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Gastbeitrag / 6. Oktober 2020

Liebe zum Friseurhandwerk

Friseurhandwerk

Liebe zum Friseurhandwerk, Natur und Zeit: Ein Salon-Konzept mit besonderen Akzenten

„Nicht Sie entscheiden, ob Sie mit uns arbeiten, sondern wir entscheiden, mit welchem Partner wir arbeiten.“ Diese Worte waren wie ein Schock für mich. Mein großer Traum war kurz davor Realität zu werden: ein eigener Friseursalon. Eigentlich fehlten nur noch die Haarpflegeprodukte, die zu meinem Konzept passen würden.

Deshalb der Anruf bei meiner Wunsch-Firma Newsha in Mühlheim an der Ruhr. Mit so einer Reaktion hatte ich allerdings nicht gerechnet. Bis dahin war alles gut gelaufen. Nach langem Suchen hatte ich genau die richtigen Räume in Lüdenscheid gefunden, mit großen Fenstern, etwas außerhalb von der Innenstadt, gute Parkmöglichkeiten.

Ein Gastbeitrag von Nikoletta Konstantinidou, Friseursalon RUNWAY HAIRDESIGN by Nikoletta

Ziel: Ein unvergessliches Friseurerlebnis bereiten

Ich hatte mir ein Salon-Konzept überlegt, das meine Liebe zum Frisörhandwerk und den Wunsch, Kunden individuell und kompetent zu beraten, widerspiegelt: Für jeden soll sich die notwendige Zeit genommen werden können, ohne Vorgabe von kalkulierten Zeiten, nur so ist eine typgerechte, persönliche Beratung möglich. Durch Qualität in der Umsetzung soll ein unvergessliches Friseurerlebnis mit einem perfekten Ergebnis entstehen. Bei allem soll die Natur im Salon im Mittelpunkt stehen.

Deshalb wollte ich unbedingt die Firma Newsha mit an Bord haben, weil sie ohne viel Chemie in den Produkten auskommt und sehr nachhaltig und umweltbewusst arbeitet. Trotz der unerwarteten Ansage am Telefon, bekam ich die Chance mein Konzept zu präsentieren. Am Ende war die Geschäftsführung mega begeistert und sie wollten mit mir zusammenarbeiten! Was war – und bin – ich stolz darauf!

Individuelle Salon-Ausstattung in Eigenarbeit

Mein Naturkonzept wird nicht nur durch die Pflegeprodukte deutlich, sondern auch beim Hereinkommen: Keine Standardausstattung, stattdessen viele Möbel aus Holz, die ich zum großen Teil zusammen mit meinem Mann selbst angefertigt habe. Wochenlang haben wir bis in die Nacht hinein geschliffen und lackiert.

Besonders arbeitsintensiv war die Bearbeitung der Pappelbaum-Bohlen auf denen wir die Spiegel für unsere fünf Plätze montiert haben. Sie sind der Blickfang in unserem Salon. Mein Antrieb in dieser Zeit war immer, dass ich etwas Besonderes schaffen wollte, damit meine Kunden sich in der warmen Atmosphäre des Salons rundum wohl fühlen können.

Friseurhandwerk

MUTMACHER 2 – Buch über Gründerinnen und Gründer als Motivation

Sieben Jahre lang hatte ich den Wunsch einen eigenen Friseursalon zu eröffnen. Ein Grund, warum es sich so lange hinzog, waren meine beiden Kinder, die auf die Welt kamen. Als die Familienplanung abgeschlossen war, konnte ich mich meinem großen Traum widmen. Am 22.Juni 2020 war die Eröffnung. Wegen Corona musste ich auf eine große Feier verzichten. Immer wieder wurde ich gefragt, warum ich gerade in dieser schwierigen Zeit in die Selbstständigkeit starte. Jedes Mal habe ich gesagt:

„Lest mal das Buch MUTMACHER 2 Das Praxishandbuch über 5×5 Gründerinnen und Gründer von Walter Stuber und Dirk Eckart. Dann werdet ihr verstehen, warum!“

Das Buch hatte mir eine Kundin empfohlen. Die persönlichen Geschichten der Gründerinnen und Gründer aus unterschiedlichen Branchen haben mich begeistert. Hochs und Tiefs wurden nämlich nicht verschwiegen. Das hat mir geholfen meine eigenen Ängste, dass es nicht klappen könnte, loszuwerden. Das MUTMACHER 2 Buch hat mir Mut gemacht, gerade jetzt den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Corona war sogar ein Ansporn für mich. So konnte ich selber mit der Neueröffnung den Leuten ein bisschen Mut machen, dass das Leben weitergeht und wir nicht den Kopf in den Sand stecken müssen.

