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Allgemeine Themen / 11. August 2026

Mit 65 merke ich: Meine wichtigste Baustelle war nie meine Firma – sondern ich selbst.

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Ich habe in meinem Leben viele Baustellen erlebt. Kleine und große, einfache und hochkomplizierte. Baustellen, bei denen Termine drückten, viel Geld auf dem Spiel stand und manchmal innerhalb weniger Minuten eine Entscheidung getroffen werden musste. Fast 47 Jahre war der Gerüstbau ein wesentlicher Teil meines Lebens. Ich war Unternehmer, Geschäftsführer, Gesellschafter und Arbeitgeber und trug Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden und Familien, die indirekt von unseren Entscheidungen abhängig waren.

Lange dachte ich deshalb: Das sind meine Baustellen. Heute, mit 65 Jahren, sehe ich das anders. Die schwierigste Baustelle meines Lebens stand nie in Leipzig, Dresden, Frankfurt oder irgendwo anders in Deutschland. Meine schwierigste Baustelle war und bin ich selbst.

Bei anderen sah ich die Fehler schneller als bei mir

Als Unternehmer lernt man, Probleme zu erkennen. Warum läuft eine Baustelle nicht? Warum denkt ein Mitarbeiter nicht mit? Warum hält jemand eine Vereinbarung nicht ein? Warum meldet sich ein Kunde nicht? Warum funktioniert ein Prozess nicht so, wie ich ihn geplant habe?

Ich war ziemlich gut darin, solche Dinge schnell zu erkennen. Bei einem Menschen habe ich allerdings viel zu lange nicht genau genug hingeschaut: bei Walter Stuber.

Heute kann ich offen darüber sprechen. Ich habe Menschen ins Wort gefallen. Ich habe zu wenig zugehört. Oft hatte ich schon eine Lösung im Kopf, bevor mein Gegenüber überhaupt ausgesprochen hatte. Ich habe ungefragt geholfen und Ratschläge gegeben, obwohl vielleicht gar kein Ratschlag gefragt war. Ich hatte hohe Erwartungen an Mitarbeiter, Geschäftspartner, Freunde und Menschen in meinem persönlichen Umfeld. Wurden diese Erwartungen nicht erfüllt, war ich enttäuscht.

Das Interessante daran: Schon 2019 habe ich in meinem Blog über „Erst zuhören – dann einschätzen“ geschrieben. Wenn ich diesen alten Beitrag heute lese, muss ich selbst ein wenig schmunzeln. Denn etwas zu wissen und etwas konsequent zu leben, sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Weiterlesen: Walter Stuber: „Kennenlernen – Schätzen – Vertrauen“

Ich musste nicht jedes Problem lösen

Als Unternehmer war es meine Aufgabe, Probleme zu lösen. Deshalb hatte ich mir angewöhnt: Da ist ein Problem – also brauche ich eine Lösung. Schnell, konkret und möglichst sofort umsetzbar.

Im Unternehmen kann das eine Stärke sein. Im Umgang mit Menschen kann genau dieselbe Eigenschaft zur Schwäche werden.

Wenn mir jemand etwas erzählte, fing mein Kopf häufig sofort an zu arbeiten. Was könnte er machen? Wo liegt sein Fehler? Was würde ich an seiner Stelle tun? Und ehe der andere richtig fertig war, kam Walter mit einem Vorschlag.

Heute übe ich etwas, das eigentlich ganz einfach klingt: zuhören.

Nicht sofort antworten. Nicht sofort bewerten. Nicht sofort erklären, wie ich es machen würde. Vielleicht einfach einmal fragen: „Erzähl mal weiter.“

Das fällt mir heute leichter als früher, aber ich bin noch lange nicht am Ziel. Genau deshalb gefällt mir der Gedanke von Monika Bylitza, dass auch Scheitern einen Sinn haben kann. Hinfallen, erkennen, lernen und wieder aufstehen gehört zum Leben. Entscheidend ist nicht, keine Fehler mehr zu machen. Entscheidend ist, ob ich bereit bin, aus ihnen etwas zu lernen.

