Über die Gerüstbau Branche

Urlaubslektüre der anderen Art

Wie „Jenseits vom Mittelmaß“ von Hermann Scherer mir neue Impulse gegeben hat

„Urlaub – Das ist jene Zeit, in der man zum Ausspannen eingespannt wird.“ Diese Aussage von Schauspieler Hans Söhnker ist mir sympathisch. Ich gehöre nämlich zu den Menschen, die gerne „schaffen“. Das hat mit meiner schwäbischen Prägung zu tun und deshalb war die hinter mir liegende Urlaubswoche genau das Richtige für mich. Meine Frau und ich sind nicht verreist, sondern haben die freien Tage genutzt um rund um unser Haus und im Garten einiges in Ordnung zu bringen.

Das bedeutet nicht, dass ich von morgens bis abends durchgearbeitet habe! Ich habe es genossen immer wieder Pausen einzulegen und ein gutes Buch zu lesen. Am liebsten sind mir Fachbücher, die mich herausfordern und weiterbringen. Da war „Jenseits vom Mittelmaß“ von Hermann Scherer als Urlaubslektüre genau das Richtige. Ich kannte den Autor www.hermannscherer.de  bereits von Vorträgen.

Der „Wow-Effekt“

Beim Lesen fiel mir auf, dass unser Unternehmen in manchen Bereichen eher Mittelmaß als Marktführer ist. Mir war klar: Dass muss sich schleunigst ändern! Deshalb will ich zügig einen Impuls aus dem Buch umsetzen: Den „WOW-Effekt“! Unsere Kunden sollen von Anfang an über unsere Leistungen, Schnelligkeit, Sicherheit und unsere Preise staunen!

Wir werden unsere Angebotspraxis völlig umstellen: 80% Fest-und Pauschalpreise anbieten und  immer drei unterschiedliche Angebote für ein Projekt abgeben, sodass der Kunde auswählen kann. Innerhalb von 48 Stunden sollen dem Kunden unsere Offerten vorliegen. Dafür wird eigens ein Mitarbeiter abgestellt. Langfristig entsteht dadurch eventuell auch ein neuer Arbeitsplatz. Extrem schnelle Angebote: Der erste von vielen „WOW-Effekten“, die wir bieten werden!

Neue Märkte finden

Schließlich  wollen wir  neue Märkte erschließen. Nach dem arbeitsreichen Frühjahr/Sommer/Herbst folgt der meist arbeitsarme Winter. Hier gilt es neue Arbeitsmöglichkeiten für unser Team zu finden und einen neuen Kundenkreis aufzubauen und neue Wirkungsfelder in Visier zu nehmen nicht nur in Sachsen, auch in Berlin und Thüringen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Vielleicht bieten wir demnächst  ganze neue Dienstleistungen und Produkte an, die durch Kooperation mit anderen Unternehmen möglich werden!

Das sind  Vorhaben, die durch die Lektüre von Hermann Scherers  „Jenseits vom Mittelmaß“ entstanden sind. Sicherlich können wir nicht alles von jetzt auf gleich umsetzen. Aber ein Anfang soll  zügig gemacht werden, ohne andere, notwendige Weiterentwicklungen im Unternehmen zu übergehen.

Entspannung?!

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob ich mich in meinem Urlaub entspannen konnte, obwohl ich so viel an die Firma gedacht habe, dann kann ich Sie beruhigen!  Ja, es war erholsam! Die Arbeiten rund ums Haus und im Garten und nicht zuletzt die gemeinsame Zeit mit meiner Frau haben dafür gesorgt!

„Das macht doch jeder….“

Warum Schwarzarbeit für mich keine Option ist

Online Zeitung lesen – das ist für mich ein morgendliches Ritual, auf das ich nicht verzichten will. Aber manchmal ist das, was ich da entdecke, einfach nur zum Aufregen!  Wie dieser Artikel über Schwarzarbeit :

http://www.sz-online.de/nachrichten/schwarzarbeit-wird-kaum-kontrolliert-3692469.html

Ich bin entsetzt und wütend: Da gehen die einen jeden Tag zur Arbeit und bezahlen ihre Steuern und Sozialabgaben und andere schleichen sich einfach irgendwie durch das System –  und das nicht nur im Gastgewerbe!

