Allgemeine Themen

Ganz Privat / 6. Juni 2023

Siebenbürgen statt Alicante – Urlaub fernab des Massentourismus

Endlich Urlaub! Bald starten die Sommerferien in den ersten Bundesländern! Die Reiselust ist wieder groß. Neben Ferien im eigenen Land, gehören 2023 Spanien, Italien, Griechenland und die Türkei zu den beliebtesten Ferienzielen der Deutschen. Das ist das Ergebnis der 39. Deutschen Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen.

Meine Frau Burgunda und ich haben uns für ein ganz anderes Reiseziel entschieden, das nur selten oder gar nicht in Prospekten beworben wird. Uns reizt das Neue und Unbekannte. Dieses Mal fiel unsere Wahl auf Siebenbürgen. Eine Reportage im MDR-Fernsehen hat uns neugierig gemacht auf diese Region in Rumänien. Daraufhin haben wir uns in Büchern und mittels YouTube-Videos weiter informiert. Schnell stand fest: Hier wollen wir unbedingt mal hin.

Ein Ort zum Relaxen

Mit unserem Wunsch sind wir zu Cathrin Müller-Wrege von CM-TRAVEL  gegangen. Sie hat schon viele unserer Reisen bestens organisiert. Kurz vor Pfingsten ging es los. Sie hatte für uns das Mercure Medias Binderbubi Hotel And Spa in der Stadt Medias in Siebenbürgen gebucht.

Frühstück war inklusive, Mittag- und Abendessen optional. Hinter dem Hotel konnten wir in den Wiesen und Wäldern ausgiebige Spaziergänge machen. Sehr gerne haben wir das große Schwimmbad genutzt und die Wellnessangebote. Erstaunt war ich, wie preisgünstig z.B. die Massagen waren. Alles war blitzsauber. Wir haben uns hier vom ersten Moment an richtig wohl gefühlt.

Saubere, gepflegte Innenstadt

Auf der Homepage des Hotels und bei den Google Bewertungen haben wir im Vorfeld gelesen, dass das Mercure Medias außerhalb des Zentrums liegt. Für uns war das kein Problem, wir hatten über CM-TRAVEL ein Mietauto gebucht. Vor Ort stellte sich heraus, dass man auch ohne eigenen Fahruntersatz bequem bis zur ungefähr zwei Kilometer entfernten Innenstadt kommen konnte. Es fuhren viele Taxen und die Tarife waren günstig. 

Medias  ist eine sehr schöne Stadt mit ungefähr 50.000 Einwohnern. Uns fiel uns sofort auf, wie sauber die Straßen und Gehwege waren. Auch in den schön angelegten Parks war nirgendwo Müll zu entdecken. Das Angebot in den Läden war wie bei uns. Einziger Unterschied: Die Preise. Teilweise kosteten die Waren hier nur halb so viel. 

Ein Stück Heimat mitten in Rumänien

Gleich am Anfang unserer Reise haben wir die Margarethen Kirche  besucht und nahmen an einer Führung über die Geschichte des imposanten Bauwerks teil. Hier, wie im gesamten Stadtbild, wurde deutlich, wie stark Siebenbürgen von der deutschen Kultur geprägt wurde. Noch heute wird in der Evangelischen Kirchengemeinde, die in der Margarethen Kirche beheimatet ist und rund siebenhundert Gemeindemitglieder zählt, rumänisch und deutsch gesprochen. 

Ganz nebenbei wurden wir bei den Erläuterungen zum Gottesdienst am Pfingstsonntag eingeladen. Diese Einladung nahmen wir gerne an. Es ist schon etwas Besonderes mit einhundert evangelischen Christen Pfingsten in Rumänien zu feiern und dabei die eigene Sprache zu hören!  

