Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 3. September 2019

Spannende Geschäftsideen und ein Herz für Gründer: Das verbindet „Die Höhle der Löwen“-Jurorin Dagmar Wöhrl mit den Verrückten Unternehmern

Gründer
Die Höhle der Löwen

Zum Staffelstart der VOX Start-up Show „Die Höhle der Löwen“ veröffentlichen wir hier das Vorwort von Dagmar Wöhrl aus „MUTMACHER 2 – Das Praxishandbuch über 5×5 Gründerinnen und Gründer“

Wir brauchen Start-ups!

Ein Plädoyer von Dagmar Wöhrl, Unternehmerin und Jurorin der VOX-Start-up-Sendung „Die Höhle der Löwen“

Unsere Wirtschaft braucht Innovationen und Investitionen! Das kommt nicht durch schwerfällige und bürokratische Konzernstrukturen, sondern durch Gründer jeden Alters, die bereit sind, ihr wohlbehütetes Gehaltsschema zu verlassen, um etwas Neues aufzubauen!

Dagmar Wöhrl ist voll in ihrem Element, wenn es um das Thema Unternehmensgründung geht – und das nicht erst, seit sie in einer Unterhaltungsshow rund um Start-ups zu sehen ist.

Leider ist die Gründermentalität in Deutschland nicht gerade sehr ausgeprägt.

Bedauert die ehemalige Politikerin, die 23 Jahre im Bundestag war und u. a. als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und zuletzt als Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fungierte. Nach ihrem Ausstieg aus der Politik im Jahr 2017 kam überraschend die Anfrage, ob sie Investorin in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ werden wollte:

Ich habe gerne zugesagt, denn dieses Fernsehformat rückt die Gründungsproblematik in den Fokus. Sie gibt der Selbstständigkeit ein Gesicht und inspiriert und ermutigt andere, es selbst zu probieren.

Basisthemen für Gründer

Ganz gleich ob im TV-Studio oder im realen Leben als Investorin oder Beraterin: Die Themen, die sie bei Gründerinnen und Gründern zur Sprache bringt, sind identisch. Es geht immer um das Produkt oder die Dienstleistung: Ist es innovativ? Löst es ein Problem? Vereinfacht es das Leben? Gibt es ein Alleinstellungsmerkmal? Die Zielgruppe muss klar definiert sein! Wo sind die Nutzer und Käufer zu finden? Vertrieb, Marketing und Kommunikation sind wichtig: Was nützt das beste Produkt oder eine Dienstleistung, wenn die Kunden davon nichts wissen! Außerdem geht es um Ziele, die erreicht werden wollen. Diese spiegeln sich im Businessplan wider. Kein erfolgreiches Unternehmen funktioniert planlos!

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Die Frage, die bei Gründern meistens gar nicht gut ankommt, ist laut Dagmar Wöhrl diese:

Kennen Sie Ihre Zahlen? Für viele Gründer ist z. B. die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) eher eine lästige und zeitraubende Angelegenheit und ich höre dann sehr oft, dass sie sich doch um ihre potenziellen Kunden kümmern müssten. Dabei verkennen sie, dass nur ein Unternehmer, der seine Zahlen kennt, auch ganz genau weiß, wo es noch Nachbesserungen bedarf, wo der größte Kostenfaktor zu finden ist, wo der Erfolgshebel angesetzt werden kann. Zahlen lügen nie.

Die engagierte Unternehmerin bedauert außerdem, dass es keine zentralen Beratungsstellen gibt, die Gründern helfen, Fördergelder auf EU-, Bundes- und Landesebene, zu beantragen. Dieser Bürokratiedschungel stellt für viele Start-ups ein Problem dar. Dagmar Wöhrl sieht aber nicht nur das Rationale, wenn es um Gründungen geht:

Für mich als Investor ist der Mensch immens wichtig, der hinter dem Produkt steht. Ist er überzeugt von dem, was er macht, ist er bereit, Opfer zu bringen? Der Funke zum Gründer muss überspringen, denn immerhin sitzt man über eine lange Zeit gemeinsam in einem Boot. Das Produkt kann man notfalls verändern, der Mensch aber bleibt! Auch Teamfähigkeit ist ein wichtiger Punkt.

