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Ganz Privat / 22. September 2020

Enkel

Enkel

Schenken Sie Ihrem Enkel das Wertvollste, das Sie haben: Ihre Zeit

Eine Woche lang auf einem Hausboot verbringen, ohne große Anfahrt die Angel ins Wasser werfen oder mal eben ins kühle Nass springen. Damit wollten wir unserem ältesten Enkel eine Freude machen. Wir hatten mitbekommen, dass Angeln sein neues Hobby ist. Im Oktober haben wir ein Hausboot in Mücheln am Geiseltalsee gebucht, das liegt nur eine gute Stunde von uns entfernt.

Im Vorfeld besorgten wir noch einen Angelschein. Es war also alles vorbereitet. Wir freuten uns auf eine schöne Zeit. Ich besonders auf das gemeinsame Angeln. Daraus wurde aber leider nichts! Unser Enkel hatte keine Lust dazu. Seine Angelutensilien blieben die ganze Zeit über in der Tasche. Was wir leider vorher nicht wussten: Angeln war schon längst nicht mehr sein Hobby.

Von Walter Stuber

Erinnerungen an die eigene Jugendzeit

Im Urlaub hat man ja Zeit zum Nachdenken. Erinnerungen an meine Teenagerzeit kamen hoch. War ich auch so sprunghaft, was meine Hobbys anging? Nein. Viele Jahre bin ich mit meinen Freunden gewandert und wir haben so manches kleine und größere Abenteuer dabei erlebt.

Meine Freizeit musste ich komplett selber gestalten. Keine Anregung mittels iPhone, iPod und iPad. Internet und Soziale Medien gab es noch nicht. Im Fernsehen konnte man zwischen drei Programmen wählen. Ich schaute meistens nur am Sonntag „Bonanza“. Anfangs bei den Nachbarn, weil wir noch keinen eigenen Fernseher hatten!

Andere Zeiten

Zeit für Hobbys hatte ich damals ohnehin nur begrenzt. Ich musste meinen Eltern auf dem Hof und in der Landwirtschaft helfen. Urlaub kannte man bei uns überhaupt nicht. Wenn ich Glück hatte, durfte ich in den Ferien ein paar Tage zu Tante Gretel und Tante Lore fahren. Mit ihren Kindern hatte ich immer viel Spaß.

Mit Oma und Opa den Urlaub zu verbringen, stand bei uns niemals zur Debatte. Vielleicht hatte das auch etwas mit der Prägung zu tun. Zu viel Nähe zu uns Enkeln kannten sie nicht. In ihrem Alltag war keine Zeit sich auch noch um uns zu kümmern. Später waren sie einfach zu alt und schwach für so etwas.

Ausdruck von Wertschätzung und Liebe

Wenn ich mich heute in Urlaubsorten umschaue, sehe ich viele Großeltern mit ihren Enkeln. So mancher, der es sich leisten kann (und will), nimmt sie mit auf Kreuzfahrt oder andere große Reise. Es „reichen“ aber auch ein paar Tage zu Hause bei Oma und Opa oder, wie bei uns, eine Woche auf dem Hausboot am Geiseltalsee.

Es kommt nicht auf den Ort an, sondern dass ich mir die Zeit nehme. Solche „Großeltern-Enkel-Zeiten“ verlaufen nicht immer so, wie man das geplant und sich gewünscht hat. Das habe ich jetzt wieder erlebt. Aber es ist trotzdem ein wichtiges Signal der Wertschätzung und Liebe für die Kinder unserer Kinder. Wenn Sie Oma oder Opa sind, lassen Sie sich diese Möglichkeit nicht entgehen und schenken Sie Ihren Enkelkindern das Wertvollste, das Sie haben: Ihre Zeit!

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Was haben Sie schon mit Ihren Enkeln unternommen?

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Großeltern?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Mails!

Ganz Privat / 17. März 2020

Erst skeptisch, dann begeistert: Unser Drei-Generationen-Urlaub in Kärnten

Urlaub

Oma, Opa, erwachsene Kinder und Enkel gehen zusammen auf Reisen. Was ist Ihr erster Gedanke? Ich gebe zu: Nach unserem letzten Urlaub mit Enkeln in einem Ferienhaus auf Rügen dachte ich, dass ich so etwas nie wieder machen würde. Heute bin ich dankbar, dass ich nicht bei meiner Einstellung geblieben bin! Denn dieses Mal lief alles viel entspannter und es war schön.