„Wieviel Lohn gibt es auf die Hand?“

Auch aus meiner Gerüstbau-Branche kenne ich die Frage bei Vorstellungs-gesprächen: „Wieviel Lohn gibt es denn auf die Hand?“. Damit will mein Gegenüber wissen, ob es neben dem offiziellen Lohn auch Bezahlungen gibt, die nicht über die offiziellen Bücher laufen, wie zum Beispiel Überstunden.

Solche Praktiken sind leider immer noch Gang und Gäbe. Ich hatte erwartet, dass sich das nach der Einführung des Mindestlohns und mit den verschärften Kontrollen der Baustellen verändern würde. Aber Fakt ist, dass mittelständische und große Unternehmen  vom Zoll, Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern kontrolliert werden, die kleinen Firmen mit 1 bis 20 Mitarbeitern allerdings selten im Visier sind. Warum eigentlich? Weil hier (scheinbar) keine Gewinne erzielt werden? Ich finde, dass gleiches Recht für alle gelten sollte.

Ehrlich währt am längsten

Vor Überprüfungen durch die Behörden haben wir bei der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH übrigens keine Angst!  Erstens gibt es bei uns grundsätzlich keine Schwarzarbeit  und zweitens legen wir den Behörden unsere Abrechnungen zur Prüfung vor um rechtzeitig Buchhaltungsfehler zu erkennen und dadurch Nachzahlungen zu vermeiden! Wir haben ja nichts zu verbergen!

Ehrlich währt am längsten! Danach lebe ich und so wird auch unsere Firma geführt. Nicht nur, weil ich als engagierter Christ keine „krummen Dinger“ drehen will,  sondern auch aus sozialer Verantwortung heraus. Denn schließlich wollen alle irgendwann mal eine gute Rente haben!  Aber das Geld dafür muss irgendwo herkommen.

Keine Steuern – keine Rente

Die Steuern und Sozialabgaben, die wir zahlen, kommen uns doch letztlich wieder zu Gute. Auch wenn heute keiner mehr sagen würde, dass die Renten „sicher“ sind.  Aber ohne den finanziellen Grundstock, den wir durch  die Lohnabgaben legen, wäre auf jeden Fall gar nichts da, was später ausgezahlt werden könnte.

Ob das den „Schwarzarbeitern“ und den Unternehmen, die an  den Ämtern vorbei ihre Geschäfte machen, bewusst ist, wage ich zu bezweifeln. Umso mehr würde ich mich freuen, irgendwann mal bei meiner morgendlichen Online-Zeitungslektüre zu lesen, dass die Schwarzarbeit deutlich abgenommen hat.

Experten für störungsfreien Betrieb trotz Sanierung

Kurze Gerüstmontagedauer- keine Behinderung der Abläufe

 In Verzinkereien, Stahlwerken oder in der Luftfahrt- und Autoindustrie stehen regelmäßig Reparaturen und Überprüfungen  zum Beispiel der Sprinkleranlagen, Lüftungen, Rohrleitungen  oder Dachsanierungen an. Der Betrieb darf dadurch auf keinen Fall beeinträchtigt werden. Die Kosten wären viel zu hoch.

Genau hier bieten wir Experten-Lösungen!  Wir garantieren unseren Kunden einen störungsfreien Ablauf der Arbeitsvorgänge –  trotz Sanierungsarbeiten!  Unsere jahrelange Erfahrung und ein durchdachtes Gerüstsystem, bei dem auch nicht lineare Gerüstteile zum Einsatz kommen, machen das möglich.

Maßgeschneiderte Lösungen

Im Vorfeld schauen wir uns genau die Bedürfnisse und Gegebenheiten an. Gerade in Hallen, die  mit Produktionsbändern und Robotern zugestellt sind, ist das herausfordernd. Dann planen wir die bestmöglichste Sonderlösung. Selbstverständlich achten  wir schon im Vorfeld darauf, dass keine Gerüststangen in der Nähe von Arbeitsplätzen montiert  oder Schaltschränke und Rettungswege blockiert werden.

