zwischen Pyramiden und Höhlenkirchen: Eine Reise, die Perspektiven verschiebt

Als Unternehmer bin ich es gewohnt, Dinge zu planen, Strukturen zu schaffen und Projekte von A nach B zu bringen. Doch manchmal muss man einfach raus aus dem Alltag, um neue Perspektiven zu gewinnen. Genau das habe ich kürzlich getan – auf einer Reise nach Ägypten, die mir nicht nur beeindruckende Bauwerke, sondern auch tiefgreifende Einblicke in andere Lebenswelten und Kulturen bescherte.

Mit einer Gruppe von 17 Personen flogen wir ab Frankfurt los. Geführt wurde die Reise  https://mit-uns-unterwegs.de/ von Renate und Hans-Martin Stäbler, den viele noch als Geschäftsführer des CVJM Bayern und von “Christen in der Wirtschaft” kennen. Geistlich begleitet wurde das Ganze von Elke und Dr. Roland Werner. Es war eine Reise, die Kopf und Herz gleichermaßen forderte und bereicherte.

Start am Roten Meer: Zeit zum Durchatmen 

Die erste Woche verbrachten wir in Hurghada im SUNRISE Royal Makadi Resort  sunrise-resorts.com Hier stand erst einmal Ankommen auf dem Programm. Bei angenehmen 24 bis 26 Grad konnten wir die Seele baumeln lassen, schnorcheln und sogar mit Delfinen schwimmen. Aber es war nicht nur ein Strandurlaub. Jeden Morgen um 9 Uhr gab es nach einem guten Frühstück einen geistlichen Impuls von Hans-Martin Stäbler. Gemeinsam singen, beten und sich austauschen – das schweißt eine Gruppe ungemein zusammen.

Besonders spannend waren für mich die abendlichen Runden um 17 Uhr. Dr. Roland Werner, ein profunder Kenner des Nahen Ostens, und seine Frau Elke nahmen uns mit in die Welt des Islam. Wie ist diese Religion im 7. Jahrhundert entstanden? Welche Rolle spielt die Familie? Im Islam wird der Zusammenhalt der Familie extrem großgeschrieben. Es geht um gegenseitigen Respekt, die Fürsorge für die Kinder und die unbedingte Ehrung der Eltern. Das sind Werte, die auch uns in der westlichen Welt – und gerade in der Wirtschaft – wieder mehr beschäftigen sollten. Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich die Bücher von Roland Werner nur wärmstens ans Herz legen.

Kairo: Von der Wüste in die Metropole 

Am Sonntag, den 8. März, ging es dann per Bus weiter Richtung Kairo. Unser erstes Ziel: Anafora https://anafora.org/     Das ist eine Klosteranlage der koptischen Christen mitten in der Wüste. Ein Ort der Ruhe, der Ökumene und der Nachhaltigkeit, gegründet von Bischof Thomas. Wir übernachteten dort zwei Tage im Gästehaus und genossen die unglaubliche Gastfreundschaft und das traditionelle Essen. Es ist faszinierend zu sehen, wie dort Menschen gestärkt und gefördert werden.

Danach tauchten wir ein in das pulsierende Kairo. Unser Basislager für die nächsten drei Nächte war das World Trade Center Hotel. Kairo ist laut, riesig und voller Gegensätze. Wir besuchten das neue Grand Egyptian Museum – ein gigantischer Bau, der die Geschichte Ägyptens beherbergt. Man bräuchte eigentlich Tage, um alles zu erfassen, besonders die komplette Tutanchamun-Sammlung. Und natürlich standen wir auch vor den Pyramiden von Gizeh. Wenn man als Gerüstbauer vor diesen jahrtausendealten Monumenten steht, fragt man sich unweigerlich: Wie haben die das damals ohne unsere moderne Technik nur hinbekommen?

