Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 12. Januar 2021

Warum mich eine App ans Trinken erinnert und Wasser nicht gleich Wasser ist

Wasser

Warum mich eine App ans Trinken erinnert und Wasser nicht gleich Wasser ist

Wenn ich abends mit meiner Frau im Wohnzimmer sitze, schaut sie fern und ich höre mit dem Handy Podcasts, schaue mir YouTube Videos an oder lese eBooks. Zwischendurch gibt mein Smartphone regelmäßig piepsende Geräusche von sich. Dann schaut mich meine Frau immer an – und ich weiß Bescheid: Es ist wieder Zeit etwas zu trinken.

Die App Waterminder erinnert mich jede Stunde, dass ich regelmäßig Flüssigkeit zu mir nehmen. Studien haben ergeben, dass man pro kg Körpergewicht 0,035 l/kg Wasser am Tag trinken soll. Da kommen – je nach Gewicht – einige Liter zusammen. Ohne die App würde ich oft vergessen, dass ich regelmäßig zum Wasserglas greifen muss. Wenn ich genug trinke, fühle ich mich viel fitter.

Von Walter Stuber

Belastetes Wasser – Gutes Wasser

Aber: Wasser ist nicht gleich Wasser. Das habe ich mittlerweile gelernt. Untersuchungen des Trinkwassers in unserm Haus haben ergeben, dass lange Zeit nicht die beste Qualität aus unseren Wasserhähnen geflossen ist. Das lag u.a. an alten Bleileitungen. Wir haben sie entfernen lassen. Aber trotzdem war das Wasser qualitativ immer noch nicht gut. Es waren Rückstände von Medikamenten, Dünger und Spritzmittel darin zu finden.

Auf Leitungswasser wollten wir aber nicht verzichten. Deshalb haben wir von dem Experten für reines Wasser, Frank Zwoboda eine Anlage zur Filterung und Aufbereitung des Wasser einbauen lassen. Auch in unserer Roßweiner Firmenzentrale haben wir schon lange solch eine Anlage. Ich möchte, dass meine Familie und auch meine Mitarbeiter regelmäßig richtig gutes Wasser trinken.

Eine Investition in die Gesundheit

Die Anschaffung so einer Filter- und Aufbereitungsanlage hat natürlich seinen Preis. Aber ich finde, die Vorteile überwiegen: Wir tun damit etwas für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Wir tragen aber auch etwas zum Umweltschutz bei, weil mir keine Wasserkästen mehr kaufen und transportieren.

Außerdem finde ich es sehr bequem immer kühles, frisches Wasser greifbar zu haben, wenn mich meine Waterminder App daran erinnert, dass ich mal wieder was trinken sollte!

Allgemeine Themen / 5. Januar 2021

Warten auf staatliche Hilfe

staatliche Hilfe

Warten auf staatliche Hilfe: Nein, danke! Unternehmer*innen müssen selber aktiv werden!  

Der Staat muss finanziell helfen! In allen Branchen hört man diesen Aufschrei, weil Corona die Geschäfte kaputt gemacht hat. Ich frage mich: Was ist das für eine Mentalität, die meint, dass alle Probleme gelöst wären, wenn man vom Staat finanzielle Unterstützung bekommt? Meinen die Unternehmerinnen und Unternehmer wirklich, sie bekommen das Geld umsonst?

Wenn ich zurückschaue, haben wir in unserem Unternehmen so manches Jahr mit einem Minus abgeschlossen. Aber auf staatliche Hilfen konnten wir nie zurückgreifen! Wir mussten selber sehen, wie wir aus der Krise herauskamen und haben es immer geschafft! Wie? Ganz einfach, weil wir aktiv geworden sind!

Von Walter Stuber

Neue Kontakte, neue Märkte – neue Kunden

Unternehmern, die durch Corona in eine Schieflage geraten sind, rate ich deshalb dringend: Verlassen Sie sich nicht auf staatliche Hilfen! Werden Sie selber aktiv! Halten Sie intensiv Ausschau nach neuen Märkten! Besuchen Sie Treffen von einem oder auch mehreren Business-Netzwerken, z.B. von Business Network International.

Sie erweitern dadurch Ihren Kundenstamm, lernen andere Branchen kennen, die Sie noch nie als Zielgruppe im Blick hatten, können immer punktgenauer Ihr Business präsentieren und gegebenenfalls hilft Ihnen der Austausch auch dabei, sich zu spezialisieren.

