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Allgemeine Themen / 24. August 2021

Nicht nur zu Weihnachten: Warum schenken mein Leben reich macht

Blumenstrauss

Von Walter Stuber 

Schokolade, Blumen, eine Postkarte, ein Buch oder eine Zeitschrift – es gibt so viele Kleinigkeiten, mit denen ich anderen eine Freude machen kann. Manchmal gebe ich auch nur eine Kopie eines interessanten Artikels weiter, von dem ich denke, dass es den Bekannten oder Geschäftspartner interessiert. Ich liebe es zu schenken und andere zu überrasche. Es kommt gar nicht auf den Wert an. Es soll ein Zeichen meiner Verbundenheit und Wertschätzung sein. 

Auch unseren Mitarbeitern gegenüber ist mir das wichtig. Deshalb gibt es in unserem Unternehmen unterschiedliche Bonusprogramme und Vergünstigungen. Das ist unsere Art „Danke“ zu sagen für die verlässliche Mitarbeit. Das Ganze hat sogar noch einen positiven Nebeneffekt: Es fördert nachgewiesenermaßen die Motivation der Mitarbeiter. https://www.personalwirtschaft.de/fuehrung/mitarbeiterbindung/artikel/kleine-gaben-foerdern-die-motivation.html  

Ein kleiner Glücksmoment im Alltag 

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.“, lautet ein altes Sprichwort. Manchmal stelle ich mir vor, was in dem oder der Beschenkten vorgeht, wenn er/sie meine kleine Aufmerksamkeit in der Hand hält. Ich hoffe natürlich, dass es positive Gedanken sind. Aber das scheint nicht immer der Fall zu sein. So mancher sieht in meiner kleinen Aufmerksamkeit gleich eine Verpflichtung und denkt, dass er/sie nun in meiner „Schuld“ stehen würde. Viele sind so geprägt worden. Leider!  

Vielleicht ist das ein Grund, warum ich selten ein „Dankeschön“ höre oder lese? Oder es liegt daran, dass alle so viel um die Ohren haben, dass es schlicht und einfach vergessen wird, sich zu melden und ein Feedback zu geben. Trotzdem: Ich lasse mich nicht vom Schenken abhalten. Ich habe selbst erlebt, wie mir solch ein „Ich-denke-an-dich!“- Gruß mitten im Alltag ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat und mir damit einen Glücksmoment beschert hat. Das wünsche ich mir auch für die, die ich beschenke.  

Wem könnten Sie heute mit einem Blumenstrauß, einem Kasten Pralinen oder einer besonderen Postkarte überraschen?  

! Freuen Sie sich an der Freude anderer! Das macht Ihr Leben reicher und glücklicher!  

Allgemeine Themen / 11. Mai 2021

Je erfolgreicher desto einsamer?

Je erfolgreicher desto einsamer

Je erfolgreicher desto einsamer? Auf der Suche nach dem besten Freund 

Von Walter Stuber  

„Ich rufe diese Woche fünf Menschen an, mit denen ich seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Was machst Du Besonderes diese Woche?“ Vor ein paar Wochen habe ich diesen Post bei Facebook und WhatsApp eingestellt. Für mich war es eine Art Experiment. Ich wollte herausbekommen, ob Bekannte, die sich schon lange nicht mehr bei mir gemeldet haben, von sich aus anrufen würden.  

Das Ergebnis: Nicht einer rief an, obwohl ich ein großes Netzwerk habe. Schade. Aber immerhin hatte ich fünf interessante Telefongespräche, denn was ich ankündige, das mache ich auch. Auslöser für diese Aktion waren Gedanken, die ich mir rund um das Thema Freundschaft gemacht habe. Was macht einen guten Freund aus? Und wer ist mein bester Freund? 

Miteinander durch dick und dünn  

In meiner Kindheit war Otto derjenige, mit dem ich am meisten Zeit verbracht habe. Später kam dann Andreas mit dabei. Nach der Grundschule trennten sich leider unserer Wege, weil sie in andere weiterführende Schulen gingen als ich. Als Jugendlicher war ich viel mit Harald unterwegs. Aber auch diese Freundschaft verlief irgendwann im Sand, weil wir beruflich unterschiedliche Wege gingen.  

Seitdem war und bin ich auf der Suche nach einem Freund, mit dem ich durch dick und dünn gehen kann. Manchmal dachte ich, dass ich jemanden gefunden hätte, der mein Sparringspartner sein könnte, wie früher Otto und Harald. Aber dann wurde mir klar, dass derjenige nur darauf aus war mir irgendetwas zu verkaufen oder meine Kontakte für seine Belange zu nutzen.  

Echte Unterstützer  

Was ein Glück, dass ich vor einigen Jahren meinen christlichen Glauben wiederentdeckt habe und dass ich weiss, dass die Aussage „Jesus ist dein Freund“ keine Floskel ist. Mit ihm kann ich über meine Sorgen, Nöte und Freunden im Gebet sprechen. Aber ein echter Freund auf Erden, der mir mal ermutigend auf die Schulter klopft, der wäre trotzdem schön.  

