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Gastbeitrag / 13. November 2018

Weitsicht für Unternehmer

Weitsicht mit Gletscherbrunch auf 3210 m am Stubaier Gletscher

Ein Gastbeitrag von Enrico Maggi, Geschäftsführer BNI Tirol

„Ab in die Berge!“  Das ist mein Rat für alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich täglich den unterschiedlichsten Herausforderungen stellen müssen und die darüber in der Gefahr stehen, ihren Fokus zu verlieren. Auf den Gipfeln bekommt man einen ganz neuen Blick auf den Alltag. Aber nicht jeder ist ein begeisterter Bergsteiger wie ich und kann diesen Perspektivwechsel, diese neue Sicht von oben, genießen. Doch Weitsicht benötigen wir alle!

Das ist ein Grund, warum wir von Business Network International (BNI) Tirol den Gletscherbrunch ins Leben gerufen haben. Im Oktober fand er zum dritten Mal statt. Treffpunkt war dieses Mal das Gourmetrestaurant Schaufelspitz. Der Gault-Millau-Guide 2018  hat diese Location mit 15 Punkten und zwei Hauben prämiert.

Alles auf höchstem Level

Aber nicht nur deshalb war das ein Netzwerk-Event auf höchstem Level! Wann hat man schon mal die Gelegenheit am Stubaier Gletscher auf 3210 m, mit Sicht auf 109 Dreitausender, in strahlendem Sonnenschein, bei einem Glas Prosecco und exzellenter Küche Geschäftskontakte zu knüpfen und zu pflegen?

Von Jahr zu Jahr hat sich die Teilnehmerzahl für den Gletscherbrunch vergrößert. Jetzt waren es schon hundert Unternehmer. Fünfzig davon hatten keine weite Anreise, sie kamen aus dem Tiroler Umland. Die anderen fünfzig hatten den Weg aus ganz Europa auf sich genommen.

Neuer Blick auf den Alltag

Zur atemberaubenden Aussicht, der traumhaften Verpflegung und der Gelegenheit zum Netzwerken gab es Vorträge auf höchstem Niveau von Harald Lais, Geschäftsführer von BNI Deutschland und Frederik Malsy, Geschäftsführer von BNI Wiesbaden/Mainz und Experte für strategisches Empfehlungsmarketing.

Die Feedbacks zeigen, dass viele Teilnehmer auf unterschiedlichen Ebenen von unserem Alpen-Netzwerk-Event profitiert haben. Zum Beispiel haben sie in der Bergwelt einen neuen Blick auf ihren Alltag bekommen. Vielleicht hat der ein oder andere auch für sich entdeckt, dass ein Ausflug in die Berge eine gute Möglichkeit sein kann, aufzutanken und neue Energie und Weitsicht zu bekommen, so wie ich es für mich immer wieder erlebe.

Mein großes Glück

Als ich vor fünf Jahren nach Tirol kam und gemeinsam mit Corinna Schachner die Geschäftsführung von BNI Tirol übernommen habe, war das für mich ein großes Glück. Nicht nur, aber auch wegen der Nähe zu den Alpen, wo ich schon immer Entspannung und Ausgleich von meinem stressigen Alltag gefunden habe. Ich liebe die Berge einfach.

Dass diese Liebe noch getoppt werden könnte durch die einer hübschen Tirolerin, hatte ich damals nicht zu hoffen gewagt. Aber genauso ist es gekommen. Mittlerweile haben wir eine zweieinhalb jährige Tochter. In Tirol fühle ich mich zu Hause, hier bekommt mich keiner weg!

Meine Netzwerk-Vision

Es gibt in unserer Region ja auch noch genügend zu tun in Sachen „Netzwerken“. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist, ein Umdenken bei den Unternehmerinnen und Unternehmern zu erreichen. Weg von der alten Prägung, dass man nur auf sich selber und den eigenen Erfolg schaut, hin zum Miteinander und Füreinander, wie es das BNI –Motto „Wer gibt, gewinnt“ auf den Punkt bringt.

