Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 8. Februar 2022

Unternehmenserfolg ist immer Teamwork!

Unternehmenserfolg ist immer Teanwork

Von Walter Stuber

Finalist: Chancen Manager; Finalist: Sachsens Unternehmer des Jahres 2021Großer Preis des Mittelstandes 2021. Im vergangenen Jahr haben mein Kompagnon Dirk Eckart und ich wie nie zuvor Auszeichnungen für unser unternehmerisches Handeln bekommen. Endlich wurde unsere verrückte Art ein Unternehmen zu führen und unsere ungewöhnlichen Ideen um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, öffentlich gewürdigt. Das tat einfach gut!

Ich bin ganz ehrlich: Genau danach hatte mich lange gesehnt und ich bin stolz auf das, was wir geschafft haben. Ich hätte auch nichts dagegen noch weitere Preise entgegenzunehmen. Aber interessanterweise hat sich meine Einstellung zu solchen Ehrungen geändert, trotz oder gerade, weil wir sie endlich bekommen haben!

Das „Wir“ zählt

Nach jeder Auszeichnung haben wir mit unserer Belegschaft gefeiert. Wir haben immer ganz deutlich gesagt, dass zwar wir als Chefs im Rampenlicht gestanden haben, aber dass das ohne sie, unser Mitarbeiterteam, in dem sich jeder und jede bewusst für unser Unternehmen und uns als verrückte Chefs entschieden hat, nicht möglich gewesen wäre.

Ja, sicher. Das gehört zum guten Ton, das zu sagen. Aber für uns war es mehr. Es war für uns ein Herzensanliegen, darauf hinzuweisen, dass es unser gemeinsamer Erfolg ist. Alles steht und fällt mit einem starken Mitarbeiterteam, bei dem jeder einzelne nicht nur auf sich selbst achtet, sondern das große Ganze im Blick behält!

Ein Team, das die Kunden begeistert

Wenn das „Wir“ im Vordergrund steht, sind alle bereit mehr zu geben als „normal“ und mit modernsten Maschinen, Digitalisierung und Strategien zu arbeiten, um das gemeinsame Ziel zu erreichen, das da heißt: Wir sind die Besten auf dem Markt! Das ist eine Stärke, die auch unsere Kunden zu schätzen wissen. Bei uns wird der Kunde vom König zum Fan! Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro und vor Ort begeistern Sie mit ihrer Kompetenz und Zuverlässigkeit.

Wenn wir Aufträge nicht sofort erledigen können, warten unsere Kunden gerne auf den nächstmöglichen Termin, weil sie wissen, dass bei uns alles genauso erledigt wird, wie sie sich das wünschen und wie es abgesprochen wurde. Ohne unsere verlässlichen, kompetenten Mitarbeiter, die unsere Firmenwerte mitten im Alltag leben, läuft also nichts.

Danke!

Deshalb auch hier nochmal: DANKE an unser starkes Team! Nur zusammen werden wir es schaffen auf Erfolgskurs zu bleiben. Auch die nächsten Unternehmerpreise werden wir als Team verliehen bekommen! Und dann feiern wir wieder ein Fest!

Allgemeine Themen / 25. Januar 2022

Es ist nie zu spät für eine Kehrtwende!

Es ist nie zu spät für eine Kehrtwende!

Von Walter Stuber

Wasserräder bauen, Forellen fischen, den Bach anstauen und manchmal bin ich mit meinen Freuden bis zu zehn Kilometer gewandert, nur um die leckersten Süßkirschen direkt vom Baum klauen zu können. Was habe ich als Jugendlicher immer den Sommer in und um meinen Heimatort Eibensbach in Baden-Württemberg genossen.

Wenn ich in der Natur unterwegs war, konnte ich vieles, was nicht so schön war, vergessen: Meine spastische Spinalparalyse, die mir das Laufen erschwerte; das nicht besonders herzliche Verhältnis zu meinen Eltern und nicht zuletzt, dass ich in der Schule schlecht war. Lernen und vor allem Lesen fielen mir schwer. Ich hatte keine große Lust mich anzustrengen. Es stand sowieso fest, dass ich eines Tages die Landwirtschaft meiner Eltern übernehmen würde. Was brauchte ich da gute Noten?