Beeindruckt von den Menschen

Mich hat sehr beeindruckt, wie freundlich, herzlich und hilfsbereit uns die Menschen in Siebenbürgen begegnet sind. Mir kam es so vor, dass die meisten, sehr zufrieden mit ihrem Leben waren. Und das obwohl sie, gemessen an deutschen Verhältnissen, viel weniger besitzen. Sie wirkten auf mich gelassen, kein bisschen hektisch. Das würde ich gerne in meinen Alltag übertragen. 

Nicht nur das habe ich in Rumänien entdeckt und erlebt. Mehr über die besonderen Orte, die wir bei unseren Ausflügen ausgekundschaftet haben und welche 
Promis uns dabei über den Weg gelaufen sind, dazu mehr in meinem nächsten Blog. 

Allgemeine Themen / 23. Mai 2023

Wie Unmögliches möglich wurde – Mein steiniger Weg zum Traumberuf

Ellen Beier
Foto: Ellen Beier

Ein Gastbeitrag von Ellen Beier, Zahnärztin in Leisnig/Mittelsachsen

 „Ich will Zahnärztin werden!“ Das stand für mich schon früh fest. Daran ist meine Tante „schuld“. Sie war Zahnärztin und eine faszinierende Frau. Allerdings war mir, wie einigen anderen nicht ganz „Systemkonformen“, der Weg zum Abitur verwehrt. 

Für eine Zahntechnikerausbildung fehlten mir die damals notwendigen Beziehungen und so entschloss ich mich für die dreijährige Fachschulausbildung zur „stomatologischen Schwester“, so bezeichnete man in DDR die Zahnarzthelferinnen. Diese erfolgreich abgeschlossene Ausbildung festigte meinen Berufswunsch umso mehr.

Das Wunder

Dann passierte etwas, womit ich niemals gerechnet hatte: Ich erhielt von meiner Fachschule das Angebot zur Teilnahme an einem speziellen Hochschulvorbereitungskurs in Potsdam. Innerhalb eines Jahres habe ich in intensivstem Studium das Abitur nachgeholt. Damit war der Weg frei für das ersehnte Studium der Zahnmedizin! Dass ich diese Chance bekommen habe, kann man ein großes Glück nennen. Ich sage bis heute aus tiefsten Herzen „Gott sei Dank“ dafür! 

Das Abitur und das anschließende Studium waren alles andere als einfach. Mir war klar: Wenn ich diese Möglichkeit bekommen habe, die doch komplett unerreichbar schien, dann musste ich alles dafür tun um durchs Ziel zu kommen. Im Nachhinein bin ich sehr dankbar für diese spannenden, aber auch fordernden Zeiten, denn sie haben mich geprägt in meiner Persönlichkeit und den Blick bewahrt für die scheinbar einfachen und selbstverständlichen Arbeiten in einer Praxis. 

Den Traum leben

Auch nach vielen Jahrzehnten als Zahnärztin ist das immer noch mein Traumjob! Ich arbeite gerne mit und an meinen Patienten und Patientinnen. Ich liebe die kreative, kollegiale Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit meinem Dentallabor und bin immer wieder begeistert von meinem kompetenten und netten Praxisteam. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der lebendige Schatz meiner Praxis, die ich seit 2011 in Leisnig/Mittelsachsen führe. 

Für mich ist hier der perfekte Ort zum Arbeiten und Leben. Es gibt viel Natur und Ruhe, aber auch gute Einkaufsmöglichkeiten. Die Region Mittelsachsen hat viele Ausflugsziele und kulturelle Veranstaltungen zu bieten. Leipzig, Dresden oder Chemnitz sind schnell erreichbar, dort kann ich Großstadttrubel erleben. 

Praxis-Nachfolger/in gesucht

Ich liebe meinen Beruf. Aber mir ist auch klar, dass ich einmal in den Ruhestand gehen sollte. Deshalb suche ich ab Oktober 2023 eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt, die oder der unser Team verstärkt und zu gegebener Zeit die Praxis übernehmen wird. Wir bieten beste Voraussetzungen für einen Start in Mittelsachsen: Motivierte, stabile Praxismitarbeiter, ein großer Patientenstamm, vier technisch sehr gut ausgestattete Behandlungszimmer, Röntgenraum, beste Vernetzung mit Kolleginnen und Kollegen aus Endodontologie, Kieferorthopädie und Oralchirurgie und vieles mehr. 

