Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 29. September 2020

Aufstehen und kreativ werden

Aufstehen

Aufstehen und kreativ weitermachen statt liegen bleiben und Insolvenz anmelden

Unsere Welt hat sich in diesem Jahr verändert. Das Privatleben ist davon genauso betroffen, wie das öffentliche Leben und die Wirtschaft. Nach dem Dauerstress in vielen Branchen kam der Lockdown. Viele Unternehmer haben diese Zeit gut gemeistert. So mancher ist im Nachhinein dankbar für die persönliche Entschleunigung. Es gibt aber noch genug Firmen, für die ist die Insolvenz nach wie vor das Schreckgespenst schlechthin. Vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe und in der Reisebranche.

Wie gut, dass sich die Lage in den letzten Wochen entspannt. Ich hatte erwartet, dass jetzt viele Interessierte zu den Unternehmernetzwerken wie BNI dazustoßen. In den Gruppen, in denen ich unterwegs bin, ist davon allerdings nichts zu spüren. Vielleicht liegt es daran, dass die BNI-Treffen morgens in aller Frühe zwischen 6.30 Uhr und 7.00 Uhr beginnen? Sicher, der ein oder die andere hat dann noch familiäre Verpflichtungen oder ist ein Morgenmuffel. Das könnten Gründe sein, warum der Zulauf nicht so groß ist.

Von Walter Stuber

Unternehmen – nicht unterlassen

Aber mal ganz ehrlich: Wenn ich mein Unternehmen wieder aus den negativen Zahlen herausführen müsste, dann würde ich jede Möglichkeit nutzen, um einer Insolvenz zu entgehen! Alles andere müsste dann erstmal dahinter zurückstehen. Einschließlich die Morgenmüdigkeit!

Könnte es sein, dass das nicht passiert, weil so mancher Unternehmer nach dem Lockdown in eine Art Depression verfallen ist? Man liegt am Boden, leckt sich die Wunden. Aufstehen und weitermachen, scheint keine Option zu sein. Warum eigentlich nicht?! Unternehmer sein bedeutet etwas unternehmen – und nicht unterlassen!

Neue, mutige Wege gehen

Sich aufrappeln und auf die eigenen Firmenwerte besinnen, das was gut war, weiterführen und Neues wagen. Das sollte die Unternehmer-Devise sein! Warum nicht mal ein Netzwerktreffen besuchen und neue Kontakte knüpfen? Auch wenn man bisher kein Fan davon war! Warum nicht als Lieferant die Initiative ergreifen, die Kunden persönlich anrufen, Angebote machen oder direkt nach Aufträgen fragen? Und nicht nur auf den Anruf vom Kunden warten!

Unsere Welt hat sich seit Anfang des Jahres massiv verändert. Unternehmerinnen und Unternehmer können in den meisten Fällen nicht da weitermachen, wo sie vor der Krise aufgehört haben. Kreativität ist gefragt, damit ein Unternehmen auf Erfolgskurs bleibt oder wieder dahin zurücksteuern kann.

Welche neuen, vielleicht auch ungewöhnlichen Wege sind Sie mit Ihrer Firma in diesem Jahr aufgrund von Corona gegangen? Ich freue mich auf Ihren Kommentar oder Ihre Mail.

Ganz Privat / 22. September 2020

Enkel

Enkel

Schenken Sie Ihrem Enkel das Wertvollste, das Sie haben: Ihre Zeit

Eine Woche lang auf einem Hausboot verbringen, ohne große Anfahrt die Angel ins Wasser werfen oder mal eben ins kühle Nass springen. Damit wollten wir unserem ältesten Enkel eine Freude machen. Wir hatten mitbekommen, dass Angeln sein neues Hobby ist. Im Oktober haben wir ein Hausboot in Mücheln am Geiseltalsee gebucht, das liegt nur eine gute Stunde von uns entfernt.

Im Vorfeld besorgten wir noch einen Angelschein. Es war also alles vorbereitet. Wir freuten uns auf eine schöne Zeit. Ich besonders auf das gemeinsame Angeln. Daraus wurde aber leider nichts! Unser Enkel hatte keine Lust dazu. Seine Angelutensilien blieben die ganze Zeit über in der Tasche. Was wir leider vorher nicht wussten: Angeln war schon längst nicht mehr sein Hobby.

Von Walter Stuber

Erinnerungen an die eigene Jugendzeit

Im Urlaub hat man ja Zeit zum Nachdenken. Erinnerungen an meine Teenagerzeit kamen hoch. War ich auch so sprunghaft, was meine Hobbys anging? Nein. Viele Jahre bin ich mit meinen Freunden gewandert und wir haben so manches kleine und größere Abenteuer dabei erlebt.