Da sind wir mit unseren wöchentlichen BNI-Gruppen auf einem guten Weg. Das Jahreshighlight, der Gletscherbrunch, wirkt sich natürlich auch sehr positiv aus. Denn wie schon erwähnt: In den Bergen sein und die Weitsicht genießen, tut immer gut! Einen schönen Eindruck vom Gletscherbrunch 2018 finden Sie in dem brandneuen Video unter diesem Link: https://www.youtube.com/watch?v=E9MWc9OC5AI Vielleicht sehen wir uns ja 2019 beim Gletscherbrunch in Tirol?

Ganz Privat / 11. September 2018

Echte Freunde fallen nicht vom Himmel

Warum ich selber dafür verantwortlich bin, dass Freundschaften lebendig bleiben

von Walter Stuber

Süßkirschen klauen, Wasserräder bauen, Forellen fischen und den Bach anstauen – das alles und noch viel mehr Unsinn habe ich zusammen mit Otto, Andreas und Harald gemacht. Als Jugendlicher und dann als Erwachsener kamen und gingen andere Freunde, auf die ich mich verlassen konnte. Heute denke ich daran zurück und frage mich: Gibt es in meiner jetzigen Lebensphase noch solche Wegbegleiter? Gibt es echte Freunde?

Bekannte, Geschäftskollegen, Kontakte, persönlich und über soziale Medien  – daran mangelt es nicht. Aber echte Freunde so wie früher? Jemand mit dem ich durch dick und dünn gehen kann, der mir den Rücken freihält, aber auch mal die Meinung sagt, mit dem ich lachen und weinen kann? Was zeichnet echte Freunde aus? Mehr dazu erfahren Sie hier https://karrierebibel.de/freundschaft/ .

Erfolgreich – aber keine echten Freunde

„Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.“, hat der US-amerikanische Schriftsteller Ralph Waldo Emerson gesagt. Gibt es solch einen Menschen in meinem Leben? Die ehrliche, ernüchternde Antwort lautete lange: Nein. Leider nicht. Ich weiß, dass es vielen Führungskräften ähnlich geht. Woran liegt das?

Ich gehe von mir aus: Ich habe Verantwortung für unser Unternehmen, bin sehr viel unterwegs, manchmal hetze ich von Termin zu Termin, nehme an Seminaren, Weiterbildungen, Netzwerktreffen teil und meine Familie möchte irgendwann auch Zeit mit mir verbringen.

Da bleiben kaum Lücken für Freunde. Neue finden, ist nicht drin und alte Freundschaften liegen auf Eis, weil Beziehungen gepflegt werden müssen. So manch ein Freund von früher hat sich zurückgezogen. Verständlich – oder nicht? Bis vor kurzem hat mich das traurig gemacht und ich habe resigniert gesagt: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“  Das macht auf Dauer bitter und schiebt die Verantwortung dafür, dass ich keine echten Freunde mehr habe, bequemerweise von mir weg zu den anderen hin. Durch Gespräche und Nachdenken ist mir jetzt klar geworden: Ich bin selber dafür verantwortlich, ob ich gute Freundschaften habe oder nicht!

Bewusst und langfristig planen

Deshalb will ich ganz neu aktiv werden. Alte Freundschaften wieder aufleben lassen und offen sein für neue. Der größte Feind ist der volle dienstliche Terminkalender. Aber ich habe mir vorgenommen, nur noch im Notfall am Wochenende zu arbeiten. Das schafft schon mal Freiräume. Außerdem werde ich schon weit im Voraus Termine blockieren, die ich für Treffen mit Freunden freihalte und hin und wieder am Wochenende mich auf den Weg machen, zu denen, die weiter weg wohnen.

Gerade weil ich so viel mit unserem Unternehmen und allem Drumherum um die Ohren habe, brauche ich echte Freunde an meiner Seite, auf die ich mich verlassen kann, die mich so nehmen, wie ich bin, die mir Mut machen oder mich – wenn nötig – in den Allerwertesten treten. Zeit mit treuen Freunden zu verbringen ist immer „Quality Time“.

5 Echte-Freunde-Praxis-Tipps

Sind Ihre echten Freunde durch Arbeit und Karriere auf der Strecke geblieben? Dann mache ich Ihnen mit diesen Tipps Mut, dass Sie wieder Menschen finden, vor denen Sie laute denken können.