Und das alles, wie schon erwähnt, in einer traumhaften Gegend mit direkter Anbindung an die Autobahn A 14 und die kurzen Wegen in die nahegelegenen Großstädte. 

Haben Sie Interesse oder kennen Sie jemanden, der oder die als Zahnarzt oder Zahnärztin eine neue Herausforderung sucht?

Ich freue mich, wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen. 

praxisteam

Allgemeine Themen / 28. April 2023

Persönliche Talentschwerpunkte erkennen und fördern

Ich will nicht bleiben, wie ich bin! Deshalb lese ich viel oder greife zu Hörbüchern, die mich weiterbringen. Wie zuletzt das Buch “Entwickle deine Stärken“von Tom Rath.

Besonders hat mich der sogenannte Strengthsfinder 2.0 fasziniert mit dem man seine fünf persönlichen Talentschwerpunkte entdecken und fördern kann.

Nach Beantwortung der Fragen bekam ich meine fünf größten Stärken präsentiert. Was ich las, war aufschlussreich, wenn auch nicht in allen Teilen neu. Es tat gut von unabhängiger Stelle vor Augen geführt zu bekommen, welche Stärken ich habe und welchen Einfluss sie auf mein berufliches und privates Engagement haben oder haben können, wenn ich sie richtig einsetze.

Damit Sie sich vorstellen können, wie so eine Bewertung aussieht, finden Sie untenstehend erklärende Worte zum Strengthsfinder 2.0 und meine persönlichen Ergebnissen. Ich bin begeistert von dieser Möglichkeit sich weiterzuentwickeln und kann Sie nur ermutigen, dass Sie sich die Zeit nehmen für das Buch und den “Stärkenfinder 2.0”.

S TRE N G T HS F I NDE R®  THE GALLUP ORG A N I ZATION 

Die Ergebnisse der langjährigen Forschungsarbeit von The Gallup Organization legen  nahe, dass diejenigen Menschen am effektivsten sind, die ihre Stärken und  Verhaltensweisen verstehen. Sie sind am besten in der Lage, Strategien zu entwickeln,  um den alltäglichen, beruflichen und familiären Anforderungen gerecht zu werden oder  diese sogar zu übertreffen. 

Wenn Sie darüber nachdenken, welche Kenntnisse und Fertigkeiten Sie erworben haben, entwickeln Sie zwar ein grundlegendes Gespür für Ihr Können, doch nur wenn Sie Ihre angeborenen Talente kennen und verstehen, erhalten Sie echten Einblick in die Gründe für Ihre beständigen Erfolgsleistungen. 

Im Bericht Ihrer persönlichen Talentschwerpunkte sind Ihre fünf wichtigsten Talente in der Reihenfolge aufgeführt, die sich aus Ihren Antworten auf die StrengthsFinder- Aussagenpaare ergeben hat. Von den 34 Talentschwerpunkten, die beurteilt wurden, sind diese fünf bei Ihnen am ausgeprägtesten. 

Ihre persönlichen Talentschwerpunkte sind enorm wichtig für die optimale Nutzung der  Talente, die bei Ihnen zum Erfolg führen. Sie können sich auf jeden Ihrer persönlichen  Talentschwerpunkte einzeln oder auf alle fünf gleichzeitig konzentrieren, um Ihre Talente zu erkennen, sie zu Stärken weiterzuentwickeln und durch eine konsistente, nahezu perfekte Leistung privaten sowie beruflichen Erfolg zu erzielen. 

Significance/Bedeutsamkeit 

Ihnen ist wichtig, in den Augen anderer als bedeutsame Person zu erscheinen und anerkannt zu werden. 