Meine Freizeit musste ich komplett selber gestalten. Keine Anregung mittels iPhone, iPod und iPad. Internet und Soziale Medien gab es noch nicht. Im Fernsehen konnte man zwischen drei Programmen wählen. Ich schaute meistens nur am Sonntag „Bonanza“. Anfangs bei den Nachbarn, weil wir noch keinen eigenen Fernseher hatten!

Andere Zeiten

Zeit für Hobbys hatte ich damals ohnehin nur begrenzt. Ich musste meinen Eltern auf dem Hof und in der Landwirtschaft helfen. Urlaub kannte man bei uns überhaupt nicht. Wenn ich Glück hatte, durfte ich in den Ferien ein paar Tage zu Tante Gretel und Tante Lore fahren. Mit ihren Kindern hatte ich immer viel Spaß.

Mit Oma und Opa den Urlaub zu verbringen, stand bei uns niemals zur Debatte. Vielleicht hatte das auch etwas mit der Prägung zu tun. Zu viel Nähe zu uns Enkeln kannten sie nicht. In ihrem Alltag war keine Zeit sich auch noch um uns zu kümmern. Später waren sie einfach zu alt und schwach für so etwas.

Ausdruck von Wertschätzung und Liebe

Wenn ich mich heute in Urlaubsorten umschaue, sehe ich viele Großeltern mit ihren Enkeln. So mancher, der es sich leisten kann (und will), nimmt sie mit auf Kreuzfahrt oder andere große Reise. Es „reichen“ aber auch ein paar Tage zu Hause bei Oma und Opa oder, wie bei uns, eine Woche auf dem Hausboot am Geiseltalsee.

Es kommt nicht auf den Ort an, sondern dass ich mir die Zeit nehme. Solche „Großeltern-Enkel-Zeiten“ verlaufen nicht immer so, wie man das geplant und sich gewünscht hat. Das habe ich jetzt wieder erlebt. Aber es ist trotzdem ein wichtiges Signal der Wertschätzung und Liebe für die Kinder unserer Kinder. Wenn Sie Oma oder Opa sind, lassen Sie sich diese Möglichkeit nicht entgehen und schenken Sie Ihren Enkelkindern das Wertvollste, das Sie haben: Ihre Zeit!

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Was haben Sie schon mit Ihren Enkeln unternommen?

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Großeltern?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Mails!

Allgemeine Themen / 15. September 2020

Begeisterung

Begeisterung

Wie ich mit Begeisterung meine Ziele erreiche und warum Sie sich davon anstecken lassen sollten

Vogelzwitschern, ein leichter Windhauch. Ich liege auf einer Wiese und beobachte einfach nur wie die Wolken ziehen und meine Gedanken gehen mit ihnen auf die Reise. Der Duft von frischgemähtem Gras vermischt sich mit dem würzigen Geruch nach Heu. So könnte ich stundenlang meine Zeit verbringen. Einfach nur da liegen und träumen.

Diese Szene liegt Jahrzehnte zurück. Als Kind war ich total begeistert von dieser Art des Nichtstuns. Heute ist das gar nicht mehr mein Ding. Dafür bin ich ein begeisterter und leidenschaftlicher „Macher“! Wenn ich eine gute Idee habe, ein gutes Projekt vor vorgenommen habe, dann ziehe ich das durch. Auch wenn das mit viel Arbeit verbunden ist.

von Walter Stuber

Der Traum vom Baumhaus

Wie neulich, als ich mit meiner Frau Burgunda zusammen eine neue Ausgabe von „Die Baumhaus-Profis“ bei DMAX schaute. Wir lieben diese Sendung. Was da gebaut wird, fasziniert uns. Unabhängig voneinander hatten wir die Idee, dass unser großer Garten mit den hohen Bäumen ein idealer Standort für ein Baumhaus wäre. Wir hatten sogar noch genügend Holz zum Bauen.

Also haben wir losgelegt. Ich war so voller Begeisterung, dass ich vorher keine Minute darüber nachgedacht habe, wie arbeitsintensiv der Bau eines Baumhauses sein würde. Aber zum Glück packten unsere Söhne Ingolf und Andi und die Enkel mit an. Es wurde ein richtig tolles Gemeinschaftswerk!

Mehr Arbeit als gedacht

Jedes Wochenende haben wir teils in luftiger Höhe gehämmert, gesägt, gebohrt und befestigt. Alle waren mit großem Eifer dabei. Auch Nachbarn, Freunde und Bekannten waren begeistert von unserem Baumhaus-Projekt. „So was Tolles macht ihr!“, habe ich immer wieder gehört.