Sicher, ich habe Menschen, die mich eng begleiten und auch für mich da sind. Dirk Eckart www.dirk-eckart.de , mein Kompagnon, ist zum Beispiel. Mit ihm kann ich vieles besprechen. Auf geschäftlicher Ebene verstehen wir uns blendend. Was unser Privatleben angeht, ticken wir völlig anders. Deshalb hat sich auch keine klassische „Männerfreundschaft“ bei uns entwickelt. Aber so wie es ist, ist es gut! 

Soziale Netzwerke sind kein Ersatz 

Meine Beobachtung: Unternehmer*innen und Führungskräfte werden, je erfolgreicher sie sind, nach Feierabend schnell zu einsamen „Wölfen“. Sicherlich gibt es dafür ganz unterschiedliche Gründe. Manche kommen gut ohne echte Freunde aus. Anderen fehlt jemand, der Freude und Leid mit einem teilt. Ich gehöre eindeutig zur zweiten Gruppe.  

Ich bin viel in den sozialen Netzwerken unterwegs, das ist meine Art den fehlenden Kumpel in meinem realen Leben wenigstens ein wenig zu kompensieren. Wohlwissend, dass das nicht funktionieren kann! Vielleicht muss ich „Freundschaft“ für mich neu definieren und meine Erwartungen an einen „besten Freund“ überdenken, damit ich irgendwann doch noch einen echten Gefährten finde. 

? Wie haben Sie Ihren besten Freund/beste Freundin gefunden?  

Wenn Sie auf der Suche nach echter Freundschaft sind: Was tun Sie dafür, fündig zu werden?  

Was tun Sie gegen das Gefühl der Einsamkeit, trotz der Menschen, die sie umgeben? 

Ich freue mich auf Ihren Kommentar oder Ihre Mail!  

Ganz Privat / 11. September 2018

Echte Freunde fallen nicht vom Himmel

Warum ich selber dafür verantwortlich bin, dass Freundschaften lebendig bleiben

von Walter Stuber

Süßkirschen klauen, Wasserräder bauen, Forellen fischen und den Bach anstauen – das alles und noch viel mehr Unsinn habe ich zusammen mit Otto, Andreas und Harald gemacht. Als Jugendlicher und dann als Erwachsener kamen und gingen andere Freunde, auf die ich mich verlassen konnte. Heute denke ich daran zurück und frage mich: Gibt es in meiner jetzigen Lebensphase noch solche Wegbegleiter? Gibt es echte Freunde?

Bekannte, Geschäftskollegen, Kontakte, persönlich und über soziale Medien  – daran mangelt es nicht. Aber echte Freunde so wie früher? Jemand mit dem ich durch dick und dünn gehen kann, der mir den Rücken freihält, aber auch mal die Meinung sagt, mit dem ich lachen und weinen kann? Was zeichnet echte Freunde aus? Mehr dazu erfahren Sie hier https://karrierebibel.de/freundschaft/ .

Erfolgreich – aber keine echten Freunde

„Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.“, hat der US-amerikanische Schriftsteller Ralph Waldo Emerson gesagt. Gibt es solch einen Menschen in meinem Leben? Die ehrliche, ernüchternde Antwort lautete lange: Nein. Leider nicht. Ich weiß, dass es vielen Führungskräften ähnlich geht. Woran liegt das?

Ich gehe von mir aus: Ich habe Verantwortung für unser Unternehmen, bin sehr viel unterwegs, manchmal hetze ich von Termin zu Termin, nehme an Seminaren, Weiterbildungen, Netzwerktreffen teil und meine Familie möchte irgendwann auch Zeit mit mir verbringen.

Da bleiben kaum Lücken für Freunde. Neue finden, ist nicht drin und alte Freundschaften liegen auf Eis, weil Beziehungen gepflegt werden müssen. So manch ein Freund von früher hat sich zurückgezogen. Verständlich – oder nicht? Bis vor kurzem hat mich das traurig gemacht und ich habe resigniert gesagt: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“  Das macht auf Dauer bitter und schiebt die Verantwortung dafür, dass ich keine echten Freunde mehr habe, bequemerweise von mir weg zu den anderen hin. Durch Gespräche und Nachdenken ist mir jetzt klar geworden: Ich bin selber dafür verantwortlich, ob ich gute Freundschaften habe oder nicht!

Bewusst und langfristig planen

Deshalb will ich ganz neu aktiv werden. Alte Freundschaften wieder aufleben lassen und offen sein für neue. Der größte Feind ist der volle dienstliche Terminkalender. Aber ich habe mir vorgenommen, nur noch im Notfall am Wochenende zu arbeiten. Das schafft schon mal Freiräume. Außerdem werde ich schon weit im Voraus Termine blockieren, die ich für Treffen mit Freunden freihalte und hin und wieder am Wochenende mich auf den Weg machen, zu denen, die weiter weg wohnen.