Ein merkwürdiger Konfirmationsspruch

Zu Hause habe ich nicht viel Anerkennung bekommen, deshalb habe ich mich als Teenager gerne andernorts in den Vordergrund gespielt. Auch im Konfirmandenunterricht. Zur Konfirmation bekam ich folgenden Vers aus dem Matthäus-Evangelium Kapitel 16, 26 mit auf den Lebensweg: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ Der Vers hat mich immer begleitet, auch wenn ich nicht verstanden habe, warum der Pfarrer gerade diesen Satz für mich ausgewählt hat. Dass ich eines Tages ein erfolgreicher Unternehmer sein würde, war damals überhaupt nicht abzusehen.

Nach der Schule, die ich mehr schlecht als recht abgeschlossen habe, lief es nicht wie geplant. Meine Ausbildung zum Landwirt musste ich nach kurzer Zeit aufgrund meiner Behinderung abbrechen. Ich wurde Bürokaufmann. Darüber kam ich mit dem Gerüstbau in Kontakt, arbeitete als Bauleiter und später auch als Geschäftsführer einer Gerüstbau-Niederlassung, die ich dann mit einem Kollegen übernahm. Jetzt hatte ich Erfolg. Der christliche Glaube spielte überhaupt keine Rolle mehr in meinem Leben.

Neustart mit Hilfe „von oben“

Viele Jahre lang lief alles gut. Dann häuften sich die dramatischen Ereignisse: Ein tödlicher Arbeitsunfall auf einer unserer Baustellen; ein Kalkulationsfehler, der fast in die Insolvenz führte; eine Operation, bei der zu befürchten war, dass ich danach den Rest meines Lebens im Rollstuhl verbringen müsste. Plötzlich war da wieder der Konfirmationsspruch in meinem Kopf und mir wurde klar: Ich stand wirklich kurz davor „die Welt zu gewinnen“ und „Schaden an meiner Seele zu nehmen“.  Damals habe ich Gottes Liebe und sein bedingungsloses „Ja“ zu mir ganz neu für mich in Anspruch genommen.

Vorher war ich als Chef ein Tyrann, habe Leute heruntergeputzt oder wegen Kleinigkeit sogar entlassen. Auch zu Hause war ich nicht immer der Friedlichste. Durch den neu entdeckten Glauben an den barmherzigen, liebenden Gott, den Vater von Jesus Christus, konnte ich meiner Familie, den Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern mit einer wohlwollenden, wertschätzenden Haltung begegnen, die ich vorher so nicht kannte. Natürlich bin ich manchmal in alte Verhaltensmuster zurückgefallen. Das passiert bis heute. Aber ich habe gelernt mich zu entschuldigen. Auch bei Mitarbeitern, die schon lange nicht mehr im Unternehmen sind, zu denen ich sehr ungerecht war. Meine Veränderung war offensichtlich und wenn ich darauf angesprochen wurde, habe ich von meinem Neustart mit Gott erzählt. Die einen hat das irritiert. Schließlich lebte ich schon damals in Mittelsachsen, einer Region, in der das atheistische Erbe der DDR bis heute zu spüren ist. Die anderen hat es ins Nachdenken gebracht. Das hat mich besonders gefreut.

Leuchtturm sein

Meine „Kehrtwende“ liegt nun schon einige Jahre zurück. Als „verrückter Unternehmer“ und MUTMACHER bin ich in vielen Netzwerken und den sozialen Medien aktiv, nicht nur als Spezialgerüstbauer, sondern auch bewusst als Christ. Ich weiß, dass einige Menschen um mich herum deshalb ganz genau schauen, ob das, was ich tue und lasse auch im Einklang steht mit dem, was ich glaube! Aber das nehme ich gerne in Kauf.

Durch Jesus Christus habe ich die Anerkennung und die Liebe gefunden, die ich seit Kindheitstagen vermisst habe. Ich weiß, dass viele Menschen auch auf der Suche nach dieser heilsamen Erfahrung sind. Deshalb möchte ich überall da, wo ich bin, ein Leuchtturm für Jesus sein.

Allgemeine Themen / 11. Januar 2022

Weißt du wie viel Sternlein stehen? Ein Kinderlied mit Mutmach-Potenzial für Erwachsene

Von Walter Stuber

Was habe ich mir alles für das Jahr 2022 alles vorgenommen! Aber es gibt auf der großen weiten Welt bestimmt Menschen, die viel Bedeutenderes tun, werden als ich es je kann! Wenn solche Gedanken in mir hochkommen, fühle ich mich sofort so unbedeutend wie ein Staubkorn oder wie einer der vielen Sterne, die man am Nachthimmel entdecken kann. Und schon habe ich „Weißt du wie viel Sternlein stehen“, das alte Kinderlied von Liederdichter Wilhelm Hey, im Kopf.

