Allgemeine Themen

Ganz Privat / 29. Juli 2025

Loslassen: Warum ich meine Geschäftsanteile nicht vererbe

In meinem Leben habe ich viele wichtige Entscheidungen getroffen – berufliche wie private. Doch eine der bedeutsamsten steht mir noch bevor: Wie gehe ich mit dem um, was ich in meinen Jahrzehnten als Unternehmer aufgebaut habe? Nach reiflicher Überlegung bin ich zu einem Entschluss gekommen, der vielleicht überraschend klingt: Ich werde meine Geschäftsanteile nicht vererben, sondern verkaufen.

Die Last des Familienerbes 

Was mich zu dieser Entscheidung bewogen hat, sind die Erfahrungen in meiner eigenen Familie. Sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits habe ich erleben müssen, wie Erbschaften zu Zwist und Verbitterung führen können. Mein Bruder Gerhard aus Eibensbach ist bis heute der Überzeugung, er sei bei der Erbverteilung zu kurz gekommen. Diese alten Wunden sind nie richtig verheilt und haben das Familiengefüge nachhaltig beschädigt.

Wir haben drei wunderbare Kinder: Ingolf, Sindy und Andy. Jedes von ihnen soll das Gleiche bekommen – in Fairness und ohne den Keim für künftige Konflikte zu legen. Ein Unternehmen jedoch lässt sich nicht in drei gleiche Teile zerschneiden, ohne seinen Charakter und seine Funktionsfähigkeit zu gefährden.

Der Spiegel der Wahrheit 

Es war ausgerechnet mein Sohn, der mir den entscheidenden Denkanstoß gab. Als wir gemeinsam Apfelbäume auf unserem Grundstück zurückschnitten, sagte er mir klipp und klar: “Du kannst eh nicht loslassen.” Diese Worte trafen mich tief, denn sie enthielten eine unbequeme Wahrheit.

Je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir: Er hat recht. Mein ganzes Leben lang habe ich aufgebaut, organisiert, kontrolliert. Das Loslassen fällt mir schwer. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich nun einen radikalen Schnitt machen muss.

Ein klarer Schnitt für einen Neuanfang 

Genau aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, vollständig loszulassen. Ich verkaufe meine Geschäftsanteile. Dies ist keine Entscheidung gegen meine Kinder oder das Unternehmen, sondern eine für einen klaren Schnitt, der allen Beteiligten neue Freiheiten ermöglicht.

Ein Erbe kann zur Belastung werden – besonders wenn es mit unausgesprochenen Erwartungen verknüpft ist. Durch den Verkauf meiner Anteile gebe ich sowohl dem Unternehmen als auch meinen Kindern die Chance, ihren eigenen Weg zu gehen – ohne die Schatten der Vergangenheit oder das Gewicht meiner Erwartungen.

Mein neuer Weg: Top-Mastermind

Für mich persönlich beginnt mit dieser Entscheidung ein neues Kapitel. Gemeinsam mit Joanna Miklitz habe ich “Top-Mastermind” gegründet. Da wir beide über 15 Jahre Erfahrung mit Mastermind-Gruppen haben, ist dies für mich die ideale Gelegenheit, etwas völlig Neues aufzubauen.

In diesem neuen Projekt kann ich meine Erfahrungen und mein Wissen an andere weitergeben, ohne die Dynamik eines Familienunternehmens aufrechterhalten zu müssen. Es ist ein Neuanfang, der mich mit Begeisterung und Vorfreude erfüllt.

Vertrauen in eine höhere Führung 

Jeden Tag bete ich dafür, dass Jesus mir diesen Weg erfolgreich ebnet und mir beim Loslassen hilft. Der Glaube gibt mir die Kraft, Vertrauen in die Zukunft zu haben – auch wenn ich nicht mehr alles selbst in der Hand halte.

Loslassen bedeutet nicht Aufgeben. Es bedeutet, Vertrauen zu haben – in die Menschen, die nach mir kommen, in den Weg, den ich eingeschlagen habe, und in die Führung, die ich durch meinen Glauben erfahre.