Gemeinsam erfolgreich

Nur gemeinschaftlich ist der Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens für Dagmar Wöhrl zu stemmen.

Ich bin ein Fan gemischter Teams. Männer streben eher nach der Weltherrschaft, Frauen bringen vieles schneller auf den Punkt, sind aber leider nicht so oft risikobereit. Optimal ist, wenn ein Team komplementär aufgestellt ist.

Ihr eigenes Familienunternehmen ist dafür das beste Beispiel. Als Investorin bei „Die Höhle der Löwen“ macht sie immer wieder deutlich, dass sie nicht als einzelne Unternehmerin dort sitzt, sondern stellvertretend für ihren Mann Hans Rudolf und Sohn Marcus Maximilian (siehe Foto).

Während Wöhrl Senior ein in Wirtschaftskreisen namhafter, erfahrener Unternehmer ist mit außerordentlichem Wissen und Gespür, fühlt sich der Junior den Gründern am nächsten, hat er doch selber 2013 die Hotelkette DORMERO gegründet und somit vorgelebt, wovon die meisten Gründer träumen. Dass er von Anfang an von den unternehmerischen Kenntnissen seiner Eltern profitieren konnte, steht außer Frage. Aber für den Sohn gilt dasselbe, was Dagmar Wöhrl auch den Gründern sagt, in die sie investiert:

Wir stehen mit unserer Erfahrung zur Seite – abrufen müssen sie sie schon selber. Ein Investor soll beraten, aber nicht bevormunden

Gründer

Irrtümer und Erfahrungen

Dagmar Wöhrl kann es sogar verstehen, wenn Start-upler bei ihren eigenen Entscheidungen bleiben und nicht auf die Mentoren mit großem Fachwissen hören:

Der Gründer hat eine absolute Affinität zu seinem Produkt und sieht jede Veränderung mitunter als persönlichen Misserfolg an.

Gibt die Geschäftsfrau zu.

Davon muss man sich natürlich frei machen, um am Ende erfolgreich zu sein. Gleichzeitig finde ich es aber auch nicht schlimm, Fehler zu machen, Untätigkeit schon. Wer Pleiten ausschließen will, darf nicht Gründer werden. Von Thomas Alva Edison, dem innovativen Erfinder, stammt der Satz: ‚Erfahrung nennt man die Summe aller unserer Irrtümer.‘ Scheitern ist nicht als Manko zu sehen, sondern als Lerneffekt.

Auch wenn Misserfolge dazu gehören, so setzt Dagmar Wöhrl mit ihrem Team natürlich alles daran, dass ihre Schützlinge mit ihren Produkten oder Dienstleistungen erfolgreich sind. Das gönnt die sympathische Fränkin übrigens allen, die den Mut haben, sich auf das „Abenteuer Unternehmensgründung“ einzulassen. Damit das gelingt, gibt sie ganz kompakt

5 Tipps zum Erfolg:

  • Mentoren suchen, immer wieder nachfragen – und sich auch mal was sagen lassen.
  • Netzwerke aufbauen und nutzen. Besonders für Frauen ist das wichtig.
  • Teamplayer sein, gute Mitarbeiter einstellen, bloß hier nicht sparen.
  • Qualität liefern
  • Immer den Kunden im Auge behalten!
Gründer

Dieser Beitrag erschien zuerst in „MUTMACHER 2 – Das Praxishandbuch über 5×5 Unternehmerinnen und Unternehmern“. Dort lesen Sie weiter Tipps und spannende Gründergeschichten. Mehr Infos und Bestellung unter www.mutmacher.jetzt

Allgemeine Themen / 27. August 2019

Jede Stimme zählt! Es gibt viele gute Gründe, wählen zu gehen

waehlen
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Wählen heißt, Verantwortung zu übernehmen. Die Politik entscheidet heute über viele Themen von morgen, die unsere Zukunft betreffen werden. Wahlen sind für mich die beste Möglichkeit, sich in einer Demokratie zu beteiligen und Politikern meines Vertrauens ein Mandat zu übertragen. Das ist nicht selbstverständlich. Denn durch Wahlen wird die politische Macht regelmäßig neu verteilt und es ist ein Vorrecht, Einfluss nehmen zu können. Ich möchte die Zukunft unseres Landes mit meiner Stimme aktiv mitgestalten.