Begeisterung der Kunden als Antrieb

Dank Facebook und Instagram hat es sich herumgesprochen, dass unser Salonname RUNWAY HAIRDESIGN by Nikoletta Programm ist. Runway hat zum einen die Bedeutung „Landebahn“ (die Kunden sollen bei uns landen) aber auch „Laufsteg“. Wir sind immer up to date, zeigen mit unseren Schnitten die neuesten Trends an und arbeiten z.B. mit Models und Firmen aus der Modebranche zusammen. Influencer mit tausenden von Followern besuchen meinen Salon und posten in den sozialen Medien, dass sie bei uns waren.

Das zieht wiederum weitere Kunden an, sodass unser Kundenstamm weit über Lüdenscheid und den Märkischen Kreis hinausgeht. Die positiven Reaktionen meiner Kunden auf die Ergebnisse sind unser täglicher Antrieb. Umarmungen und Freudentränen zeigen, dass wir genau das richtige getan haben. Meine Liebe zum Friseurhandwerk gebe ich täglich an meine Kunden weiter und suche danach auch mein Personal aus. Bei mir arbeiten nur Friseurinnen die meine Ideale widerspiegeln.

Friseurhandwerk

Gastbeitrag / 17. Juli 2018

Spektakulärer Mordfall, arbeitsrechtliche Beratung oder Opferanwältin – Ein ganz normales Anwaltsleben

Ein ganz normales Anwaltsleben

Spektakulärer Mordfall, arbeitsrechtliche Beratung oder Opferanwältin – Ein ganz normales Anwaltsleben

Schon seit der achten Klasse war für mich klar, wo es für mich beruflich hin gehen sollte. Ich wollte Anwältin werden! An einen direkten Anlass für diese Entscheidung, kann ich mich nicht erinnern. Aber vermutlich war es mein schon damals sehr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, der in mir den Wunsch aufkommen ließ. Schon lange vor dem Abitur hatte ich mich informiert, wie und wo ein Studium der Rechtswissenschaften möglich sein würde.

Meine Wahl fiel zunächst auf Gießen. Später wechselte ich nach Jena. Dort wurde mir die Möglichkeit geboten, ein Jahr in Birmingham (GB) zu studieren und damit breitere Erfahrung über ein anderes Rechtssystem, sowie das Leben in einem anderen Land zu sammeln. Ich gebe zu, dass ich das Studium an sich etwas trocken fand. Dafür ist die Praxis, die ich seit 2007 erlebe, umso lebendiger. Ich schätze meine Arbeit mit den Menschen, das Mitgestalten und Einflussnehmen in den unterschiedlichsten Bereichen.

Ein Gastbeitrag von Diana Enzinger

Arbeitsrecht praktisch

In meiner Kanzlei berate und vertrete zum Beispiel Arbeitnehmer und Arbeitgeber von klein- und mittelständischen Unternehmen in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten. Bei der Vertretung von Arbeitgebern geht es oft darum solide Grundlagen zu schaffen, wie die Gestaltung branchenspezifischer Arbeitsverträge, und zügig Maßnahmen zu ergreifen, wenn es Probleme mit Arbeitnehmern gibt. Oft sind auch Kündigungen Gegenstand der Beratung oder gerichtlichen Vertretung.

Im arbeitsrechtlichen Bereich ist es in Anbetracht des qualifizierten Fachkräftemangels wichtig, die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Blick zu behalten. Dazu gehört einerseits Fingerspitzengefühl aber andererseits auch konsequente Verfolgung des Ziels. Diese Verhandlungen sind ganz anderer Natur, als wenn es um strafrechtliche Angelegenheiten geht.

Ruhe und Sachlichkeit

Zu meinen Kompetenzen gehört auch die Verteidigung von Menschen, die angeklagt werden, weil sie schwere Straftaten bis hin zum Mord verübt haben sollen. Hier wird mit härteren Bandagen gekämpft. Auch von Seiten der Richter. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass in solchen Fällen nur eins hilft: Ruhe und Sachlichkeit.

