Alle Beiträge von Walter Stuber

Allgemeine Themen / 30. Januar 2018

Alter Zopf oder Lebensweisheit?

von Walter Stuber

Das Jahr 2018 hat irgendwie schon volle Fahrt aufgenommen. Weihnachten und Silvester scheinen Lichtjahre entfernt zu sein. Dabei sind gerade mal ein Wochen vergangen. Gerne denke ich an die Tage „zwischen den Jahren“  zurück, die ich bewusst genutzt habe um mit meinen Enkeln zusammen zu sein.

Mit Ian-Ben, 8 Jahre, war ich stundenlang in der Werkstatt und habe ihm die unterschiedlichen Werkzeuge erklärt. Dann kam die praktische Arbeit: Vogelhäuschen bauen. Voller Stolz legte er den Zollstock an und zeichnete die Bretter zum Sägen an. Nach dem Sägen habe ich ihm gezeigt, wie er mit dem Akkuschrauber die markierten Löcher bohren musste um dann anschließend die Bretter zu verschrauben. Mit Eifer hat Ian-Ben gearbeitet und war stolz über das Ergebnis. Es hat ihm richtig Spaß gemacht mit Opa zu werkeln!

Kinder müssen in Haus und Garten helfen

Schon mit unseren Kindern habe ich gerne in der Werkstatt gearbeitet. Ich habe ihnen verschiedene Arbeitsschritte gezeigt. Vor allem sollten sie viel selber ausprobieren. Meistens waren sie mit Freude dabei. Aber manchmal fehlte auch der Spaß. Meist dann, wenn sie etwas fertig machen mussten, aber eigentlich keine Lust mehr hatten. Klar war, dass alle in Haus und Garten mithelfen mussten. Damit konnten sie ihr Taschengeld aufbessern. Für jede Tätigkeit auf dem Tagesplan gab es eine DM. Später sogar 2, sodass alle drei locker auf 10 DM extra pro Woche komme konnten.

Zusatzaufgaben waren auch gegen Sonderzahlungen möglich. Unsere Sindy hat zum Beispiel gebügelt, die Spülmaschine ein- und ausgeräumt oder Schuhe geputzt. Unsere Söhne haben den Hof gefegt oder Brennholz gemacht. Es waren immer nur Arbeiten, die maximal eine halbe Stunde gedauert haben. Ich weiß, dass die Drei manchmal gestöhnt haben, dass sie helfen mussten. Aber ich bin mir sicher, dass sie dadurch viel gelernt haben. Nicht zuletzt was den Umgang mit Geld betrifft. Ihnen war klar: Will ich mir was kaufen, muss das Geld dafür da sein. Wenn sie nicht so viel gespart hatten, mussten sie eben etwas dazu verdienen und erstmal abwarten.

Taschengeld ohne Gegenleistung

Heute bekommen die meisten Kinder ihr Taschengeld ganz ohne Gegenleistung. Finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben, ist für sie selbstverständlich. Da wundert es nicht, dass so mancher mit 18 meint, dass er ein eigenes Auto haben muss obwohl kein eigenes Einkommen da ist. Wer soll die Kosten tragen? Natürlich die Eltern.

Das gäbe es bei mir nicht!  Ausnahme wäre, wenn Sohn oder Tochter schon durch Ferienarbeit oder andere Jobs, Geld gespart hätte für ein Auto und den Unterhalt und es nötig brauchen würde. Dann würde ich auch etwas dazugeben!

Der alte Satz stimmt immer noch: Was nichts kostet, ist nichts wert! Bekommt man einfach so etwas geschenkt, dann ist die Gefahr groß, dass man es gar nicht wertschätzt. Wenn ich allerdings etwas dafür tun und sparen muss, dass ich mir z.B. einen fahrbaren Untersatz leisten kann, dann gehe ich damit ganz anders um.

Tipps nicht nur für Eltern und Großeltern!

+ Fangen Sie schon früh damit an Ihren Kindern/Enkeln klar zu machen, dass man nicht immer alles sofort haben kann und dass man auch mal sparen muss, um sich etwas kaufen zu können.

+ Machen Sie mit den Kindern einen „Masterplan“ in dem Sie altersentsprechende Tätigkeiten in Haus und Garten für sie eintragen: z.B. den Mülleimer leeren, Spülmaschine ausräumen, Blumen gießen, Unkraut jäten, usw. und vereinbaren Sie dafür einen kleinen Betrag zum Taschengeld aufbessern.

