Tag Archives: Doman-Therapie

Allgemeine Themen / 18. Dezember 2018

Unterstützer gesucht: Mehr Lebensqualität für Josefine mit Hilfe der Doman-Therapie

Mehr Lebensqualität - Josefine

Von Walter Stuber

Sie ist gefangen im eigenen Körper, unsere achtjährige Enkelin Josefine. Als sie ein paar Tage alt war, bekam sie eine schwere Hirnhautentzündung. Seitdem sind epileptische Anfälle bei ihr an der Tagesordnung. Unter anderem dadurch konnte sie sich nicht wie andere Kinder weiterentwickeln. Untersuchungen im Frühjahr dieses Jahres haben ergeben, dass sie ein „neurologisches Alter“ von 3,8 Monaten hat.

Aber das muss nicht so bleiben! Die Doman-Therapie hat in ähnlichen Fällen dafür gesorgt, dass verpasste Entwicklungsstufen nachgeholt werden konnten. Für mehr Lebensqualität macht unsere Josefine seit Ende August zusammen mit vier Helfern jeden Tag 90 Minuten lang Übungen, mit der die Bewegungen zum Krabbeln angebahnt werden sollen. Dazu kommen weitere Übungen die das Atmen, Riechen, Hören und Sehen positiv beeinflussen sollen.

mehr Lebensqualität - Josefine

Erster Erfolg nach nur vier Wochen

Schon nach vier Wochen Motorik- Training gab es die erste Erfolgsmeldung: Josefine hat sich selbstständig hingesetzt. Das macht große Hoffnung, dass noch viel Potential in ihr steckt, das nur geweckt werden muss. Mehr selbstbestimmt agieren zu können würde ihr zu mehr Lebensqualität verhelfen.

Leider ist die aufwändige Doman-Therapie, die über einen langen Zeitraum durchgeführt werden muss, nicht von den Krankenkassen zugelassen. Die Kosten von rund 200.000 Euro kann die Familie nicht alleine aufbringen. Im vergangenen Jahr haben sich mein Sohn Ingolf und meine Schwiegertochter Janine bereits über unterschiedlichste finanzielle Hilfe gefreut: Benefiz-Veranstaltungen, Foto-Shooting,  Einzelspenden, zuletzt der Stollenverkauf in Döbeln.

Zwei von vielen, die sich engagieren

Thomas Böttcher, Radiomoderator, Schauspieler, Entertainer ist einer der Unterstützer: „Auf Josefine sind wir aufmerksam geworden, weil die Familie bei uns in der Siedlung wohnt und damit diese Problematik uns ganz nah ist. Wir haben Josi besucht und waren begeistert, wie stark die Eltern sind und wie unendlich liebenswert die kleine Josefine ist. Da war für uns klar: Hier wollen wir helfen!“ Das tut Thomas Böttcher zum Beispiel am 20.Januar 2019 im Rahmen einer Benefizveranstaltung im Sonnenhof in Ossig.

Auch der Fotograf Marco Kitzing ist sich sicher, dass das Geld, das er für Josefine gespendet hat, eine gute Investition ist: „Meine Freundin arbeitet in der Therapie  für neuronal erkrankte Menschen. Ich habe gesehen, dass es dort viele Patienten gibt, die ihr Handicap als „Absprungbasis“ für neue Chancen im Leben nutzen. So eine Absprungbasis bei einem Kind positiv zu nutzen, geht nur durch Anreize von außen. Deshalb ist die Doman-Therapie genau das richtige für Josefine und ich unterstütze das sehr gerne.“

Hoffnung auf mehr Selbstständigkeit

Ich habe die Vision, dass meine Enkelin im Jahre 2030 fließend sprechen kann und ohne Hilfsmittel laufen kann. Ich weiß, das ist sehr groß gedacht. Aber Visionen müssen so gestrickt sein, dass andere erstmal darüber schmunzeln oder sich sogar an den Kopf fassen! Das gilt fürs Geschäftliche genauso wie für das Private. Ich sehe die Doman-Therapie als einen wichtigen Baustein auf dem Weg, dass aus meiner Vision Realität werden kann und Josefine mehr Lebensqualität erlangt.