Lesenswert: Monika Bylitza: „Vom Sinn des Scheiterns“

Wertschätzung habe ich viel zu spät wirklich verstanden

Eine meiner größten Schwächen als Unternehmer war, dass ich häufig zuerst gesehen habe, was nicht funktioniert.

Neun Dinge waren gut gelaufen und eine Sache war schlecht. Worüber habe ich gesprochen? Über die eine schlechte Sache.

Damals hielt ich das teilweise für Führung. Schließlich muss ein Chef doch auf Fehler aufmerksam machen. Heute sehe ich das anders. Natürlich müssen Fehler angesprochen werden. Aber wenn Menschen immer nur hören, was sie falsch gemacht haben, verlieren sie irgendwann die Freude, Verantwortung zu übernehmen.

Wertschätzung bedeutet für mich heute auch nicht, ständig jedem auf die Schulter zu klopfen. Sie beginnt viel früher: jemanden ausreden lassen, hinschauen, Interesse zeigen, eine gute Leistung wahrnehmen und Danke sagen.

Über Wertschätzung habe ich schon vor Jahren geschrieben. In meinem Beitrag „Wertschätzung statt Hass“ ging es vor allem um den Umgang miteinander, auch in den sozialen Medien. Heute würde ich noch einen Satz ergänzen: Wertschätzung beginnt nicht bei Facebook oder LinkedIn. Sie beginnt bei mir selbst und bei der Art, wie ich dem Menschen begegne, der gerade vor mir steht.

Dazu passend: Walter Stuber: „Wertschätzung statt Hass“

Dankbarkeit verändert meinen Blick

Mit diesem Thema verbinde ich auch Sabine Langenbach. Ich habe sie als Dankbarkeitsbotschafterin kennengelernt und mich intensiv mit ihren Gedanken beschäftigt. Was mir daran gefällt: Dankbarkeit bedeutet nicht, dass plötzlich alles gut ist. Probleme verschwinden nicht, Krankheiten verschwinden nicht und Enttäuschungen lösen sich nicht einfach auf.

Aber Dankbarkeit verändert meinen Blick auf das, was trotzdem da ist.

Sabine beschreibt selbst, wie sie durch eine schwere Lebenssituation lernen musste, anders auf ihr Leben zu schauen. Aus dem „Warum?“ wurde mit der Zeit ein Blick auf das, wofür sie trotz allem dankbar sein konnte.

Auch wir haben dieses Thema bereits auf meinem Blog aufgegriffen. Für mich ist daraus ein wichtiger Gedanke entstanden: Wenn ich nur darauf schaue, was mir fehlt, werde ich immer etwas finden. Wenn ich bewusst darauf schaue, was mir geschenkt wurde, verändert sich meine Haltung.

Weiterlesen: Sabine Langenbach – die Dankbarkeitsbotschafterin: Mehr „Danke“ im Alltag und im Business

Und auch auf MehrDanke habe ich über Sabines Ansatz geschrieben:

Weiterlesen: „Dankbarkeit neu gedacht: Sabine Langenbach im Fokus“

Warum bin ich eigentlich so geworden?

Diese Frage ist für mich inzwischen wichtiger als die Frage: Wer hat schuld?

Warum fällt es mir leichter, einen Fehler zu sehen als etwas Gutes? Warum hatte und habe ich teilweise so hohe Erwartungen an Menschen? Warum möchte ich helfen, obwohl niemand um Hilfe gebeten hat? Warum ärgert es mich, wenn Menschen sich nicht melden? Warum fällt es mir manchmal schwer, Dinge einfach stehenzulassen?

Ich habe angefangen, mich mit meiner eigenen Geschichte zu beschäftigen. Mit meiner Kindheit, meiner Erziehung, meinen Eltern und den Erfahrungen, die mich geprägt haben.