Immer mehr Menschen prahlen damit, nicht zur Wahl zu gehen. Es scheint in Mode gekommen zu sein, Wahllokale zu meiden. Dabei gibt es nichts Besseres als nach der Wahl zu Wissen, an etwas Großem und Wichtigem mitgewirkt zu haben. Die Entscheidung, wer unser Land regiert, kann ganz schnell von wenigen Stimmen abhängen. Im Zweifel genau von Ihrer.

Ich mag Politiker, die Verantwortung übernehmen

Das Thema Politik ist für mich nicht nur vor Wahlen interessant, sondern auch in den Zeiten dazwischen. Mich interessiert, mit viel Konsequenz Politiker ihre Versprechen einhalten und umsetzen. Besonders als Unternehmer weiß ich, dass Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit die besten Voraussetzungen für vertrauensvolle Beziehungen sind.

Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Jahren viele Veränderungen vor uns haben und die wirtschaftliche Konjunktur sich abschwächen wird. Kein Grund, um den Kopf in den Sand zu stecken. Ganz im Gegenteil: Es lohnt sich immer darüber nachzudenken, wie man das eigene Unternehmen auf Erfolgskurs bringen kann.

Glaubwürdige Politiker haben den Mut zum Anderssein

Gerade in schwierigen Zeiten sind kompetente Politiker besonders wichtig für unser Land. Ich vergleiche die politische Führung gerne mit der Führung eines Segelschiffes. Man braucht ein klares Ziel mit gut überlegtem Kurs. Denn jeden Tag begegnet man neuen Situationen, muss Probleme meistern und unterschiedlichen Winden und Strömungen trotzen. Wie auf einem Schiff besteht in der Politik die Notwendigkeit der aufmerksamen Steuerung, der Ordnung und einer guten Mannschaft. Bei schönem Wetter können viele „Kapitäne“ segeln. Bei schlechtem Wetter sind es wenige.

Politik hat es in sich, wenn die Menschen, die sie verkörpern, Verantwortung übernehmen und gesellschaftlichen Themen Würde verleihen. Verantwortung zu übernehmen bedeutet für mich nicht, immer die gleichen Geschichten zu erzählen, die austauschbar sind, sondern neue Themen zu besetzen und mutig in der Öffentlichkeit zu platzieren.

Niemand ist gezwungen, zur Wahl zu gehen. Aber ich habe die Freiheit dazu – und werde sie nutzen. Eine Demokratie kann nur dauerhaft bestehen, wenn sich Bürger und Bürgerinnen an ihr beteiligen.

Mein Fazit:

Wählen ist Bürgerpflicht!

Allgemeine Themen / 20. August 2019

Träume: Motor für unser Tun und warum ein Handicap nicht ausbremsen muss

träume
träume

Von Walter Stuber

Geröll knirscht unter den dem dicken Profil der Wanderschuhe. Das Rufen eines Raubvogels hallt über das Tal. Nur noch wenige Meter bis zum Gipfelkreuz und der mühevolle Aufstiegs hat ein Ende. Jeder Schweißtropfen hat sich gelohnt für diese atemberaubende Aussicht, die sich dem Bergsteiger jetzt bietet.

Wenn ich solche Szenen in TV Dokumentationen über Gebirgstouren sehe, bin ich begeistert. Das würde ich auch liebend gerne machen. Als Teenager bin ich immerhin auf dem Höhenzug Stromberg mit meinen Freunden gewandert. In die Begeisterung mischt sich aber auch Traurigkeit. Durch meine Gehbehinderung bin ich auf Gehhilfen angewiesen. Kraxeln im Gebirge gibt es für mich auch in Zukunft nur als Zuschauer vorm Fernseher.

Geduld wird belohnt

Andere Träume wurden dafür wahr. Trotz und mit meiner Gehbehinderung. Da war zum Beispiel die Sache mit dem Führerschein. Bei der Anmeldung habe ich erwähnt, dass ich gehbehindert bin. Daraufhin durfte ich die Prüfung nur auf einem Automatik-Fahrzeug ablegen. Dabei wollte ich schon immer einen Schaltwagen fahren. Aus der Traum!