An der Stelle sei auch erwähnt, dass es vorteilhaft ist, Kinder schon früh zum Kochen und Backen zu ermutigen. Je eher sie anfangen, desto besser kommen sie später zurecht! Nicht umsonst heißt eine altes Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“

Trotzdem: Ausgelernt gibt es nicht!

Allerdings sei hier deutlich gesagt: Das Sprichwort betrifft die sozialen Kompetenzen und den Umgang mit Geld, die schon von Kindesbeinen an eingeübt werden sollten! Sonst wiederspräche ja meinem eigenen Leitspruch „Ausgelernt gibt es nicht!“

Auch „Hans“ kann noch kräftig Neues lernen. Das beweisen die vielen Senioren, die sich an Unis einschreiben und ihr Studium erfolgreich abschließen. Dazu hier ein interessanter Artikel aus Focus Online:

https://www.focus.de/familie/lernen/macht-sport-schlau-20-irrtuemer-uebers-lernen_id_2716833.html.

Ich wünsche Ihnen als Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten Freude beim Weitergeben von Basiswissen und Werten an die Kinder und Jugendlichen!

Gerüste / 24. Januar 2018

Der unberechenbare Feind des Gerüstbauers

Warum Stürme mich trotzdem nicht mehr aus der Ruhe bringen

Von Walter Stuber

Kyrill, Nannette oder Xavier: Das sind Namen von Tiefdruckgebieten, die uns Stürme und Orkane gebracht haben. Anfang Januar war es „Burglind“,  am Donnerstag „Friederike“, die für  Überschwemmungen, entwurzelte Bäume, Verspätungen im Bahnverkehr gesorgt hat und auch so manches, nicht ausreichend gesicherte Gerüst zum Einsturz gebracht hat. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum diese heftigen meteorologischen Phänomene Namen haben, die doch eigentlich ganz „nett“ klingen!

Seit 1954 vergibt das Institut für Meterorologie der Technischen Universität (FU) Berlin Wetterpatenschaft für Hochdruck- und Tiefdruckgebiete gegen Zahlung. Damit kann man sich nicht nur brüsten Namensgeber eines „Hochs“ oder „Tiefs“ zu sein, das gegebenenfalls auch öfters in den Nachrichten genannt wird, Wetterpaten tun auch was Gutes. Sie leisten einen Beitrag, dass u.a. die vollständige Klimabeobachtung fortgeführt werden kann! Mehr Infos gibt es hier: www.met.fu-berlin.de/wetterpate/

Nicht kalkulierbare Gefahren

Als Gerüstbauer interessiere ich mich besonders für die Tiefdruckgebiete. Denn hohe Windgeschwindigkeiten können für alle Spezialgerüste zu einer großen Herausforderung werden. Deshalb verfolge ich den Wetterbericht immer sehr genau. Sind Sturm oder Orkan angesagt, überlege ich sofort, welche Baustellen wir gerade haben. Nächster Gedanke: Wo kann es gefährlich werden, weil Gerüste zum Beispiel mit Planen verkleidet worden sind? Dass unsere drei Bauleiter, die vor Ort alles abwickeln und die Gerüstbauer (wie immer) eine gute Arbeit gemacht haben, das steht  für mich außer Frage. Aber es gibt auch Dinge, auf die wir nicht unbedingt Einfluss haben.

Nachfolgende Handwerker könnten ungefragt Veränderungen vorgenommen haben: Planen könnten zum Beispiel aufgeschnitten worden sein, um mehr Luftzirkulation auf dem Gerüst zu bekommen. So etwas bietet natürlich eine Angriffsfläche für den Wind. Oder wir haben auch schon erlebt, dass ein paar störende Verankerungen an einem Gerüst, zum Beispiel an einem Brückenbauwerk, einfach entfernt wurden! So etwas kann man nicht im Vorfeld ausschließen und das sind dann eventuell Gefahrenquellen.

Bilder, die man nie vergisst!

Grundsätzlich können höhere Windgeschwindigkeiten unseren Konstruktionen nichts anhaben. Trotzdem passiert immer wieder mal etwas Unerwartetes. Ich erinnere mich an eine Baustelle in den 1980er Jahre in München. Damals ist durch eine zu geringe Verankerung, die durch das Fehlen von tragendem Mauerwerk nicht anders möglich war, bei Sturm ein Fassadengerüst in der zweiten obersten Lage nach außen gekippt!

