Erhalt von historischen Schienenfahrzeugen

Gastbeitrag von Dr.Karsten Waldenburger

Seit seiner Gründung 1996 hat sich der Verein Kohlebahnen e.V. nicht nur sehr intensiv um den Erhalt von historischen Schienenfahrzeugen und um die Traditionspflege rund um den Schienenverkehr im Braunkohlebergbau unserer Region bemüht. Ein positiver Effekt, der fast nebenbei mit entstand, war die Wirkung der Kohlebahn auf den Tourismus im Altenburger Land.

In diesem Zusammenhang ist herauszuheben, dass das Erreichte in erster Linie auf das überproportionale Engagement des Vereines und seiner Mitglieder zurück zu führen ist.

Vieles auch in kommerzieller Hinsicht musste sich der Verein selbst erarbeiten.

Umso mehr ist hervor zu heben, dass es der Verein, trotz der großen finanziellen Herausforderungen, geschafft hat, das Thema Eisenbahn und  Schmalspurtradition als Aushängeschild in unserer Region und damit die nach wie vor große Anziehungskraft auf die Menschen zu erhalten.

Seit 2000 ist der Verein auch im Besitz einer Schmalspurtraktor vom Typ KDL 10.

Trotz intensiver Bemühungen war es dem Verein nicht möglich, in den darauf folgenden Jahren die dringend notwendige Generalreparatur durchzuführen.

Ab 2012 konnte dank der Unterstützung der Sparkasse Altenburger Land das Fahrwerk und der Rahmen instandgesetzt werden. Die Reparaturarbeiten sind abgeschlossen und der Zusammenbau des Fahrwerkes ist im Gange. Durch die Unterstützung des Meuselwitzer Bildungszentrums  (MBZ) konnten auch wesentliche Teile der „Karosse“ wie Fahrerhaus, Wassertank etc. neu gebaut werden.

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2014 hatte es der Verein geschafft auch über den Landkreis Fördermittel für die Instandsetzung des Kessels der Dampflok zu erhalten. Über den Landkreis wurde die Instandsetzung an einen kleinen Instandsetzungsbetrieb vergeben. Leider konnte dieser nicht wirtschaftlich überleben, so dass wir vor einem angearbeiteten Bauteil stehen. Leider ist bei der Insolvenz des Unternehmens auch Geld in Form von unfertigen Leistungen vernichtet worden. Der Landkreis ist jedoch bereit die Instandsetzung zum Abschluss zu bringen, jedoch nur in der verbleibenden Höhe der Fördergelder von ca. 40.000,00 €. Das Unternehmen, dass die Instandsetzung auch in diesem angearbeiteten Zustand fortführen würde und das darüber hinaus auch das kostengünstigste ist, benötigt ca. 85.000,00 € für die Instandsetzung und Abnahme des Kessels der Dampflok.

Die dem Verein zur Verfügung stehenden Mittel sind für die Instandsetzung des Fahrwerkes eingesetzt worden, so dass wir für die Instandsetzung des Kessels nunmehr händeringend 45.000,00 € suchen. Dabei ist als Besonderheit festzustellen, dass die Fördergelder nur nach 2016 zur Verfügung stehen. Somit müssen wir die „Co-Finanzierung“ auch in diesem Zeitraum aufbringen.

Wir wissen aus unserer Vergangenheit, dass Sponsorengelder noch dazu in dieser Höhe nur schwer zu bekommen sind. Deshalb suchen wir nach einem oder mehreren Partnern, die uns das Geld auch leihen würden. Diesen Wunsch können wir auf diese Weise äußern, da wir in den letzten Jahren gezeigt haben, dass wir in der Lage sind, solche Beträge auch zurück zu zahlen.

Dies ist durch die Vermietung unserer Gleisbautechnik möglich. Die Einnahmen sind jedoch nicht kontinuierlich, so dass die Rückzahlung nicht wie bei einem Bankkredit erfolgen kann.

Ihr Verein Kohlebahnen e.V.