Auf Kundenwunsch können wir die Montage der Gerüste auch in zwei Teilabschnitte verlagern, z.B. nachts,  tagsüber oder in Pausenzeiten. Mit dem Einsatz unseres Stammpersonals garantieren wir auch am Wochenende flexible Arbeitszeiten.

Individuelle Angebote

Unsere Kunden bekommen grundsätzlich  „Silber“, „Gold“ und ein „Platin“ Angebote. Eins haben alle gemeinsam: Es sind Pauschal-Angebote, damit keine weiteren Kosten durch Nachträge entstehen können und finanzielle Planungssicherheit besteht.

Unsere Kunden sind mit unserer Dienstleistung auch  in diesem Spezialbereich sehr zufrieden. Als Experte habe ich trotzdem noch einen Wunsch:  Dass eine Sanierung in einer Halle durchgeführt wurde, ohne dass die dort Arbeitenden etwas davon bemerkt hätten! Aber was nicht ist, kann ja noch werden! Wir arbeiten daran!

 

Zeit ist Geld

Unser Rezept für termingenaue Ausführung von Aufträgen

In den meisten Fällen sind wir als Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH nur Teil einer Kette von Unternehmen, die an einer Baustelle beteiligt sind. Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir unseren Kunden genaue Angaben machen können, wann wir ein Spezialgerüst fertig gestellt haben. Nur dann können die anderen Firmen entsprechend planen.

Käme es bei uns zu einer Verzögerung, würden sich alle anschließenden  Arbeiten auch verschieben und das würde weitere Kosten mit sich bringen, die keiner aufbringen möchte. Dank unserer intensiven Baustellenplanung im Vorfeld kommt es bei uns so gut wie nie dazu, dass wir zugesagte Termine nicht einhalten können.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Einblick in den Alltag im Gerüstbau

7 Uhr morgens an einer Donaubrücke. Arbeitsauftrag: Aufbau eines Spezialgerüstes für bevorstehende Korrosionsschutz-Arbeiten. Fünf erfahrene Mitarbeiter verbauen Gerüststangen. Mit einer „GEDA“- Seilwinde werden Allround-Riegel in 15 Meter Höhe gezogen.

Dort werden sie von den Gerüstbau-Kolonnenführern Steve Dornheim, Patrick Benndorf und Max Menzel an dem Hängegerüst zwischen dem zweiten und dritten Bogen verarbeitet. Jeder Handgriff ist vorher abgesprochen worden. Da braucht es noch nicht einmal Worte. Deshalb  weiß auch Gerüstbauer Timo Schaale was jetzt zu tun ist und  hängt die Allroundriegel an seinen Aufzug.

Ein eingespieltes Team

Hand in Hand arbeitet das eingespielte Team sorgfältig, zielstrebig und zügig – und  bei jedem Wetter. Unser langjähriger Gerüstbauer Axel Gebhardt (56) verkleidet das Spezialgerüst mit Gerüstplanen, damit bei den Strahlarbeiten das Strahlgut auch  innerhalb des Gerüstes bleibt.

Teilabschnitte des Spezialgerüstes werden regelmäßig mit unserem Bauleiter (und meinem Sohn) Ingolf Stuber und dem zuständigen Prüf-Ingenieur abgenommen. Sicherheit geht immer vor! Erst wenn das Prüfprotokoll unterschrieben ist, darf der Kunden mit seiner Arbeit beginnen.

Gute Vorbereitung als Garantie für fristgerechtes Arbeiten

Alle Mitarbeiter haben schon vor Beginn der  Arbeiten  an dieser Donaubrücke die Statik und die Zeichnung für das komplexe Gerüst intensiv studiert und sich eingeprägt. Diese genaue Kenntnis lässt das Kolonnenteam  effektiv arbeiten und es man vermeidet Einsatzbesprechungen vor Ort, die nur Zeit kosten.

Außerdem haben wir über viele Jahre hinweg ein ausgeklügeltes System erarbeitet (und verfeinern es laufend)  mit dem wir in der Lage sind,  unseren  Kunden bereits  bei den Vertragsverhandlungen einen genauen Termin für die Fertigstellung des gewünschten Gerüstes nennen zu können.