Wie gut, dass die Feuerwehr über die Dachgauben rechtzeitig das Ganze mit Enterhaken sichern konnte! Dadurch kam niemand zu Schaden. Oder ich habe schon erlebt, dass ein Holzhaus, das sich hinter einem Gerüst befand, dem starken Wind nicht standgehalten hat und es beim Einsturz die Gerüst-Konstruktion mitgerissen hat. Das sind Ereignisse, die man sein Leben lang nicht vergisst!

Beste Absicherung gegen Sturmschäden

Solche Horrorszenarien dürfen mich als Gerüstbauer aber nicht lähmen, wenn sich der nächste Orkan ankündigt. In den 40 Jahren meiner Tätigkeit gab es schließlich einige Stürme! Sonst käme ich vor lauter Sorgen und Grübeln nicht zum Arbeiten. Die beste Absicherung gegen Schäden jeglicher Art ist es, grundsätzlich mit größter Sorgfalt, dem größtem Maß an Sicherheit  zu arbeiten und immer auf dem neuesten Stand der Entwicklungen zu sein. Deshalb investieren wir sehr viel Geld in die Aus- und Weiterbildung unserer gesamten Mitarbeiterschaft!

Wie hoch die Windgeschwindigkeiten sein werden, die Imke, Kira und Jari, die nächsten Tiefdruckgebiete, uns bringen werden, weiß ich selbstverständlich nicht. Sicher ist, dass unser gesamtes www.spezialgeruestbau.de  Team alles dafür tun wird, dass Sicherheitsvorkehrungen für den Fall eines Sturmes getroffen werden, damit unsere Kunden auch in stürmischen Zeiten vollends mit uns zufrieden sind!

Gastbeitrag / 17. Januar 2018

Wege zum digitalen Geschäftserfolg

Gastbeitrag von Frank Zwoboda

Die zunehmende Digitalisierung beeinflusst den Wettbewerb immens; Player wie Amazon, Facebook und Google haben die Spielregeln massiv verändert. Über 90 % aller Kaufentscheidungen werden heute online getroffen oder begleitet. Selbst erklärungsbedürftige und beratungsintensive Produkte wie Dienstleistungen werden zu   30 % online gekauft – ohne direkten Kontakt zu einem Verkäufer. Geschäftserfolg ist heute zu großen Teilen davon abhängig, wie gut ein Unternehmen das Instrumentarium der digitalen Kundenansprache mit all seinen Möglichkeiten, Facetten und Chancen beherrscht.

Edgar K. Geffroy, erfolgreicher Wirtschaftsautor mit innovativer Denkweise und Entwickler des Kundenorientierungskonzepts Clienting®, hat ein Praxisseminar konzipiert, das konkrete Ideen und Lösungswege aufzeigt, wie Konzerne als auch Einzelunternehmen neue Wege für ihren digitalen Geschäftserfolg erschließen.

Clienting® im Internet – der Schlüssel zum Erfolg 

Mit seinem Konzept Clienting® setzt Geffroy den Kunden erfolgreich in den Fokus unternehmerischen Handelns. Dabei ist der Kunde nicht mehr nur Abnehmer von Produkten und Dienstleistungen, sondern wird in seinem stetigen Bestreben, sein Leben zu verbessern, aktiv unterstützt. Kurz: Der Kunde wird zur Herzensangelegenheit.

In einem Tagesseminar am 1. März 2018 in Leipzig stellt Ihnen Business-Visionär Geffroy seine Lösungsansätze vor und gibt Ihnen Werkzeuge an die Hand, mit denen Sie das Konzept in Ihrem Businessalltag umsetzen können.

Sie lernen die 6 Erfolgsbausteine und eine weitere innovative Lösung kennen, die Ihnen den Weg zum digitalen Geschäftserfolg ebnen. Im Praxisteil werden erste Ideen und Konzepte zur individuellen und praktischen Umsetzung erarbeitet. Schon am Folgetag ist Ihr Konzept für mehr internetbasierten Erfolg einsatzbereit.

 Das Team der Business Akademie IM EINKLANG freut sich, Ihnen am Donnerstag, den 01. März 2018 von 10.00 – 17.00 Uhr ein Tagesseminar mit Edgar K. Geffroy in Leipzig anbieten zu können.