Dabei habe ich etwas Wichtiges gelernt: Meine Vergangenheit erklärt manches – aber sie entschuldigt nicht alles.

Am Ende bin ich dafür verantwortlich, wie ich heute mit anderen Menschen umgehe.

Meine Firma konnte ich übergeben – meine Gewohnheiten nicht

Ende 2025 habe ich mein Unternehmen an die nächste Generation übergeben. Nach so vielen Jahrzehnten Unternehmertum war das ein gewaltiger Einschnitt. Plötzlich entscheiden andere. Andere führen. Andere tragen die Verantwortung.

Nur eines konnte ich nicht mit übergeben: Walter Stuber.

Meine Gewohnheiten, meine Erwartungen, meine Ungeduld, meine Stärken und meine Schwächen sind mit mir mitgegangen.

Und plötzlich entstanden Fragen, für die es keine betriebswirtschaftliche Auswertung gibt: Wer bin ich eigentlich, wenn ich nicht mehr jeden Morgen als Geschäftsführer gebraucht werde? Warum möchte ich gebraucht werden? Warum erwarte ich bestimmte Reaktionen von anderen Menschen? Warum verletzt es mich, wenn sich jemand nicht meldet? Warum fällt Loslassen manchmal so schwer?

Darüber habe ich schon einmal sehr persönlich geschrieben, als eine Freundschaft plötzlich vor einer geschlossenen Tür stand. Auch heute beschäftigt mich die Frage, wie viel wir von anderen erwarten dürfen – und wann wir lernen müssen loszulassen.

Mein persönlicher Beitrag dazu: Walter Stuber: „Wenn die Tür zu bleibt – Gedanken an meine Freunde“

Der größte Invest meines Lebens bin ich selbst

Ich habe als Unternehmer viel Geld investiert: in Fahrzeuge, Technik, Software, Weiterbildung, Mitarbeiter, Beratung und Unternehmensentwicklung. Das war richtig und notwendig.

Heute würde ich einen Invest ganz oben auf die Liste setzen: die Arbeit am eigenen ICH.

Dazu gehören für mich Gespräche, Coaching, Bücher, mein christlicher Glaube und vor allem Selbstreflexion. Monika Bylitza hat mich in diesem Prozess ebenfalls begleitet. Ein Satz von ihr aus einem Coaching ist mir besonders hängen geblieben: „Du bist vielfältig.“ Ich hatte lange manches an mir eher als Unruhe oder Schwäche gesehen. Manchmal braucht es einen Menschen von außen, der einem hilft, die eigene Persönlichkeit anders zu betrachten.

Darüber habe ich bereits in meinem Beitrag „Weniger ist mehr“ geschrieben.

Weiterlesen: Walter Stuber: „Weniger ist mehr“

Die Arbeit am eigenen ICH bedeutet für mich aber nicht, mich ständig selbst zu optimieren. Das wäre nur die nächste Form von Leistungsdruck. Es bedeutet, mich ehrlich zu betrachten. Wo verletze ich andere? Wo erwarte ich zu viel? Wo höre ich nicht richtig zu? Wo rede ich, obwohl Schweigen besser wäre? Wo muss ich mich entschuldigen? Und wo darf ich auch lernen, mich selbst anzunehmen?

Mit 65 bin ich noch lange nicht fertig

Früher dachte ich vielleicht, mit zunehmendem Alter würde man automatisch weiser. Heute glaube ich das nicht mehr. Man kann auch 30 Jahre lang denselben Fehler wiederholen.

Alter allein verändert keinen Menschen.

Veränderung beginnt dort, wo ich bereit bin, mich selbst infrage zu stellen.

Ich bin heute 65 Jahre alt. Ich habe viel erlebt, Erfolge gefeiert und Niederlagen eingesteckt. Ich habe gute Entscheidungen getroffen und falsche. Ich habe Menschen geholfen und sicherlich auch Menschen verletzt. Menschen haben mich enttäuscht und ich habe andere enttäuscht.