  • Überlegen Sie, wo es Sinn macht, alte Freundschaften aufleben zu lassen – und gehen Sie den ersten Schritt auf den anderen zu.
  • Wagen Sie sich einem Menschen, dem Sie vertrauen und den Sie sich gut als echten Freund vorstellen können, anzusprechen. Vielleicht ergibt sich daraus tatsächlich eine vertrauensvolle Freundschaft.
  • Behandeln Sie Treffen mit Freunden wie Ihre dienstlichen Termine, notieren Sie sie sorgfältig und nehmen Sie sie wahr! Sagen Sie nur im Notfall ab: Diese Stunden sind „Quality Time“, auch wenn der Tag stressig ist.
  • Sprechen Sie langfristig mit Ihrem besten Freund Termine ab! Es hat sich bewährt für ein Jahr im Voraus feste Treffen zu vereinbaren! Darüber hinaus kann man immer noch spontan etwas vereinbaren.

Vergessen Sie nicht: Die Verantwortung für eine vitale Freundschaft liegt zuerst bei Ihnen!

Allgemeine Themen / 3. Juli 2018

Business-Kontakte knüpfen: 2. Sächsische Netzwerkwoche

Vier Tage kompakt: Frühstück und Business-Kontakte knüpfen
2. Sächsische Netzwerkwoche: Ein Rückblick und Aufruf selber Gastgeber zu werden

von Walter Stuber

„Es war großartig, wie immer sehr gut organisiert und eine gute Stimmung.“ „Vielen Dank für die Möglichkeit über 250 Unternehmer zu treffen und Empfehlungen auszutauschen.“
Zwei Feedbacks auf Facebook zur 2. Sächsischen Netzwerkwoche, die vom 19. bis 22. Juni auf dem Gelände unserer Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH stattfand. Das war wieder eine spannende Woche für uns. Vor allem für unser Büro-Team, das einmal mehr bewiesen hat, dass es große Events perfekt ausrichten kann.

Das Ganze ist ja auch eine logistische Herausforderung. Damit haben wir als Gerüstbauer beste Erfahrungen. Allen voran mein Mitgesellschafter und Geschäftsführer Dirk Eckart. Er war verantwortlich für die Organisation des großen Zeltes, samt Tische und Bänke, den Toilettenwagen (muss auch sein….) und er heuerte, wie schon im letzten Jahr, Lars Lemke an, damit unsere Gäste wieder ein erstklassiges, reichhaltiges Frühstück genießen konnten.

Erstmals Gewerbeschau

Neuerung in diesem Jahr: Eine kleine „Gewerbeschau“. Wir hatten Unternehmern aus der Umgebung angeboten ihre Dienstleistungen und Produkte an den vier Tagen zu präsentieren. Mit dabei waren die Firmen: KENTER Müller GmbH, Reinigungssysteme/ Brandis, Silke Gebhardt Coaching Domain/ Ostrau, Alfred Brasse, Sonnenschutzanlagen/ Leisnig, Autohaus Ertl GmbH/ Döbeln, büroperfekt Chemnitz , BNI Regionaldirektion Südost/ Dresden; Müllers Büro GmbH /Altmittweida und Fischer´s Fine Interiors/Chemnitz.

Schöner und gewollter Nebeneffekt: Diese Firmen waren gleichzeitig auch unsere Sponsoren, damit die Kosten für Zeltmiete etc. für uns niedrig gehalten werden konnten.

Handschriftliche Einladungen

Im Vorfeld haben wir breitflächig eingeladen: Unsere Lieferanten, Kunden und alle Business Network International (BNI) Gruppen im Raum Sachsen. Nicht etwa per Mail oder ausgedrucktem Brief.

Unsere Mitarbeiterin Nicole Lange und unsere Auszubildende Sandra Naumann haben rund 150 Postkarten per Hand geschrieben. Mit Erfolg: Allein am erstem Morgen der Sächsischen Netzwerkwoche war unser Zelt gut gefüllt mit 86 Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften. Auch Mittwoch, Donnerstag und Freitag ließen sich viele einladen.