Sie wollen gehört werden und legen Wert darauf, sich von anderen abzuheben. Sie verlangen Anerkennung für die einzigartigen Stärken, die Sie von anderen unterscheiden. Sie erwarten Bewunderung für die Glaubwürdigkeit, Professionalität und den Erfolg, durch den Sie sich auszeichnen. 

Bei Ihrer Umgebung setzen Sie dieselben Qualitäten voraus. Falls diese Eigenschaften nicht vorhanden sind, sorgen Sie dafür, dass sie allmählich entwickelt werden. Ist dies nicht möglich, wenden Sie sich ab. 

Sie sind unabhängiges Denken gewohnt und Ihre Arbeit ist für Sie nicht nur ein Job, sondern eine Lebensweise, mit der Sie eine möglichst hohe Handlungsfreiheit anstreben. Ihren Wünschen und Vorlieben messen Sie eine große Bedeutung bei. Deshalb steuern Sie Ihre Ziele mit einer  außergewöhnlichen Bestimmtheit an und heben sich dadurch eindeutig vom Mittelmaß ab. Ihr Streben nach Bedeutsamkeit führt Sie auf diese Weise zu immer neuen Erfolgen. 

Achiever/Leistungsorientierung 

Sie werden von einem beständigen Bedürfnis getrieben, etwas zu erreichen und Leistung zu erbringen. 

Sie fangen jeden Tag bei Null an und brauchen am Abend ein greifbares Ergebnis, sonst sind Sie mit sich selbst unzufrieden. Auch an Wochenenden und Urlaubstagen machen Sie keine Ausnahme. Für Sie spielt  es keine Rolle, dass Sie eigentlich längst eine Ruhepause verdient hätten – ein Tag, an dem Sie nichts geleistet haben, ist für Sie verlorene Zeit. Angetrieben von Ihrem Ehrgeiz wollen Sie ständig mehr schaffen, mehr erreichen. Und wenn Sie dann an einem bestimmten Ziel angelangt sind, ist Ihr Ehrgeiz nur für kurze Zeit zufriedengestellt, bald schon werden Sie von Neuem angestachelt und steuern neue  Ziele an. Möglicherweise untersteht Ihr Ehrgeiz keiner tieferen Logik und ist auch nicht auf ein konkretes  Ziel ausgerichtet, im Wesentlichen zeichnet er sich jedoch durch Unersättlichkeit und Dauerhaftigkeit aus. 

Als leistungsorientierter Mensch müssen Sie lernen, mit einer beständig nagenden Unzufriedenheit zu leben, die jedoch auch verschiedene positive Seiten aufweist. Unzufriedenheit ist die Triebfeder, die Sie harte Arbeitstage durchstehen lässt, ohne innerlich auszubrennen. Ihre Unzufriedenheit vereinfacht Ihnen den Einstieg in neue Aufgaben und liefert Energie für das hohe Arbeitstempo und Produktivitätsniveau, das Sie von Ihrer Arbeitsgruppe erwarten. Ihre Unzufriedenheit hält Sie in Bewegung. 

Belief/Überzeugung 

Menschen, die sich an ihrer inneren Überzeugung orientieren, verfügen in der Regel über eine stabile Werteskala, die zwar von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausgeprägt sein kann, in der jedoch Werte wie Familienorientierung, eine gewisse Uneigennützigkeit sowie geistige Interessen ihren festen Platz haben. Sie legen Wert auf Verantwortungsbewusstsein und Moral, und zwar sowohl im Hinblick auf Ihre eigene Person als auch im Hinblick auf andere.

Diese Grundwerte bilden die Basis für Ihr Handeln und verleihen Ihrem Leben Sinn und Zweck, denn in Ihren Augen ist Erfolg mehr als einfach nur Geld und Prestige. Diese Grundwerte dienen Ihnen auch als Wegmarken, die Ihnen angesichts von Versuchungen und Zerstreuungen ermöglichen, Ihre eigentlichen Prioritäten nicht aus dem Blick zu verlieren.

