Alle Beiträge von Katrin Fay

Allgemeine Themen / 24. Juli 2018

Gesucht: Qualifizierte Mitarbeiter im Gerüstbau

qualifizierte Mitarbeiter im Gerüstbau gesucht

Der Fachkräftemangel trifft uns hart

Von Walter Stuber

Kinospots, Pizza-Kartons, Plakatwände und leerstehende Schaufenster – wir nutzen jede Möglichkeit und sind kreativ, wenn es darum geht neue qualifizierte Mitarbeiter für unser Unternehmen zu finden. Wir rühren die Werbetrommel in den sozialen Medien. Die BILD-Zeitung berichtete über unsere Suche und MDR-Sachsenradio interviewte meinen Kompagnon Dirk Eckart  dazu. Hier können Sie sich das Interview anhören.

https://soundcloud.com/sla-50649882/dirk-eckart-bei-mdr-sachsen-10juli-2018?utm_source=soundcloud&utm_campaign=share&utm_medium=facebook

Wir wissen, dass die Zeiten von gewöhnlichen Stellenanzeigen vorbei sind. Man muss sich als Arbeitgeber schon was einfallen lassen, um gutes Personal zu gewinnen. Auch hier werden wir gerne unserem Ruf gerecht, „verrückt“ zu sein. Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Mitarbeitern einiges bieten können: Wunschlohn, diverse Zulagen und Zuschüsse, Weiterbildungsmöglichkeiten, um nur ein paar Vorteile zu nennen. Trotzdem kommen die Bewerbungen nur spärlich. Wir fragen uns, warum sich Gerüstbauer nicht so zahlreich um eine feste Anstellung bewerben, wie noch vor fünfzehn Jahren.

Ursachenforschung

Unter den 161.000 Arbeitssuchenden in Sachsen (Stand Juli 2018) müsste doch auch der ein oder andere Gerüstbauer oder Helfer sein. Die müssten doch unsere Werbung sehen! Wir sind selbstverständlich an Arbeitskräften aus ganz Deutschland interessiert. Kommen die nicht wegen der Lage unseres Unternehmens? Roßwein liegt in einer ländlichen Region in Mittelsachsen.

Wie schön es hier ist, wollen wir mit einem Imagefilm, der gerade gedreht wird, zukünftigen Arbeitnehmern vor Augen führen. Mit dem Auto ist man in rund 35 Minuten in Chemnitz, Leipzig oder Dresden. Dort haben sich erfolgreich große Unternehmen angesiedelt wie Infineon, Porsche und BMW. Sie werben mit guten Gehältern, kurzen Arbeitszeiten und attraktiven Sozialleistungen.

Herausfordender Job

Auch bei uns kann man, wie schon erwähnt, gutes Geld verdienen und bekommt beste Sozialleistungen. Aber die Arbeit eines Gerüstbauers ist natürlich etwas ganz anderes als z.B. in einer Fabrik am Band zu stehen. Da muss man auch bereit sein, auf Montage zu fahren, muss heben und schleppen.

Das will und kann natürlich nicht jeder. Bekommen wir deshalb so wenige Bewerbungen? Vermutlich gibt es nicht die eine Antwort auf die Frage: Woran liegt es? Wichtig ist, dass wir nicht aufgeben, weitersuchen und unser Unternehmen so führen, dass alle gerne bei uns arbeiten. Um das immer wieder zu optimieren, besuche ich Seminare und Fortbildungen.

Mitarbeiter fallen von heute auf morgen aus

Dass wir Mitte des Jahres 2018 so händeringend nach Gerüstbauern suchen, konnten wir im Januar nicht ahnen. Aber manchmal geht so etwas ganz schnell. Plötzlich fielen vier sehr gute, langjährige Mitarbeiter aufgrund von Bandscheiben-Problemen oder Änderungen der persönlichen Lebensumstände von heute auf morgen aus.

Das schmeißt alle sorgfältigen Planungen um, denn die Aufträge sind ja da und müssen zuverlässig und in der vereinbarten Zeit ausgeführt werden.