Nutzen Sie die Möglichkeit, vom Profi zu lernen und Ihren unternehmerischen Erfolg im Internet aus- oder aufzubauen. Die Seminargebühr beträgt 175 Euro pro Person.

Zur Anmeldung gelangen Sie über den folgenden Link:

https://www.im-einklang-leipzig.de/veranstaltungen/herzenssache-kunde-der-digitalen-welt-2/

 

Allgemeine Themen / 16. Januar 2018

5 Tipps für „Abnehm-Willige“

Von Walter Stuber

Glaubt man den Umfragen, dann nimmt am Ende eines Jahres sich jeder Zweite etwas für das Neue vor. Abnehmen. Mehr Sport treiben. Gesünder leben. Das steht auf der Wunschliste ganz oben. 2018 ist erst ein paar Wochen „alt“ und bei den meisten ist aus den guten Vorsätzen nichts geworden. 80%  die etwas verändern wollten, scheitern. So konnte man es jetzt in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung lesen: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-schluss-mit-den-guten-vorsaetzen-zum-jahresbeginn-1.3812278.

Die Kluft zwischen Wunsch und Realität eine Veränderung im Leben oder bei Verhaltensweisen durchzuziehen, ist oft tief! Das habe ich selber erlebt.

Vor einiger Zeit musste ich aus gesundheitlichen Gründen mein Gewicht drastisch reduzieren. Ich hatte keine andere Wahl, wenn ich weiter ein ganz normales Leben führen wollte, musste ich abnehmen.

Erst der Erfolg, dann die Ernüchterung

Eisenhart habe ich das durchgezogen und innerhalb von eineinhalb Jahren 55 Kilo abgenommen. Was war ich stolz auf meine Leistung! Leider habe ich mich dann – im wahrsten Sinne des Wortes – auf diesem Erfolg ausgeruht.

Schnell habe ich nicht mehr so genau auf meine Ernährung geachtet, bin nicht mehr regelmäßig zum Sport, habe anstatt Spaziergänge zu machen, mich auf die Couch gesetzt und gelesen. 18 Kilo hatte ich dadurch schnell wieder mehr auf der Waage. Die wieder runter zu bekommen, fiel schwerer als die 55 zuvor!!!

Neustart mit noch mehr Disziplin und List

Seit ein paar Wochen (nicht erst zum Jahreswechsel!)  habe ich mir vorgenommen,  meine Fitness und Ernährung wieder im Blick zu haben, damit es mir rund um gut gehen kann. Das bedeutet zum Beispiel, dass ich möglichst auf Kohlehydrate verzichte. Außerdem versuche ich mich selber zu überlisten, damit ich nicht mehr esse, als gut für mich ist.

 

Ich benutze, wenn möglich, für jede Mahlzeit einen kleinen, roten, flachen Teller. Da passt schon mal keine riesige Portion drauf. Bei Gerichten mit Soßen ist der Vorteil, dass ich von dieser kalorienhaltigen und meist fetten „Beilage“ nicht viel nehmen kann,  denn sonst würde alles heruntertropfen. Die Farbe Rot bewirkt bei mir, dass ich mich schneller satt fühle.

Vom „Schnell-Esser“ zum „Zeitnehmer“

Ich esse jetzt wieder ganz bewusst und langsam. Das ist für mich besonders schwierig, weil ich schon immer ein „Schnell-Esser“ war. Von Kindesbeinen an wurde ich von meinem Vater, der Landwirt war, dazu angehalten nicht beim Essen zu trödeln. Er wollte nämlich, dass wir unverzüglich wieder an die Arbeit, z.B. aufs Feld, gehen. Das hat mich mein Leben lang geprägt und bestimmt.

Deshalb muss ich mir vornehmen, dass ich mir Zeit zum Essen einräume. Ein Prozess, an dem ich arbeite. Ich merke, es funktioniert immer besser. Bücher, Smartphone und Tablet müssen für mich beim Essen tabu sein. Es lenkt zu sehr ab. Ein „echter“ Gesprächspartner dagegen verhilft mir zu einer entspannten Atmosphäre, bei der ich mein Essen genießen kann. Dadurch bekommt es mir besser und ich werde tatsächlich auch schneller satt. Außerdem ist das gemeinsame Essen unendlich wertvoll um Beziehungen zu Geschäftspartnern, Kunden und Freunden zu pflegen!  Mehr dazu habe ich in diesem Blogbeitrag geschrieben:  http://bni-blog.de/de/Blog/Nie-alleine-essen-gehen