Gerade weil ich so viel mit unserem Unternehmen und allem Drumherum um die Ohren habe, brauche ich echte Freunde an meiner Seite, auf die ich mich verlassen kann, die mich so nehmen, wie ich bin, die mir Mut machen oder mich – wenn nötig – in den Allerwertesten treten. Zeit mit treuen Freunden zu verbringen ist immer „Quality Time“.

5 Echte-Freunde-Praxis-Tipps

Sind Ihre echten Freunde durch Arbeit und Karriere auf der Strecke geblieben? Dann mache ich Ihnen mit diesen Tipps Mut, dass Sie wieder Menschen finden, vor denen Sie laute denken können.

  • Überlegen Sie, wo es Sinn macht, alte Freundschaften aufleben zu lassen – und gehen Sie den ersten Schritt auf den anderen zu.
  • Wagen Sie sich einem Menschen, dem Sie vertrauen und den Sie sich gut als echten Freund vorstellen können, anzusprechen. Vielleicht ergibt sich daraus tatsächlich eine vertrauensvolle Freundschaft.
  • Behandeln Sie Treffen mit Freunden wie Ihre dienstlichen Termine, notieren Sie sie sorgfältig und nehmen Sie sie wahr! Sagen Sie nur im Notfall ab: Diese Stunden sind „Quality Time“, auch wenn der Tag stressig ist.
  • Sprechen Sie langfristig mit Ihrem besten Freund Termine ab! Es hat sich bewährt für ein Jahr im Voraus feste Treffen zu vereinbaren! Darüber hinaus kann man immer noch spontan etwas vereinbaren.

Vergessen Sie nicht: Die Verantwortung für eine vitale Freundschaft liegt zuerst bei Ihnen!

Allgemeine Themen / 4. April 2017

Mehrwert durch jahrzehntelange Freundschaft

Die Zeiten ändern sich – echte Freunde bleiben

Netzwerken, immer wieder neue Menschen kennen lernen und Verbindungen  untereinander schaffen: Das ist eine meiner Leidenschaften!

Die Zahl meiner Kontakte erhöht sich ständig. Das heißt aber nicht, dass ich meine „alten“  Freunde vergesse. Dazu gehört zum Beispiel Anton Brandl aus Burdberg in Oberbayern.

http://tagwerkcenter.net/erzeugen-verarbeiten/erzeugung/gaertner/toni-brandl

Wir haben uns 1982 kennengelernt. Damals war ich als Lagervertretung im Auslieferungslager der Firma Layher Gerüste in Garching bei München.

Anton Brandl  war gerade aus Brasilien zurückgekehrt. Dort hatte er beim Deutschen Entwicklungsdienst  seinen Wehr-Ersatzdienst abgeleistet und später als landwirtschaftlicher Berater gearbeitet. Er kam nur wieder nach Oberbayern, weil seine Familie ihn gebeten hatte,  den elterlichen Hof zu übernehmen.

Mein Freund, der Bio-Bauer „Brandl-Toni“

Für Anton Brandl kam nur der ökologische Landbau  in Frage. Gegen alle Widerstände setzte er das durch. Bis heute bewirtschaftet er zusammen mit seiner Frau Regina den Hof mit 12 Hektar Land und 12 Milchkühen im  Haupterwerb. In den 35 Jahren unserer Freundschaft konnte ich miterleben, welche Herausforderungen er in seiner Branche meistern musste.

Erst geschah das aus nächster Nähe, denn ich wohnte in der Region. Aber auch als ich 1993 nach Sachsen umgezogen bin, brach der Kontakt nicht ab. Briefe, Karten, später Mails, gingen hin und her, hin und wieder trafen wir uns. So konnte ich Anteil nehmen am Leben meiner Freunde und sie an meinem.

Ein gutes Verhältnis – wie eh und je

Letzte Woche habe ich Regina und Anton Brandl in Oberbayern besucht. Dabei wurde mir wieder klar, welchen Mehrwert so eine tiefe, langjährige  Freundschaft hat!  Wenn wir uns treffen, ist es so, als ob wir uns gestern das letzte Mal begegnet wären. Dass sich auch in meinem Leben vieles verändert hat, spielt überhaupt keine Rolle. Das Vertrauen blieb über Entfernung  und Jahre hinweg erhalten.

Bei allen neuen Kontakte, die ich gerne knüpfe und sie pflege:

Solche „alten Freunde“ sind unendlich wichtig für mein Leben, denn sie kennen meine ganze Lebensgeschichte und ich weiß,  dass sie mich so nehmen, wie  ich bin und dass sie immer ein offenes Ohr haben für meine großen und kleinen Probleme!

Solche Freunde wünsche ich Ihnen auch!