Rezept gegen den Personalengpass

Gerne würde ich Ihnen jetzt ein Erfolgsrezept präsentieren, wie man aus solch einem Personalengpass heraus kommt. Leider kann ich damit nicht dienen. Aber ich schildere einfach mal, was wir als Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH tun:

  • Wir setzen weiterhin auf ungewöhnliche Methoden im Bereich der Werbung, um neue Mitarbeiter zu gewinnen.
  • Wir versuchen über persönliche Kontakte an neue qualifizierte Mitarbeiter zu kommen.
  • Wir wertschätzen und pflegen unseren sehr guten Personalstamm mit den langjährigen Gerüstbauern, die teilweise schon ihre Ausbildung bei uns im Unternehmen gemacht haben oder, die durch uns eine Weiterbildung zum Gerüstbauer oder Gerüstbau-Kolonnenführer absolvieren konnten. Denn nur zufriedene Mitarbeiter sind bereit im Notfall mehr zu tun als ursprünglich vereinbart (selbstverständlich gegen ordentliche Bezahlung).
  • Wir besuchen Fortbildungen, wie man neue, qualifizierte Mitarbeiter gewinnen kann. Jörg Mosler ist in diesem Bereich der Fachmann fürs Handwerk.

Ich hoffe, ich kann Ihnen in nächster Zeit mitteilen, dass wir durch unsere Werbemaßnahmen und alle anderen Aktivitäten aus unserem personellen Engpass heraus gekommen sind! Vielleicht empfehlen Sie uns ja auch als Arbeitgeber weiter?

Gastbeitrag / 17. Juli 2018

Spektakulärer Mordfall, arbeitsrechtliche Beratung oder Opferanwältin – Ein ganz normales Anwaltsleben

Ein ganz normales Anwaltsleben

Spektakulärer Mordfall, arbeitsrechtliche Beratung oder Opferanwältin – Ein ganz normales Anwaltsleben

Schon seit der achten Klasse war für mich klar, wo es für mich beruflich hin gehen sollte. Ich wollte Anwältin werden! An einen direkten Anlass für diese Entscheidung, kann ich mich nicht erinnern. Aber vermutlich war es mein schon damals sehr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, der in mir den Wunsch aufkommen ließ. Schon lange vor dem Abitur hatte ich mich informiert, wie und wo ein Studium der Rechtswissenschaften möglich sein würde.

Meine Wahl fiel zunächst auf Gießen. Später wechselte ich nach Jena. Dort wurde mir die Möglichkeit geboten, ein Jahr in Birmingham (GB) zu studieren und damit breitere Erfahrung über ein anderes Rechtssystem, sowie das Leben in einem anderen Land zu sammeln. Ich gebe zu, dass ich das Studium an sich etwas trocken fand. Dafür ist die Praxis, die ich seit 2007 erlebe, umso lebendiger. Ich schätze meine Arbeit mit den Menschen, das Mitgestalten und Einflussnehmen in den unterschiedlichsten Bereichen.

Ein Gastbeitrag von Diana Enzinger

Arbeitsrecht praktisch

In meiner Kanzlei berate und vertrete zum Beispiel Arbeitnehmer und Arbeitgeber von klein- und mittelständischen Unternehmen in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten. Bei der Vertretung von Arbeitgebern geht es oft darum solide Grundlagen zu schaffen, wie die Gestaltung branchenspezifischer Arbeitsverträge, und zügig Maßnahmen zu ergreifen, wenn es Probleme mit Arbeitnehmern gibt. Oft sind auch Kündigungen Gegenstand der Beratung oder gerichtlichen Vertretung.

Im arbeitsrechtlichen Bereich ist es in Anbetracht des qualifizierten Fachkräftemangels wichtig, die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Blick zu behalten. Dazu gehört einerseits Fingerspitzengefühl aber andererseits auch konsequente Verfolgung des Ziels. Diese Verhandlungen sind ganz anderer Natur, als wenn es um strafrechtliche Angelegenheiten geht.

Ruhe und Sachlichkeit

Zu meinen Kompetenzen gehört auch die Verteidigung von Menschen, die angeklagt werden, weil sie schwere Straftaten bis hin zum Mord verübt haben sollen. Hier wird mit härteren Bandagen gekämpft. Auch von Seiten der Richter. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass in solchen Fällen nur eins hilft: Ruhe und Sachlichkeit.

Gerade neulich habe ich es in einer Verhandlung mit einem recht energischen Richter zu tun gehabt. Ich habe mich von ihm nicht unter Druck setzen lassen, sondern eine ruhige und sachliche Art beibehalten, wodurch sich auch die Verhandlungsatmosphäre entspannte.

Sprachrohr für Opfer

In manchen Fällen, die emotionaler sind, ist das weitaus schwieriger zu erreichen. Zum Beispiel, wenn ich Frauen vertrete, die Opfer körperlicher und sexueller Gewalt geworden sind. Als Opferanwältin arbeite ich eng zusammen mit Opferschutzvereinigungen, Psychologen und im Rahmen gemeinsamer Arbeitsgruppen auch mit Behörden. Ich selbst bin Mitglied im Verein Opferhilfe Sachsen e. V.

