Alle Beiträge von Walter Stuber

Gastbeitrag / 20. Februar 2018

Anfangen – Dranbleiben- Energie – Leidenschaft – Ideen – Erfolg

Von Daniela Kreißig, Beraterin für Einzelunternehmen zu den Themen Eigenmarketing und Sichtbarkeit; Eventorganisatorin z.B. für den Unternehmerinnenkongress und die Verleihung des ADELIE-Awards

Ich habe eine Vision: In 20 Jahren gibt es im Unternehmertum genauso viele Unternehmerinnen und Geschäftsführerinnen, wie es derzeit Männer in diesen Posten gibt.

Und nein, ich möchte keinem Mann etwas wegnehmen oder diesen benachteiligen. Mein Ziel ist es, damit noch stärkere, solidere Unternehmen zu haben und mehr Menschen, die wirtschaftlich unabhängig sind vom Staat, von Rentenkassen oder anderen Institutionen.

Die derzeitige Lage sieht so aus, dass die meisten Unternehmer vorrangig andere Unternehmer finden um Geschäfte und Kooperationen einzugehen. Solche Kooperationen und Geschäftspartnerschaften sind aber um ein vieles erfolgreicher, wenn Frauen dabei sind und je nach Situation entweder ER oder SIE voranschreitet.

Der Weg zum Erfolg: Männer und Frauen in den Chefetagen

„Gleich und gleich gesellt sich gern.“ Wohl jeder kennt diesen Spruch. Und doch ist es im Business nicht besonders empfehlenswert danach zu handeln. Denn im Unternehmertum sind verschiedene Fähigkeiten gefragt. Manchmal ist es wichtig mit Kalkül und etwas Härte Dinge durchzusetzen, an anderer Stelle ist Charme, Menschenkenntnis und Intuition gefragt. Wir alle haben die Neigung mit Menschen arbeiten zu wollen, die uns ähnlich sind. Das geht beim Geschlecht los.

Die Beratungsfirma www.innovisor.com führte eine Untersuchung in neunundzwanzig Ländern durch und fand heraus, dass sowohl Männer als auch Frauen, die Kollegen für die Zusammenarbeit auswählen sollten, mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit jemanden mit dem gleichen Geschlecht auswählten. Dabei wurde in Studien festgestellt, dass gemischte Gruppen häufig bessere Leistungen erbringen. Deshalb ist es wichtig, dass mehr Frauen erkennen, wie elementar es ist, sich in Unternehmen einzubringen und wirtschaftlich unabhängig zu sein. Ganz nebenbei lösen wir so auch das Problem, dass Frauen am höchsten dem Risiko der Altersarmut ausgesetzt sind.

Frauen müssen mutig Möglichkeiten nutzen

Deshalb, liebe Damen,  nutzt die Chancen, welche euch im Job geboten werden und vertraut auf eure Fähigkeiten. Sucht euch Unternehmer und Mentoren, die eure Talente erkennen und fördern und lasst euch nicht von irrigen Glaubenssätzen wie „Das schaffe ich nicht“- oder „Da hab ich keine Ausbildung.“ entmutigen.

Gemeinsam können Unternehmer und Unternehmerinnen so viel mehr erreichen. Nicht nur im Business oder in der Wirtschaft. Erfolgreiche Unternehmen können in Arbeitsplätze und Bildung investieren, engagieren sich sozial und tragen so dazu bei, dass Leben jedes Einzelnen ein Stück besser zu machen.

ADELIE-Award für etablierte Unternehmerinnen

Damit sind wir wieder bei meiner Vision. Auf dem Weg zur Realität müssen wir dafür sorgen, dass Unternehmerinnen mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Dabei  soll der ADELIE-Award helfen, der erstmalig am 02.März 2018 in Dresden an eine erfolgreiche Unternehmerin verliehen wird.

