Aus dem Gerüstbauer-Leben / 19. September 2017

Pilotprojekt: Das Büro auf der Straße

Je weiter die betreuten Projekte im ganzen Bundesgebiet verstreut liegen, desto mehr Zeit verbringen Projektleiter auf deutschen Autobahnen. Bahn und Fluglinien erkannten daher schon früh die Notwendigkeit für rollende Arbeitsplätze. Ob so eine Lösung auch für Unternehmen möglich ist, die auf die Mobilität im eigenen Auto angewiesen sind, wollen wir in den kommenden Monaten mit einem Pilotprojekt klären.

Projektdetails

Rund zwei bis drei Tage die Woche ist Projektleiter Ingolf Stuber unterwegs zu Projekten in Süd- und Westdeutschland. Diese Zeit zählte bisher als verlorene Bürozeit und musste meist an Abenden und Wochenenden nachgearbeitet werden. Auf Empfehlung des mehrfach ausgezeichneten Autors und Vortragsredners Hermann Scherer testen wir die Möglichkeiten, die ein Fahrzeug mit Zulassung für Arbeiten während der Fahrt und entsprechendem Chauffeur besitzt.

Aus diesem Grund ist Ingolf Stuber seit dem 29.08.2017 in dem Testfahrzeug der Firma Gruma unterwegs, einem V-Klasse Kleinbus von Mercedes Benz. In ihm ist Arbeiten am Schreibtisch, am Laptop oder am Telefon möglich, ohne die Sicherheit im Straßenverkehr zu beeinträchtigen.

Evaluation ist das Ziel

Ziel des Pilotprojektes besteht in der Evaluation von drei bestimmenden Faktoren. Zum einen wollen wir sehen, wie der Mensch mit den veränderten Arbeitsbedingungen zurechtkommt. Kann sich Ingolf Stuber am rollenden Arbeitsplatz auf Projekte vorbereiten, Blogbeiträge für die Firmenseiten verfassen und Telefonate mit Kunden führen?

Und wie sehen die technischen Details aus? Steht ausreichend Platz zum Ausbreiten von Bauplänen und genügend Strom für Laptop und Handy zur Verfügung? Ist telefonische Büroarbeit in wechselnden Funkzellen eine vertretbare Alternative? Und kann der Laptop während der Fahrt eine sichere Verbindung zum Firmen-Server aufrecht halten?

Der wichtigste Aspekt stellt jedoch die Wirtschaftlichkeit dar, denn der Gewinn an Produktivität muss die Kosten für Fahrzeug und Chauffeur aufwiegen. Nur so rechnet sich die Umstellung auf ein rollendes Büro. Mit Spannung erwarten wir die Antworten auf all diese Fragen.

Ersteindruck

Der erste Eindruck, den Ingolf Stubers neuer Arbeitsplatz abgibt, hat sich bisher als sehr positiv herausgestellt. Besonderes Lob fand dabei das Fahrverhalten der Mercedes V-Klasse, so dass unser Projektleiter voller Zuversicht in die Zukunft sieht. Als nächster Test stehen vor allem technische Aspekte der IT-Infrastruktur an. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

 

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