Drei Jahre nach dem ich den Führerschein gemacht hatte, lebte und arbeitete ich in München. Der Verkehr hier war natürlich nicht zu vergleichen mit dem in meiner schwäbischen Heimat. Vor allem mit den Straßenbahnen stand ich auf Kriegsfuß. Ich hatte richtig Angst vor diesen Dingern. Deshalb entschloss ich mich zur Sicherheit ein paar Fahrstunden zu nehmen. Das eröffnete mir die Möglichkeit nochmals eine Prüfung abzulegen In einen Auto mit Schaltgetriebe! Mein Traum ging im zweiten Anlauf doch noch in Erfüllung.

Alternative finden und weiter träumen

Motorrad fahren stand auch schon immer ganz oben auf meiner Wunschliste. Das scheiterte daran, dass ich als Gehbehinderter keinen entsprechenden Führerschein machen durfte. Mir kam die Idee, dass ein Trike eine Alternative sein könnte.

Also träumte ich davon mir so ein Gefährt zuzulegen. Der Haken: Es fehlte lange das nötige Geld. Erst war das Haus bauen wichtiger. Dann mussten wir 2011 unsere Firma vor der Insolvenz retten und haben alles private Kapital hier investiert.

Die harte Realität

Das liegt, Gott sei Dank dafür, alles hinter uns und jetzt steht mir mein „Trike-Traum“ wieder vor Augen. Aber so einfach ist das nicht. Wieder ist es mein Handicap, das mich ausbremst. Trotz regelmäßiger Bewegung und Therapie ist die Beweglichkeit meiner Beine sehr eingeschränkt. Ich kann die Füße nur maximal 30 cm hochheben. Um auf einen Harley oder GoldWing-Trike aufzusteigen, reicht das nicht!

Und selbst wenn ich es schaffen würde, käme das nächste Problem: Ich kann mit meinen Füßen nicht schalten und bremsen. Es gibt auch Automatik-Getriebe. Allerdings liegen die Anschaffungskosten für ein zehn Jahre altes Trike bei mindestens 20.000 Euro. Da kommt der Schwabe in mir zu Zuge! Traum hin oder her, so viel wollte ich dann doch nicht ausgeben.

Welcher Traum setzt Sie in Bewegung?

Psychologen bestätigen, dass Wünsche zu haben, uns in Bewegung hält. Träume sind ein Motor für unser Tun. Ich habe gelernt mich nicht sofort von meinen Träumen abbringen zu lassen. Gerade auch in Blick auf meine Gehbehinderung.

Und wer weiß? Vielleicht bietet sich ja doch irgendwann mal die Möglichkeit dass mein Traum vom Trike fahren in Erfüllung geht. So lange träume (und spare) ich weiter und warte darauf, dass dafür andere Träume wahr werden.

Haben Sie Mut zum Träumen! Welcher Traum setzt Sie in Bewegung? Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Mails!

Allgemeine Themen / 13. August 2019

Meine Idee zur Belebung des Einzelhandels: App plus Beratung und Verkauf vor Ort

beratung
Beratung

Von Walter Stuber

Bequem vom Sofa aus einkaufen. Ich liebe das! Meine Frau Burgunda ist da ganz anders. Für sie ist der Händler vor Ort die erste Wahl. Allerdings bekam mein Online Verkaufsverhalten jetzt einen doppelten Dämpfer. Nummer 1: Bei der MUTMACHER Lesung im Juli auf unserem Firmengelände hatten wir den Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr in Sachsen, Martin Dulig, als Talkgast eingeladen.

Er wies u.a. darauf hin, dass einer der größten Internetanbieter fast alles über sein Zentrallager in Prag steuern würde. Man stelle sich vor, welche Distanzen überwunden werden müssen, bis ein im Internet bestelltes Produkt am Zielort ankommt! Wenn ich meine Konsumgüter über das Internet bestelle und den Schutz der Umwelt auf dem Herzen habe, muss ich also zwangsläufig die Lieferkette bedenken.