Der Name steht für

Anfangen – Dranbleiben – Energie – Leidenschaft- Ideen- Erfolg

und fasst zusammen, welche Eigenschaften wir mit einer etablierten Unternehmerin verbinden. Als besonderer Gast wird  bei der Preisverleihung MediaMarkt-Gründer Walter Gunz einen Vortrag über „Freiheit & Verantwortung als Unternehmer“ halten und auch für Fragen zur Verfügung stehen.Das wird ein ganz besonderer Abend! Herzliche Einladung dazu:  An Frauen und  Männer!

Weitere Informationen und Tickets erhalten Sie unter: http://www.adelie-award.de

Wir sehen uns!

Herzlichst,

Daniela Kreißig

www.danielakreissig.de

 

Auszubildende/r / 13. Februar 2018

Prahlen mit tödlichen Folgen

Wolfsburg Verwaltungszentrum

Von Walter Stuber

Gut 20 Jahre ist es jetzt her, dass ich mit einem meiner Gerüstbauer-Auszubildenden  auf Dienstfahrt war. Dass sich diese Fahrt in mein Gedächtnis eingegraben hat, hat mehrere Gründe. Zum einen lag es an der Baustelle, die wir gerade hinter uns gelassen hatten und den ungewöhnlichen Vorkommnissen dort.

Im Verwaltungsgebäude von VW in Wolfsburg hatten wir erstmals eine Mastkletterbühne mit 70 Meter Höhe an einer vorgemauerten Klinkerwand befestigt.

Dabei sind wir bei Bohrungen auf einer Seite unerwartet auf einen Versorgungsschacht gestoßen, der keine Betonwand hatte.  Zusätzlich war er mit vielen Kabeln, Leitungen, Heizungsrohren und Lüftungen belegt. Der Schreck war groß! Mit unserem Prüfgerät hatten wir nicht die nötigen Auszugswerte bekommen. Der Masten war aber schon 40 m hoch! Die Gefahr, dass die Bühne einseitig mit den Gerüstbauern umkippen würde, war groß. Aber wir haben das schnell in den Griff bekommen und alles konnte gut abgesichert und fertiggestellt werden!

Traumauto und Blitzer

Nun waren wir auf der Heimfahrt  zur Firmenzentrale nach Roßwein. Wir unterhielten uns angeregt. Auch über Autos. Ich schwärmte dem Azubi von meinem A 6 Kombi vor, mit dem wir gerade unterwegs waren. Ich prahlte, was das Zeug hielt und erzählte, dass es schon immer mein Traum war, so ein schnelles Auto zu fahren.

Das konnte ich an diesem Tag allerdings nicht vorführen, denn die Autobahn war übervoll. Irgendwann sind wir auf die Landstraße gewechselt. Wir waren so in unser Gespräch vertieft, dass ich nicht auf Geschwindigkeitsbeschränkungen geachtet habe. Auf einmal blitzte ein rotes Licht auf! Die Abrechnung dafür kam kurz darauf: 150 DM und vier Wochen Führerscheinentzug! Das war der zweite Grund, warum ich mich noch gut an diese Fahrt erinnere.

Alptraum und Einsicht

Die ganz große Quittung für meine Prahlerei bekam ich Jahre später. Das ist der dritte und schwerwiegendste Grund dafür, dass ich diese Dienstreise nicht vergessen habe. Der Auszubildende hatte seine Prüfung längst mit Erfolg hinter sich gebracht und war zu einem anderen Unternehmen gewechselt. Hier verdiente er gutes Geld. Davon kaufte er sich schließlich sein Traumauto: einen A6! Eines Tages fuhr er mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn, verlor die Kontrolle  über das Fahrzeug und verunglückte tödlich.

Als ich das hörte, kam mir sofort unsere Fahrt von Wolfsburg nach Roßwein in den Sinn und wie ich damals mit meinem schnellen A 6  angegeben habe.