Und trotzdem – oder gerade deshalb – möchte ich weiter lernen.

Schon 2023 habe ich über Lebenszeit geschrieben und darüber, wie viel davon wir verschwenden, wenn wir uns über Dinge ärgern, die wir nicht verändern können. Dieser Gedanke ist für mich heute noch wichtiger geworden. citeturn2search0

Weiterlesen: Walter Stuber: „Lebenszeit nutzen, nicht verschwenden“

Meine wichtigste Baustelle bleibt geöffnet

Normalerweise möchte man eine Baustelle irgendwann fertigstellen. Bei dieser einen Baustelle hoffe ich inzwischen, dass sie bis zu meinem letzten Tag geöffnet bleibt.

Ich möchte weiter lernen, besser zuzuhören. Weniger von anderen zu erwarten. Mehr wertzuschätzen. Öfter Danke zu sagen. Mich zu entschuldigen, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Nicht ungefragt jedes Problem lösen zu wollen. Beziehungen anzunehmen, wie sie sind, und auch akzeptieren zu können, wenn sich Wege trennen.

Vor allem möchte ich mir immer wieder eine Frage stellen:

Walter, was kannst du an dir verändern, bevor du von anderen verlangst, dass sie sich verändern?

Vielleicht ist das eine meiner wichtigsten Erkenntnisse nach 65 Lebensjahren und fast fünf Jahrzehnten Berufsleben:

Ich habe mein Leben lang Baustellen organisiert, Unternehmen weiterentwickelt, Menschen geführt und Probleme gelöst. Vieles davon ist mir gelungen. Manches nicht.

Heute weiß ich: Meine wichtigste Baustelle war nie meine Firma. Meine wichtigste Baustelle war und bin ich selbst.

Und an dieser Baustelle arbeite ich weiter.

Nicht, weil ich irgendwann ein perfekter Mensch werden möchte. Das werde ich nicht.

Sondern weil ich morgen vielleicht ein kleines Stück aufmerksamer, dankbarer und wertschätzender mit meinen Mitmenschen umgehen kann als gestern.

Und jetzt meine Frage an dich: Wann hast du zuletzt nicht darüber nachgedacht, was die anderen ändern sollten, sondern dich ehrlich gefragt: Was sollte ich selbst an mir verändern?

Gerüste / 9. Januar 2017

„Irgendwie“ – gibt es nicht!

Detaillierte Arbeitsvorbereitung ist unser Erfolgsrezept

Eine Wagenladung voller Gerüst-Elemente, ab zur Baustelle und vor Ort überlegen, wie man etwas passendes aus dem vorhandenen Materialen zusammenbastelt. – Das ist der übliche Ablauf in den meisten Gerüstbau-Unternehmen in Deutschland. Aber ist das die kostengünstigste und effektivste Methode?

Diese Frage beschäftigte mich schon 1987, als ich  noch Bauleiter in einem kleineren Gerüstbau-Unternehmen in München war. Würde eine sorgfältige Planung nicht vieles vereinfachen und dazu noch Zeit und Kosten sparen? Warum viele Kollegen in der Branche auf diese Art der Arbeitsvorbereitung verzichteten, war mir allerdings schnell klar: Mit Planen im Büro verdient man nichts! So denken viele.

Gutes Planen macht den Unterschied

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Gründliche Arbeitsvorbereitung ist für unser Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg geworden! Wenn unsere LKW mit den Gerüstteilen vorfahren, können unsere Kunden davon ausgehen, dass unverzüglich mit dem Aufbau begonnen werden kann  und nicht noch lange überlegt werden muss, wie alles konstruiert werden muss.

Wir haben nämlich  im Vorfeld  alle Maße, Anforderungen  und Besonderheiten im Detail gecheckt, einen genauen Bauplan angefertigt und  alle benötigten Teile zusammengestellt, die dann – Dank eines speziellen Computerprogramms – auf unsere Laster in richtiger Reihenfolge verladen wurden.