Ihre Beziehungen zu anderen Menschen sind von Dauerhaftigkeit geprägt. Ihre Freunde vertrauen Ihnen vorbehaltlos, weil sie wissen, wo Sie stehen. Selbstverständlich streben Sie eine Tätigkeit an, die mit Ihrer inneren Überzeugung in Einklang steht. Sie verlangen von Ihrer Arbeit, dass sie sinnvoll ist. Und sinnvoll sind für Sie nur Tätigkeiten, die mit Ihrem Wertesystem in einem harmonischen Verhältnis stehen. 

Command/Autorität 

Aufgrund Ihrer natürlichen Autorität übernehmen Sie gerne Verantwortung. Sie haben auch keine Probleme damit, andere mit Ihren Ansichten zu konfrontieren, ganz im Gegenteil. Sobald Sie sich eine Meinung gebildet haben, müssen Sie diese unbedingt anderen mitteilen. Und wenn Sie ein Ziel ins Auge gefasst haben, lassen Sie nicht locker, bis Sie Ihre gesamte Umgebung darauf eingeschworen haben.

Sie gehen beherzt allen möglichen Auseinandersetzungen entgegen, denn in Ihren Augen ist ein Konflikt stets der erste Schritt in Richtung Problemlösung. Wo andere sich kaum trauen, der traurigen Wahrheit ins Auge zu blicken, fühlen Sie sich berufen, die wenig schmeichelhaften Tatsachen auf einem Silbertablett zu präsentieren. Sie sind eben für Klarheit in Beziehungen und fordern von Ihren Mitmenschen Realitätssinn und Ehrlichkeit, und ein bisschen mehr Mut könnte Ihrer Meinung auch nicht schaden.

Bestimmte Menschen fühlen sich aus diesem Grund von Ihnen eingeschüchtert und nehmen Ihnen das auch übel. Möglicherweise hält man Sie für rechthaberisch, aber dessen ungeachtet überlässt man Ihnen in der Regel bereitwillig die Führung. Denn schließlich wirkt eine Person, die eindeutig Stellung bezieht und eine klare Linie vertritt, positiv und motivierend auf andere. Sie verkörpern Autorität und Präsenz, deswegen fühlen sich andere Menschen zu Ihnen hingezogen. 

Responsibility/Verantwortungsgefühl 

Sie halten Ihr Wort, und wo Sie Verpflichtungen eingegangen sind, fühlen Sie sich auch verantwortlich. 

Sie leben in der Gewissheit, dass hiervon Ihr guter Ruf abhängt. Sind Sie einmal nicht in der Lage, Ihren Verpflichtungen nachzukommen, sorgen Sie möglichst schnell für Wiedergutmachung. Von Ausflüchten, Entschuldigungen und faulen Ausreden halten Sie gar nichts. Sie finden erst dann wieder Ruhe, wenn Sie Ihr Versäumnis wettgemacht haben.

Ihr Verantwortungsgefühl, Ihre schiere Besessenheit, alles richtig zu machen sowie Ihre strengen ethischen Maßstäbe begründen die Wertschätzung, die Ihre Mitmenschen Ihnen entgegenbringen. Auf Sie kann man sich hundertprozentig verlassen. Sind neue Aufträge zu verteilen, werden Sie immer zuerst bedacht, weil dann sichergestellt ist, dass die Aufgabe auch erledigt wird. Natürlich werden Sie auch oft um Hilfe gebeten. Hier sollten Sie jedoch Vorsicht walten lassen, weil Ihre Hilfsbereitschaft sonst schnell dazu führen könnte, dass Sie sich mehr Verpflichtungen aufladen, als Sie bewältigen können.

Allgemeine Themen / 11. April 2023

Die Schattenseite von Würzburg

#visitwuerzburg. Kurz und bündig ist der Slogan auf der Tourismusseite www.wuerzburg.de/tourismus/index.html der bayerischen Stadt gehalten. 