Kein Mensch weiß genau, wie viele Sterne und Galaxien es gibt. Genauso wenig weiß ich, wie es mit mir und meinem Leben weitergehen wird. Ich kann für 2022 so viel planen, wie ich will, aber es gibt keine Garantie, dass alles nach meinem Plan laufen wird! Und außerdem: Was kann ich schon als Einzelner verändern?

Meine Todesanzeige

Im November habe ich ein Hörbuch angehört, das die Frage aufwirft, was man tun würde, wenn man nur noch ein Jahr zu leben hätte. Diese hypothetische Situation bekam für mich eine ganz besondere Aktualität als ich von der lebensbedrohlichen Erkrankung eines Bekannten erfahren habe.

Ich erinnerte mich an ein Seminar, das ich vor acht Jahren mit Boris Grundl  erlebt habe und bei dem wir als Teilnehmer überlegen sollten, was in unseren Todesanzeigen stehen sollte. Es war sehr unangenehm und schmerzhaft sich mit dieser Thematik auseinandersetzen zu müssen. Aber auch sehr heilsam. 

Alte Worte – neu gehört

Seit dieser Konfrontation mit meinem eigenen Tod in Zusammenhang mit dem Seminar ist einige Zeit vergangen und es hat sich vieles in meinem Leben verändert. Deshalb habe ich mich jetzt nochmal bewusst hingesetzt und neu überlegt, worauf es mir ankommt, was ich noch erreichen möchte. Und wieder kam der Gedanke: Ich bin nur ein Staubkorn auf dieser Welt und auch das alte Kinderlied stand mir vor Augen. Aber dieses Mal habe ich den altvertrauten Text neu auf mich wirken lassen:

„Weißt du, wie viel Sternlein stehen
An dem blauen Himmelszelt
Weißt du, wie viel Wolken gehen
Weit hinüber alle Welt
Gott der Herr hat sie gezählet
Dass ihm auch nicht eines fehlet
An der ganzen großen Zahl.“

Ich bin wichtig!

Als erwachsener Mann, der die 60 überschritten hat, könnte ich den Text einfach zur Seite schieben, weil es ein Kinderlied ist. Aber ich muss zugeben: Dieser kindliche Glaube des Liedes tut mir gut: Wenn Gott die Anzahl der Sterne kennt und jeder einzelne wichtig ist, wie viel mehr liegt ihm dann jeder Mensch am Herzen! Ich bin wichtig! Ich bin wertvoll, weil ich einmalig bin! Ich werde im großen Gewimmel der vielen Menschen gesehen! Vom Schöpfer der Welt!!

Das gibt mir Mut und Antrieb für mein Leben, für mein Engagement in unserer Gemeinhardt Service GmbH  und auch in meiner Familie und meinem privaten Umfeld. Durch meine Einzigartigkeit kann ich Dinge anstoßen und bewegen, die kein anderer so tun könnte! Es kommt auf mich an! 

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie Ihre Einzigartigkeit ganz neu entdecken und den Mut sich dementsprechend einzubringen!  Sie sind wichtig!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes Jahr 2022!

Allgemeine Themen / 4. Januar 2022

Abschied von Heinrich Gemeinhardt: Unternehmer mit Weitblick und Menschenkenntnis

Todesanzeige Heinrich Gemeinhardt

Von Walter Stuber

Er hat mich wie kaum ein anderer geprägt: der Gerüstbau-Unternehmer Heinrich Gemeinhardt. Mitte Dezember ist er im Alter von 77 Jahren gestorben. Er war nicht nur einige Jahre mein Chef, sondern auch mein Mentor. Dafür bin ich sehr dankbar. 1993 wurde ich Bauleiter in seinem Unternehmen der Gerüstbau Gemeinhardt in Poing bei München. Bereits ein Jahr später übernahm ich die neugegründete Niederlassung in Roßwein/Sachsen. Das war damals ein mutiger Schritt als Unternehmer in den Osten zu gehen und wie sich zeigte, genau richtig. 

Ich habe Herrn Heinrich Gemeinhardt als Mensch mit großer Weitsicht kennen- und schätzen gelernt. Bei manchen Entscheidungen war er auch mal zögerlich, aber dann hatte er auch seine Gründe dafür. Seine Klarheit in allem hat mich fasziniert. Von ihm habe ich gelernt, dass die Arbeitsvorbereitung beim Gerüstbau das A und O ist und dass die beste Ausarbeitung am PC den Gang auf die Baustelle und die Einschätzung vor Ort nie ersetzen kann.

