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Aus dem Gerüstbauer-Leben / 1. März 2013

Aktives Gesundheitsprogramm

Ich möchte euch eine Unterhaltung von Gerüstbauer und mir als Unternehmer auf Facebook zeigen (ohne Nennung von Namen). Grundlage war, dass ich/wir Gerüstbauer/innen und Gerüstbauerhelfer/innen suchen:

Gerüstbauer:
Was gibt es für einen Stundensatz? Ich bin 35 Jahre alt und habe 19 Jahre Berufserfahrung. Davon war ich 10 Jahre Kolonnenführer, davor 5 Jahre geprüfter Kol, und zwei Jahre Ausbilder. FSK .B. C. CE

Anderer Gerüstbauer:
15 DM

Gerüstbauunternehmer:
Was für eine Berufserfahrung! Würde Dich gerne zum Bewerbungsgespräch einladen. Dann können wir über den Lohn und noch andere Fragen sprechen. Hast Du keine Lust als
Bauleiter anzufangen?

Gerüstbauunternehmer:
Wenn Ihr die Studien, über das Wohlfühlen in der Firma kennt, dann wisst ihr auch, dass der Stundenlohn zur Zeit auf Platz 6 steht. Vorher kommt die Freude bei der Arbeit, Arbeitsabläufe, Umgang mit den Mitarbeitern und Gesundheitsprogramme.

Jeder sollte ordentlich von seinem Lohn leben können, aber kannst Du dir vorstellen, dass Dein Chef Extrageld dafür ausgibt, damit ihr den Beruf auch noch als 50-Jährige ausführen könnt? Wir arbeiten mit einer Hochschule zusammen und erweitern unser Gesundheitsprogramm zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit der Gerüstbauer. Das bedeutet nicht, dass ihr länger als bis zum 65. Lebensjahr arbeiten sollt. Vielmehr geht es darum, dass ihr euch nicht mit 45 Jahren als Krüppel einen neuen Job suchen oder von Hartz 4 leben müsst. Wir haben dieses Jahr 30.000 Euro für das Programm „Aktive Gesundheitsvorsorge für Gerüstbauer“ bereit gestellt. Was bringt euch dann ein Lohn von 20 Euro die Stunde und mehr, wenn ihr mit 38 Jahren schon tot auf den Knochen seid. Gar nichts! Weil Dich Dein Chef nämlich dann in die Wüste schickt und den nächsten holt, weil du keine Leistung mehr bringst. Über das Thema sollten sich dringend die Gerüstbau–Unternehmer und die Gewerkschaft Gedanken machen.

Gerüstbauer:
Ja ja, Obst und Gemüse essen. Schwere Gewichte nicht aus dem Rücken heraus heben sondern aus den Beinen (was mit den Knien ist, ist egal). Kein Alkohol und keine Zigaretten. Ich glaube, das kennen 95% der Gerüstbauer. Dem achter Stahlgitterträger, der in den vierten Lauf soll, ist es wohl aber ziemlich egal, ob ich gerade eine Möhre gegessen habe.

Gerüstbauunternehmer:
Da bist Du mit den Gedanken aber gerade falsch unterwegs: Aktive Gesundheitsvorsorge heisst nicht unbedingt Möhren essen, sondern sich überlegen, welche Hilfsmittel sinnvoll sind, um den Gerüstbau zu erleichtern. Weiter geht es darum, darüber nachzudenken, wie das Gerüstmaterial leichter gemacht werden kann. Darüber hinaus sollte nicht immer in 4m Stielen gedacht werden, sondern nur noch 2m gekauft werden.

Anderer Gerüstbauer:
Kommt auf das gleiche raus, da man dann doppelt so viel stecken muss.

Gerüstbauunternehmer:
In Gabelstapler, Aufzüge, Winden, oder in andere Hilfsmittel zu investieren, die es heute noch gar nicht gibt, um die Arbeit leichter zu gestallten. Das ist aktive Gesundheitsvorsorge

Gerüstbauer:
Glaube nicht, dass überall Gabelstapler einsetzbar sind… und irgendwer muss den Mist zu den Aufzügen und Winden tragen.

Gerüstbauunternehmer:
Was ihr immer mit eurem Stecken habt. In 30 Jahren wird das eine Maschine erledigen. Denkt mal 30 Jahre zurück: Das war der Anfang vom Modul. Noch mal 30 Jahre zurück: Das war der Anfang von Holzleitern: Jetzt denkt mal 30 Jahre vor: Wer soll die Arbeit noch machen? Und jetzt mal 60 Jahre nach vorne: Stellt euch die Entwicklung zwischen Holzgerüst und Modulgerüst vor. Das ist doch ein spannendes Thema, was da noch auf uns zukommt, in den nächsten 30 Jahren. Ich bin froh, dass ich das noch miterleben und gestalten kann.