Aber nach einigen Arbeitseinsätzen, merkten wir auch, wie das alles an unseren Kräften zehrte. Die Begeisterung und Motivation ließ immer mehr nach. Aber dann haben wir uns einen Ruck gegeben und die Sache zu Ende gebracht. Jetzt ist das Baumhaus fertig und wir sind stolz und begeistert, was wir gemeinsam geschafft haben.

Immer weiter machen

Als Geschäftsführer habe ich schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich bin von einer Idee total begeistert und fange sofort an sie umzusetzen, ohne vorher zu überlegen, was das alles mit sich bringen wird. Und irgendwann denke ich: „Mensch, das macht aber ziemlich viel Arbeit!!“ Mein Ehrgeiz bringt mich dazu das Projekt durchzuziehen. Wenn dann alles erledigt ist, bin ich glücklich.

Aber leider kann ich dann nicht zufrieden die Hände in den Schoß legen und den Erfolg feiern. Am liebsten würde ich sofort das nächste Projekt in Angriff nehmen. Am besten eins, dass das vorherige noch toppt. Nicht weil ich immer mehr Geld verdienen will, sondern weil ich ein Macher bin. Ich will mich nicht ausruhen, sondern immer etwas tun, was den Menschen dient. Ich möchte für meine Mitarbeiter da sein und mich dafür einsetzen, dass sie mit Begeisterung bei uns arbeiten.

Kraft zum Durchhalten und Antrieb

Ohne Begeisterung könnte ich nicht Unternehmer sein und immer wieder Neues anstoßen, innovativ und mutig anders unterwegs sein. Begeisterung ist für mich Antrieb für alles. Nur wenn ich von etwas begeistert bin, finde ich die Kraft, Schwierigkeiten und Durststrecken zu überstehen und nicht aufzugeben.

Wie sieht es mit Ihrer Begeisterung für Ihr Unternehmen, Ihren Job, Ihr Leben aus? Ist sie von der Routine verdrängt worden? Wofür können Sie sich begeistern? Was fühlen Sie, wenn Sie ein Projekt erfolgreich abgeschlossen haben? Geht es gleich weiter mit etwas anderem oder können Sie den Erfolg genießen? Ich freu mich über Ihren Kommentar oder eine private Nachricht.

Allgemeine Themen / 1. September 2020

Gudrun Sehl

Gudrun Sehl

„Du machst das schon!“

25 Jahre mit einem herausfordernden Chef

Der 1.September 1995 war für Buchhalterin Gudrun Sehl der erste Arbeitstag in Roßwein mit Walter Stuber als Chef. Hier ein kleiner Eindruck, wie es ist, für einen “verrückten Unternehmer” zu arbeiten.

„Du machst das schon!“ Diesen Satz hört Gudrun Sehl seit 25 Jahren immer wieder von ihrem Chef. So mancher würde bei dieser Floskel die Augen verdrehen, sich vielleicht sogar ärgern. Aber der Buchhalterin ist klar, dass hinter diesen vier Worten etwas Besonderes steckt: „Walter Stuber weiß, dass man etwas tun kann, die Fähigkeiten dazu hat, auch wenn man selber denkt, dass man das nicht schaffen kann!“ Das neue Buchhaltungsprogramm war so eine Herausforderung, die ihr zuerst eine Nummer zu groß vorkam. „Er hat mich damit vor vollendete Tatsachen gestellt, dass es jetzt was Neues gibt! Ich hatte vorher keine Ahnung davon!“, erinnert sie sich.

Wie so oft zeigte sich, dass Stubers Strategie funktionierte. „Zuerst fragt man, warum es unbedingt was Neues sein muss. Dann merkt man, dass es Erleichterung bringt und schließlich gewöhnt man sich dran.“, fasst die engagierte Mitarbeiterin zusammen. Mit der Umstellung auf ein papierloses Büro war es genauso. Erst war sie skeptisch, heute hätte sie am liebsten alles in digitaler Form vorliegen.

Wenn der Chef den Bogen überspannt

„Die Chefs entscheiden und die Mitarbeiter müssen sich damit arrangieren. Das läuft meistens auch.“, bringt es Gudrun Sehl auf den Punkt. Einmal in dem Vierteljahrhundert ihrer Mitarbeit war sie allerdings mit einer unerwarteten Veränderung ganz und gar nicht einverstanden. Walter Stuber hatte kurzerhand ihren kompletten Schreibtisch nach seinem Ordnungssystem umgeräumt.