„Je spitzer ich positioniert bin, desto eher werde ich weiterempfohlen!“

Frederik Malsy

bringt es Frederik Malsy, Experte für Empfehlungsmarketing, in unserem „MUTMACHER-Buch 2 – Das Praxishandbuch über 5×5 Gründerinnen und Gründer“ auf den Punkt.

Geschäftsfeld erweitern

Eine alte Weisheit heißt: Unternehmer kommt von unternehmen, nicht von unterlassen! Hände in den Schoß zu legen und auf das Geld des Staates zu warten, ist für Unternehmerinnen und Unternehmer nicht das Gebot der Stunde. Man muss nach neuen Märkten suchen. Andreas Schmitz von der Firma Alfred Brasse in Leisnig hat das vorbildhaft umgesetzt.

Sein Familienunternehmen ist bekannt für erstklassige Lösungen für Sonnenschutz- &Verdunkelungsanlagen. Andreas Schmitz hat erkannt, dass man in der Krise weitere Geschäftsfelder ausbauen muss und hat den Bereich SmartHome Technik für sein Unternehmen als weiteres Standbein entdeckt und ist erfolgreich hier tätig.

Nur nicht einrosten

Besonders hart hat die Corona-Pandemie die Gastronomie und Hotelbranche getroffen. Aber auch hier hilft es nicht, nur auf die Zuwendungen vom Staat zu warten! Das hat Lars Lemke vom Bürgergarten Döbeln deutlich gezeigt. Er lässt nicht einfach die Küche kalt und schickt seine Mitarbeiter in Kurzarbeit oder gar in die Arbeitslosigkeit.

Er hat einen Liefer- und Abholservice auf – und ausgebaut. Bestellen kann man online oder per Telefon. Das hilft ihm und seinem Team nicht nur finanziell durch diese harte Zeit zu kommen, es hat auch wichtige Nebeneffekte. In einem Blogbeitrag im Mai hat das Lars Lemke so auf den Punkt gebracht:

Wir haben sofort überlegt, was wir machen können, damit wir nicht einrosten und die Leute in der Umgebung wissen, dass wir für sie da sind. Und ich wollte auch meine Mannschaft zusammenhalten.

Was Unternehmen langfristig hilft

Finanzielle Hilfe vom Staat in der Corona-Pandemie ist sicher gut und hilft so manchem Unternehmen – kurzfristig. Auf lange Sicht werden nur die überleben, die intensiv nach neuen Möglichkeiten für ihr Business suchen und wenn sie fündig geworden sind, dahinein investieren!

Welche Erfahrungen haben Sie als Unternehmerin oder Unternehmerin in dieser Hinsicht in diesem Jahr gemacht? Ich freue mich auf Ihre Mail oder Kommentar direkt hier!

Allgemeine Themen / 22. Dezember 2020

Querdenken

Querdenken

Querdenken: Warum ich es weiterhin tue und das nichts mit Corona zu hat!

„Corona- Pandemie“ – das ist das Wort des Jahres 2020. Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat entschieden, dass dieses Wort das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in diesem Jahr sprachlich in besonderer Weise bestimmt hat. In der engeren Wahl standen u.a. noch die Worte Lockdown, Verschwörungserzählung und sogar das Sätzchen „Bleiben Sie gesund!“.

Meiner Meinung hätte noch ein anderes Wort dazu gepasst: „Querdenker“. Allerdings macht es mich richtig sauer, dass dieser Begriff durch Corona-Leugner so einen negativen Touch bekommen hat. Mein Kompagnon Dirk Eckart und ich bezeichnen uns schon lange als „Querdenker“ und meinen damit, dass wir uns trauen als Unternehmer, Situationen und Gegebenheiten mal von einer ganz anderen Seite anzugehen. Wir schlagen bewusst verrückte Wege und denken quer.

Von Walter Stuber

Alter Begriff – Andere Auslegung

Wer heute „Querdenker“ hört, denkt sofort Corona-Leugner und Demos, wie z.B. in Leipzig. Davon ganz abgesehen, dass ich mit dieser Einstellung überhaupt nichts anfangen kann und als Risikopatient darauf achte, dass ich mich und andere schütze, finde ich den Schauplatz Leipzig für solche Versammlungen unangebracht.

Das passt nicht zu der friedlichen Revolution der Kerzen, die hier 1989 bei den Montagsdemonstrationen seinen Anfang genommen hat. Gerade an diesem Ort sollten Menschen Respekt zeigen und dankbar sein, dass sie heute in einer Demokratie und in Frieden leben. Wie schade, dass diese selbsternannten Querdenker auch dafür sorgen, dass mancher sich nicht mehr öffentlich traut – im guten Sinne – querzudenken.