Ich fühlte mich schuldig am Tod dieses jungen Mannes!  Ein alter Vers aus der Bibel stand mir vor Augen: „Worte haben Macht! Sie können über Leben und Tod entscheiden! Deshalb ist jeder für die Folgen seiner Worte verantwortlich!“  War es meine Angeberei und Prahlerei, die in ihm den Wunsch nach einem schnellen Auto ausgelöst haben? Auf diese Frage werde ich keine Antwort bekommen. Das Schuldgefühl, das der tragische Tod in mir ausgelöst hat, ist mir eine wichtige Lehre geworden. Ich achte seitdem viel mehr auf das, was ich sage und bin mir der „Macht der Worte“ bewusst.

Achtsam und bewusst

Trotzdem klappt es im Alltag nicht immer, vor allem wenn es hoch hergeht. Das tut mir dann im Nachhinein leid. Ich habe gelernt in solchen Fällen das persönliche Gespräch zu suchen um „falsche Worte“  aus dem Weg zu räumen.

Mein Tipp:

Achten Sie auf das, was und wie Sie es sagen!

Wenn Sie sich in der Wortwahl vergriffen haben, entschuldigen Sie sich.

Verzichten Sie besonders vor Kindern und jungen Leuten darauf in übertriebener Weise das hervorzuheben, was Sie sich leisten können oder was man unbedingt haben muss. Damit säen Sie eventuell Wünsche, die nie erfüllt werden können oder Hoffnungen, die zum Scheitern verurteilt sind oder – wie in meinem Fall –  sind sie der Auslöser für unüberlegtes Handeln.

 

 

Gastbeitrag / 6. Februar 2018

Endlich Nägel mit Köpfen

Ein Gastbeitrag von Janine und Ingolf Stuber

„Döbelner Familie hofft auf Unterstützung: Eine Doman-Therapie für Josefine“

Unsere Familie ist der „Leipziger Volkszeitung“ am 29.Januar tatsächlich einen ausführlichen Bericht wert! Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, nicht nur privat über unsere Hoffnung auf Hilfe zu erzählen oder in einem Blog darüber zu schreiben, sondern auch in der Zeitung darüber zu lesen: www.lvz.de/Region/Doebeln/Eine-Doman-Therapie-fuer-Josefine.

Wir haben diesen Schritt in die Öffentlichkeit ganz bewusst gemacht. Es ist höchste Zeit, dass aus dem Wunsch mit unserer mehrfachbehinderten Tochter Josefine die Doman -Therapie zu machen, auch Realität wird. Durch eine Hirnhaut-Entzündung ein paar Tage nach der Geburt wurde ihr Gehirn so sehr geschädigt, dass sie mit ihren 7 Jahren auf dem Entwicklungsstand eines Babys geblieben ist.

Trotz Behandlungserfolge – Krankenkassen übernehmen Kosten nicht

Mit Hilfe der Doman-Therapie sollen z.B. Bewegungsabläufe, die Kinder normalerweise von selber lernen, durch gezielte Übungen und häufige Wiederholungen im Gehirn „einprogrammiert“ werden. Nicht geschädigte Bereiche können die Aufgaben von geschädigten übernehmen. Aber dafür braucht es immer wieder Stimulation! Mehrmals am Tag und ganz gezielt. Mehr Infos auch hier www.dashirnverletztekind.de/glenn-doman-therapie/methode_glenn_doman.htm

Die Behandlungserfolge bei hirngeschädigten Kindern, die die Doman-Therapie durchlaufen haben, geben uns Hoffnung, dass auch unsere Josefine dadurch ihre Defizite aufholen kann. Leider wird diese Maßnahme in Deutschland nicht von den Krankenkassen übernommen. Erst hatten wir gedacht, dass wir die geschätzten 200.000 Euro, die alles zusammen kosten wird, zum Großteil zusammen haben müssen, bevor es los gehen kann.  Aber die Zeit rennt uns davon. Je älter ein Kind wird, desto schwieriger gestaltet sich alles! Deshalb haben wir uns entschieden, in diesem Jahr zu starten.