Gute Vorbereitung macht viele möglich

Diese Art der Arbeitsvorbereitung ist in unserer Branche (leider)  selten. Aber wir sind davon überzeugt, dass genauso zeitgemäßer und effektiver Gerüstbau funktionieren muss! Die Vorteile für unsere Kunden liegen auf der Hand:

Exakt planbare Kosten und  Zeitfenster, in denen die Arbeiten ausgeführt werden.

Ein Beispiel: Zwischen Weihnachten 2016 und Neujahr 2017 habe unsere Gerüstbauer in einer Industrieanlage ein hochkomplexes Gerüst in 48 Stunden so aufgestellt, dass die laufende Produktion ungehindert weitergehen konnte. Das war nur möglich, weil wir alles detailliert vorbereitet haben. Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Bauleiter, Gerüstbauer und Lagerarbeiter so gut zusammenarbeiten!

Mein Traum

Wenn unser Betrieb in die nächste Generation geht, sind wir ein hochmodernes Unternehmen mit  bestens ausgebildeten und leistungsbringenden Mitarbeitern. Dank der guten Arbeitsvorbereitung, der Logistik am Lagerplatz und auf der Baustelle und vieler Hilfsmittel (wie Hubeinrichtungen, Computer, etc.)  wird es möglich sein, dass unsere Angestellten ganz selbstverständlich bis zum Rentenalter bei uns arbeiten können.

Dass aus dem Traum zeitnah Realität werden kann, dafür werde ich mich tatkräftig einsetzen. Klar ist jetzt schon, dass von der Umsetzung meines Traums nicht nur unser Unternehmen profitiert, sondern vor allem auch unserer Kunden. Denn langjährige, erfahrene Mitarbeiter bieten höchste Qualität und Sicherheit – und das zu fairen Preisen.

 

 

 

Allgemeine Themen / 2. Januar 2017

Was zählt im Leben?

Warum mich Gewinnmaximierung allein nicht glücklich macht

„Ein erfolgreicher Geschäftsmann muss doch viel Geld haben!“ Diesen Satz höre ich häufiger. Damit verbunden ist die Annahme, dass ein hoher Kontostand und viele Aufträge den Unternehmer glücklich machen. Das vergangene Jahr hat mir einmal mehr gezeigt, dass mein persönliches Glück nicht davon abhängt, ob finanziell alles gut  läuft.  Trotz wirtschaftlich schwerer Zeiten, gab es für mich 2016 viele „Glücksmomente“ und teilweise waren sie ganz unspektakulär:

Meine Glücksmomente

  • Da war der Blick in das glückliche Kindergesicht bei unserer  Firmen-Weihnachtsfeier mit den Angehörigen unserer Belegschaft.
  • Glücklich macht mich die Gewissheit, dass ich nie „mutterseelenallein“ bin, dass Gott immer da ist und sich kümmert. Das kann ich schwarz auf weiß in der Bibel nachlesen, u.a. in Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“.
  • Ein großes Glück sind für mich Mitarbeiter, die treu und zuverlässig ihre Arbeit tun,  hinter dem Unternehmen und den Chefs stehen, auch dann, wenn es nicht so gut läuft. Ich denke da besonders an Lutz Thiele, Gerüstbauer der durch dick und dünn mit uns geht, ohne darüber viele Worte zu verlieren.  
  • Menschen, die auch in Krisen  an meiner Seite bleiben und  sich nicht abwenden, nur weil sie es lieber mit „Siegertypen“ zu tun haben, die sind rar gesät und deshalb für mich ein Glücksfall!

Meine persönlichen Prioritäten

Ich könnte noch viel mehr aufzählen, was für mich Glück bedeutet – unabhängig von Geld, Besitz und  Ansehen. Langfristig gesehen macht mich so  etwas glücklicher, als Gewinne und ein volles Auftragsbuch. Wobei ich als Geschäftsführer  natürlich meiner Verantwortung für die Mitarbeiter nachkommen muss und vorausschauend planen muss.