Es ist mir ein großes Anliegen, mich für die betroffenen Frauen einzusetzen, sie bei Behördengängen und durch den Prozess hindurch zu begleiten. Ich unterstütze die Frauen mit meiner Arbeit, damit sie aus der Opferrolle herauskommen können. Das ist eine große Herausforderung, die viel Idealismus braucht.

Von Mensch zu Mensch

Das klingt für manchen vielleicht gegensätzlich: Opferanwalt und Strafverteidiger. Und tatsächlich ist es ein Spagat. Zwischendurch muss ich mir sowohl für die Opfervertretung als auch für die Strafverteidigung ein „dickes Fell“ anziehen.

Der Grundsatz meiner Arbeit ist, dass jeder Mensch, auch der, der eines Gewaltverbrechens beschuldigt wird, das Recht hat, gehört zu werden. Durch meine Arbeit habe ich einen anderen Blick auf die Menschen bekommen: Ich sehe auch immer das, was dazu geführt hat, dass es zur Tat kommen konnte. Das ändert nichts daran, dass ich sachlich und rechtlich fundiert meine Arbeit tue. Nur eben gemäß unseres Kanzlei-Mottos: „Rechtsberatung von Mensch zu Mensch“.

Netzwerken als Ausgleich

Mein Beruf ist meine Berufung. Gerade deshalb ist es mir wichtig mir Zeiten zum Auftanken zu gönnen. Zum Beispiel beim Sport oder auch bei den Treffen von Business Network International (BNI) „Steile Wand“, der Gruppe in Meerane. Hier lerne ich viele Unternehmerinnen und Unternehmer kennen, die aus unterschiedlichen Lebenssituationen kommen. Für mich als Anwältin ist das eine große Hilfe im Umgang mit denen, die mir täglich begegnen. Der Austausch innerhalb der Gruppe ist für mein persönliches Wachstum gut.

Andererseits profitieren auch meine Mandanten von diesen Zusammenkünften. Zum Beispiel kann ich im Blick auf die neue europäische Datenschutzverordnung meine Mandanten mit fachübergreifender Zusammenarbeit unterstützen. Über BNI habe ich Kontakt zu einem Fachanwalt, der zugleich Datenschutzbeauftragter ist, den konnte ich dann weiterempfehlen.

Auftanken für den Alltag

Walter Stuber habe ich bei einem BNI-Frühstückstreffen das erste Mal getroffen. Dabei hatten wir einen besonderen Anknüpfungspunkt: Wir sind nämlich beide im Netzwerk Christen in der Wirtschaft aktiv. Der christliche Glaube ist eine wertvolle Auftankstelle um Kraft für den Alltag zu schöpfen.
Zur Ruhe komme ich auch, wenn ich mich in meiner Freizeit an die Staffelei stelle, zu Pinsel und Farbe greife. Die Aquarellmalerei ist für mich eine wertvolle Entspannungsmöglichkeit. Einige meiner Aquaralle sind regelmäßig in meiner Kanzlei zu sehen. In der Vergangenheit durfte ich ebenso zu den Themen „Impressionen“ „Venedig und Prosecco“ und „Eine Reise durch die Schweiz“ unter anderem in Chemnitz in den Rothenberger Appartements Ausstellungen gestalten.

Die unterschiedlichen „Auftankstellen“ geben mir Kraft und Ansporn jeden Tag aufs Neue meinen Mandanten mit Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Integrität zu Seite stehen, sowie auch mit Kollegen und Richtern „von Mensch zu Mensch“ agieren zu können. Meine Entscheidung damals in der 8. Klasse, Rechtsanwältin zu werden, habe ich bis heute nicht bereut!

Allgemeine Themen / 3. Juli 2018

Business-Kontakte knüpfen: 2. Sächsische Netzwerkwoche

Vier Tage kompakt: Frühstück und Business-Kontakte knüpfen
2. Sächsische Netzwerkwoche: Ein Rückblick und Aufruf selber Gastgeber zu werden

von Walter Stuber

„Es war großartig, wie immer sehr gut organisiert und eine gute Stimmung.“ „Vielen Dank für die Möglichkeit über 250 Unternehmer zu treffen und Empfehlungen auszutauschen.“
Zwei Feedbacks auf Facebook zur 2. Sächsischen Netzwerkwoche, die vom 19. bis 22. Juni auf dem Gelände unserer Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH stattfand. Das war wieder eine spannende Woche für uns. Vor allem für unser Büro-Team, das einmal mehr bewiesen hat, dass es große Events perfekt ausrichten kann.