Wir brauchen weise Querdenker

Die Management-Beraterin, Rednerin und Autorin Anne Schüller gehört eindeutig nicht dazu. Sie hat ihrem neuesten Buch, das im Oktober erschienen ist, sogar den provokanten Titel „Querdenker verzweifelt gesucht“ gegeben. Darin beschreibt sie, warum gerade jetzt in den Unternehmen Menschen gebraucht werden, die bereit sind neue Wege zu gehen, die querzudenken, und „Organisationsrebellen“ sind.

Alles verändert sich rasant schnell, der Markt muss sich mit ganz neuen Gegebenheiten auseinandersetzen. Mit den althergebrachten Abläufen und Mustern werden Unternehmen nicht weiter bestehen können. Nur mit Hilfe von guten Querdenkern wird das möglich sein. Das Buch ist sowohl für Unternehmer gedacht, die sich auf Querdenker einlassen wollen, als auch für Menschen, die sich selber als weise Querdenker in der Wirtschaft sehen.

Auf dem richtigen Weg

Die Gedanken und Impulse von Anne Schüller haben mir deutlich gemacht, dass Dirk Eckart und ich auf dem richtigen Weg sind, wenn wir nicht immer nur das machen, was „man“ immer schon gemacht hat. Durch unser Querdenken bei Planungen von Projekten, konnten wir schon vielen unserer Kunden äußerst effektive und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen anbieten.

Auch im Bereich der Mitarbeitergewinnung und des Marketings haben wir schon Aktionen durchgeführt, die sonst noch keiner in unserer Branche gewagt hat. Wir sind und bleiben Querdenker, die ihr Unternehmen und auch die Welt positiv verändern wollen! Davon lassen wir uns auch jetzt nicht abbringen!

Allgemeine Themen / 15. Dezember 2020

Alte Tugend – neu entdeckt

Tugend

Alte Tugend – neu entdeckt: Warum wir wieder lernen sollten demütig zu sein

Fernreisen in die Sonne sind über Weihnachten sehr beliebt. Das las ich jetzt in einer Zeitung. Tui, Deutschlands größter Reiseveranstalter, wirbt im Moment für seine Sonnenparadies-Ziele wie z.B. Kuba, Antigua, Barbuda und Granada. Das ist trotz Pandemie (noch) möglich und so mancher ist dann mal eben weg und lässt das graue, kalte Deutschland und die Corona-Pandemie zurück.

Sicherlich tut das allen Reiseveranstaltern in diesem schwierigen Jahr sehr gut, wenn sie jetzt noch Buchungen bekommen. Keine Frage. Trotzdem muss ich mich fragen, ob die, die jetzt unter Palmen Weihnachten feiern werden, wirklich verstanden haben, in welcher schwierigen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Krise wir stecken. Und ganz ehrlich: Abhauen hilft nicht! Wenn der Urlaub im Süden vorbei ist, sind die Probleme hier noch lange nicht verschwunden.

Von Walter Stuber

Maßvoll bleiben

Statt „Bleiben Sie gesund!“, las ich jetzt als Gruß unter einer Mail „Bleiben Sie maßvoll!“ Genau das ist es, was dem ein oder anderen abhandengekommen zu sein scheint. „Maßvoll“ kann man nämlich auch beschreiben mit den Worten bescheiden, besonnen, genügsam oder demütig sein. Leider ist Demut als Wert bei uns nicht mehr besonders präsent und beliebt.

Vielleicht liegt das daran, dass viele damit etwas Negatives verbinden, wie z.B. Unterwürfigkeit. Vom Ursprung her geht es bei dem Begriff Demut allerdings um positive Eigenschaften wie Bescheidenheit und die Bereitschaft zum Dienen. Dazu gehört auch im Blick zu haben, was andere um mich herum brauchen und notfalls selber auf etwas zu verzichten. Da sind wir wieder bei den Corona und den Fernreisen.

Voraussetzung für gutes Miteinander

Ich möchte ganz neu lernen demütig zu sein, im Sinne von maßvoll, bescheiden, besonnen und genügsam sein. Ich bin mir sicher, dass das eine gute Möglichkeit ist, die Pandemie gut zu überstehen. Damit setze ich eine mehr als 2000 Jahre alte Weisheit in meinem Leben um. Schon in der Bibel gibt es viele Hinweise darauf, dass Demut eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Gemeinschaft ist. Zum Beispiel steht im Philipperbrief Kapitel 2: „Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst!“

Das soll auch mein Leitsatz sein. Ich habe leider schon öfters erlebt, dass ich damit anecke, wenn ich das Gespräch auf das Demütig sein lenke. „Was gehen mich die Sorgen anderer an?“, höre ich dann. Als Unternehmer kann ich nur immer wieder betonen, dass mir die Sorgen meiner Mitarbeiter nicht egal sein können. Ich empfinde Verantwortung und auch eine Verpflichtung ihnen gegenüber. Ob ich mich immer so für sie einsetze, wie sie es sich wünschen, kann ich nicht beurteilen. Aber ich bemühe mich für sie da zu sein, wenn ich gebraucht werden. Diesen Anspruch habe ich auch für mein privates Umfeld.