Meine Frau Burgunda und ich sind zusammen mit Tochter Sindy, unseren Enkeln Ian und Ole, Sohn Andy, Sohn Ingolf mit Schwiegertochter Janine und den Enkelinnen Josefine und Isabella nach Kolbnitz/Kärnten gefahren. Von Mittelsachsen aus sind das 750 km. Erstaunlicherweise konnten wir die Strecke mit nur einem Stau und einer gemütlichen (und leckeren!) Mittagspause im Klosterhof Niederaltaich in zehn Stunden bewältigen.

Von Walter Stuber

Abwechslungsreiches Urlaubsprogramm

Wir wussten, was uns in der Panoramapension Platzer erwarten würde. Meine Frau und ich waren schon zwei Mal dort zu Gast. Wir konnten hier immer gut abschalten vom Alltag. Wie sich jetzt zeigte, funktioniert das nicht nur als Paar, sondern auch in der Großfamilie.

Es gab viele Ausflugsmöglichkeiten. Wir waren z.B. im nahgelegenen Schneegebiet Mallnitz, zum Schwimmen im Warmbad in Villach und sind auch mal in der Stadt herumgeschlendert. Auch wenn wir in der Pension waren, wurde es den Kindern nicht langweilig. Im Stall und rund ums Haus gab es für sie immer etwas Neues zu entdecken. So haben wir nicht ständig beieinander gesessen und es war zwischendrin Zeit für uns. Das war sehr erholsam.

Urlaub

Ein Ort zum Wohlfühlen

Alle waren zufrieden, weil bei den unterschiedlichen Aktivitäten für jeden das Passende dabei war. Die Panoramapension in Hattelberg war für uns neun der ideale Urlaubort. Auch was das Essen anging. Frühstück und Abendessen werden hier immer frisch zubereitet mit Produkten aus eigener Herstellung.

Vielleicht fühlten wir uns auch deshalb so wohl, weil die Familie Platzer-Groger einen Sohn hat, der wie meine Enkelin Josefine, eine Behinderung hat. Viele Jahre litt er an Epilepsie und konnte nicht sprechen. Seit er anfallsfrei ist, kann der heute Zwölfjährige reden! Das hat uns allen Mut gemacht, dass so etwas auch bei Josefine möglich sein kann!

Die Woche in Kärnten hat mir gut getan. Ich kann nur jedem empfehlen so einen Urlaub mit den erwachsenen Kindern und den Enkeln zu machen. Vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen! Deshalb hier:

Meine 5 Tipps für den Drei-Generationen-Urlaub

  • Verzichten Sie auf eine Flugreise und suchen Sie sich ein Ziel, das Sie in maximal zehn Autostunden erreichen können. Wenn man Pausen an schönen Orten einplant, wird die Anfahrt schon zum Gemeinschaftserlebnis!
  • Suchen Sie sich eine Unterkunft, in der man sich auch mal aus dem Weg gehen kann. Wenn es unterschiedliche Bedürfnisse (auch nach Ruhe) gibt, ist das Gold wert!
  • Schulkinder sollten sich im oder rund um das Haus auch mal alleine beschäftigen können. Es „reicht“ eine Tischtennisplatte, Gesellschaftsspiele, ein Spielplatz oder ein Stall mit Tieren. Auch in der Natur gibt es so viel zu entdecken! Es muss keine professionelle Kinderanimation sein!
  • Machen Sie nicht dort Urlaub, wo alle zu dieser Jahreszeit hinfahren. Wenn weniger Menschen um einen herum sind, ist der Erholungswert auch mit Kindern größer. Außerdem haben die Gastleute mehr Zeit und freuen sich über Sie – und die Einnahmen in schwacher Belegungszeit.
  • Buchen Sie langfristig. Ich empfehle ein Jahr im Voraus. Dann bekommt man garantiert das Quartier, das man haben möchte und alle in der Familie können weitere Termine so planen, dass der gemeinsamen Zeit nichts im Weg steht!

Viel Freude beim Planen und in den Urlaub fahren mit Kindern und Enkeln!

Allgemeine Themen / 23. Juli 2019

Umweltschutz: Das vergessene Kriterium bei der Urlaubsplanung

Umweltschutz: Das vergessene Kriterium bei der Urlaubsplanung
Umweltschutz: Das vergessene Kriterium bei der Urlaubsplanung

Von Walter Stuber

Der Mount Everest- Für viele Extrembergsteiger das Ziel schlechthin! Immer mehr wollen ihren Traum verwirklichen und machen sich trotz vieler Risiken auf den Weg zum Gipfel. Mit extremen Folgen für die Umwelt! Spiegel-Online berichtete, dass dreißig Bergsteiger im vergangenen Jahr an einem Basiscamp Müll aufgesammelt haben. Es waren acht Tonnen – dazu kamen noch zwei Tonnen menschliche Exkremente. Höchster Berg und höchste Müllkippe der Welt!