Das Ganze ist ja auch eine logistische Herausforderung. Damit haben wir als Gerüstbauer beste Erfahrungen. Allen voran mein Mitgesellschafter und Geschäftsführer Dirk Eckart. Er war verantwortlich für die Organisation des großen Zeltes, samt Tische und Bänke, den Toilettenwagen (muss auch sein….) und er heuerte, wie schon im letzten Jahr, Lars Lemke an, damit unsere Gäste wieder ein erstklassiges, reichhaltiges Frühstück genießen konnten.

Erstmals Gewerbeschau

Neuerung in diesem Jahr: Eine kleine „Gewerbeschau“. Wir hatten Unternehmern aus der Umgebung angeboten ihre Dienstleistungen und Produkte an den vier Tagen zu präsentieren. Mit dabei waren die Firmen: KENTER Müller GmbH, Reinigungssysteme/ Brandis, Silke Gebhardt Coaching Domain/ Ostrau, Alfred Brasse, Sonnenschutzanlagen/ Leisnig, Autohaus Ertl GmbH/ Döbeln, büroperfekt Chemnitz , BNI Regionaldirektion Südost/ Dresden; Müllers Büro GmbH /Altmittweida und Fischer´s Fine Interiors/Chemnitz.

Schöner und gewollter Nebeneffekt: Diese Firmen waren gleichzeitig auch unsere Sponsoren, damit die Kosten für Zeltmiete etc. für uns niedrig gehalten werden konnten.

Handschriftliche Einladungen

Im Vorfeld haben wir breitflächig eingeladen: Unsere Lieferanten, Kunden und alle Business Network International (BNI) Gruppen im Raum Sachsen. Nicht etwa per Mail oder ausgedrucktem Brief.

Unsere Mitarbeiterin Nicole Lange und unsere Auszubildende Sandra Naumann haben rund 150 Postkarten per Hand geschrieben. Mit Erfolg: Allein am erstem Morgen der Sächsischen Netzwerkwoche war unser Zelt gut gefüllt mit 86 Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften. Auch Mittwoch, Donnerstag und Freitag ließen sich viele einladen.

Strukturierter Ablauf

Um 7 Uhr begann unser Frühstück mit der Begrüßung und der Aufforderung sich am Buffet zu bedienen, damit um Punkt 7.15 Uhr mit dem Programm begonnen werden konnte. Wie es bei Netzwerktreffen von Business Network International (BNI) üblich ist, hatte auch hier jedes Mitglied die Möglichkeit sich und sein Business in maximal einer Minute zu präsentieren. Außerdem stellten sich die Gäste vor und es gab Informationen rund um BNI.
Pünktlich um 8.30 Uhr war dann das offizielle Programm beendet. Für diesen strukturierten Ablauf, der schon mit dem Kassieren des Frühstücksbeitrags begann (Danke an Ulrike Eckart, Dirk May, Ingolf Stuber und Katrin Fay), haben wir viel Lob von unseren Gästen bekommen. Im Anschluss gab es natürlich noch die Möglichkeit persönlich ins Gespräch zu kommen, sich von Dirk Eckart die Geschichte unseres Unternehmens erzählen zu lassen oder unseren Lagerplatz sowie unseren Gerüstpark zu besichtigen.

Erfolgreich Business-Kontakte knüpfen – Machen Sie es wie wir

Fazit: Die 2. Sächsische Netzwerkwoche war ein voller Erfolg und ich empfehle Ihnen sehr, so etwas selber durchzuführen.
• Wenn Sie neue Geschäftsbeziehungen, Kontakte suchen, machen Sie eine Netzwerkwoche auf Ihrem Betriebsgelände, in Ihrer Fabrikhalle oder in Ihrer Firma.
• Laden Sie Freunde, Kunden und Lieferanten ein und netzwerken Sie nach dem Vorbild von BNI. Wenn Sie Anregungen und Tipps dazu benötigen, dann stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!
• Bitte bedenken Sie: Der Erfolg kommt nicht sofort. Business-Kontakte knüpfen, Beziehungen aufbauen braucht seine Zeit und erst recht bis aus einer Geschäftsbeziehung ein Geschäft wird.
• Haben Sie auch vor Augen, dass Sie durch solche Veranstaltungen sichtbarer werden für Nachbarbetriebe, Mitbewerber und nicht zuletzt auch für neue Kunden.
• Gerade in Zeiten, wo Ihre Auftragsbücher bis zum Anschlag voll sind, macht es Sinn solche Veranstaltungen durchzuführen. Denn Sie sorgen damit vor für die konjunkturschwachen Zeiten.