Eine Botschaft an alle Unternehmer schauen Sie auch diesen Podcast Generationenwechsel im Betrieb | Vorbereitungen, Tipps uvm.

Meine Entscheidung mag für manche überraschend sein, vielleicht sogar unverständlich. Doch ich bin überzeugt: Manchmal ist der mutigste Schritt nicht der, an etwas festzuhalten, sondern es loszulassen.

An alle Unternehmer, die sich in einer ähnlichen Situation befinden: Habt den Mut, eure eigenen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie nicht den traditionellen Erwartungen entsprechen. Denkt darüber nach, welche Bürde ihr euren Kindern mit einem Erbe möglicherweise auferlegt. Manchmal ist ein klarer Schnitt die größte Liebeserklärung an eure Familie und euer Lebenswerk.

Und vergesst nicht: Es gibt ein Leben nach dem Unternehmertum – eines, das vielleicht ganz neue, ungeahnte Möglichkeiten bietet.

Auf meinem neuen Weg mit Top-Mastermind freue ich mich auf alles, was noch kommen wird. Die Kunst des Loslassens zu lernen ist vielleicht die größte Herausforderung – aber auch die größte Chance für persönliches Wachstum, die mir das Leben bisher geboten hat.

Walter

Allgemeine Themen / 1. Juli 2025

Ein Meilenstein für die Gemeinhardt Service GmbH: Silberner Ludwig-Erhard-Preis

Bild: Gemeinhardt Service GmbH
Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Am 27. Juni 2025 war es endlich so weit: Die Gemeinhardt Service GmbH wurde mit dem silbernen Ludwig-Erhard-Preis ausgezeichnet! Dieser bedeutende Schritt in unserer Unternehmensgeschichte ist ein weiterer Beweis für unser kontinuierliches Engagement für exzellente Qualität und verantwortungsvolles Handeln. Auch wenn wir nicht die Goldmedaille erhielten, sind wir stolz auf diesen Erfolg, der unser Team, unsere Partner und unsere Kunden zusammenbringt.  

Ein Dank an unser außergewöhnliches Team 

Ein ganz besonderer Dank gebührt unserem unermüdlichen Team. Euer herausragender Einsatz beim Umsetzen der Zertifizierungen EFQM, Gemeinwohl-Ökonomie, SCCp, AMSBau-ASS und Casa Bauen macht uns zu einem der Vorreiter in der Gerüstbau-Branche. Ihr verbindet Leidenschaft mit einer klaren Vision, die besten Standards zu erreichen. Dieses Engagement hebt uns von anderen ab und ist der Antrieb, um künftig noch größere Höhen zu erreichen.

Dank an unsere Partner und Lieferanten 

Auch möchten wir unseren geschätzten Partnern und Lieferanten danken. Besonders hervorzuheben ist die Firma Layher Gerüste, die uns kontinuierlich mit hochwertigen Materialien unterstützt. Ein herzliches Dankeschön geht auch an unseren Betriebsberater Rene Brix, dessen Expertise uns wertvolle Einblicke gegeben hat und der uns auf unserem Weg begleitet hat.

Die Stimme unserer Kunden (ProvenExpert)

Ein weiterer Dank gilt unseren Kunden – ihr fordert uns stets zu Höchstleistungen heraus und inspiriert uns, immer besser zu werden. Euer Feedback und eure Unterstützung sind entscheidend für unseren Erfolg.

Blick nach vorn: Träume verwirklichen  

Mit diesem silbernen Preis in der Tasche sehen wir optimistisch in die Zukunft. Ein großes Ziel bleibt es, eines Tages mit Dirk in der renommierten Zeitschrift Brandeins vertreten zu sein. Wir sind auf einem guten Weg und dieser Preis ist ein Motivationsschub, um als mittelständisches Handwerksunternehmen im Gerüstbau diesen Traum zu verwirklichen – sogar noch vor meinem Ausscheiden am 31. Dezember 2025.

Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Dank an die Jury 

Ein herzlicher Dank geht auch an die Jury, die unsere Leistungen gewürdigt hat. Ihr Vertrauen in unsere Arbeit ist sowohl eine Bestätigung unseres Engagements als auch eine zusätzliche Motivation, weiterhin innovativ und verantwortungsbewusst zu handeln.

Fazit 

Zusammengefasst dürfen wir stolz sein auf das, was wir gemeinsam erreicht haben. Der Gewinn des silbernen Ludwig-Erhard-Preises ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Ansporn für Ingolf und Dirk für die nächsten Schritt den Ludwig-Erhardt Preis in Gold zu gewinnen. Wir sind fest entschlossen, unser Handwerk zu perfektionieren und die Gemeinhardt Service GmbH zu einem Symbol für Qualität und Nachhaltigkeit im Gerüstbau zu machen.

Herzlichen Dank an alle, die diesen Weg mit uns gehen!

Walter

Hier noch ein paar Bilder vom Event!

Allgemeine Themen / 3. Juni 2025

Die Gerüstbaubranche am Scheideweg: Digitalisierung, KI und die Zukunftsfähigkeit eines traditionellen Handwerks

Bildindex KI
Bildindex KI

In meinen 48 Berufsjahren im Gerüstbau habe ich vieles erlebt – Innovationen, wirtschaftliche Höhen und Tiefen, regulatorische Veränderungen. Eines jedoch bleibt erschreckend konstant: die Resistenz gegen grundlegende Veränderung in einem Großteil unserer Branche. Während die Welt um uns herum durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz revolutioniert wird, verharren viele Gerüstbauunternehmen in Arbeitsweisen, die bereits vor einem halben Jahrhundert als veraltet hätten gelten sollen.

Eine Branche im Stillstand 

Es ist eine unbequeme Wahrheit, aber sie muss ausgesprochen werden: Zahlreiche Gerüstbauunternehmen arbeiten heute noch genau so wie vor 50 Jahren. Die gleichen Prozesse, die gleichen Abläufe, die gleiche Dokumentationsweise. In einer Zeit, in der selbst traditionellste Handwerke die Vorteile digitaler Werkzeuge erkennen, scheint der Gerüstbau in vielen Bereichen in einer Zeitschleife gefangen zu sein.

Der Generationswechsel, der in anderen Branchen oft mit einem Modernisierungsschub einhergeht, hat im Gerüstbau vielerorts nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Warum? Weil die Weitergabe von Wissen unvollständig blieb. Die erfahrenen Gerüstbaumeister haben den jungen Nachwuchskräften zwar beigebracht, wie man ein Gerüst nach altbewährten Methoden aufbaut, aber nicht, wie man Prozesse effizienter gestalten könnte. Eine verpasste Chance, die nun zum existenziellen Risiko für viele Betriebe wird.

Die Versäumnisse der Gerüsthersteller 

Auch die Gerüsthersteller müssen sich ihrer Mitverantwortung stellen. Während andere Industriezweige längst umfassende Digitalisierungsstrategien verfolgen, beschränken sich Innovationen im Gerüstbau oft auf inkrementelle Verbesserungen bestehender Systeme. Wo sind die digitalen Zwillinge für Gerüstkonstruktionen? Wo die KI-gestützten Planungstools, die automatisch die effizientesten und sichersten Aufbauweisen vorschlagen? Wo die Integration von Sensortechnologie für Zustandsüberwachung und präventive Wartung?

Die Gerüsthersteller haben es versäumt, als Innovationstreiber zu fungieren und den Markt auf die digitale Transformation vorzubereiten. Stattdessen wurde zu oft auf das bewährte Geschäftsmodell vertraut, ohne den Blick in die Zukunft zu richten.

Unser Weg bei Gemeinhardt Service GmbH 

Als Vor- und Querdenker habe ich bei der Gemeinhardt Service GmbH schon vor zwei Jahren erkannt, dass wir uns verändern müssen, um zu überleben. Gemeinsam mit Dirk Eckart haben wir eine umfassende Digitalisierungs- und Automatisierungsstrategie implementiert und sämtliche Prozesse im Unternehmen auf digital umgestellt.