Aufwändige Therapie-Vorbereitung notwendig

In den letzten Wochen haben wir viel mit dem „Family Hope Center“ in Philadelphia/USA kommuniziert, das weltweiter Ansprechpartner für die Doman-Therapie ist. Es kristallisierte sich heraus, dass wir zunächst ein Eltern-Training absolvieren müssen. Die Termine in Europa sind rar. Wir haben keine andere Wahl und müssen im April nach Dublin fliegen! An drei Tagen, 12 Stunden am Tag, wird dort analysiert, welche Hirnschädigungen vorliegen. Daraus wird ein Therapie-Plan erarbeitet. Wir bekommen intensive Anleitungen für die Übungen.

Diese müssen wir dann gleich mit Josefine umsetzen. Allerdings werden wir nicht sofort mit dem vollen Programm von 10 Stunden am Tag einsteigen. Wir denken, es wird ihr leichter fallen, wenn wir die Einheiten bis August aufbauen. Dann müssen wir mit ihr zusammen für zwei Tage nach Dänemark. Dort begutachtet ein14 köpfiges Team aus Ärzten und Therapeuten unsere Tochter, kontrolliert ob die Übungen schon angeschlagen haben und legt den weiteren Therapieverlauf fest.

Ohne finanzielle Hilfe schaffen wir es nicht!

Das klingt alles sehr verheißungsvoll! Allein die finanzielle Seite macht uns Sorge: Der Aufenthalt in Dublin wird pro Person ca. 1500 Dollar kosten, plus Flug und Hotel. Für die intensive Einheit in Dänemark müssen wir ungefähr mit 6000 Dollar rechnen. Hotel und Anreise kommen da noch dazu. Wir sind dankbar, dass unsere Familien, Freunde und Bekannte Geld für uns zusammenlegen.

Auch die Kollegen der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH, bei der wir arbeiten, haben gesammelt. Sogar Lieferanten und Kunden und haben sich beteiligt. Dafür sind wir von Herzen dankbar. Aber leider reicht die bisherige Unterstützung und unsere eigenen Mittel nicht einmal  um die Kosten für die Therapievorbereitungen in  Dublin und Dänemark zu decken. Geschweige denn für den eigentliche Doman-Therapie.

Statt Cappuccino: Josefine helfen

Betteln liegt uns fern. Aber in uns brennt der Wunsch und die Hoffnung, dass die Potentiale, die in unserer Josefine noch schlummern, aufgeweckt und angeregt werden, sodass sie ihre Beine, Arme und Hände gezielt einsetzen kann und nicht permanent auf Hilfe anderer angewiesen sein muss!Wenn Sie selber Kinder haben, dann wissen Sie, dass Eltern immer das Allerbeste für ihre Kinder wollen und alles dran setzen, dass es so kommen kann. Das ist der Grund warum wir jetzt noch stärker die Öffentlichkeit suchen in der Zeitung und auf Facebook www.facebook.com/Hilfe-f%C3%BCr-Josefine-1980847725512716/ und um Ihre Mithilfe bitten.

Helfen Sie mit, dass unser Traum wahr wird? Wir sind sehr dankbar, wenn Sie in Ihrem Umfeld von Josefine erzählen und bei Facebook unsere Seite teilen und liken. Mit Ihrer Hilfe können wir unserer Tochter die Therapie ermöglichen, die dazu beitragen wird, dass sie ein selbstbestimmteres Leben führen kann!

Gerne stehen wir für Rückfragen zur Verfügung und halten Sie auch persönlich über die Entwicklungen und Neuigkeiten auf dem Laufenden. Bitte schicken Sie eine persönliche Nachricht via Facebook oder über diese Homepage.