Herausforderung: Buffet

Absolute Disziplin verlangt von mir ein reichhaltiges Buffet! Von meiner schwäbischen Prägung her ist das die Einladung schlechthin, mich so richtig satt zu essen! Dieser Herausforderung muss ich mich sogar mehrmals wöchentlich stellen! Denn die meisten Netzwerktreffen, die ich besuche, bieten ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Nur: Wenn ich am Morgen schon über 1000 Kalorien zu mir nehme, bleiben mir für den Rest des Tages nur noch 500 – 700. Die kommen schnell zusammen. Also muss ich sehr genau darauf achten, was  ich mir vom Buffet nehme. Sonst ist er Frust am nächsten Tag vorprogrammiert, wenn die Kilozahl auf der Waage sprunghaft nach oben angestiegen ist.

So wird das Abnehmen leichter

Falls Sie sich zum Jahreswechsel entschieden haben, Ihr Gewicht zu reduzieren, dann mache ich Ihnen Mut, das mit Konsequenz anzugehen, ohne die nötige Leichtigkeit und vor allem den Humor zu verlieren!

Hier ein paar Tipps:

*Finden Sie Ihre persönlichen Tricks, wie Sie weniger essen und trotzdem nicht hungrig sein müssen. Bei mir ist es  zum Beispiel der rote Teller.

* Essen Sie nicht nebenbei, sondern machen Sie es zu einem Programmpunkt in ihrem Tagesablauf. Essen Sie langsam und lernen Sie das Genießen der Speisen neu.

* Verzichten Sie auf Ablenkungsmanöver in Form von Smartphone, Tablet, TV, Buch oder Zeitung beim Essen.

* Entdecken Sie neu in Gesellschaft ein Essen einzunehmen und Kontakte zu pflegen.

* Widerstehen Sie dem Impuls bei Buffets alles auf den Teller zu legen, was sie gerne mögen. Wählen Sie bewusst aus. Dann gibt es kein böses Erwachen beim nächsten Wiegen.

 

Ich wünsche Ihnen – und mir – viel Erfolg, dass aus dem Wunsch gesünder zu leben, mit weniger Kilos auf den Rippen, Wirklichkeit wird!

 

Gastbeitrag / 9. Januar 2018

Meine Berufung: Menschen zusammenbringen

Ein Gastbeitrag von Alexandra Anger

Mein Vater war Busunternehmer in Potsdam. Er war viel unterwegs, hatte reichlich Arbeit und bekam selten Geschäfte, bei denen wirklich etwas hängen blieb. Wen wundert es, dass ich als Kind der Selbstständigkeit nicht viel Gutes abgewinnen konnte. Später nahm ich noch etwas wahr: Er war ein Einzelkämpfer sowie alle anderen Unternehmer in der Gegend auch. Jeder kochte sein eigenes Süppchen und war froh, wenn er ein Stück vom (Umsatz-)Kuchen abbekam.

Offener Austausch, Unterstützung oder Empfehlungen, das gab es kaum. Es herrschte schlicht Misstrauen. So geprägt absolvierte ich mein Betriebswirtschaftsstudium mit Schwerpunkt Tourismus,  denn ich hatte fest vor in unseren Familienbetrieb einzugsteigen.

Die Entdeckung: BNI

Meine Schwester bekam 2010 Kontakt zu einer Business Network International (BNI) Gruppe in Berlin. Sie war erstaunt: Hier erlebte sie Unternehmer, die nicht nur darauf bedacht waren, dass es ihnen gut ging, sondern die sich austauschten und gegenseitig unterstützten! Das hat mich auch sofort begeistert!

Nachdem ich über BNI einen Business Coach und sein Wirkungsfeld kennenlernte, entschied ich mich 2013 das Familienunternehmen zu verlassen und zukünftig auch im Bereich Business Coaching zu arbeiten. Allerdings war dieses Fachgebiet  in den beiden damals bestehenden Unternehmerteams in Potsdam schon vorhanden. Deshalb wurde ich Mitglied in Berlin.

Neue „Berufung“

Aufgrund meines Engagements beim Einladen von Besuchern wurde ich ins Team der Partnerdirektoren nach Berlin berufen, um dort neue Unternehmerteams aufzubauen. Als ich damit in Berlin begann, wurde mir deutlich, dass mein Wirkungsfeld meine Heimat  ist: Potsdam.