Strukturierter Ablauf

Um 7 Uhr begann unser Frühstück mit der Begrüßung und der Aufforderung sich am Buffet zu bedienen, damit um Punkt 7.15 Uhr mit dem Programm begonnen werden konnte. Wie es bei Netzwerktreffen von Business Network International (BNI) üblich ist, hatte auch hier jedes Mitglied die Möglichkeit sich und sein Business in maximal einer Minute zu präsentieren. Außerdem stellten sich die Gäste vor und es gab Informationen rund um BNI.
Pünktlich um 8.30 Uhr war dann das offizielle Programm beendet. Für diesen strukturierten Ablauf, der schon mit dem Kassieren des Frühstücksbeitrags begann (Danke an Ulrike Eckart, Dirk May, Ingolf Stuber und Katrin Fay), haben wir viel Lob von unseren Gästen bekommen. Im Anschluss gab es natürlich noch die Möglichkeit persönlich ins Gespräch zu kommen, sich von Dirk Eckart die Geschichte unseres Unternehmens erzählen zu lassen oder unseren Lagerplatz sowie unseren Gerüstpark zu besichtigen.

Erfolgreich Business-Kontakte knüpfen – Machen Sie es wie wir

Fazit: Die 2. Sächsische Netzwerkwoche war ein voller Erfolg und ich empfehle Ihnen sehr, so etwas selber durchzuführen.
• Wenn Sie neue Geschäftsbeziehungen, Kontakte suchen, machen Sie eine Netzwerkwoche auf Ihrem Betriebsgelände, in Ihrer Fabrikhalle oder in Ihrer Firma.
• Laden Sie Freunde, Kunden und Lieferanten ein und netzwerken Sie nach dem Vorbild von BNI. Wenn Sie Anregungen und Tipps dazu benötigen, dann stehe ich Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!
• Bitte bedenken Sie: Der Erfolg kommt nicht sofort. Business-Kontakte knüpfen, Beziehungen aufbauen braucht seine Zeit und erst recht bis aus einer Geschäftsbeziehung ein Geschäft wird.
• Haben Sie auch vor Augen, dass Sie durch solche Veranstaltungen sichtbarer werden für Nachbarbetriebe, Mitbewerber und nicht zuletzt auch für neue Kunden.
• Gerade in Zeiten, wo Ihre Auftragsbücher bis zum Anschlag voll sind, macht es Sinn solche Veranstaltungen durchzuführen. Denn Sie sorgen damit vor für die konjunkturschwachen Zeiten.

Hier gibt es übrigens einen visuellen und akustischen Eindruck von unserer Netzwerkwoche.

Ich wünsche erfolgreiches Kontakte knüpfen.

Netzwerken / 18. Juni 2018

Netzwerken: verlässliche Geschäftsbeziehungen und gegenseitiges Empfehlen

Warum Netzwerken im BNI für mich so wertvoll ist

von Walter Stuber

„Volle Auftragsbücher im Handwerk – Kunden müssen Geduld haben“ – diese Schlagzeile ging Anfang des Jahres durch alle Medien.
Die Frage ist nur, wie geht es weiter, wenn alle ihre Gelder, die auf den Banken keinen Gewinn bringen, in Renovierung, Umbau, Hausbau, usw. gesteckt haben?
Wohl dem, der jetzt schon für die „Zeit danach“ vorsorgt. Zum Beispiel in dem er sich in Business Netzwerken engagiert, wo Geschäftsempfehlungen Gang und Gäbe sind. Ich mache das seit vielen Jahren mit Erfolg. Leider treffe ich dort wenig Handwerker.

Ja, natürlich, die Auftragsbücher sind voll, da wird jede Hand gebraucht. Aber das war auch schon vorher so, als nicht so viel zu tun war. So manchem Handwerker – aber auch dem ein oder anderen Unternehmer – der einen Betrieb mit wenigen Mitarbeitern hat, fällt es schwer, sich aus dem Geschäft zu lösen und wenn es nur für zwei Stunden ist. Die Strategie, dass 80% von dem, was der Unternehmer tun soll, nicht IM sondern AM Betrieb stattfinden soll, haben leider viele noch nicht verinnerlicht.