Die Müllstadt: Ein Lektion in Demut 

Das Erlebnis, das mich jedoch am meisten geprägt hat, war der Besuch der sogenannten Müllstadt, dem Zabbaleen-Viertel. Hier leben koptische Christen, die den Müll von ganz Kairo sammeln, sortieren und zu einem erstaunlich hohen Prozentsatz recyceln. Es ist ein hartes Leben, und doch spürt man dort einen starken Glauben. Inmitten dieses Viertels liegt das Kloster des Heiligen Simon des Gerbers – eine gigantische, in den Fels gehauene Höhlenkirche  https://share.google/IWIFDo9O30qYsXLhf im Mokattam-Berg. Tausende Menschen finden hier Platz zum Gottesdienst. Das hat mich zutiefst beeindruckt und demütig gemacht.

Elke und Roland Werner, die lange in Kairo gelebt haben, kannten sich bestens aus und machten die Stadt für uns greifbar. Begleitet wurden wir zudem von einem hervorragenden deutschsprachigen Reiseführer und – was in Kairo üblich ist – von einem Polizisten zu unserer Sicherheit.

Mein Fazit 

Diese Reise war mehr als nur ein Urlaub. Sie war eine Horizonterweiterung. Ob es die beeindruckende Baukunst der Pharaonen ist, der tiefe Glaube der koptischen Christen in der Müllstadt oder das Verständnis für die Kultur des Islam – all das nehme ich mit in meinen Alltag. Es zeigt mir wieder einmal: Wir müssen über unseren eigenen Tellerrand hinausschauen. Nur so können wir wachsen, als Menschen und als Unternehmer.

Ganz Privat / 10. März 2026

Gesundheit ist das Wichtigste zum Rentenbeginn

Bild: Walter Stuber
Bild: Walter Stuber

Viele haben ihr Leben lang gearbeitet, geschuftet, durchgezogen. Gesundheit? Nach hinten geschoben. Der Plan war simpel und ehrlich gesagt naiv: Erst Geld verdienen, dann im Alter die Gesundheit „reparieren“. Das funktioniert so nicht. Der Körper vergisst nichts. Und irgendwann zieht er die Rechnung ein.

Ich weiß, wovon ich rede. Durch meine HSP-Spastik war mir früh klar: Wenn ich meine psychische und körperliche Gesundheit nicht ernst nehme, verliere ich. Deshalb habe ich mir über Jahre hinweg Unterstützung geholt. Regelmäßiges Coaching, unter anderem bei Monika Bylitza, um im Kopf stabil zu bleiben. Körperlich jede Woche eine Stunde Reha – jeden Montag – bei Herr Marcel Döring im Rehazentrum Roßwein. Und trotzdem sage ich heute ganz klar: Es war im Nachhinein zu wenig.

Der innere Schweinehund beim Thema Bewegung hat mich fest im Griff. 

Keine Ausrede, sondern eine nüchterne Feststellung. Möglichkeiten hätte ich genug. Zum Beispiel Gehen im Wasser im Freizeitbad RIFF. Das RIFF ist rund 30 km von mir entfernt, ideal für Gelenke, ideal für Menschen mit Einschränkungen. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Die Entscheidung auch.

Was ich gelernt habe – und das sage ich ohne Beschönigung:

Gesundheit beginnt nicht mit der Rente. Sie entscheidet darüber, wie du deine Rente überhaupt erlebst. Geld ohne Gesundheit ist wertlos. Zeit ohne Kraft frustrierend. Freiheit ohne Beweglichkeit bitter.

Mein Appell ist einfach und unbequem: Fang früher an. Kümmere dich jetzt um deinen Körper und deinen Kopf. Nicht perfekt. Nicht überambitioniert. Aber regelmäßig und ehrlich. Warte nicht darauf, dass „mehr Zeit“ kommt. Die kommt oft mit weniger Möglichkeiten.

Und ja, ich nehme mir selbst vor, den nächsten Schritt zu gehen. Nicht morgen. Nicht irgendwann. Sondern konkret. Gesundheit ist kein Projekt für später. Sie ist die Grundlage für alles, was noch kommen soll.

Ganz Privat / 31. Januar 2026

Loslassen heißt nicht verlieren – sondern richtig übergeben

Bild: Walter Stuber

Seit dem 31. Dezember bin ich offiziell nicht mehr Teil der operativen Führung  der Gemeinhardt Service GmbH. Viele wollten vorher wissen, ob es schwer werden würde. Ob ich die Tage rückwärts zähle. Ob ich Angst davor habe, den letzten Schritt zu machen.