Hier gibt es übrigens einen visuellen und akustischen Eindruck von unserer Netzwerkwoche.

Ich wünsche erfolgreiches Kontakte knüpfen.

Netzwerken / 18. Juni 2018

Netzwerken: verlässliche Geschäftsbeziehungen und gegenseitiges Empfehlen

Warum Netzwerken im BNI für mich so wertvoll ist

von Walter Stuber

„Volle Auftragsbücher im Handwerk – Kunden müssen Geduld haben“ – diese Schlagzeile ging Anfang des Jahres durch alle Medien.
Die Frage ist nur, wie geht es weiter, wenn alle ihre Gelder, die auf den Banken keinen Gewinn bringen, in Renovierung, Umbau, Hausbau, usw. gesteckt haben?
Wohl dem, der jetzt schon für die „Zeit danach“ vorsorgt. Zum Beispiel in dem er sich in Business Netzwerken engagiert, wo Geschäftsempfehlungen Gang und Gäbe sind. Ich mache das seit vielen Jahren mit Erfolg. Leider treffe ich dort wenig Handwerker.

Ja, natürlich, die Auftragsbücher sind voll, da wird jede Hand gebraucht. Aber das war auch schon vorher so, als nicht so viel zu tun war. So manchem Handwerker – aber auch dem ein oder anderen Unternehmer – der einen Betrieb mit wenigen Mitarbeitern hat, fällt es schwer, sich aus dem Geschäft zu lösen und wenn es nur für zwei Stunden ist. Die Strategie, dass 80% von dem, was der Unternehmer tun soll, nicht IM sondern AM Betrieb stattfinden soll, haben leider viele noch nicht verinnerlicht.

Nichts für Langschläfer

Rund viermal in der Woche bin ich bei Netzwerktreffen. Bei Business Network International (BNI) sind es Frühstückstreffen, die zwischen 6.30 Uhr 7.15 Uhr beginnen. Für mich als Frühaufsteher kein Problem. Für Nachteulen ist es allerdings eine Herausforderung. Ich nehme auch weitere Wege in Kauf, um unterschiedliche Gruppen und Unternehmer kennenzulernen. Netzwerken ist meine Leidenschaft!

Ein fester Programmpunkt bei allen BNI-Treffen ist, dass jeder in maximal 60 Sekunden sein Business präsentiert. Auch wenn ich das schon unzählige Male gemacht habe, es ist jedes Mal für mich eine wunderbare Übung. Hilft es mir doch für jeden verständlich und ohne Fachchinesisch auf den Punkt zu bringen, welche Kernkompetenzen wir als www.spezialgeruestbau.de haben.

Mein Markenzeichen – Dank Netzwerktreffen

Natürlich schätze ich auch die Geschäftsempfehlungen, die ich nach solchen Treffen bekomme und die Kontakte, die ich knüpfen kann. Zum Beispiel habe ich bei einem BNI-Treffen eine Farb- und Stilberaterin getroffen. Ich habe mich dann später von ihr beraten lassen. Ihr habe ich zu verdanken, dass mein Erscheinungsbild so schnell keiner vergisst: Ich bin der Mann mit der roten Brille, dem roten Hemd und dem blauen Anzug.

Kein Witz: So werde ich jetzt vielfach wahrgenommen. Bei Kongressen treffe ich Menschen, die rufen mir schon von weitem zu: „Ich bin mit Ihnen bei Facebook und Xing verbunden. Sie sind doch der Walter Stuber mit der roten Brille und dem roten Hemd!“ Das ist also zu meinem Markenzeichen geworden. Und ich will eine Marke sein, mich abheben von der Masse. Natürlich nicht nur durch Äußerlichkeiten – vor allem durch meine Werte, für die ich auch bei diesen Treffen einstehe.

Einladung zur 2.Sächsischen Netzwerkwoche 19.-22.Juni 2018

Wenn Sie sich gerne mal selber einen Eindruck verschaffen wollen, wie solche BNI-Netzwerktreffen ablaufen, dann gibt es in dieser Woche eine ganz besondere Gelegenheit dazu. Vom 19. – 22. Juni 2018 jeweils ab 6.30 Uhr findet die 2.Sächsische Netzwerkwoche auf unserem Firmengelände in Roßwein statt. Natürlich mit einem leckeren Frühstück und vielen interessanten Unternehmerinnen und Unternehmern. Mehr Infos gibt es hier.