Wir träumen davon, dass unsere Posts auf oben genannter Facebook-Seite von vielen Menschen geteilt werden und sie angeregt werden, zu helfen „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“, so lautet ein afrikanisches Sprichwort, das auch auf unsere Situation übertragbar ist. Wenn ein paar Menschen nur mal auf einen Cappuccino oder ein Stück Torte verzichten und das Geld für Josefines Therapie eingesetzt werden kann, kann ihre Welt nachhaltig verändert werden!

Weitererzählen, teilen, liken

Helfen Sie mit, dass unser Traum wahr wird? Wir sind sehr dankbar, wenn Sie in Ihrem Umfeld von Josefine erzählen und bei Facebook unsere Seite teilen und liken. Mit Ihrer Hilfe können wir unserer Tochter die Therapie ermöglichen, die dazu beitragen wird, dass sie ein selbstbestimmteres Leben führen kann!

Gerne stehen wir für Rückfragen zur Verfügung und halten Sie auch persönlich über die Entwicklungen und Neuigkeiten auf dem Laufenden. Bitte schicken Sie eine persönliche Nachricht via Facebook oder über diese Homepage.

Spendenkonto Josefine Stuber Doman-Therapie,

Kreissparkasse Döbeln, IBAN DE46860554620481106642, BIC SOLADES1DLN;

Informationen unter folgender Mailadresse: josefine@walter-stuber.de

Allgemeine Themen / 30. Januar 2018

Alter Zopf oder Lebensweisheit?

von Walter Stuber

Das Jahr 2018 hat irgendwie schon volle Fahrt aufgenommen. Weihnachten und Silvester scheinen Lichtjahre entfernt zu sein. Dabei sind gerade mal ein Wochen vergangen. Gerne denke ich an die Tage „zwischen den Jahren“  zurück, die ich bewusst genutzt habe um mit meinen Enkeln zusammen zu sein.

Mit Ian-Ben, 8 Jahre, war ich stundenlang in der Werkstatt und habe ihm die unterschiedlichen Werkzeuge erklärt. Dann kam die praktische Arbeit: Vogelhäuschen bauen. Voller Stolz legte er den Zollstock an und zeichnete die Bretter zum Sägen an. Nach dem Sägen habe ich ihm gezeigt, wie er mit dem Akkuschrauber die markierten Löcher bohren musste um dann anschließend die Bretter zu verschrauben. Mit Eifer hat Ian-Ben gearbeitet und war stolz über das Ergebnis. Es hat ihm richtig Spaß gemacht mit Opa zu werkeln!

Kinder müssen in Haus und Garten helfen

Schon mit unseren Kindern habe ich gerne in der Werkstatt gearbeitet. Ich habe ihnen verschiedene Arbeitsschritte gezeigt. Vor allem sollten sie viel selber ausprobieren. Meistens waren sie mit Freude dabei. Aber manchmal fehlte auch der Spaß. Meist dann, wenn sie etwas fertig machen mussten, aber eigentlich keine Lust mehr hatten. Klar war, dass alle in Haus und Garten mithelfen mussten. Damit konnten sie ihr Taschengeld aufbessern. Für jede Tätigkeit auf dem Tagesplan gab es eine DM. Später sogar 2, sodass alle drei locker auf 10 DM extra pro Woche komme konnten.

Zusatzaufgaben waren auch gegen Sonderzahlungen möglich. Unsere Sindy hat zum Beispiel gebügelt, die Spülmaschine ein- und ausgeräumt oder Schuhe geputzt. Unsere Söhne haben den Hof gefegt oder Brennholz gemacht. Es waren immer nur Arbeiten, die maximal eine halbe Stunde gedauert haben. Ich weiß, dass die Drei manchmal gestöhnt haben, dass sie helfen mussten. Aber ich bin mir sicher, dass sie dadurch viel gelernt haben. Nicht zuletzt was den Umgang mit Geld betrifft. Ihnen war klar: Will ich mir was kaufen, muss das Geld dafür da sein. Wenn sie nicht so viel gespart hatten, mussten sie eben etwas dazu verdienen und erstmal abwarten.