Nichts für Langschläfer

Rund viermal in der Woche bin ich bei Netzwerktreffen. Bei Business Network International (BNI) sind es Frühstückstreffen, die zwischen 6.30 Uhr 7.15 Uhr beginnen. Für mich als Frühaufsteher kein Problem. Für Nachteulen ist es allerdings eine Herausforderung. Ich nehme auch weitere Wege in Kauf, um unterschiedliche Gruppen und Unternehmer kennenzulernen. Netzwerken ist meine Leidenschaft!

Ein fester Programmpunkt bei allen BNI-Treffen ist, dass jeder in maximal 60 Sekunden sein Business präsentiert. Auch wenn ich das schon unzählige Male gemacht habe, es ist jedes Mal für mich eine wunderbare Übung. Hilft es mir doch für jeden verständlich und ohne Fachchinesisch auf den Punkt zu bringen, welche Kernkompetenzen wir als www.spezialgeruestbau.de haben.

Mein Markenzeichen – Dank Netzwerktreffen

Natürlich schätze ich auch die Geschäftsempfehlungen, die ich nach solchen Treffen bekomme und die Kontakte, die ich knüpfen kann. Zum Beispiel habe ich bei einem BNI-Treffen eine Farb- und Stilberaterin getroffen. Ich habe mich dann später von ihr beraten lassen. Ihr habe ich zu verdanken, dass mein Erscheinungsbild so schnell keiner vergisst: Ich bin der Mann mit der roten Brille, dem roten Hemd und dem blauen Anzug.

Kein Witz: So werde ich jetzt vielfach wahrgenommen. Bei Kongressen treffe ich Menschen, die rufen mir schon von weitem zu: „Ich bin mit Ihnen bei Facebook und Xing verbunden. Sie sind doch der Walter Stuber mit der roten Brille und dem roten Hemd!“ Das ist also zu meinem Markenzeichen geworden. Und ich will eine Marke sein, mich abheben von der Masse. Natürlich nicht nur durch Äußerlichkeiten – vor allem durch meine Werte, für die ich auch bei diesen Treffen einstehe.

Einladung zur 2.Sächsischen Netzwerkwoche 19.-22.Juni 2018

Wenn Sie sich gerne mal selber einen Eindruck verschaffen wollen, wie solche BNI-Netzwerktreffen ablaufen, dann gibt es in dieser Woche eine ganz besondere Gelegenheit dazu. Vom 19. – 22. Juni 2018 jeweils ab 6.30 Uhr findet die 2.Sächsische Netzwerkwoche auf unserem Firmengelände in Roßwein statt. Natürlich mit einem leckeren Frühstück und vielen interessanten Unternehmerinnen und Unternehmern. Mehr Infos gibt es hier.

Ich freue mich auf ein Kennenlernen oder Wiedersehen bei uns in Roßwein!

Gastbeitrag / 8. Mai 2018

Rooibos und Brandy statt Reagenzglas und Leuchtreklame

Von Genuss-Exepertin Ulrike Mothes

Leipzig ist eine moderne, neugierige Stadt, in Aufbruchstimmung  und der ideale Platz für Existenzgründer! Das erzählte man mir im Jahr 2010. Da war für mich klar, dass das der beste Ort für einen Neuanfang für mich sein muss. Bereits ein Jahr später eröffnete ich meinen ersten Laden:  „Vom Fass“ www.vomfass.de/leipzig, in dem es feinste Essige und Öle, hochwertige Spirituosen und Weine gibt. Meine Wahl fiel deshalb auf diese Produktpalette, weil ich einen kulinarischen Umbruch im Einzelhandel wahrgenommen habe. Schon das Einkaufen von hochwertigem Essen und Trinken soll für die Kunden ein Erlebnis sein. Dazu gehören gute Beratung, genaue Kenntnisse über Zutaten und Herstellung, die Möglichkeit zu probieren und auch das Abfüllen vom Glasballon direkt in die Flasche.