Mein persönliches, tiefes Glück will ich allerdings nicht daran hängen, dass ich die für 2017 gesteckten Ziele erreiche. Das Bibelwort aus Psalm 73: „Gott nahe zu sein ist mein Glück“ soll meine  Devise sein. Nach Gott, dem Vater von Jesus Christus, dessen Geburt wir gerade gefeiert haben, will ich mein ganzes Leben ausrichten. Das werden vermutlich nicht alle Geschäftspartner, Freunde und Bekannte verstehen. Aber von dieser Basis, ergibt sich für mich jeder weitere Erfolg.

 

 

 

Mitarbeiter / 9. November 2016

„Tafelsilber“ statt „Altes Eisen“: Ältere, langjährige Mitarbeiter

Warum unser Unternehmen auch Arbeitskräfte braucht, die auf die Rente zu gehen

 „Chefs schätzen ältere Mitarbeiter“ – so lautete eine Überschrift im April diesen Jahres auf dem Online-Portal  „DeutscheHandwerksZeitung“ http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/chefs-schaetzen-aeltere-mitarbeiter/150/3099/326642

Laut Recherche der „Wirtschaftszeitung für den Mittelstand“  sind ein Fünftel aller Mitarbeiter in mittelständischen Unternehmen über 54 Jahre. Sie sind vor allem wegen ihrer Zuverlässigkeit beliebt.

Das entspricht vollkommen meinen Erfahrungen! Wir haben einige Mitarbeiter, die zu dieser Altersgruppe gehöre. Sie sind  teilsweise seit mehr als  20 Jahren mit uns unterwegs. Da ist zum Beispiel Jens Mann. Angefangen hat er als Lagerarbeiter. Seine Zuverlässigkeit war enorm und er war bereit sich weiterzubilden. Er qualifizierte sich zum geprüften Gerüstbau – Kolonnenführer mit Ausbilder-Eignung!

Unser Spezialist für Gerüste bei laufenden Produktionen

Sein  Spezialgebiet ist mittlerweile der Bau von Gerüsten bei laufender Produktion, zum Beispiel in der Automobilindustrie. Oftmals müssen Maschinen umgerüstet werden, die anderen Produktionsbereiche müssen aber weitergehen. Dann sind Staub- und Schallschutzwände notwendig. Beim Auf- und Abbau ist höchste Präzision erforderlich, damit es nicht zu Störungen im Produktionsprozess kommt.

Jens Mann ist unser Mann für die Kunden mit absolut hohen Ansprüchen! Seine Freundlichkeit und Fachkompetenz ist bei unseren Auftraggebern mittlerweile so bekannt, dass mancher sich sogar auf eine Wartezeit einlässt,  nur damit Jens Mann das Projekt leiten kann!

Industriegerüst

Mit dem Unternehmen vertraut zu sein, schafft Vertrauen

Solche Mitarbeiter sind für mich als Geschäftsführer ein Glücksgriff!

Ich kann mich 100 % auf sie verlassen, weil wir seit vielen Jahren miteinander unterwegs sind, kennen ich ihre Stärken. Ich arbeite gern mit einem Team in dem viele sind, die lange dabei sind und bei uns von der Pike auf gelernt haben!

Dass diese Mitarbeiter dann auch etwas älter sind, liegt auf der Hand. Aber für mich gehören die über 50 Jährigen sowieso nicht zum „alten Eisen“ , sondern „zum Tafelsilber“ – wie  es Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe, in dem oben erwähnten Artikel, formuliert hat. Denn in den meisten Fällen hat man in ihnen loyale, pflichtbewusste und zuverlässige Kollegen.

