Ziele / 22. Juni 2016

Ziel nicht erreicht!

Ziel nicht erreicht!

Wie ich damit umgehe, dass ein Vorhaben nicht umgesetzt werden kann

„50 km Jakobswegs in Deutschland ohne Krücken gehen“  – das war eines meiner Ziele für das Frühjahr 2016, das ich im Januar in meinem Blog veröffentlicht habe

https://walter-stuber.de/2016-01/ziele-setzen-macht-gluecklich.  Mittlerweile  ist der Sommer da und ich bin  immer noch nicht von Rothenburg ob der Tauber nach Miltenberg im Odenwald gewandert. Weder mit noch ohne Krücken!

So mancher hat schon gefragt: „Wie war der Jakobsweg?“ Wenn ich dann sagte, dass ich noch nicht unterwegs war, sah ich in erstaunte Gesichter. Denn eigentlich bin ich dafür bekannt, dass ich gesetzte Ziele auch erreiche!

Unverhofft kommt oft

Dass es mit dem Pilgern nichts wurde, hängt zunächst daran, dass in unserem Schwedenhaus der Keller trockengelegt werden musste. Das war zwar geplant, aber es ergaben sich daraus weitere Umbauarbeiten an unserem Hanggrundstück. Das hat meine Urlaubsplanung durcheinander gebracht, sodass für den Jakobsweg keine Zeit mehr blieb.

Anfang Juni hatte ich dann eine Untersuchung im Rahmen einer Studie der Tom Wahlig Stiftung / in der Uniklinik Tübingen. Dort bekam ich von Prof. Dr. Ludger Schöls eine ärztliche Anweisung, die mich schockiert hat!

Ich darf nur noch maximal 1000 Schritte am Tag ohne Krücken machen. Meine Gelenke müssen geschont werden.

Der Mensch denkt  und Gott lenkt

Ich war schwer enttäuscht! Mein Ziel 2016 den Jakobsweg ohne Krücken  zu gehen, ist also definitiv nicht erreichbar. Es fällt mir schwer das hinzunehmen,  ich konnte noch nie gut zurückstecken.

Aber je länger ich darüber nachdenke, desto klarer kommt die Erkenntnis: Vielleicht war es gut, dass die Baumaßnahmen mich abgehalten haben!  Nicht auszudenken, welchen gesundheitlichen Schaden ich genommen hätte, wenn ich meine Wanderung ohne Krücken durchgezogen hätte.

Aber aufschoben ist nicht aufgehoben!

50 km Jakobswegs in Deutschland gehen: das ist nach wie vor mein Wunsch. Denn ich möchte dadurch meinen inneren Frieden finden und erhoffe mir davon Gott ganz nahe zu sein. Ich werde diesen Traum nicht aufgeben und  dafür kämpfen.  Ich achte zum Beispiel jetzt noch mehr auf mein Gewicht um die Gelenke zu entlasten.

Aber jetzt muss ich erstmal mit meinen erwachsenen Kindern die Baustelle in und rund um unser Haus fertigstellen. Außerdem  konzentriere ich  mich voll auf meine Arbeit als Geschäftsführer bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH.

Vielleicht habe ich 2017 die Kraft und den Freiraum meinen Traum vom Jakobsweg wahr werden zu lassen. Egal ob mit oder ohne Krücken!

22.04.2016