Ohne motivierte Mitarbeiter läuft nichts

Mein Erfahrung ist aber auch: Die beste Arbeitsvorbereitungs-Methode, das beste System, nutzt wenig, wenn das Baustellen-Team nicht mitzieht! Wir sind sehr dankbar, dass wir mit engagierten Gerüstbauern und Kolonnenführern unterwegs sind. Deshalb ist ein guter Stundenlohn bei uns selbstverständlich – und sogar Wunschlohn möglich! Nämlich dann, wenn sich Mitarbeiter Ideen einbringen, die unsere Arbeit erleichtert oder noch effektiver macht.

Kritik und Vertrauen

Warum eine gute Hausbank  ihr Geld wert ist

Als Dirk Eckart und ich die Geschäftsführung der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH im Jahr 2001 übernommen haben, war der Aufschwung im Osten nach der Wende  schon vorbei  und ein weiterer Bauboom  war nicht in Sicht. Als Finanzpartner hatten wir die Sparkasse Döbeln mit ins Boot geholt. Allerdings sah die Vorstandsvorsitzende Reingard Pöhnitzsch unsere Firmen-Übernahme damals sehr kritisch.

Aber sie gab uns einen Vertrauensvorschuss und wir konnten loslegen. Eine gute Entscheidung für beide Seiten. Natürlich gab es in den 16 Jahren unseres Bestehens Höhen und Tiefen. Dabei war beruhigend: Wir konnten uns  immer auf unsere Hausbank verlassen!  Allerdings wurde jede Kreditanfrage kritisch hinterfragt  und wir  wurden auf mögliche Folgen hingewiesen.

Verlässliche Partner

Meist war es Reingard Pöhnitzsch, der wir Rede und Antwort stehen mussten bezüglich der benötigten Summen. Seit 1996 steht sie der Sparkasse Döbeln vor. Ende Mai geht sie nach 49 erfolgreichen Arbeitsjahren in den Ruhestand. Nicht nur unserem Unternehmen wird sie als treue Begleiterin in Finanzfragen in guter Erinnerung bleiben. In den vergangenen Jahren sind wir von ihr immer gut und fair betreut und beraten worden. Dafür sind wir ihr sehr dankbar!

Jetzt sagen Sie vielleicht:  „Dafür bekommt das Geldinstitut  ja auch nicht wenig Geld!“ Das ist richtig! Aber für mich spielen Zinsen und Gebühren dann eine untergeordnete Rolle, wenn ich mich auf meine Hausbank vollends verlassen kann und keine Angst haben muss, hängen gelassen zu werden! Ich muss meiner Bank vertrauen können! Im Gegenzug ist für mich Ehrlichkeit das wichtigste Prinzip bei allem, was ich tue.

„Eine Bank ist nur so gut, wie ihre Mitarbeiter.“

Von meinen Eltern, bodenständigen Bauern, habe ich einen Grundsatz übernommen: „Eine Bank ist nur so gut, wie ihre Mitarbeiter!“ Auch ein Grund, warum wir so gerne mit der Sparkasse Döbeln zusammenarbeiten. Bisher mit dem Vorstand Uwe Krahl und Reingard Pöhnitzsch. Ich bin mir sicher, auch mit ihrem Nachfolger Thomas Gogolla werden wir das gleiche Vertrauensverhältnis aufbauen können!

Praxistipp

Zum Schluss noch ein Tipp für alle, die hin und wieder finanzielle Engpässe in ihrer Firma erleben (das gehört zum Unternehmersein nun mal dazu!):

Wenn Sie sehen, dass innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate Liquiditätsprobleme auftauchen könnten, dann gehen Sie am besten sofort zu Ihrer Hausbank und warten nicht bis auf den letzten Drücker! Denn langfristig können viel bessere und effektivere Lösungen gefunden werden als wenn alles schnell gehen muss. Wenn Sie so eine Hausbank haben wie wir, dann sind solche finanziellen Krisen schnell im Griff!