Die ehrliche Antwort:

Ich habe nicht rückwärts gezählt.

Ich habe jeden Tag klarer gesehen, was man wirklich übergeben kann – und was unübertragbar bleibt. Für meinen Sohn Ingolf und meinen Mitgesellschafter habe ich einen KI-Bot aufgebaut. Auf Delphi steckt alles, was mich über Jahrzehnte geprägt hat: Entscheidungen, harte Lektionen, Strategien, Beispiele aus der Praxis, Zeitungsartikel, Führungswerkzeuge, Finanzierungslogiken, Kommunikationsmodelle.

Dinge, die man nachschlagen kann. Dinge, die bleiben.

Aber das Entscheidende lässt sich nicht digitalisieren:  Gefühl

Das Gespür für ein gutes Geschäft.
Der innere Alarm, wenn etwas nicht stimmt.
Das Lesen von Menschen.
Die Mischung aus Erfahrung, Bauch und Gebet.

Das muss jeder selbst lernen.  –  Genau wie ich.

Als ich beim Aufräumen ein altes Foto meiner Frau fand – 29 Jahre alt – wurde mir klar, was mich wirklich getragen hat: Sie. Und Gottes Schutz durch all die Jahre. Diese Dankbarkeit habe ich spät gelernt, aber sie begleitet mich heute stärker als jede Auszeichnung, jeder Auftrag und jedes Wachstum.

Und genau deshalb kann ich sagen:  Ich gehe dankbar.

Dankbar für ein Unternehmen, das wir gemeinsam aufgebaut haben.
Dankbar für Mitarbeiter, die aus Fähigkeiten Stärken gemacht haben.
Dankbar für Kollegen, die aus Problemen Chancen gemacht haben.
Dankbar für meinen Gesellschafter Dirk Eckart

Mit meinem Ausstieg endet ein Kapitel – aber kein Beitrag.
Ich gehe nicht in den Rückzug, sondern in meine neue Aufgabe:

Top-Mastermind

Nicht für Unternehmer, die nur glänzen wollen.
Nicht für Egos, die nehmen, aber nichts geben.

Sondern für die, die leuchten – und ihr Licht weitergeben.
Für die, die verstanden haben, dass Wachstum entsteht, wenn man teilt.
Für die, die aus eigenen Fehlern anderen Chancen bauen wollen.

Ein Beispiel aus unserer Praxis zeigt, wie mächtig ein einziger Impuls ist:

Ein Idee von Frank Schimmer eine  App zuentwickeln, Die Stocadro-App hat unseren jährlichen Materialschwund um rund zwei Prozent reduziert – ungefähr 200.000 Euro Ersparnis. Genau das ist Mastermind: Ein ehrlicher Hinweis. Eine klare Idee. Ein echter Unterschied.

Mastermind bedeutet:

Wahrheit statt Schönrederei.
Klarer Austausch statt Gerede.
Gemeinsames Denken statt Einzelkämpfertum.

Ich wünsche meinem Sohn Ingolf, meinem Gesellschafter und dem gesamten Team Segen und Mut für die nächsten Schritte.

Ich verlasse die Firma nicht im Zweifel, sondern im Vertrauen:
Dass Gott – der mich bis hierhin geführt hat – auch die kommenden Wege lenkt.

Euer Walter Stuber

Ganz Privat / 31. Dezember 2025

Es ist vollbracht

Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Nach über 1,5 Jahren intensiver Vorbereitung haben wir die Betriebsübergabe vollzogen. Mein Sohn Ingolf Stuber wird gemeinsam mit Dirk Eckart, Gemeinhardt Service GmbH künftig zu gleichen Anteilen führen.

Es war ein langer, bewusster Prozess – begleitet von vielen Gesprächen, ehrlichem Austausch und wertvoller Unterstützung. Besonders dankbar bin ich René Brix, der die Finanzierung des Verkaufs meiner Geschäftsanteile professionell begleitet hat. Auch Andreas Ginger hat uns mit Seminaren zu Teamtraining und Unternehmerstolz geholfen, unser Team auf die neue Ära vorzubereiten.