Das grundsolide, schwäbische Franchiseunternehmen „Vom Fass“ war für mich gerade am Anfang eine große Hilfe und es ist heute noch der starke Partner an meiner Seite, der mir hilft im Wettbewerb bestehen zu können. Ich konnte getrost alle Kontakte und Lieferanten übernehmen und wusste um die hohe Qualität der Ware. Auch  im Bereich Marketing war ich dadurch sofort bestens aufgestellt. Einen großen Vorteil für mich als Franchise-Nehmerin  waren und sind die Schulungen, die angeboten werden.

Ein Blick zurück

Vor einigen Jahren hätte ich es selbst nicht für möglich gehalten, dass ich im Einzelhandel lande! Es scheint Lichtjahre her zu sein, dass ich mich in meiner Heimatstadt Berlin für ein naturwissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt Biologie entschieden habe. Irgendwann wurde dann allerdings klar, dass mir auf lange Sicht in diesem Bereich das menschliche Miteinander fehlen würde.

So machte ich einen Schnitt und ging zu einer Werbeagentur bei der ich als Quereinsteigerin so ziemlich alles gemacht habe und das mit großer Freude. Trotzdem kam 2010 bei mir der Wunsch auf etwas Neues zu wagen. Deshalb der Umzug nach Leipzig.

Auf Erfolgskurs

Nach dem „Vom Fass“ gut angelaufen war, überlegte ich 2014 wie ich mich noch weiterentwickeln könnte. Ich wollte im Lebensmittelbereich bleiben. Während ich in Leipzig auch viele Touristen erreichte, sollte mein zweites Standbein etwas für die Menschen vor Ort bieten. Kurzerhand schrieb ich eine Bewerbungsmappe an TeeGschwendner. Wieder einem Franchise-Unternehmen, denn das System bringt mir die meisten Vorteile. Ich vergleiche es gerne mit dem schlüsselfertigen Bauen: Ich bekomme vieles „geliefert“ und kann trotzdem ganz nach meinen Wünschen auswählen. Genau ein Jahr später, im April 2015, wurde dann mein TeeGschwendner  Geschäft „Nova Eventis“  in Leuna-Günthersdorf  https://stores.teegschwendner.de/leuna/ eröffnet.

Seitdem bin ich in beiden Geschäften „halb und halb“ – aber beide liegen mir gleichermaßen am Herzen, denn es sind  meine „Kids“, in die ich viel investiert habe. Zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern  pflegen wir in beiden Läden eine persönliche Atmosphäre. Nicht selten erzählen uns Stammkunden aus ihrem Leben, klagen ihr Leid oder lassen uns an ihren Freuden teilhaben. Es bauen sich Kontakte auf und genau das liebe ich! Der Nebeneffekt ist, dass zufriedene Kunden uns natürlich weiterempfehlen.

BNI – Von „alten Elefanten“ profitieren

Über die Werbeagentur www.minnemedia.de stieß ich im Herbst 2017 in Leipzig auf Business Network International (BNI)  „Via Regia“. Ich war von dem gezielten, professionellen Netzwerken sofort angetan und wurde schnell Mitglied der Gruppe.  Sowohl meine „Vom Fass“- Produkte als auch die Gschwendner Tees eignen sich sehr gut als Kundenpräsente. Das wurde hier gut angenommen. Durch Weiterempfehlungen in andere BNI-Gruppen hinein,  hat sich für mich noch eine weitere Möglichkeit ergeben, neue Kundenkreise zu erschließen.

Aber nicht nur diese Seite des Netzwerkens schätze ich. Mich begeistert, dass hier Geschäftsleute mit großem Wissen und viel Erfahrung sitzen und das auch weitergeben. Ich nenne sie liebevoll „die alten Elefanten“.  Walter Stuber ist einer von ihnen. Von ihm habe ich z.B. gelernt, dass es nicht nur „schwarz und weiß“ gibt und dass Höhen und Tiefen manchmal ganz eng beieinander liegen. Was mir an ihm besonders auffällt:  Er „hat“ nicht nur sein Unternehmen, er lebt es! Er ist einer meiner Mutmacher!

Mut kann ich immer gebrauchen, denn ich liebe mutige Entscheidungen, wie damals vor 8 Jahren als ich in Berlin die Zelte abgebrochen habe und nach Leipzig gezogen bin. Und ich gebe es gerne zu: Das habe ich nicht bereut!