Absicherung als Anerkennung

Wir arbeiten mit der ABC-Mitarbeiter-Analyse www.abc-strategie.de von Prof. Jörg Knoblauch. Unsere A-Mitarbeiter, die durch besondere Leistungen und Ideen auffallen (darunter viele Ältere), bekommen von uns  eine Existengrundversicherung mit allen Sozialbeiträgen bezahlt. Das ist eine finanzielle Absicherung für den Arbeitnehmer, falls er mal mehr als 18 Monate krank ist.

So zeigen wir, wie wir unsere Mitarbeiter und ihr Engagement schätzen! Und gerade für die „alten Hasen“ ist es eine große Erleichterung zu wissen, dass man im Falle einer längeren Krankheit versorgt ist.

Ältere Mitarbeiter bringen ihre reichhaltigen Erfahrungen ins Unternehmen ein. Davon können alle profitieren!  Deshalb schätze auch  ich sie sehr!

 

Allgemeine Themen / 1. November 2016

Beste Leistung – beste Mitarbeiter

Warum das eine nicht ohne das andere geht

Mit Mittelmaß kann ich keine optimalen Lösungen für meine Kunde umsetzen!

Das ist meine jahrzehntelange Erfahrung als Geschäftsführer. Das gilt für das gesamt Unternehmen – und vor allem für die Mitarbeiter. Deshalb sollen bei uns nur die besten Mitarbeiter beschäftigt sein.

Die Frage ist natürlich: Wer ist ein „bester Mitarbeiter“? Um das herauszufinden, nehme ich mir Zeit um einen potentiellen Mitarbeiter kennen zulernen. Grundsätzlich muss ein Bewerber mehrmals zu uns kommen. Ist er dazu nicht bereit, weiß ich sofort, dass er kein „Bester Mitarbeiter“ für mich sein kann. Denn die  haben ihrerseits Interesse daran, den zukünftigen Wirkungsbereich gut  kennen zulernen.

Mehr als ein Job

Ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach dem „besten Mitarbeiter“, ist für mich die Antwort auf die Frage: Geht es dem Bewerber nur darum, in unserem Unternehmen gutes Geld zu verdienen oder will er mit uns große Projekte realisieren? Wer bei uns arbeitet, sollte für das Unternehmen und unser Ziel brennen. Kompakt lautet das: „Das beste Gerüst für den besonderen Zweck mit den tollsten Mitarbeitern“.

Wir erwarten nicht nur Engagement von unseren  Mitarbeitern, sondern wir tun auch einiges für sie. Beste Mitarbeiter brauchen beste Rahmenbedingungen! z.B .haben wir den Wunschlohn eingeführt, bieten Zuschüsse z.B. für Kindergartenplätze und Gesundheitsförderung und demnächst halbe Haushaltstage.

Chancen bieten

Bei einer Bewerbung lege ich natürlich Wert auf eine abgeschlossene Ausbildung, Weiterbildung, Zertifikate, usw. Aber vor allem gilt für mich der Gesamteindruck. Habe ich jemanden vor mir, der meiner Firma loyal gegenüber sein wird? Ist der Bewerber bereit das Beste zu geben?

Wenn ich diese Frage mit „Ja“ beantworte und auch sonst die „Chemie“ stimmt, gebe ich auch jemanden eine Chance, der keine guten Zeugnisse vorweisen kann, früher Drogen-oder Alkoholprobleme hatte oder mal im Gefängnis war. Dann muss in jeden Fall eine Ausbildung als Gerüstbauer/in gemacht werden. Bei erfolgreichem Abschluss steht dann einer weiteren Beschäftigung  nichts im Wege.

Wertschätzung ist wichtig

Die Mitarbeiter, die sich im Unternehmen wohl fühlen und sich damit identifizieren, die motiviert sind,  das sind „Die Besten“. Sie sind ein extrem wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Unternehmen. Deshalb muss die Kommunikation zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern immer  funktionieren und eine Atmosphäre der Wertschätzung herrschen. Daran arbeiten wir bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH täglich!