Würzburg hat einiges zu bieten: Weltkulturerbe Residenz https://www.residenz-wuerzburg.de/  aus dem 18. Jahrhundert, Festung Marienberg, die alte Mainbrücke, Falkenhaus, Rathaus, viele Kirche und natürlich die Weinstuben und Weingüter. Diese sorgten in den 1970gern für das Motto „Würzburg – das Weinfass an der Autobahn“.

Bei einem Kreativwettbewerb im Jahr 2009 wurde der Spruch „Würzburg – Provinz auf Weltniveau“ ausgezeichnet. Es wundert nicht, dass die Würzburger davon nicht begeistert waren. Wer hat schon gerne, wenn man als „provinziell“ eingestuft wird?! 

Gefährlich und unprofessionell

Provinz statt Weltniveau habe ich jetzt leider bei einem Spaziergang am Würzburger Kranenkai, in der Nähe des Congress Centrums, erlebt. Ich musste an einer Baustelle einen Ersatzfußweg benutzen. Dieser war einfach nur unprofessionell und gefährlich. Meine Fotos sagen mehr als Worte.

Zusammengeflickt, mit Lücken und Stolperkanten. Wie sollen Rollstuhl- und Rollator-Fahrer, Gehbehinderte, Familien mit Kinderwagen und Buggy diesen Weg nutzen, ohne sich in Gefahr zu bringen? Wenn man ihn überhaupt von der Breite her nutzen kann! Mit einem Rolli wird das schon knapp! Auch für Menschen ohne Handicap ist der Gang über diesen Fußweg eine Herausforderung, vor allem in der Nacht, ohne Beleuchtung.

Kein gutes Aushängeschild

Beim heutigen Stand der Technik ist es kein Problem, Baustellensicherungsmaßnahmen sicher und für alle nutzbar zu gestalten.

Ich verstehe nicht, wie eine Universitätsstadt wie Würzburg, mit tausenden  von Tagestouristen und 830.000 Übernachtungen im Jahr 2022 https://www.tvmainfranken.de/mediathek/video/staedtetourismus-in-wuerzburg-deutliche-erholung-bei-den-gaesteuebernachtungen-im-jahr-2022/  so eine

gefährliche Konstruktion zulassen kann. So etwas ist kein gutes Aushängeschild! 

Da kann ich nur hoffen, dass die zuständigen Behörden doch noch eingreifen oder …. die Bauarbeiten bald fertiggestellt sind. 

Allgemeine Themen / 28. März 2023

Gesunde Führung – gesundes Führen

Nur wenn Du als Unternehmer und Führungskraft auf Deine eigene Gesundheit achtest (gesunde Führung) kannst Du auch Deine Mitarbeiter gesund Führen.

Die meisten Menschen fangen erst an, sich um Ihre Gesundheit zu kümmern, wenn sie nicht mehr intakt ist. Wirklich frühzeitige Prävention ist da aber der viel sinnvollere Ansatz. Und damit kann jeder selbst beginnen, oder Du setzt in Deinem Unternehmen den Faktor Gesundheit mit ein. Nicht nur für die Produktivität des Unternehmens, sondern auch gegen die Fluktuation und für das Recruiting neuer Mitarbeiter kann ein funktionierendes Gesundheitssystem im eigenen Betrieb eingesetzt werden. Vor vielen vielen Jahren haben die großen Player damit angefangen und mittlerweile ist es auch im Mittelstand und in kleinen Unternehmen angekommen, wie wichtig es ist.