Das, was am Mount Everest passiert, ist nur ein Beispiel dafür, wie Tourismus einer Region schaden kann. Ich reise auch gerne! Welchen Stellenwert hat die Müllvermeidung/Entsorgung für mich, wenn ich in anderen Ländern bin? Welche Müllberge hinterlasse ich womöglich? Ich gebe es offen zu: Jahrelang habe ich mich nicht mit diesen Fragen beschäftigt.

Mülltrennung und Klärgruben

Während unseres Mittsommer-Urlaubs in Gotland musste ich immer wieder an dieses Tourismus-Müllproblem denken. Das Best Western Hotel in Visby verzichtete glücklicherweise weitgehend beim Frühstücksbuffet auf Plastikverpackungen. Der Plastikhaufen, den wir bei unserem Frühstück auf der Gotland-Fähre hinterlassen mussten, war dagegen zum Schämen groß! Ich hoffe, dass der Müll wenigstens getrennt entsorgt worden ist.

Irritiert hat mich, dass ich bei unseren Fahrten rund um die Stadt Visby, keine Klärwerke gesichtet habe. Ich fragte mich natürlich, wo das Abwasser hinfließt. Doch wohl nicht direkt in die Ostsee? Später las ich, dass es in Schweden üblich ist, Abwasser in Klärgruben zu leiten. Allerdings entsprechen viele nicht mehr den neuesten Standards. Die Regierung drängt zur Modernisierung, verhängt Strafen, aber bis alles wirklich umweltgerecht ist, wird es wohl noch dauern.

Zuhause anderes Verhalten als im Urlaub?

Alle reden davon, dass wir unsere Erde zumüllen und in unseren Meeren viel zu viel Plastikmüll herumschwimmt! Wir werden aufgefordert Verpackungsmüll zu vermeiden, Energiesparlampen zu kaufen, seltener Fleisch zu essen, umweltfreundlichere Autos zu fahren und vieles mehr.

Wenn es um den Urlaub geht, scheint das für viele nicht mehr so wichtig zu sein. Flugreisen, Kreuzfahrten, Portionspackungen beim Frühstück, prachtvolle Buffets, von denen die Hälfte der Lebensmittel weggeschmissen wird, Plastikbecher an der Poolbar und Einwegflaschen am Strand. Für die „schönste Zeit im Jahr“ scheint alles Recht. Der „World Wide Fund For Nature“ (WWF) berichtete gerade davon, dass alleine im Mittelmeer jedes Jahr mehr als eine halbe Millionen Tonnen Plastikmüll landet. Dass der Tourismus da nicht ganz unbeteiligt ist, liegt auf der Hand.

Unsere Verantwortung die nächste Generation

Keine Sorge: Ich möchte niemanden das Reisen vermiesen oder gar verbieten. Dafür bin ich selber viel zu gerne auf dieser schönen Erde unterwegs. Aber ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass unsere Welt noch lange schön bleibt. Deshalb frage ich mich: Wie kann umweltbewusstes Reisen heute aussehen? Was kann ich schon bei der Planung beachten, dass durch meine Reise die Umwelt möglichst wenig geschädigt wird?

Falls Sie schon wissen, wie das gehen kann, freue ich mich über Ihre Tipps und Hinweise als Kommentar oder per Mail. Ich möchte Ihnen Mut machen, bei Ihrer nächsten Reiseplanung, neben allen anderen wichtigen Kriterien, auch den Aspekt des Umwelt- und Klimaschutzes bei Ihren Entscheidungen miteinzubeziehen. Wir tragen mit unserem Tun und Lassen (!) Verantwortung für die folgenden Generationen!

Allgemeine Themen / 16. Juli 2019

Was Unternehmer lernen müssen: Urlaub machen ohne schlechtes Gewissen

Von Walter Stuber 

„Mittsommer in Schweden erleben“ – Als ich mit meiner Frau Burgunda im November letzten Jahres über unsere Sommerurlaubspläne 2019 sprach, war das ihr Herzenswunsch, den ich ihr natürlich gerne erfüllen wollte. Wir entschieden uns für Gotland, eine der großen Inseln in der Ostsee. Da wir ja Mittsommer, das größte Fest der Schweden nach Weihnachten, mitfeiern wollten, stand fest, dass wir auf jeden Fall am 21.Juni dort sein mussten. 