Ich bin Dirk außerordentlich dankbar, dass er als Gesellschafter bereit war, diese Transformation mitzutragen und zu finanzieren. Durch diese zukunftsweisende Entscheidung haben wir die Gemeinhardt Service GmbH auf ein völlig neues Niveau gehoben und für unsere Nachfolger ein Unternehmen geschaffen, das für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet ist.

Künstliche Intelligenz als Chance hier geht’s zum Chatbot 

KI ist nicht nur ein Schlagwort – sie ist eine fundamentale Veränderung in der Art, wie wir arbeiten können. In unserem Betrieb nutzen wir KI-Systeme für:

  • Die automatisierte Erstellung von Angeboten basierend auf Projektparametern
  • Die Optimierung von Materialeinsatz und Logistikketten
  • Die Vorhersage von Wartungsbedürfnissen und potentiellen Sicherheitsrisiken
  • Die Effizienzsteigerung in der Verwaltung und Dokumentation

Diese Technologien haben unsere Produktivität erheblich gesteigert, Fehlerquoten reduziert und die Zufriedenheit unserer Kunden verbessert. Gleichzeitig konnten wir unsere Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben entlasten und ihnen Raum für wertschöpfende Tätigkeiten geben.

Die Talentschmiede – Zukunft weitergeben lesen sie auch hier 

Besonders stolz bin ich auf unsere “Talentschmiede“, in der wir junge Menschen zu Gerüstbauern ausbilden und auch den Söhnen und Töchtern von Gerüstbauunternehmern zukunftsweisende Ideen und Fähigkeiten vermitteln. Wir lehren ihnen nicht nur das traditionelle Handwerk, sondern auch den Umgang mit digitalen Werkzeugen, KI-Systemen und modernen Managementmethoden.

Diese jungen Menschen werden die Zukunft der Branche gestalten – vorausgesetzt, wir geben ihnen das richtige Rüstzeug mit auf den Weg. Und dieses Rüstzeug besteht heute eben nicht mehr nur aus Hammer und Wasserwaage, sondern auch aus digitalen Kompetenzen und einem Verständnis für datengestützte Entscheidungsprozesse.

Ein dringender Weckruf 

Dieser Blog ist ein Weckruf an die gesamte Gerüstbaubranche:

Die Zeit des Zögerns ist vorbei. Wer heute nicht in die Digitalisierung und KI-Integration investiert, wird morgen nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Die Kostenstrukturen, die Kundenerwartungen und die regulatorischen Anforderungen verändern sich so schnell, dass traditionelle Arbeitsweisen schlicht nicht mehr wirtschaftlich sein werden.

An die Gerüstbauunternehmen: Überdenkt eure Prozesse. Hinterfragt eure Arbeitsweisen. Investiert in die digitale Transformation eurer Betriebe. Es geht nicht darum, das Handwerk zu ersetzen, sondern es zu unterstützen und effizienter zu gestalten.

An die Gerüsthersteller: Werdet eurer Verantwortung als Innovationstreiber gerecht. Entwickelt integrierte Lösungen, die über die reine Hardwarekomponente hinausgehen. Schafft digitale Ökosysteme, die den gesamten Lebenszyklus eurer Produkte abdecken.

An die Branchenverbände: Fördert den Wissensaustausch und die Weiterbildung im Bereich Digitalisierung und KI. Schafft Plattformen für den Erfahrungsaustausch und die Entwicklung von Branchenstandards für digitale Prozesse.

Fazit: Der Wandel ist unausweichlich

In meinen fast fünf Jahrzehnten im Gerüstbau habe ich viele Veränderungen erlebt, aber keine war so tiefgreifend wie die digitale Transformation, die wir derzeit durchlaufen. Die gute Nachricht ist: Es ist noch nicht zu spät. Aber die Zeit drängt.

Die Gerüstbaubranche steht am Scheideweg. Der eine Pfad führt in eine Zukunft, in der traditionelles Handwerk und moderne Technologie Hand in Hand gehen und neue Maßstäbe in Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit setzen. Der andere führt in die Bedeutungslosigkeit.