Ich freue mich auf ein Kennenlernen oder Wiedersehen bei uns in Roßwein!

Gastbeitrag / 12. Juni 2018

Burnout – Ich muss nicht perfekt sein

Ich arbeite – also bin ich?!
Hilfe aus dem Burnout

von Nora Oelkers, Leiterin des Hotels Romantischer Winkel – SPA & Wellness Resort in Bad Sachsa

Selbstständige haben immer viel um die Ohren. Da erzähle ich nichts Neues. Es sind immer tausend Dinge, die gemacht, geplant und angedacht werden müssen. Für alle muss man immer ansprechbar sein. Arbeiten von morgens bis abends. Schließlich will man erfolgreich sein in seinem Geschäft und etwas darstellen.

Ich weiß, wovon ich schreibe. Ich wusste schon immer genau, was ich alles erreichen wollte und zog es durch: Ehe, Kinder, der Aufbau eines Wellness-Hotels mit allem, was dazu gehört. Meine „Antreiber“ hießen: Du musst perfekt und immer stark sein, darfst keine Schwäche zeigen! Du musst allen immer helfen und schneller sein als die anderen!

Befreiende Erkenntnis: Ich muss nicht perfekt sein!

Das ging bestens, bis ich selbst tief im Burnout steckte und gar nichts mehr machen konnte. Ich habe Hilfe gesucht in Kliniken, bei Therapeuten. Nichts hat mir auf Dauer geholfen. Bis ich auf einen professionellen Coach gestoßen bin, der mit mir auf Basis christlicher Werte arbeitete.

Der Heilungsprozess begann für mich, als ich erkannt habe, dass mein Wert nicht von meiner Leistung abhängt; ich mich so annehmen darf und kann, wie ich bin und dass ich Anerkennung nicht mit Liebe verwechseln darf. Meinen Perfektionismus konnte ich Stück für Stück auf ein gesundes Maß zurück fahren. Das Ergebnis von vielen Gesprächen und der professionellen Therapie: Ich kann heute ein entspanntes Leben führen, trotz vieler Herausforderungen!

Anzeichen für beginnenden Burnout

Meine Erfahrungen haben mich sensibel gemacht für die Menschen um mich herum. Immer öfters entdeckte ich unter unseren Gästen Manager, Selbstständige und Unternehmer, die eine Auszeit von ihrem stressigen Alltag nehmen wollten, es aber gar nicht mehr schafften zur Ruhe zu kommen.

Sie klagten über Schlaflosigkeit, dass sie keine Zeit mehr für Ihre Freunde hatten und ihre Leistungsfähigkeit abgenommen hatte. Das alles können Signale für einen beginnenden Burnout sein. Gerade Führungskräfte stehen in der Gefahr diese Zeichen geflissentlich zu übergehen. Schließlich definieren sich viele über ihre Arbeit.

Wirksames gegen Burnout

Aus diesen Beobachtungen heraus entwickelten wir unser exklusives Angebot „Schnelle Hilfe gegen Burnout“, das ich als zertifizierte Persönlichkeitstrainerin, Burnout- und Systemischer Coach auf der Basis christlicher Werten durchführe. Innerhalb von fünf bis sieben Tagen vermitteln wir unseren Gästen einen neuen Blick auf ihr Leben und ihren Wert, der unabhängig ist von Leistung und Erfolg.

Sie gehen gestärkt wieder zurück in ihre alte Lebenssituation. Wohl wissend, dass dort nicht alles beim Alten bleiben kann und darf! Noch besser ist es, frühzeitig gegen das Ausbrennen anzugehen und die „Antreiber“ im eigenen Leben zu entdecken. Deshalb empfehle ich, dass sich Führungskräfte im Alltag Unterstützung von Coaches holen. Nehmen wir uns erfolgreiche Fußballspieler zum Vorbild: Da hat jeder mindestens einen Coach an der Seite. Das sollte auch bei Unternehmern selbstverständlich werden!

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Der Beitrag „Ich arbeite – also bin ich!?“ von Nora Oelkers erschien zuerst in „MUTMACHER – das Praxishandbuch von zwei verrückten Unternehmern“, von Walter Stuber und Dirk Eckart
Auch erhältlich als eBook, Hörbuch-CD und zum Downloaden.