Noch am selben Abend wollte ich alles im Internet buchen,  da fiel mein Blick auf den Kalender und ich erstarrte: Genau in dieser Zeit sollte das Sächsische Netzwerktreffen von Business Network International auf unserem Betriebsgelände stattfinden und anschließend auch noch der  Flohmarkt zugunsten unserer Enkelin Josefine. Als Gastgeber sollte man natürlich dabei sein. Also sprach ich mit meiner Frau, ob wir die Reise verschieben könnten. Aber für sie stand fest: Entweder Mittsommer in Schweden oder gar keinen Urlaub! Ich hatte also keine andere Wahl. 

Erholung heißt abschalten können

Mit einem schlechten „Geschäftsführer-Gewissen“ aber als liebender Ehemann suchte ich nach Fährverbindungen, Zwischenübernachtungen und einem Hotel der Standardklasse in der Inselhauptstadt Visby, das sowohl Strand- als auch Stadtnähe zu bieten hatte. Das Best Western Strandhotel hatte laut Homepage das alles zu bieten und vor Ort wurden wir nicht enttäuscht.

Wir haben erholsame Tage auf Gotland verlebt, Mittsommer gefeiert und die Ruhe der Insel genießen können. Hier konnten wir so richtig entschleunigen. Die Firma, das Sächsische Netzwerktreffen in Roßwein und der Benefiz-Flohmarkt waren nicht nur von der Kilometeranzahl sehr weit entfernt. Erholung war angesagt. Das tat einfach gut! 

Loslassen lernen

Und zu Hause?  Da ist (natürlich!) alles gut gelaufen. Warum auch nicht? Ich habe in Dirk Eckart  einen super Kompagnon und mein Sohn und Nachfolger Ingolf läuft sich ja auch schon warm. Außerdem arbeiten unsere Mitarbeiter immer zuverlässig und gut. Da müssen die Chefs gar nicht vor Ort sein! Unserem Mitarbeiterteam  habe ich übrigens via Facebook Danke gesagt, dass alles wieder so gut geklappt hat während meines Urlaubs. 

In dem Video gehe ich auch darauf ein, dass für manche Unternehmer  „Urlaub machen“  generell ein Fremdwort zu sein scheint. Die Angst, dass es ohne ihn oder sie nicht laufen könnte, ist zu groß. Ich halte dagegen: Lernen Sie das Loslassen!  Wenn Sie ein gutes Mitarbeiterteam haben, brauchen Sie doch keine Sorge haben, dass alles zusammenbricht, wenn Sie ein oder zwei Wochen nicht da sind. 

Leben in Balance 

Gerade als Verantwortungsträger muss ich Zeiten der Erholung und Entspannung haben, damit ich danach wieder leistungsfähig bin. Deshalb „genehmige“ ich mir seit Jahren als Chef Urlaub

Für den Sommerurlaub 2020 planen wir wieder im November die Details. Das Reiseziel steht für meine Frau und mich jetzt schon fest: Es soll wieder nach Skandinavien gehen! 

Ganz Privat / 2. Oktober 2018

Wenn etwas nicht so läuft wie geplant – Sommerurlaub in der Provence

Anders als erwartet, vielleicht gerade deshalb –  erholsam und erkenntnisreich

Von Walter Stuber

Die Provence im Süden Frankreichs hatten meine Frau Burgunda und ich in diesem Jahr als Urlaubsziel gewählt. Im Januar schaute ich im Internet nach einer passenden Unterkunft in dieser Region. Wie schon für unsere Reisen nach Istrien, Litauen und Madeira startete ich eine Suchanfrage bei www.google.de nach Hotels in denen deutsch gesprochen wird.

Damit habe ich beste Erfahrungen gemacht. Denn meine Fremdsprachenkenntnisse sind nicht so gut, dass ich mich vor Ort in der Landessprache unterhalten könnte. Aber genau das ist mir wichtig, denn ich möchte mehr über Land, Leute und Kultur erfahren und auch den ein oder anderen Geheimtipp für Restaurants, Ausflüge, etc. bekommen.