Sie können durch Ihre Spende auch dazu beitragen, dass sich Josefine weiterentwickeln kann: Josefine Stuber DE46 8605 5462 0481 106642. Es können leider keine Spendenquittungen ausgestellt werden, da es nicht möglich ist einen Verein speziell für Josefines Belange zu gründen. Ich sage jetzt schon mal von Herzen „Danke“ und „Vergelt´s Gott!“!  Aktuelle  Infos über Josefines Leben und ihre Fortschritte bekommen Sie hier www.josefine-stuber.de

Allgemeine Themen / 24. Januar 2017

„Ein gesundes neues Jahr!“

Ein Gastbeitrag von Janine Stuber  über das Hoffen auf Entwicklungsfortschritte ihrer behinderten Tochter durch die Doman-Therapie und die Suche nach Unterstützern

„Wir wünschen euch ein gesundes neues Jahr!“ Das  haben wir  in den vergangenen Wochen häufig gehört. Nichts Besonderes im Januar. Für uns schwingt doch viel mehr mit in diesen Worten: Seit Mitte Dezember hat unsere Tochter Josefine (6) mit einer Lungenentzündung zu kämpfen. Das ist deshalb bedrohlich, weil sie behindert ist, sich deshalb nicht so viel bewegen kann und damit die Heilung herausgezögert wird.

Wir wünschen uns von Herzen, dass sie endlich wieder gesund wird. Aber auch dann ist nicht alles „gesund“:  Ende Februar steht ein Krankenhausaufenthalt  mit einer Operation an. Eine schwere Zeit wartet auf uns und  es wird auch nicht einfacher: Krankenhaus, Narkose und Eingriffe  werfen Josefine in ihrer Entwicklung immer zurück. Das bedeutet, dass wir danach wieder  Dinge trainieren müssen, die sie vorher schon konnte.

Eine erfolgversprechende Therapie für die behinderte Josefine

Im August 2016 habe ich in einem Gastbeitrag bereits berichtet, dass wir für unsere Tochter die „Doman-Therapie“ www.iahp.org entdeckt haben. Das  ist ein intensives Training für Sinne und Motorik. Übungen werden so lange wiederholt, bis der Patient die Abläufe von alleine übernehmen kann. Dabei wird genau auf den Entwicklungsstand geachtet.

Zwei Beispiele was das in der Praxis bedeutet: Josefine kann zu ihrem Lieblings-spielzeug robben. Das bedeutet, als nächstes wäre das Kriechen oder Krabbeln angesagt und genau das üben wir  mit ihr. Eine andere Übung ist dafür gedacht, dass beide Gehirnhälften lernen überkreuz zu arbeiten. Dafür muss ihre linke Hand spielerisch festgehalten werden, während sie mit der Rechten einen Gegenstand greifen muss, der auf ihrer linken Seite liegt.

Fortschritte sind sichtbar

Durch die Lungenentzündung mussten wir das Programm zurückfahren. Aber vorher haben sich schon deutliche Fortschritte gezeigt. Mit einigen Übungen war Josefine so vertraut, dass sie wusste was als nächstes kommen würde und  aktiv mitgemacht hat. Wir sind sicher, dass sie viele Fähigkeiten hat, die nur geweckt werden müssen.

Aber wir brauchen viel Geduld, denn alles muss ständig wiederholt werden, damit es sich bei ihr einprägt. Das bedeutet, dass wir bis zu 11 Stunden am Tag mit der Therapie beschäftigt sind und dass teilweise drei weitere Personen dabei helfen müssen. Das können wir nicht nur mit Hilfe der Familie schaffen. Hilfskräfte müssen uns unterstützen. Die Krankenkasse kommt finanziell nicht auf, denn die Behandlung ist in Deutschland noch nicht zugelassen.