Große Preisunterschiede – keine Beratung

Dämpfer Nummer 2 war die Neuanschaffung eines neuen Side-by-Side Kühlschranks im Hause Stuber. Meiner Frau zuliebe bin ich mit in den Laden in der Nachbarschaft gegangen. Da wir wussten, was wir wollten, bekamen wir eine Kühlschrankkombination für 2300 Euro angeboten. Zu Hause checkte ich sofort die Preise der Internethändler. Die wollten bis zu 1000 Euro (!) weniger haben – und das inklusive Lieferung und Aufstellen! Unglaublich! Woher kam diese Differenz?

Wir haben trotzdem nicht sofort online zugeschlagen, sondern sind noch zu einem weiteren Händler gefahren. Hier erlebten wir eine Überraschung. Wir dachten, wir wären bestens informiert, aber was der Verkäufer uns hier an wichtigen Informationen und Kaufkriterien lieferte, hatten wir im Netz so nicht erfahren! Am Ende entschieden wir uns für eine andere Marke als ursprünglich geplant, auch weil dieses Gerät eine höhere Energieeffizienz (Umweltschutz!) hatte. Und der Preis lag weit unter dem des ersten Händlers!

Kunden von der Couch in den Laden bringen

Ich gebe es zu: Dieses Erlebnis hat mir einmal mehr klar gemacht, dass Händler vor Ort mehr bieten können als das Internet. Trotzdem ist das Auswählen zu Hause für mich nach wie vor das Bequemste und die liebste Form des Einkaufens. Ich frage mich, warum Einzelhändler nicht aufhören über Menschen wie mich zu jammern und endlich anfangen Alternativen zu entwickeln?

Ich wüsste auch schon, wie das gehen könnte: Die Geschäfte eines Ortes, einer Stadt oder einer Region tun sich zusammen und erstellen eine gemeinsame App, die Informationen zu Produkten bietet und dann überleitet zur persönlichen Beratung und Verkauf vor Ort!

Mit Kreativität Kunden gewinnen

Oft höre ich, wenn es um die Unterstützung und Stärkung des Einzelhandels geht, sei die Politik gefragt. Ich halte dagegen: Reden wir eigentlich von Unternehmern oder Unterlassern? Diese Begriffe hat Jürgen Frey von tempus Consulting in einem Verkaufsseminar sehr eindrücklich mit einer Geschichte illustriert.

Hier nur so viel: Ein Unternehmer sollte auch etwas unternehmen! Beispielsweise sollte ein Händler für Elektrogeräte, sein Ohr bei seinen potentiellen Kunden haben. Um überleben zu können bei der großen Konkurrenz im Internet, muss er Ideen entwickeln, damit Menschen wieder in sein Geschäft kommen und die Vorzüge einer persönlichen Beratung schätzen lernen.

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf

Gerne stehe ich Ihnen als Impulsgeber zur Verfügung, wie Sie neue Kunden gewinnen können, z.B. durch Empfehlungen. Rufen Sie mich an oder vereinbaren Sie mit mir einen Termin in unserer Firmenzentrale in Roßwein.

Bei dieser Gelegenheit (und auch unabhängig davon) erzähle ich Ihnen gerne was Jürgen Frey über die „Unternehmer und Unterlasser“ erzählt hat und warum Staatsminister Martin Dulig uns als MUTMACHER schätzt.

Meine Kontaktdaten finden Sie in auf dieser Homepage.

Allgemeine Themen / 6. August 2019

Ein Weg zum Glück: Gutes tun und dankbar sein

Von Walter Stuber

Ich hatte mich auf diesen Samstag gefreut, denn ich wollte Freunde und Bekannte bei einer Hauptversammlung treffen. Aber gesundheitliche Probleme sorgten dafür, dass die stundenlange Autofahrt nicht möglich war und ich zu Hause bleiben musste. Bevor ich mich darüber so richtig ärgern konnte, brachte mich ein Halbsatz in eine ganz andere Denkrichtung. Ich las ihn mehr oder weniger zufällig: „…vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Ein Zitat aus der Bibel, Psalm 103, Vers 2.

Auch wenn hier mit „er“ Gott gemeint ist, überlegte ich sofort, welche Menschen mir in meinem Leben schon Gutes getan haben. Einige Namen fielen mir spontan ein. Gleichzeitig hatte ich aber auch diejenigen vor Augen, die es leider nicht gut mit gemeint haben, die mich beruflich und privat ausgebremst oder behindert haben.