Die Wahl liegt bei jedem einzelnen Unternehmen. Bei Gemeinhardt Service GmbH haben wir unsere Entscheidung getroffen – für Innovation, für Digitalisierung, für die Zukunft. Ich lade euch ein, denselben Weg zu gehen.

Walter Stuber

Allgemeine Themen / 15. April 2025

Die digitale Welt im Wandel: Zwischen Fake News und positiver Kommunikation

Bild: Walter Stuber
Bild: Walter Stuber

In den letzten 15 Jahren hat die digitale Revolution rasant an Fahrt aufgenommen. Die Einführung sozialer Medien hat unsere Art, miteinander zu kommunizieren, grundlegend verändert. Plattformen wie WhatsApp ermöglichen uns, in Echtzeit mit Freunden und Familie zu kommunizieren, doch sie bringen auch Herausforderungen mit sich. Wir leben in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion zunehmend verschwommen sind. Meldungen, die uns erreichen, sind oft von einem hohen Anteil an Sensationsgier und negativer Berichterstattung geprägt. Tatsache ist, dass wir häufig nicht mehr unterscheiden können, ob die Nachrichten, die wir konsumieren, tatsächlich echt oder Fake sind.

Nehmen wir zum Beispiel die Nachrichten, die wir täglich in unseren sozialen Medien sehen. Viele überfliegen die Schlagzeilen und konzentrieren sich auf die negativen Aspekte. Positives, wie ein Hilferuf oder eine Botschaft der Dankbarkeit, wird oft ignoriert oder übersehen. Dies habe ich selbst in einem aktuellen Experiment auf meinem WhatsApp-Status festgestellt. Ich bat um Hilfe und legte einen Zeitraum von 6 Uhr bis 13 Uhr fest. Von insgesamt 91 Personen, die meine Nachricht gesehen hatten, fragten lediglich 21, was los sei. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass wir als Gesellschaft oft nicht bereit sind, uns für andere einzusetzen, während wir uns gleichzeitig an negative Nachrichten klammern.

In den letzten zwei Jahren habe ich damit begonnen, regelmäßig Nachrichten über Dankbarkeit, Glauben und die positiven Aspekte des Lebens in meinem WhatsApp-Status zu teilen. Die Resonanz darauf war jedoch eher gering. Das bringt mich zu einer grundlegenden Frage: Warum suchen die Menschen so oft nach Angst und Schrecken? Warum sind wir schneller bereit, negative Geschichten zu teilen, als positive?

Es ist an der Zeit, das Ruder herumzureißen und die positiven Aspekte des Lebens zu betonen. Wir brauchen Mutmacher, die den Glauben an das Gute im Menschen stärken, und Menschen, die positive Gedanken teilen und diskutieren. Diese positiven Botschaften sind nicht nur wichtig für unser eigenes Wohlbefinden, sondern auch für das unserer Gemeinschaft. Wenn wir unser Umfeld ermutigen, mehr über Dankbarkeit und Hoffnung zu sprechen, können wir gemeinsam eine Kultur des positiven Denkens schaffen.

Die digitale Welt hat viel Positives zu bieten, aber wir müssen uns aktiv dafür entscheiden, die Art von Kommunikation zu fördern, die wir uns wünschen. Wenn wir uns durch unsere Kommunikation bewusst für Positives, können wir eine Veränderung bewirken. Daher lade ich alle ein, sich an dieser Bewegung zu beteiligen. Teilen wir Dankbarkeit und positive Gedanken und helfen wir einander, das Gute im Leben zu erkennen und zu schätzen.

Lasst uns gemeinsam die digitale Welt zu einem besseren Ort machen, in dem positive Botschaften an erster Stelle stehen. Wir können damit beginnen, jeden einzelnen Tag und in jedem einzelnen Gespräch!