Unterstützer gesucht

Wir versuchen so viel wie möglich selber zusammenzubekommen. Aber die voraussichtlichen Kosten von 200.000 Euro werden wir alleine nicht aufbringen können. Deshalb haben wir einen Flyer erstellt und bitten damit um finanzielle Unterstützung, damit unsere Josefine auf lange Sicht ein weitesgehend selbstständiges Leben führen kann. Gerne schicken wir Ihnen den Flyer zu. Anfordern können Sie ihn unter josefine@walter-stuber.de

„Ein gesundes Jahr 2017“ –  nun wissen Sie, warum mit diesem „ganz normalen“  Neujahrswunsch für uns so viel mehr verbunden ist!

Allgemeine Themen / 5. September 2016

Mutter, Ehefrau, Bilanzbuchhalterin

Gastbeitrag von  meiner Schwiegertochter Janine Stuber

Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen  – für mich eine ganz besondere  Herausforderung

Im Jahr 2012 bekam mein Mann Ingolf das Angebot seines Vaters in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH als Bauleiter einzusteigen. Deshalb zogen wir mit unserer Tochter Josefine von München zurück in unsere Heimat Sachsen. Auch ich sollte ins Unternehmen in der Buchhaltung einsteigen.

Das bedeutete, dass unsere Tochter in den Kindergarten gehen musste, damit ich arbeiten konnte. Eigentlich ein ganz normaler Prozess. Bei uns brachte das viele Fragen und Unsicherheiten. Denn Josefine hat durch eine Hirnhautentzündung eine komplexe Behinderung.  Mein Schwiegervater hat darüber bereits in einem der vorherigen Blogs berichtet. https://walter-stuber.de/2016-08/gewinnen-gutes

Mit der Behinderung unserer Tochter das Leben meistern

Ihre ersten drei Lebensjahre waren angefüllt mit Therapien und Übungen. Ich wollte sie so viel wie möglich fördern. An Arbeit war nicht zu denken. Nun sollte ich sie in fremde Hände geben? Ob sie sich dort überhaupt wohlfühlen würde? Würde sie sich in einer Einrichtung weiterentwickeln können? Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich dachte, ich würde Josefine vernachlässigen und „weggeben“!

Andererseits habe ich mich gefreut und war stolz, dass ich in der Firma gebraucht wurde! Als unsere Tochter dann einen Platz im evangelischen Kindergarten bekommen hatte, war mir immer noch nicht  wohl bei der Sache. Aber Josefine hat es sofort gut gefallen. Ihre Erzieherin ging wunderbar auf sie ein, die anderen Kinder haben sie schnell ins Herz geschlossen und sie wurde von allen Seiten „bemuddelt“.

Kopf frei für die Arbeit!

Mein schlechtes Gewissen war sofort weg! Mittlerweile ist auch unsere zweite Tochter, Isabelle, im selben Kindergarten und ich kann mich meiner Arbeit in der Firma widmen. Zu meinen Einsatzbereichen gehören  Kundenakquise, Einkauf, Controlling sowie die Buchhaltung.

Meine Berufserfahrung als Bürokauffrau in einer Steuerkanzlei und meine Weiterbildungen zur Buchhaltungsfachkraft und zur geprüften Bilanzbuchhalterin kommen mir hier sehr zugute. Es ist geplant, dass ich den Bereich Lohnbuchhaltung verantwortlich übernehme soll.

Therapiemöglichkeit für Josefine

Bevor das geschieht, möchte ich eine intensive Therapie mit Josefine machen. Es ist die „Doman-Therapie“ www.iahp.org, die hirngeschädigten Kindern extrem weitergeholfen hat. Ich bin davon überzeugt, dass in unserer Tochter mehr steckt, als sie uns zeigt. Mit dieser Behandlung könnten ihre Fähigkeiten geweckt werden. Aber das Ganze ist sehr aufwändig.

Für einige Übungseinheiten werden mindestens drei Personen benötigt und das 10  Stunden am Tag!  Ich bin dankbar für alle Hilfe von den Omas und Opas, aber das können sie nicht leisten. Wir werden bezahlte Helfer brauchen. Auch die Therapie müssen wir selber finanzieren, denn die Krankenkassen in Deutschland übernehmen nichts!

Blick nach vorn

Ich bin gespannt, wie wir als Familie die vor uns liegenden Herausforderungen meistern werden und freue mich schon jetzt auf das, was danach beruflich auf mich zukommen wird!