Ziele / 27. Juli 2021

Gemeinwohl: Unternehmerisches und privates Handeln müssen zusammenpassen

Gemeinwohl Ökonomie

„Nachhaltigkeit ist das Fundament unseres täglichen Handelns.“  So können Sie es auf der Homepage unserer Gemeinhardt Service GmbH www.gemeinhardt-service.de nachlesen. Mein Kompagnon Dirk Eckart und ich sind davon überzeugt, dass der Erfolg eines Unternehmens nicht allein an hohen Umsätzen zu sehen ist, sondern auch am ökologischen, ökonomischen und sozialen Handeln. Deshalb sind wir zertifizierte Mitglieder der Gemeinwohl Ökonomie https://www.spezialgeruestbau.de/nachhaltigkeit/ und tun einiges in unserem Betrieb:  

Wir haben eine Solaranlage für Warmwasser, nutzen Öko-Strom. Einen Teil unseres Fuhrparks wurde auf Elektroantrieb umgestellt. Ansonsten kommen zertifizierte Umweltmanagementsysteme zum Einsatz. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten wir Business-E-Bikes an. Das Gerüstmaterial beziehen wir ausschließlich bei der Firma Layher www.layher.com, die in Deutschland produziert. Systemfreie Gerüstbohlen aus heimischen Schnitthölzern kaufen wir bei Holz Brüner https://www.firesec.com. Bohlen, die nicht mehr in den Gerüsten einsetzbar sind, werden weiterverwendet https://dirk-eckart.de/2020-12/upcycling-das-zweite-leben-unserer-geruestbohlen und aus unseren alten Layher-Gerüstbauteilen stellen wir Hochbeete her, die wir auch zum Kauf https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/hochbeet-aus-stahl-lebenszeit-30-jahre-und-mehr/1731376230-240-4018 anbieten. 

Verantwortung gibt man nicht zum Feierabend ab 

Eines dieser Upcycling-Hochbeete https://www.saechsische.de/doebeln/wirtschaft/verueckte-upcycling-idee-aus-rosswein-ein-hochbeet-aus-gerueststahl-5465787-plus.html  steht in unserem Garten. Meine Frau Burgunda freut sich, dass sie ganz bequem Salat, Kürbis und Co gießen kann. Dieses Hochbeet ist fast so etwas wie ein Bindeglied zwischen meinem Engagement für Nachhaltigkeit als Unternehmer und als Privatmann Walter Stuber.  

Ich kann meine Verantwortung für die nachfolgenden Generationen nicht einfach abgeben, wenn ich Feierabend habe, das muss sich auch zu Hause zeigen. Deshalb beschäftige ich mich in letzter Zeit vermehrt mit der Frage, wie ich so lebe kann, dass andere z.B. durch mein Konsumverhalten, nicht benachteiligt werden.  

Ungerechte Verteilung der Lebensmittel 

Wie ich schon in einem Blog www.walter-stuber,de……. erwähnte, hat mich das Buch „Es gibt keinen Planet B“ von Mike Berners-Lee https://buch-jung.buchkatalog.de/Product/3000002163526/38209/10002/-3/Buecher_Sachbuecher/Mike-Berners-Lee/Es-gibt-keinen-Planet-B/4099276460822241391/%204099276460822241224/%204099276460822241224  aufgerüttelt. Der Autor listet in einem Schaubild auf, wie viele essbare Pflanzen pro Person und Tag in kcal auf den Feldern produziert werden und was am Ende im Magen ankommt. Fazit: Eigentlich wäre für alle genug da. Trotzdem sind viel zu viele Menschen unterernährt. Berners-Lee versucht Antworten zu finden und ich suche Wege, wie ich in meinem kleinen Bereich dafür sorgen kann, dass diese Produktionsabläufe und Handelswege unterbrochen werden. 

Eine Möglichkeit wäre, dass wir weitestgehend zu Selbstversorgern werden! Wir bauen ja sowieso in unserem großen Garten Obst und Gemüse an. Damit hätten wir schon mal eine Basis. Zusammen mit meinem Enkel habe ich einen Hühnerstall gebaut. Wenn das Geflügel eingezogen ist, wären wir demnächst sogar unabhängig was Eier und Hühnerfleisch angeht. Alles andere, was wir brauchen, kaufen wir dann nicht im Supermarkt oder Discounter, sondern im Hofladen um die Ecke.  Zum Beispiel gibt es auf dem Gut Gadewitz http://gut-gadewitz.de/ von Maja Horlacher beste Produkte aller Art aus unserer Region.  

Kleine Schritte mit großer Wirkung 

Nun hat nicht jeder einen großen Garten oder den Platz für einen Hühnerstall. Aber ich bin mir sicher, dass man auch schon viel bewirken kann, wenn man mehr auf Märkten oder in Hofläden Regionales kauft, damit die Lebensmittel nicht tausende von Kilometern durch die Gegend gefahren oder sogar geflogen werden und die Bauern, Hersteller in der Nähe unterstützt werden. 

Das afrikanische Sprichwort kann sich auch mit Blick auf die Ökologie und Ökonomie bewahrten: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“ 

Die entscheidende Frage ist: Welcher kleine Schritt ist für mich, für Sie, als nächstes dran, damit wir mit Blick auf die Lebensmittelverteilung Verantwortung für die folgenden Generationen übernehmen?  

Ich freue mich über Ihre Anregungen und konkreten Beispiele hier als Kommentar oder per Mail.  

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