Ehrlich und bodenständig

Heinrich Gemeinhardt hat mir gezeigt, dass man sich auf den ersten Händedruck verlassen kann. Seine Devise lautete: Je kräftiger der Händedruck, desto stärker und fester der Charakter des Menschen. Seine Erfahrung, die auf eine mehr als 100-jährige Tradition seines Unternehmens im Gerüstbau zurückging, hat mich gelehrt, was Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und Sicherheit in unserem Metier bedeuten.

Genau das wurde auch zu unserer Geschäftsbasis als ich zusammen mit Dirk Eckart  im Jahr 2001 die sächsische Niederlassung übernommen habe. Unsere Verbundenheit mit Heinrich Gemeinhardt und seinem Unternehmen blieb, trotz geschäftlicher Trennung. Sie fand Ausdruck in der Namensgebung unseres Unternehmens „Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH“. Der Name Gemeinhardt sollte für Herrn Heinrich Gemeinhardt immer im Zusammenhang mit dem Gerüstbau bleiben. Diesen Wunsch haben wir ihm erfüllt und werden auch weiterhin dafür stehen, auch wenn sich unsere Dienstleistungen im Laufe der Jahre erweitert haben und wir deshalb seit 2020 „Gemeinhardt Service GmbH“ heißen. 

Große Dankbarkeit für einen besonderen Menschen

Ich bin dankbar, dass Herr Heinrich Gemeinhardt in Roßwein eine Zukunft für Qualitäts-Gerüstbau gesehen hat und Anfang der 1990er in die Region Mittelsachsen investiert hat. Immer wieder hat er bis ins Jahr 2000 hinein hier Vereine und Initiativen unterstützt. Der Name „Gemeinhardt“ wird immer mit Roßwein verbunden bleiben, nicht nur durch unser Unternehmen, auch durch die „Dr. Gemeinhardt Straße“, die nach dem Vater von Heinrich Gemeinhardt benannt ist.

Mit großer Dankbarkeit denke ich an das, was ich durch und mit Herrn Heinrich Gemeinhardt gelernt habe – als Unternehmer und Mensch. Meine Gedanken sind bei seiner Familie. Ich wünsche ihr und allen, die um Herrn Heinrich Gemeinhardt trauern, Gottes Trost!

Allgemeine Themen / 28. Dezember 2021

In guten und in schlechten Zeiten

In guten und in schlechten Zeiten

Von Walter Stuber

Durch einen dramatischen, tödlichen Unfall habe ich vor 26 Jahren Burgunda kennengelernt. Sie hatte ihren Lebensgefährten verloren und ich war der Chef, für den er gearbeitet hat. Dass sie und ich in diesem Dezember Silberhochzeit feiern, hätte damals keiner gedacht. Schon gar nicht wir beide! Wer rechnet schon damit, dass aus so großem Leid, Liebe entstehen kann? Aber genauso war es bei uns.

Heute kann ich sagen: Mit Burgunda kam mein Lebensglück. Ich habe ihr so viel zu verdanken, was heute wie selbstverständlich zu meinem Leben dazu gehört: Ihre drei Kinder, die ich adoptieren konnte, das wunderschöne Haus mit dem großen Gartengrundstück in dem wir leben. Was mir noch viel mehr bedeutet, ist Burgundas  Liebe, ihre Demut und Fürsorge, die sie mir tagtäglich schenkt.

Gemeinsam durch dick und dünn

Für mich ist klar, dass Gott uns einander geschenkt hat – erst als Engel in der Not und mittlerweile als „Alltagsengel“. Das heißt nicht, dass bei uns der Himmel immer voller Geigen gehangen hat. Es gab viele äußere Krisen und Veränderungen. Außerdem sind wir beide sehr ausgeprägte Persönlichkeiten und ganz haben teilweise ganz unterschiedliche Interessen und Einstellungen. Übrigens auch was die Ideen für die Zeit nach dem aktiven Arbeitsleben angeht.

Aber bisher haben wir es immer geschafft, alles gemeinsam durchzustehen und Komprom sse zu finden. Das ist nicht selbstverständlich. Dafür kann ich nur „Gott sei Dank“ sagen und DANKE, liebe Gundi, für die 25 gemeinsamen Jahre! Du bist mein Engel! Ich freue mich auf viele weitere Jahre an Deiner Seite!