Gerade neulich habe ich es in einer Verhandlung mit einem recht energischen Richter zu tun gehabt. Ich habe mich von ihm nicht unter Druck setzen lassen, sondern eine ruhige und sachliche Art beibehalten, wodurch sich auch die Verhandlungsatmosphäre entspannte.

Sprachrohr für Opfer

In manchen Fällen, die emotionaler sind, ist das weitaus schwieriger zu erreichen. Zum Beispiel, wenn ich Frauen vertrete, die Opfer körperlicher und sexueller Gewalt geworden sind. Als Opferanwältin arbeite ich eng zusammen mit Opferschutzvereinigungen, Psychologen und im Rahmen gemeinsamer Arbeitsgruppen auch mit Behörden. Ich selbst bin Mitglied im Verein Opferhilfe Sachsen e. V.

Es ist mir ein großes Anliegen, mich für die betroffenen Frauen einzusetzen, sie bei Behördengängen und durch den Prozess hindurch zu begleiten. Ich unterstütze die Frauen mit meiner Arbeit, damit sie aus der Opferrolle herauskommen können. Das ist eine große Herausforderung, die viel Idealismus braucht.

Von Mensch zu Mensch

Das klingt für manchen vielleicht gegensätzlich: Opferanwalt und Strafverteidiger. Und tatsächlich ist es ein Spagat. Zwischendurch muss ich mir sowohl für die Opfervertretung als auch für die Strafverteidigung ein „dickes Fell“ anziehen.

Der Grundsatz meiner Arbeit ist, dass jeder Mensch, auch der, der eines Gewaltverbrechens beschuldigt wird, das Recht hat, gehört zu werden. Durch meine Arbeit habe ich einen anderen Blick auf die Menschen bekommen: Ich sehe auch immer das, was dazu geführt hat, dass es zur Tat kommen konnte. Das ändert nichts daran, dass ich sachlich und rechtlich fundiert meine Arbeit tue. Nur eben gemäß unseres Kanzlei-Mottos: „Rechtsberatung von Mensch zu Mensch“.

Netzwerken als Ausgleich

Mein Beruf ist meine Berufung. Gerade deshalb ist es mir wichtig mir Zeiten zum Auftanken zu gönnen. Zum Beispiel beim Sport oder auch bei den Treffen von Business Network International (BNI) „Steile Wand“, der Gruppe in Meerane. Hier lerne ich viele Unternehmerinnen und Unternehmer kennen, die aus unterschiedlichen Lebenssituationen kommen. Für mich als Anwältin ist das eine große Hilfe im Umgang mit denen, die mir täglich begegnen. Der Austausch innerhalb der Gruppe ist für mein persönliches Wachstum gut.

Andererseits profitieren auch meine Mandanten von diesen Zusammenkünften. Zum Beispiel kann ich im Blick auf die neue europäische Datenschutzverordnung meine Mandanten mit fachübergreifender Zusammenarbeit unterstützen. Über BNI habe ich Kontakt zu einem Fachanwalt, der zugleich Datenschutzbeauftragter ist, den konnte ich dann weiterempfehlen.

Auftanken für den Alltag

Walter Stuber habe ich bei einem BNI-Frühstückstreffen das erste Mal getroffen. Dabei hatten wir einen besonderen Anknüpfungspunkt: Wir sind nämlich beide im Netzwerk Christen in der Wirtschaft aktiv. Der christliche Glaube ist eine wertvolle Auftankstelle um Kraft für den Alltag zu schöpfen.
Zur Ruhe komme ich auch, wenn ich mich in meiner Freizeit an die Staffelei stelle, zu Pinsel und Farbe greife. Die Aquarellmalerei ist für mich eine wertvolle Entspannungsmöglichkeit. Einige meiner Aquaralle sind regelmäßig in meiner Kanzlei zu sehen. In der Vergangenheit durfte ich ebenso zu den Themen „Impressionen“ „Venedig und Prosecco“ und „Eine Reise durch die Schweiz“ unter anderem in Chemnitz in den Rothenberger Appartements Ausstellungen gestalten.

Die unterschiedlichen „Auftankstellen“ geben mir Kraft und Ansporn jeden Tag aufs Neue meinen Mandanten mit Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Integrität zu Seite stehen, sowie auch mit Kollegen und Richtern „von Mensch zu Mensch“ agieren zu können. Meine Entscheidung damals in der 8. Klasse, Rechtsanwältin zu werden, habe ich bis heute nicht bereut!