Ich selbst habe parallel unser KI-Nachfolgebot weiter gefüttert – ein digitales Vermächtnis, das mein Wissen und meine Erfahrungen als Geschäftsführer bewahrt.

Doch nun ist es Zeit, loszulassen. 

Ich möchte allen Unternehmerinnen und Unternehmern sagen: Gehen Sie. Lassen Sie den Junior machen. Vertrauen Sie. 

Mein Sohn weiß, dass er jederzeit bei uns zu Hause vorbeikommen kann – aber ich selbst werde nicht mehr ins Unternehmen gehen. 

Das ist kein Rückzug aus Enttäuschung, sondern ein Schritt in eine neue Lebensphase.

Ich beginne neu – als Teilzeit- und Unruhe-Unternehmer mit Joanna Miklitz bei Top-Mastmind.com. Und ich lerne, mehr Zeit für meine Frau und ihre Interessen zu haben. Nach 29 Jahren Ehe hoffe ich, dass wir das „Mehr Zuhause“ gut meistern. 

Ruhestand muss man lernen. 

Ich bete darum, dass ich ruhiger werde, dass meine Gedanken Frieden finden.

„Es ist vollbracht“ – dieser Satz hat für mich als Christ eine tiefe Bedeutung. Er steht für Hingabe, Vertrauen und Vollendung. Ich danke Gott für diesen Weg und hoffe, dass er auch den neuen Abschnitt segnet.

Euer Walter Stuber

 

Ganz Privat / 4. November 2025

️ Der Raum am Ende des Grundstücks – ein Traum vom Loslassen und Neubeginn

Bild KI generiert

Neulich hatte ich einen Traum, der mich nicht mehr loslässt.
Am Ende meines Grundstücks stand ein kleiner Raum – kaum ein Quadratmeter groß, abgeschlossen mit einer schweren Stahltür. Darin standen zwei alte Truhen, übereinandergestellt, als hätten sie über Jahrzehnte dort auf mich gewartet.

Die obere hatte mit einer Ecke ein Loch in die untere geschlagen.
Ich öffnete sie – darin lagen alte Dinge: Schlösser, Schlüssel, Erinnerungen an Vergangenes. Manches passte noch, manches nicht mehr.

Dann – plötzlich – war der Raum offen.
Die schwere Tür stand auf.  Das Licht brannte. Und die Truhen waren einfach weg. Alles, was ich über Jahre gepflegt, gehütet, aufgehoben hatte, war verschwunden.

Ich spürte Erleichterung. Aber auch ein Stück Angst: Was, wenn jemand mit den alten Schlüsseln ins Haus kommt? Und doch überwog etwas anderes – Ruhe. Frieden.
So, als hätte jemand eine alte Last von mir genommen.

Vielleicht war das die Botschaft dieses Traums:
Wir tragen zu viel mit uns herum. Alte Dinge, alte Sicherheiten, alte Rollen.
Wir halten fest – aus Angst, sonst nichts mehr zu haben.
Doch das Gegenteil ist wahr: Erst wenn wir loslassen, schaffen wir Raum für Neues.

Ich glaube, dieser kleine Raum am Ende meines Grundstücks steht für etwas in mir selbst. Für einen Teil, der bereit ist, Altes abzuschließen, Erfahrungen wertzuschätzen, und Neues zu beginnen.

Loslassen tut weh – ja.
Aber es ist der Beginn von Freiheit.

 Vielleicht sollten wir alle einmal an das Ende unseres eigenen Grundstücks gehen.
Schauen, was dort noch in unseren Truhen liegt.
Und uns trauen, sie zu öffnen – oder einfach loszulassen.

 Wenn dich diese Gedanken berühren, dann bist du bei Top-Mastermind.com genau richtig. Dort begleite ich Unternehmer, Nachfolger und Führungskräfte auf ihrem Weg – vom Festhalten zum Vertrauen, vom Müssen zum Dürfen, vom Erfolg zum Sinn.

 Mehr Inspiration findest du auf: www.top-mastermind.com