Taschengeld ohne Gegenleistung

Heute bekommen die meisten Kinder ihr Taschengeld ganz ohne Gegenleistung. Finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben, ist für sie selbstverständlich. Da wundert es nicht, dass so mancher mit 18 meint, dass er ein eigenes Auto haben muss obwohl kein eigenes Einkommen da ist. Wer soll die Kosten tragen? Natürlich die Eltern.

Das gäbe es bei mir nicht!  Ausnahme wäre, wenn Sohn oder Tochter schon durch Ferienarbeit oder andere Jobs, Geld gespart hätte für ein Auto und den Unterhalt und es nötig brauchen würde. Dann würde ich auch etwas dazugeben!

Der alte Satz stimmt immer noch: Was nichts kostet, ist nichts wert! Bekommt man einfach so etwas geschenkt, dann ist die Gefahr groß, dass man es gar nicht wertschätzt. Wenn ich allerdings etwas dafür tun und sparen muss, dass ich mir z.B. einen fahrbaren Untersatz leisten kann, dann gehe ich damit ganz anders um.

Tipps nicht nur für Eltern und Großeltern!

+ Fangen Sie schon früh damit an Ihren Kindern/Enkeln klar zu machen, dass man nicht immer alles sofort haben kann und dass man auch mal sparen muss, um sich etwas kaufen zu können.

+ Machen Sie mit den Kindern einen „Masterplan“ in dem Sie altersentsprechende Tätigkeiten in Haus und Garten für sie eintragen: z.B. den Mülleimer leeren, Spülmaschine ausräumen, Blumen gießen, Unkraut jäten, usw. und vereinbaren Sie dafür einen kleinen Betrag zum Taschengeld aufbessern.

An der Stelle sei auch erwähnt, dass es vorteilhaft ist, Kinder schon früh zum Kochen und Backen zu ermutigen. Je eher sie anfangen, desto besser kommen sie später zurecht! Nicht umsonst heißt eine altes Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“

Trotzdem: Ausgelernt gibt es nicht!

Allerdings sei hier deutlich gesagt: Das Sprichwort betrifft die sozialen Kompetenzen und den Umgang mit Geld, die schon von Kindesbeinen an eingeübt werden sollten! Sonst wiederspräche ja meinem eigenen Leitspruch „Ausgelernt gibt es nicht!“

Auch „Hans“ kann noch kräftig Neues lernen. Das beweisen die vielen Senioren, die sich an Unis einschreiben und ihr Studium erfolgreich abschließen. Dazu hier ein interessanter Artikel aus Focus Online:

https://www.focus.de/familie/lernen/macht-sport-schlau-20-irrtuemer-uebers-lernen_id_2716833.html.

Ich wünsche Ihnen als Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten Freude beim Weitergeben von Basiswissen und Werten an die Kinder und Jugendlichen!

Gerüste / 24. Januar 2018

Der unberechenbare Feind des Gerüstbauers

Warum Stürme mich trotzdem nicht mehr aus der Ruhe bringen

Von Walter Stuber

Kyrill, Nannette oder Xavier: Das sind Namen von Tiefdruckgebieten, die uns Stürme und Orkane gebracht haben. Anfang Januar war es „Burglind“,  am Donnerstag „Friederike“, die für  Überschwemmungen, entwurzelte Bäume, Verspätungen im Bahnverkehr gesorgt hat und auch so manches, nicht ausreichend gesicherte Gerüst zum Einsturz gebracht hat. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, warum diese heftigen meteorologischen Phänomene Namen haben, die doch eigentlich ganz „nett“ klingen!