„Da hat er den Bogen als Chef überspannt! Ich hatte so viel Wut, dass ich erstmal nicht mit ihm gesprochen habe! Er hat versucht sein Tun zu erklären. Am Ende habe ich gesagt: ‘Das ist jetzt passiert. Aber das will ich nicht nochmal erleben!‘ Und dann war auch alles wieder gut!“

Gutes Arbeitsklima und ein offenes Ohr

Als Gudrun Sehl 1995 anfing, arbeiteten insgesamt fünf Mitarbeiter im Büro. Heute sind es zwölf. Dazu kommen dreiundzwanzig Gerüstbauer und elf Auszubildende. „Je mehr Mitarbeiter dazukamen, desto schwieriger wurde natürlich das Miteinander.“, stellt sie fest, ergänzt aber sofort, dass trotzdem eine familiäre Atmosphäre herrscht. Dafür sorgen die Geschäftsführer Walter Stuber und Dirk Eckart in dem sie Team-Events, Familien-Ausflüge und gemeinsames Grillen nach Feierabend organisieren.

Nicht nur das gute Arbeitsklima ist der Grund, warum Gudrun Sehl es seit einem Vierteljahrhundert in dem ungewöhnlichen Bürocontainer auf den Höhen Roßweins aushält. Sie schätzt besonders, dass beide Chefs ein offenes Ohr für ihre Mitarbeiter haben. „Wenn man was auf dem Herzen hat, kann man immer zu ihnen hingehen. Man kann nicht erwarten, dass sie mitbekommen, wenn es jemanden nicht gut geht.

Als ich mich zum Beispiel mehr um meine Mutter kümmern musste, habe ich das erzählt und sie sind mir mit den Arbeitszeiten entgegen gekommen.“

Herzlichen Glückwunsch zum 25 jährigen Dienstjubiläum bei der Gemeinhardt Service GmbH und DANKE!

Allgemeine Themen / 25. August 2020

„Danke“ sagen

Danke

Es ist nie zu spät zum „Danke“ sagen!

Ich bin ein verrückter Unternehmer und mache gerne mal Sachen, die andere nicht tun würden. Jetzt habe ich meinem allerersten Arbeitgeber einen Blumenstrauß geschickt. Nach 43 Jahren! Es war mir ein Bedürfnis einfach mal Danke zu sagen für die Unterstützung, dass ich dort gefordert und gefördert wurde.

Das bedeutet nicht, dass es dort einfach für mich war. Aber diese Zeit war die Basis dafür, dass ich mich zu dem Walter Stuber entwickeln konnte, der ich heute bin. Jetzt bin ich selber seit vielen Jahren Chef und unterstütze, präge und entwickle meine Mitarbeiter auf unterschiedlichste Art und Weise. Ich gebe zu, dass ich mich hin und wieder über ein „Danke“ von ihnen freuen würde.

Von Walter Stuber

Ein kleines Wort das verändert

Danke sagen – Das fällt leider vielen Menschen schwer. Warum eigentlich? Ich merke immer wieder, wie gut es mir tut, mich bei jemanden zu bedanken. Denn es hält mir vor Augen, dass es da jemanden gibt, der sich in irgendeiner Form für mich eingesetzt haben. Und anderseits ist es für mich schön zu erleben, was mein „Danke“ beim Anderen auslöst.

Manchmal ist es Erstaunen, weil man mich gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Immer erlebe ich Freude. Jedes „Danke“, das ich ausspreche, ist für den anderen eine Ermutigung und Wohltat. Dankbarkeit ist also eine Art „Win-Win Situation“. Außerdem haben wissenschaftliche Studien bewiesen, dass ein dankbarer Lebensstil sich auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken.

Begeistert von der Dankbarkeit

Wem könnten Sie mal „Danke“ sagen? Auch, wenn der Grund vielleicht schon Jahre zurückliegt? Ehemalige Klassenkameraden, Kollegen, Nachbarn, Vermieter, Lieferanten, Verwandtschaft, Freunde – die Liste lässt sich beliebig weiterführen. Es müssen auch keine Blumen oder Pralinen verschickt werden. Ein persönlicher Brief oder eine Postkarte tun es auch. Die Adressen bekommt man meistens schnell via Internet heraus.

Lassen Sie sich für die Dankbarkeit begeistern! Sagen Sie öfters den Menschen, die Ihnen begegnen „Danke“ oder schreiben Sie mal eine „Danke“ Karte. Sie werden ganz neue, überraschende und erfreuliche Erfahrungen machen. Wenn Sie diese mit mir teilen möchten, schreiben Sie einen Kommentar oder schicken Sie mir eine Mail! Ich sage schon mal „Danke“!