Wenn etwas nicht so läuft wie geplant, dann wird es spannend …

Meine Wahl: Das Idyllische Landhotel

Schließlich fiel meine Wahl auf ein kleines Landhotel mit nur drei Zimmern, in der Nähe der Stadt Aups. Die lange Fahrt dorthin war anstrengend, aber die Vorfreude dafür groß. Als wir endlich da waren, kam die Ernüchterung: Dass das B&B Hotel ruhig gelegen sein würde, hatten wir gelesen, aber dass es so weit ab von Schuss war, das traf vor allem meine Frau.

Als dann beim Beziehen des Zimmers auch noch klar wurde, dass es weder WLAN noch Fernseher gab, war von Vorfreude auf die kommenden Urlaubstage kaum mehr etwas zu spüren. Ich gebe zu, dass ich auf diese Details beim Buchen nicht geachtet hatte. Vielleicht, weil ich sowieso am liebsten im Urlaub lese und nicht viel mehr brauche. Meine Frau Burgunda war auf jeden Fall ziemlich enttäuscht. Wenn etwas nicht so läuft wie geplant, dann herrscht dicke Luft, ausgerechnet im Urlaub! Aber was half es? Wir hatten gebucht und die Sachen wieder packen, war keine Option.

Sich auf das „Andere“ einlassen

Am nächsten Morgen sah die Welt schon anders aus! Meine Frau hatte richtig gut ausschlafen können (wie geschrieben: das Hotel war ja sehr ruhig gelegen). Wir nahmen am reich gedeckten Frühstückstisch Platz: Croissants, selbstgemachte Marmeladen, Käse und warmes Baguette vom Bäcker um die Ecke. Es war himmlisch! Da war die Welt schon wieder fast im Lot!

Wir fingen an, uns damit zu arrangieren, dass alles anders war als erwartet, aber deshalb nicht von vornherein schlechter sein musste!  Die Freundlichkeit der Besitzer des Landhotels, Katja und Martin, tat uns gut. Sie haben uns jeden Tag  mit ihrem reichhaltigen Frühstück verwöhnt. Und nicht nur das: Sie gaben uns auch Ausflugstipps, die der „normale“ Tourist entweder gar nicht kennt oder nur mit einem Guide zu Gesicht bekommt.

Städtetrips und Natur erleben

So lernten wir die schöne Gegend in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur auf ganz andere Weise kennen als mancher andere Tourist. Wir waren abenteuerlich unterwegs im Grand Canyon du Verdon. Mit dem Kajak und zu Fuß haben wir diese atemberaubende Landschaft erlebt. Wir besuchten die umliegenden Städte wie zum Beispiel  Salernes,  Sillans-la Cascade, Torture, Quinson, Gréoux-les Bains und waren ganz begeistert von den engen Straßen, den Bauwerken und Kirchen.

    

In den Dörfern entdeckten wir kleine, teils kunterbunte Läden und vor allem die wunderbaren Märkte. Hier kauften wir Oliven, hochwertiges Olivenöl, Salami, Käse und guten Wein ein. Im Hotel bestand nämlich die Möglichkeit die Gästeküche und den Grill im Außenbereich mit zu nutzen, sodass wir uns am Mittag und Abend auch selber verpflegen konnten.

   

Fazit

Im Nachhinein kann ich sagen: Uns war keine Sekunde langweilig, wir haben viel gesehen und die Zeit genossen  – und das ganz ohne WLAN, TV und weit entfernt von der nächsten Stadt.

Als wir am Anreisetag enttäuscht in unserem Zimmer saßen, hätten wir damit nicht gerechnet! Und das Beste: Ich hatte nicht nur einen besonderen Urlaub, ich habe etwas für mein Leben als Unternehmer gelernt, das auch für Sie von Interesse sein kann.

Meine drei  „Wenn etwas nicht so läuft wie geplant“ – Tipps:

  • Vermutlich  ärgern Sie sich im ersten Augenblick erstmal sehr, wenn etwas nicht so läuft wie geplant. Bevor Sie irgendeine Entscheidung treffen, schlafen Sie erstmal eine Nacht. Nicht selten offenbaren sich am nächsten Tag ganz neue Perspektiven.
  • Eine wichtige Voraussetzung ist, dass Sie nicht mit der Situation hadern  und sich immer weiter um die „Warum?“-Frage drehen, sondern dass Sie sich auf das Neue einlassen und das „Wozu?“ in den Mittelpunkt rückt!
  • Bleiben Sie flexibel und stellen Sie sich schnell auf Neues ein, dann können sich Dinge entwickeln, mit denen Sie nicht gerechnet haben.