Anderen Gutes tun

Meine Gedanken wanderten weiter, ich hatte ja unerwartet Zeit dazu: Wem habe ich schon Gutes getan? Da fielen mir sehr viele Menschen ein. Anderen etwas Gutes tun, das mache ich leidenschaftlich gerne. Sei es, dass ich jemanden eine berufliche Chance gebe, finanzielle Unterstützung gewähre, eine Möglichkeit zur Darstellung auf meiner Homepage biete oder ohne einen Anlass jemanden einen Blumenstrauß schicke.

Die Reaktionen sind ganz unterschiedlich. Ein paar freuen sich darüber. Andere Zeitgenossen sind es scheinbar nicht mehr gewohnt, dass sich jemand um ihn oder sie kümmert, ohne damit ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Ein „Danke“ ist nicht mehr selbstverständlich. Leider. Das vermisse ich sehr. Auch wenn das gewünschte Feedback öfters fehlt, lasse ich mich nicht davon abbringen anderen Gutes zu tun.

Meine „Dankbarkeits-Übung“

Ich will auch nicht vergessen, was ich schon Gutes erlebt habe. Deshalb starte ich den Tag, noch im Bett liegend, mit einer besonderen „Übung“: Ich halte mir vor Augen für was ich jetzt schon dankbar sein kann: Ich durfte aufwachen und liege bequem. Gleich im Badezimmer kommt fließendes, warmes Wasser aus dem Wasserhahn. Ich habe etwas zum Anziehen. Der Kaffee und die Brötchen warten schon duftend auf dem Frühstückstisch.

Für uns ist das vielleicht selbstverständlich, aber für viele Menschen auf dieser Welt wäre das der pure Luxus. Das wurde mir bei der Jubiläumsfeier zum 25 jährigen Bestehen von Teppich Schmidt in Meißen ganz neu bewusst.

Alltag in Nepal

Der Inhaber Holger Schmidt hat von seinen Reisen durch Nepal berichtet. Die Menschen dort leben zum größten Teil in Lehmhütten, die nach langen Regenfällen immer wieder neu aufgebaut werden müssen. Sie haben kein Geld für anderes Baumaterial. Und selbst wenn sie etwas gespart haben, dann kaufen sie sich davon lieber eine Satellitenschüssel um mit Hilfe der Programme von einem besseren Leben zu träumen.

Übrigens sitzen dort offenbar vor allem die Männer vor dem Fernseher. Die Frauen müssen hart arbeiten. Bestürzt hat mich, dass Mädchen in Nepal meistens nicht zur Schule gehen dürfen, weil sie früh für den Unterhalt der Familie sorgen müssen.

  Gutes tun

Bildung als Hilfe

Holger und Regina Schmidt hat das sehr berührt. Deshalb wollen sie eine Schule in der Nähe von Tikapur im Westen Nepals errichten. Die Bauphase wird von zwei ihrer Mitarbeiter aus Meißen einen Monat lang betreut und beaufsichtigt. Später sollen auch die Kosten für Lehrer etc von Deutschland aus bezahlt werden!

Ehepaar Schmidt bürgt dafür, dass alle Spenden vor Ort ankommen. Dieses Projekt hat mich überzeugt und ich unterstütze es jeden Monat gern. Wie wichtig ist es, dass junge Menschen in Nepal die Möglichkeit bekommen aus dem Teufelskreis der Armut herauszukommen. Nur durch Bildung verändert sich auch die Gesellschaft.

  

Positive Veränderung

„….und vergiss nicht, was er der Gutes getan hat!“ Dieser zufällig gelesene Halbsatz hat mich davon abgehalten mich darüber zu ärgern, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht das tun konnte, was ich geplant hatte. Und noch mehr: Diese Worte haben mich darin bestätigt auch weiterhin anderen, in unterschiedlicher Weise, Gutes zu tun und vor allem dankbar zu sein für all das Gute in meinem Leben.

„Dankbare Menschen sind glücklichere Menschen!“ sagen Glücksforscher. Das ist auch meine Erfahrung. Gekoppelt mit dem Motto „Wer gibt, gewinnt!“ von Business Network International wird daraus etwas, das Sie und Ihr privates und berufliches Umfeld positiv verändern wird. Probieren Sie es aus!