Dabei sollst Du nicht der Trainer oder gar Therapeut Deiner Mitarbeiter werden, aber das Bewusstsein für die körperliche und geistige Gesundheit auf dem Schirm haben. In erster Linie damit, dass Du Deinen Mitarbeitern eine gesunde Lebensweise vorlebst (Arbeitszeiten, Ernährung, genug Trinken – nein nicht Alkohol! Und ein vernünftiges Maß an Bewegung). Und hör jetzt hier nicht auf zu lesen! Vor allem, wenn Du denkst: „So ein Blödsinn, wie soll das denn funktionieren?“

In vielen Situationen ist es mit Mitarbeitern ähnlich wie mit Kindererziehung: Sie machen nicht das, was Du sagst, sondern machen das nach, was Du vorlebst. Die meisten Dinge lernen wir im Laufe unseres Lebens durch Nachahmung.

Also ja! Es kommt auf das Vorleben an. Werden in Deinem Unternehmen Getränke für die Mitarbeiter angeboten? Das ist nicht nur eine schöne Geste, sondern genug Flüssigkeit trägt zur besseren Konzentration und Leistungsfähigkeit bei. Ist es in Deinem Unternehmen üblich, dass die Mitarbeiter Ihre Pausen aktiv zur Erholung nutzen? Lies hierzu gern in meinem Blog weiter: https://www.aktivgesundonline.de/pause-aktiv-gestalten-3-ideen-die-einfach-umsetzbar-sind/

Ein weiterer großer Anteil an gesundem Führen hat das Thema Arbeitsorganisation und die Kommunikation im Unternehmen. Wieviel Zeit und Raum bleibt im Alltag für klare Kommunikation und gute Absprachen – oder tappen Deine Mitarbeiter manchmal im Dunkeln, weil die Arbeitsanweisungen oder Handlungsspielräume unklar sind? Wie geht Ihr im Unternehmen mit Fehlern um? Und wann und wie wird gelobt und Anerkennung ausgesprochen? Das merke ich immer wieder in der Arbeit mit Mitarbeitern, dass das häufig zu kurz kommt. „Erwische“ Deine Mitarbeiter bei Ihren Erfolgen und lass es sie wissen. Und denke daran: Lob vor der Gruppe – Kritik unter vier Augen.

Kommen wir zum Abschluss nochmal zum Thema Ernährung. Trinken ist zwar ein Teil davon, um den es ja oben schon ging, aber auch das Essen ist ein wichtiger Faktor im Arbeitsalltag. Nimmst Du Dir in Ruhe Zeit, Deine möglichst 3 Mahlzeiten am Tag einzuhalten? Wie sieht es in den Pausen dazwischen aus? Hier mal ein Keks, da mal ein Stück Schokolade? Oder nutzt Du die Esspausen lediglich zum Trinken (Wasser, Tee)? Denn das würde ich empfehlen, nicht nur für die Figur, sondern vor allem auch für die Leistungsfähigkeit. Vier bis sechs Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten machen total Sinn, um aus dem Kohlenhydratstoffwechsel in die Fettverbrennung zu kommen – das macht einen klaren Kopf und gute Konzentration. Ist die Pause länger, gerät der Körper leicht in „Notfall-Situation“ und fährt den Stoffwechsel runter. Ist die Pause kürzer, kommen wir gar nicht in die Fettverbrennung.

Aller Anfang ist schwer… aber es haben schon so viele geschafft! Ich freue mich immer über Feedback, Anregungen und Fragen. Und wenn Du das Gefühl hast, in Deinem Unternehmen darf in Zukunft gesünder geführt werden, dann lass uns gern mal telefonieren.

Zur Autorin:

Mein Name ist Corinna Werner, ich bin Physiotherapeutin, Ernährungsberaterin, Rückenschullehrerin, Ergonomieberaterin (für Verhaltens- und Verhältnisprävention) und ganzheitlicher Gesundheitscoach. Ich habe „Gesundheits- und Sozialmanagement“ und „Prävention und Gesundheitspsychologie“ studiert, sowie diverse Fort- und Weiterbildungen um Bereich Coaching und Stressmanagement sowie Burnout Prophylaxe. www.aktivgesundonline.de mail: info@aktivgesundonline.de