Neben meiner Tätigkeit im Business Coaching habe ich zwei Unternehmergruppen in Potsdam und Brandenburg/Havel aufgebaut. Das war die Voraussetzung dafür, dass ich zusammen mit meinem Mann in diesem Jahr diese Region als Direktorin übernehmen konnte. Seit September ist das nun meine Haupttätigkeit und meine „Berufung“.

Höchste Priorität: Menschen zusammen bringen

Es ist eine große Fläche, die wir betreuen. Allerdings gibt es hier nur 750 000 Einwohner. Ich habe mir vorgenommen, die Zahl der Mitglieder in unserem Bereich zu steigern, damit das Netzwerk weiter gespannt und die Zusammenarbeit für die Unternehmer noch attraktiver wird. Ein weiterer Schwerpunkt meines Engagements liegt darin, schon im Aufbau von neuen Gruppen zu überlegen, welche Fachgebiete zusammen passen um als Kompetenz-Team auftreten zu können. Zum Beispiel für Veranstaltungen: Fotograf, Werbeagentur und Eventausrichter bieten gemeinsam ein Komplettpaket an.

Höchste Priorität hat für mich das Zusammenbringen von Menschen, die offen sind für neue Ideen und bei denen nicht sofort die Frage im Vordergrund steht: „Was bringt mir das?“ Viele haben Angst, dass sie zu wenig Umsätze machen, wenn sie andere weiterempfehlen. Ich sage dagegen: Der Markt ist groß! Es ist genug für alle da, wenn wir uns absprechen und jeder den Part übernimmt, in dem er oder sie Spezialist ist!

Jeder ist willkommen

Vielerorts herrscht immer noch viel Misstrauen, das teils seit Generationen „gepflegt“ wird! Deshalb ist der Gedanke des „Miteinanders“ schwer zu vermitteln. Manchmal habe ich den Eindruck, dass viele gar nicht mehr wissen, warum sie nicht mit dem anderen zusammenarbeiten! Es ist eine vererbte Familientradition, die nicht hinterfragt wird. Ich trete dafür ein, diese alten Vorurteile zu überwinden.

Ich biete eine Plattform, bei der Menschen miteinander ins Gespräch kommen können. Das ist das beste Mittel um Vorurteile abzubauen, sich neu kennenzulernen. Das ist die Basis um wieder miteinander gute Geschäfte machen zu können. In unseren Gruppen wird jeder Gast herzlich willkommen geheißen und hat die Chance neue Kontakte zu knüpfen.

Familie und Beruf

Meine noch junge Arbeit als Exekutivdirektor ist für mich ein echter Glücksgriff. Zum einen kann ich meine Berufung leben und zum anderen kommt meine freiberufliche Tätigkeit mit Home-Office und (fast) freier Zeiteinteilung, meiner Familie sehr zugute!

Unsere 7 und 10 Jahre alten Kinder wissen es zu schätzen, dass die zwei Stunden Fahrzeit zu meiner früheren Arbeitsstelle in Berlin wegfallen. Dadurch bin ich – trotz der vielen Arbeit- zu Hause präsenter. Aber ohne die Unterstützung meines Mannes, der auch im BNI engagiert ist, und die der Großeltern, wäre der Alltag nicht so leicht zu stemmen.

Die nächste Unternehmer-Generation

Besonders unsere große Tochter nimmt sehr bewusst wahr, dass ich jetzt selbstständig tätig bin. Das wurde durch einen Aufsatz deutlich, den sie in der Schule schreiben sollte. Sie musste sich in ihre berufliche Zukunft hineinversetzen.Sie beschrieb darin, dass sie morgens wach werden und feststellen würde, dass sie verschlafen hatte. Dann wurde ihr aber schnell klar, dass das ja gar nicht so schlimm war, denn sie war ja selbstständig tätig und kann sich ihre Zeit selbst einteilen.

Ich musste über ihre Ausführungen schmunzeln und gleichzeitig war ich sehr froh! Denn im Gegensatz zu mir, die die Selbstständigkeit des Vaters früher eher als Belastung für die Familie erlebt hat, scheint sie ein positives Bild davon zu haben. Das gibt mir Auftrieb für mein weiteres Engagement als Exekutivdirektor.