Seit 1954 vergibt das Institut für Meterorologie der Technischen Universität (FU) Berlin Wetterpatenschaft für Hochdruck- und Tiefdruckgebiete gegen Zahlung. Damit kann man sich nicht nur brüsten Namensgeber eines „Hochs“ oder „Tiefs“ zu sein, das gegebenenfalls auch öfters in den Nachrichten genannt wird, Wetterpaten tun auch was Gutes. Sie leisten einen Beitrag, dass u.a. die vollständige Klimabeobachtung fortgeführt werden kann! Mehr Infos gibt es hier: www.met.fu-berlin.de/wetterpate/

Nicht kalkulierbare Gefahren

Als Gerüstbauer interessiere ich mich besonders für die Tiefdruckgebiete. Denn hohe Windgeschwindigkeiten können für alle Spezialgerüste zu einer großen Herausforderung werden. Deshalb verfolge ich den Wetterbericht immer sehr genau. Sind Sturm oder Orkan angesagt, überlege ich sofort, welche Baustellen wir gerade haben. Nächster Gedanke: Wo kann es gefährlich werden, weil Gerüste zum Beispiel mit Planen verkleidet worden sind? Dass unsere drei Bauleiter, die vor Ort alles abwickeln und die Gerüstbauer (wie immer) eine gute Arbeit gemacht haben, das steht  für mich außer Frage. Aber es gibt auch Dinge, auf die wir nicht unbedingt Einfluss haben.

Nachfolgende Handwerker könnten ungefragt Veränderungen vorgenommen haben: Planen könnten zum Beispiel aufgeschnitten worden sein, um mehr Luftzirkulation auf dem Gerüst zu bekommen. So etwas bietet natürlich eine Angriffsfläche für den Wind. Oder wir haben auch schon erlebt, dass ein paar störende Verankerungen an einem Gerüst, zum Beispiel an einem Brückenbauwerk, einfach entfernt wurden! So etwas kann man nicht im Vorfeld ausschließen und das sind dann eventuell Gefahrenquellen.

Bilder, die man nie vergisst!

Grundsätzlich können höhere Windgeschwindigkeiten unseren Konstruktionen nichts anhaben. Trotzdem passiert immer wieder mal etwas Unerwartetes. Ich erinnere mich an eine Baustelle in den 1980er Jahre in München. Damals ist durch eine zu geringe Verankerung, die durch das Fehlen von tragendem Mauerwerk nicht anders möglich war, bei Sturm ein Fassadengerüst in der zweiten obersten Lage nach außen gekippt!

Wie gut, dass die Feuerwehr über die Dachgauben rechtzeitig das Ganze mit Enterhaken sichern konnte! Dadurch kam niemand zu Schaden. Oder ich habe schon erlebt, dass ein Holzhaus, das sich hinter einem Gerüst befand, dem starken Wind nicht standgehalten hat und es beim Einsturz die Gerüst-Konstruktion mitgerissen hat. Das sind Ereignisse, die man sein Leben lang nicht vergisst!

Beste Absicherung gegen Sturmschäden

Solche Horrorszenarien dürfen mich als Gerüstbauer aber nicht lähmen, wenn sich der nächste Orkan ankündigt. In den 40 Jahren meiner Tätigkeit gab es schließlich einige Stürme! Sonst käme ich vor lauter Sorgen und Grübeln nicht zum Arbeiten. Die beste Absicherung gegen Schäden jeglicher Art ist es, grundsätzlich mit größter Sorgfalt, dem größtem Maß an Sicherheit  zu arbeiten und immer auf dem neuesten Stand der Entwicklungen zu sein. Deshalb investieren wir sehr viel Geld in die Aus- und Weiterbildung unserer gesamten Mitarbeiterschaft!

Wie hoch die Windgeschwindigkeiten sein werden, die Imke, Kira und Jari, die nächsten Tiefdruckgebiete, uns bringen werden, weiß ich selbstverständlich nicht. Sicher ist, dass unser gesamtes www.spezialgeruestbau.de  Team alles dafür tun wird, dass Sicherheitsvorkehrungen für den Fall eines Sturmes getroffen werden, damit unsere Kunden auch in stürmischen Zeiten vollends mit uns zufrieden sind!