Alle Beiträge von Sammy Zimmermanns

Allgemeine Themen / 5. Juni 2018

Das schaff ich nie – Einschränkungen akzeptieren

the hand turns towards the sun

Einschränkungen akzeptieren – Begabungen neu entdecken

Von Walter Stuber

Eine Menschenmasse bewegt sich vorwärts auf einer sonst vielbefahrenen Brücke. Man sieht fröhliche Gesichter, aber auch angestrengte, konzentrierte, erschöpfte, entmutigte: Fotos vom New York Marathon, dem weltgrößten Marathonlauf. Im letzten Jahr nahmen daran 50.766 Läufer teil. Bei Nieselregen und 13 Grad waren sie hochmotiviert an den Start gegangen. Nicht alle waren so erfolgreich wie erhofft, trotz des harten Trainings.

Was muss das für ein Gefühl sein, wenn man nach 42,195 km das Ziel erreicht? Schaut man die Live Reportagen von den Zieleinläufen im Fernsehen an, kommt sogar darüber die emotionale Stimmung herüber. Überfließende Freude bei den einen, Erleichterung, Enttäuschung oder Erschöpfung bei den anderen. Da wäre ich gerne mal dabei. Aber Marathon laufen, mit meiner starken Gehbehinderung? Das werde ich wohl nie schaffen.

Von Wünschen, die nicht wahr werden können

„Das schaffst du nie!“ Das dachte ich auch, als ich neulich eine Reportage im TV verfolgte über einen wunderschönen, hunderte Kilometer langen Wanderweg, der durch Deutschland, die Schweiz und Italien verläuft und teilweise bis auf 2000 m hoch geht. Zehn Kilometer davon würde ich vielleicht schaffen, aber die ganze Strecke, das ist unvorstellbar.

Da ist auch immer noch mein Traum den Jakobsweg zu gehen. Seit Jahren will ich das schon. Immer wieder kamen gesundheitliche Rückschläge, dass ich die geplanten Wanderungen auf Teilstücken nicht antreten konnte. Aber ich arbeite jeden Tag dafür und versuche meinen Rücken zu stärken und meinen Bewegungsapparat trotz der Einschränkungen in Schwung zu halten, dass es irgendwann mal klappt.

Entweder verbittern oder annehmen

Die Frage ist, wie gehe ich mit der Tatsache um, dass ich manches gerne tun würde, aber es nie schaffen kann? Bei den genannten Beispielen liegt es daran, dass ich nicht die körperlichen Voraussetzungen dafür habe. Aber es gibt immer wieder im Leben Ziele, die ich aus den unterschiedlichsten Gründen, nicht erreichen kann.
Zum einen kann ich deswegen enttäuscht sein, traurig, frustriert, wütend oder darüber verbittert werden.

Die zweite Variante macht für mich mehr Sinn: Ich kann lernen meine Einschränkungen zu akzeptieren und damit zu leben. Das gilt übrigens für alle Dinge, bei denen ich merke, dass ich an meine Grenzen komme, dass ich etwas nicht schaffen kann – egal ob privat oder beruflich.

Was kann ich richtig gut?

Gerade in solchen Momenten, in denen meine Schwächen offenbar werden, tut es mir gut, auf das zu schauen, was, ich richtig gut kann. Das klingt jetzt vielleicht ungewöhnlich, weil wir durch das Sprichwort: „Eigenlob stinkt!“ geprägt sind. Wenn es in die Richtung „Prahlerei“ geht, dann ist das sicher richtig.

Aber ich sehe es so: Jeder Mensch hat seine besonderen Begabungen, die er oder sie mit Freude einsetzen kann und über die man auch reden darf.
Was kann ich richtig gut? Ich verbinde gerne Menschen miteinander, kann gut weiterempfehlen, unser Unternehmen auf Erfolgskurs halten und ich bin ein leidenschaftlicher „Ermutiger“!

Ich bin ein MUTMACHER

Wenn ich sehe, dass Mitarbeiter oder Unternehmerkollegen den Kopf in den Sand stecken, weil sie nicht mehr weiter wissen, dann ermutige ich sie wieder hochzuschauen, weiterzumachen und die schönen Dinge des Lebens nicht zu vergessen.

Ich möchte auch Menschen Mut machen, die wie ich eine körperliche Behinderung haben oder sonstige Einschränkungen in ihrem Leben: Schauen Sie nicht immer nur auf das, was Sie nicht können, wo Sie immer wieder an Ihre Grenzen kommen! Halten Sie sich bewusst ihre Stärken und Begabungen vor Augen, setzen Sie sie ein und werden Sie ganz neu dankbar dafür!

Mein Mutmach-Tipp für Sie:

• Lernen Sie Ihre Schwächen und alles, was Ihnen schwer fäll, anzunehmen! Das ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen.
• Nehmen Sie sich heute bewusst Zeit und überlegen Sie:
Was kann ich richtig gut?
Wo liegen meine Stärken?
Wie kann ich sie so einsetzen, dass sie mir und anderen gut tun?

Ziele / 26. August 2016

Putting profits to good use

This is the english translation of „Mit Gewinnen Gutes tun„.

Our second grandchild, Josefine, was born on November the 12th, 2010. She might have been premature, but otherwise she was nothing but a little bundle of joy! We felt very grateful, not least because the pregnancy had been far from plain sailing. Everything seemed to be fine – until Josefine got severe meningitis at the age of just seven days old.
She was still in the intensive care unit for premature babies and had to be operated on straight away. It became clear that she would not survive the inflammation of her cerebral membrane unscathed. The doctors delivered a gloomy prognosis, and we are extremely lucky that Josefine has been spared many of the consequences they predicted. Part of that is down to the fact that my son and daughter-in-law have always supported and encouraged her wherever possible. She is still left with a complex set of disabilities.

A promising treatment for my granddaughter

My granddaughter has already had to spend a lot of time in hospitals and other healthcare facilities. She now goes to a Protestant kindergarten, where she receives wonderful one-to-one care. The staff are always saying how smiley she is. Her sister, Isabelle, is nearly three years old and attends the same kindergarten, which is great for both of them.
We are in no doubt that Josefine is a bright girl who is ready to learn and tackle the challenges ahead of her. But she needs the right stimulation! We see Doman therapy as a promising option in this regard (https://www.iahp.org). The treatment has been in use since the 1950s, and trains physiological patterns observed during the natural development of healthy children. It also involves the intense stimulation of the senses.

My task: To raise money and use my contacts

Doman therapy represents a great opportunity for my granddaughter. This makes it all the more difficult to bear that the treatment is not approved in Germany and therefore not covered by health insurance plans. Our research suggests that putting Josefine through Doman therapy would cost around €200,000.

As a businessman and a grandfather, I see it as my duty to put as much of my own money as possible into helping Josefine. But I can’t pay for the therapy on my own. I therefore appeal to my network of contacts to help me raise the money required. In other words: I am looking for people who can make a financial contribution which makes it possible for Josefine to go through Doman therapy. We hope that it will enable her to go on to lead an essentially independent life.

Gratitude – whatever happens

Our granddaughter turns six in November. Some things are not quite as we hoped and prayed when she was born. Despite this, there is only one thing I can say: Thank God for Josefine! It fills me with happiness every time I see her smile, and I am so glad that she is part of our family!