Gerüstbauer:
Cool! Ich bekomme meinen eigenen Gerüstbau-Terminator.

Gerüstbauunternehmer:
Klar! Die Japaner arbeiten zur Zeit an einer Unterstützung der Arme für Pflegepersonal als Anzug oder Weste. Das habe ich von einem Vertreter erfahren.

Gerüstbauer:
Das war auch mehr ironisch gemeint. Ich glaube, Herr… hat schon recht, dass man Material und Technik weiterentwickeln sollte. Aber der Beruf und die körperliche Belastung bleibt, da kann man machen was man will. Und heutzutage lastet auch noch teilweise enormer Stress auf den Leuten – den nimmt man nicht mal eben so weg.

Aus dem Gerüstbauer-Leben / 21. Februar 2013

Ideen braucht das Land und der Gerüstbau noch mehr

Der Traum jedes Gerüstbau-Unternehmens ist es, mindestens einmal in der Firmengeschichte einen Kirchturm einzurüsten. Allerdings wird für viele dieses Erlebnis auch schnell zum Trauma..

Das Einrüsten eines Kirchturmes erfordert im vollen Umfang die Fachkenntnisse eines Spezialgerüstbauers. Dieser beschäftigt sich nämlich bereits seit Jahren mit Lasteintragungen und Lastweiterleitungen in Bauwerken und hat Konzepte entwickelt,
diese Lasteintragungen zu umgehen.

Heutzutage ist es wichtig, einen guten hauseigenen Statiker zu haben oder einen externes Statik-Büro zu kennen. Nur so ist es möglich, dass die Gedanken zur Umsetzung der Gerüstlösungen nicht nur auf dem Ausführungsplan stehen, sondern auch von den Gerüstbauern verstanden werden. In vielen Fällen kann das Gerüst nicht gebaut werden, da das nötige Fachpersonal fehlt.

Kirche2-1

Allgemeine Themen / 13. Februar 2013

Hängegerüste an Brücken

Die wichtigste Frage bei Hängegerüsten unter Brückenbauwerken ist, wie man sie montiert und auch wieder demontiert.

Am sinnvollsten ist es, die Brücke mit einem Untersichtgerät zu befahren und dann die Bühne unter der Brücke einzuschwenken. Leider ist diese Methode bei vielen Brücken nicht durchführbar, da die Belastung von rund 36 Tonnen auf dem Kraftarm nicht mehr zulässig ist.

In diesem Fall erarbeitet die Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH zusammen mit Fachbauleitern, Sicherheitsfachkräften und geprüften Kolonnenführern einen individuellen Montage- und Demontageplan.

Hierfür wird bereits in der Kalkulationsphase berücksichtigt, welche zusätzliche Kosten eingerechnet werden müssen, um genügend Technik für die Mitarbeiter bereitstellen zu können.

 

Montage und Demontage von Hängegerüste an Brücken

Montage und Demontage von Hängegerüste an Brücken

Allgemeine Themen / 8. Januar 2013

Gemeinsame Ziele 2013 im Gerüstbau

  • Gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Freunden und Gesellschaftern durch das Jahr 2013 gehen
  • Keine oder nur ganz wenige Unfälle bzw. Arbeitsunfälle
  • Alle haben mit unserem Gerüstbau-Unternehmen “Freude”
  • Alle meine Kunden zahlen die Rechnungen ohne Kürzungen
  • Wir haben alle genügend Zeit für unsere Familien
  • Es finden sich nette Kollegen, die uns bei der Arbeit unterstützen
  • Wir haben nur Baustellen mit vollen Deckungsbeiträgen
  • Wir wünschen alle ein gesundes neues Jahr 2013

Walter Stuber
Geschäftsführer und Gesellschafter der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH

Glauben / 6. Dezember 2012

Gedanken zum Nikolaustag

Achte auf deine Gedanken, sie werden zu Worten, achte auf deine Worte, sie werden zu Taten, achte auf deine Taten, sie werden zu Gewohnheiten, sie prägen deinen Charakter. Achte auf deinen Charakter, er bestimmt dein Schicksal.“

Frank Outlaw

Den heutigen Nikolaustag – einen Tag, den Kinder freudig erwarten – möchte ich mit einer guten Tat beginnen. Ich werde meine beiden Enkel, ein und drei Jahre alt, ins Hallenbad einladen.

Meinen Angestellten habe ich einen Gutschein im Wert je 500 Euro für die Gesundheitsförderung übergeben. Außerdem habe ich mich für ihre sehr gute Arbeit im vergangenen Jahr bedankt.

Achte auch deine Gedanken, sie prägen deinen Charakter.“ Dieser Leitsatz passt gut in unsere Zeit.

Ich wünsche allen Gerüstbauern heute einen schönen Nikolaustag

Walter Stuber