Ich darf herzlichst Einladen zu meinem Gastbeitrag Osterbotschaft von Stefan Markus vom CMS (Christliche Motorradfahrer Sachsen) der am 20.04.2025 auf meinem Blog walter-stuber.de veröffentlicht wird.

Ganz Privat / 4. März 2025

Dankbare Erinnerung an Prof. Dr. Jörg Knoblauch

Bild: Gemeinhardt Service GmbH
Bild: Gemeinhardt Service GmbH

Vor vielen Jahren kreuzten sich unsere Wege zum ersten Mal. Es war eine Begegnung, die meinen Blick auf Führung und Unternehmensführung nachhaltig prägte. Im Jahr 2013 lernte ich Jürgen Frey kennen, und mit ihm das Buch „Mein Freund, der Kunde“. Beide waren sie Teil der Firma Tempus, und ihr Einsatz hat in meinem beruflichen Leben eine neue Bahn eingeschlagen.

Besonders begeistert hat mich das Modell mit dem ABC-Personal – eine Methode, die es Führungskräften ermöglicht, Mitarbeiter nicht nur zu verstehen, sondern sie aktiv in den Veränderungsprozess zu integrieren. Jörg Knoblauch war mehr als ein Mentor; er lebte unseren Glauben auf eine Art und Weise, die ansteckend war. Schnell fand ich mich in dem christlichen Sprinter Club wieder, wo wir uns regelmäßig mit anderen Unternehmerinnen und Unternehmern austauschten. Die Inspiration, die ich dort erhielt, war enorm und hat mich dazu angeregt, stets an meiner Entwicklung zu arbeiten.

Ein Meilenstein in dieser Reise war die Einführung eines mehrstufigen Einstellungsprozesses, gefolgt von internen Umfragen und regelmäßigen Mitarbeitergesprächen. Besonders beeindruckend war die Möglichkeit für die Mitarbeiter, die Geschäftsleitung zu bewerten. Diese Offenheit erkannte ich als entscheidend für eine gesunde Kommunikation. Es wurde mir schnell klar, dass ich in der Art, wie ich mit meinen Mitarbeitern kommuniziere, Verbesserungen vornehmen musste. Ein wahrer Veränderungsprozess in meinem eigenen Leben begann.

Jörg Knoblauch verstarb am 7. Februar dieses Jahres, und der Verlust ist spürbar. Seine inspirierende Art wird uns fehlen. Sein Beitrag zu unserem Buch „Mutmacher, das Praxishandbuch von zwei verrückten Unternehmern“ bleibt ein wertvolles Erbe. Ich fühle mich geehrt, ihn auf drei Reisen begleiten zu dürfen – zweimal ins Silicon Valley und einmal auf einer christlichen Reise von New York nach Boston. Diese Erlebnisse haben nicht nur meine Sichtweise bereichert, sondern mir auch wertvolle Lektionen erteilt.

Zusätzlich möchte ich zwei YouTube-Kanäle mit Nachrufe von Jörg Knoblauch empfehlen, die mich ebenfalls inspiriert haben: den von Dirk Kreuter und den von Markus Rapp. Ihr gemeinsames Wirken hat mir neue Perspektiven eröffnet. Und nicht zu vergessen, die prägnante Lektüre von „Die Cheffalle“ und anderer Bücher von Jörg Knoblauch, die ich mit Begeisterung gelesen habe – sie haben mir Impulse gegeben, die mein unternehmerisches Handeln nachhaltig beeinflussen.

Abschließend möchte ich ein aufrichtiges Dankeschön an seine Ehefrau Elfi, an seine Schwester Traudel sowie an alle Mitarbeiter, Freunde und Bekannte aussprechen. Jörg Knoblauch hinterlässt eine Lücke, die mit Worten kaum beschrieben werden kann. Doch sein Vermächtnis wird in jeder inspirierenden Gedanke fortleben, den er uns geschenkt hat. Die Reise, die er begonnen hat, wird weitergeführt – in unseren Herzen und durch die Werte, die er uns vermittelt hat. 

Möge er in Frieden ruhen, während wir die Lehren, die er uns hinterlassen hat, weiterhin leben und teilen.