Allgemeine Themen / 22. Januar 2019

Filmemacher aus Leidenschaft mit positiver Message

Leidenschaft - Lawrence Richards

Ein Gastbeitrag von Lawrence Richards, Geschäftsführer der Filmproduktion indievisuals

Filmideen suchen, Konzepte erarbeiten, drehen, schneiden und dann den fertigen Film präsentieren: Das ist mein Beruf und meine große Leidenschaft dazu. Egal was die Kunden wünschen: Imagefilm, Mitarbeitermotivation, Event-Dokumentation, Reportage, Porträt oder einen Film über Wohltätigkeitsaktionen – ich mache alles mit Herzblut.

Am Liebsten setze ich Projekte um, die nachhaltig sind und eine positive Message pushen. Zum Beispiel die Spot-Serie zu Migration und Integration für das Deutsche Rote Kreuz Hessen, der Charity-Film „Right to See“ oder die Produktionen, die wir für die Stiftung von Business Network International (BNI) produziert haben.

Filmemacher entdeckt das Business-Netzwerken

„Wer gibt, gewinnt!“, das Motto von BNI, gilt nämlich nicht nur für die Mitglieder des weltweiten Netzwerkes untereinander. Durch die BNI Stiftung werden Kinder und junge Menschen in der ganzen Welt unterstützt, vor allem auf dem Weg ins Berufsleben. Was da alles geleistet wird, davon konnte ich mich bei den Dreharbeiten in unterschiedlichen Erdteilen selber überzeugen.

Vor gut acht Jahren hat mich ein Freund auf BNI aufmerksam gemacht. Bis dahin waren Business Netzwerke nichts für mich. Wir aus der Filmszene ticken ja ganz anders als bodenständige Unternehmer, dachte ich immer. Ich ging trotzdem zu einem BNI-Frühstückstreffen und zu meiner eigenen Überraschung habe ich mich von Anfang an wohl gefühlt. Es lag auf der Hand, dass Netzwerken hier funktioniert! Nicht nur interessante Aufträge habe ich über die Kontakte bekommen. Dank BNI hat sich mein nationaler Aktionsradius auf das Internationale erweitert.

Kindheit mit alten Hollywood-Streifen und Theaterluft  

Meine Liebe und Leidenschaft zum Film wurde schon in Kindertagen angebahnt. Daran war mein Opa „schuld“. Er hat mir viele alte Hollywood-Filme gezeigt. Die fand ich mehr oder weniger interessant. Noch spannender war für mich das Theater. Als Sohn des Opernsängers John Treleaven durfte ich sogar mit auf die Bühne, habe schon als Kind in unterschiedlichen Stücken gesungen und getanzt. Diese Fantasiewelt hat mich fasziniert und geprägt. Als es dann irgendwann darum ging, wo ich mich beruflich sehen würde, war schnell klar, dass ein Bürojob nicht zu mir passen würde.

Opernsänger – das wäre eine Option gewesen. Aber dann habe ich jemanden getroffen, der mich so mit seiner Begeisterung und Leidenschaft für das Filmemachen angesteckt hat, dass ich das auch machen wollte. Von da an war ich  „der Typ, der seine Kamera überall dabei hat“!  Ich studierte Film- und Theaterwissenschaften. Später habe ich zusätzlich noch einen Bachelor in Filmproduktion gemacht. Noch während des Studiums gründete ich zusammen mit Kollegen www.indievisuals.de  als studentisches Projekt. 2008 habe ich mich mit dieser Filmproduktionsfirma selbstständig gemacht.

„Son of Cornwall“ – Die Lebensgeschichte von Vater John als Film

Vor mehr als zehn Jahren entstand die Idee für ein ganz besonderes Film-Porträt über das coole Leben meines Vaters John. Ein Junge aus Cornwall wird im Kirchenchor entdeckt  und macht als Opernsänger Weltkarriere. Besser hätte sich das Hollywood nicht ausdenken können. Irgendwann war es soweit und ich reiste mit meinem Vater an die Orte, die ihn geprägt haben. Wir drehten dort und ich stellte ihm viele Fragen. Langsam begann ich zu verstehen, wie er zu dem Menschen geworden ist, der er heute ist.

Zur Finanzierung startete ich einen Crowdfunding-Aufruf im Internet. Die Resonanz war groß. Einer der sofort begeistert war, war Walter Stuber. Ich hatte ihn vorher nur kurz auf BNI-Konferenzen getroffen. Dass er mich ziemlich spontan mit einer großzügigen Spende unterstützte, hat mich überwältigt.

Träume, die wahr werden können

Im Moment schneide ich  „Son of Cornwall“. Dieser für mich ganz besondere Film  soll und muss unter die Menschen! Nicht nur in unserer Heimatstadt Wiesbaden und bei nationalen Filmfestivals. Ich träume davon, dass eines Tages „Son of Cornwall“ bei den Filmfestspielen in Cannes und bei der Berlinale gezeigt wird.

Leidenschaft - Son of Cornwall

Aber nicht nur mit dieser sehr persönlichen Produktion will ich etwas erreichen. Mein Ziel ist es, möglichst mit allem, was wir produzieren, Menschlichkeit, Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein zu transportieren – und damit dazu beizutragen, dass unsere Welt ein bisschen besser wird.