Das große Ganze sehen

In diesen besonderen Zeiten müssen wir im Beruf und familiären Umfeld nach Lösungen suchen. Das geht nur gemeinsam! Wir sollten lernen, unser Leben und Verhalten immer besser an die Situation anzupassen, unseren Konsum zurückzuschrauben und nicht nur auf uns selber zu achten, sondern das große Ganze zu sehen.

Kurz gesagt: Die alte Tugend der Demut ist heute so wichtig, wie schon lange nicht mehr.

Allgemeine Themen / 8. Dezember 2020

Immer mehr Geld, Einfluss, Mitarbeiter!? Warum ich nicht mehr mitmache

Geld

Vor kurzem habe ich einen Unternehmer getroffen, der erzählte mir, dass er mit 20 Millionen ein neues Projekt starten und dann nochmal 20 Millionen dort investieren wollte. Er ging davon aus, dass er in drei bis vier Jahren die gesamte Summe wieder rausbekommen würde. Als ich das hörte, schoss es mir durch den Kopf: „Mensch, das ist ein Fuchs!“

Ich habe noch lange darüber nachgedacht. Schließlich wurde mir klar, dass sich meine Prioritäten im Laufe der Jahre verändert haben. Früher dachte ich auch, dass unsere Firmen expandieren muss, die Umsätze sich steigern müssen und man immer der Erste sein muss. Klar, unser Unternehmen muss Umsatz und Gewinn machen, damit alles am Laufen bleibt. Aber immer höher, immer schneller, immer weiter ist nicht mehr meine Devise. Heute ist mir viel wichtiger, dass ich meinen Mitarbeitern, meinen Kunden und auch meiner Familie dienen kann. Dazu brauche ich nicht unbedingt viel Geld. Ein „Danke“ oder Wertschätzung für den Einzelnen ist oft viel nachhaltiger.

Von Walter Stuber

Worauf es im Leben ankommt

Ob dieser Geschäftsmann, der mit den Millionen nur so herumschmeißt, glücklicher ist als ich, weiß ich nicht. Glück hat meiner Meinung nach nichts mit Geld zu tun. Wenn ich im Sommer oder Herbst morgens an unserem Frühstückstisch sitze und aus dem Fenster schaue, sehe ich auf wunderschöne Blumen, die meine Frau liebevoll hegt und pflegt. Das ist für mich Lebensqualität, Glück.

Es macht mein Leben reicher, wenn ich anderen eine Freude machen kann. Ich verschenke mal einen Blumenstrauß an Menschen, an die ich gerade denke. Einfach so, ohne großen Anlass. Ich helfe anderen, egal ob Mitarbeiter, Geschäftsfreunde oder Bekannte. Dem ein oder anderen Jungunternehmer habe ich schon unter die Arme gegriffen, damit er weiterkommt, auch finanziell.

Das Boomerang-Prinzip

„Du gibst zu viel!“ Diesen Satz habe ich schon öfters gehört. So mancher kann meine Haltung einfach nicht verstehen. Vielleicht weil er zu sehr an seinem Besitz hängt? Ich weiß es nicht. Neulich las ich im Netz diesen „Spruch des Tages“, der meine Einstellung widerspiegelt:

„Das Leben ist ein Bumerang, alles was du Gutes tust, kommt irgendwann zu dir zurück.“

Manchmal wünsche ich mir, dass „das Zurückkommen“ etwas schneller gehen würde.

Frank Zwoboda, ein Geschäftsfreund, sagte vor einiger Zeit mal zu mir:

„Du wirst es von den Menschen, denen Du heute mit Dank und Wertschätzung entgegenkommst, nicht zurückbekommen. Aber vielleicht kommt es aus einer anderen Ecke, wo du es nie erwartet hättest.“

Ich lasse mich nicht davon abhalten, anderen zu dienen und Zeit, Geld und Erfahrung weiter zu geben. Lebensqualität, Zufriedenheit und Glück sind für mich letzten Endes wichtiger als fette Zahlen auf meinem Konto.