Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 26. November 2019

Ziel erreicht trotz Hindernisse: Unser MUTMACHER-Buch für Unternehmer in den USA

Mutmacher

„Amerikaner, lesen in der Regel keine Bücher, die aus dem Deutschen ins Englische übersetzt werden!“ Das gab uns Jörg Knoblauch von Tempus Consulting zu bedenken als er hörte, dass wir unser Buch „MUTMACHER – Das Praxishandbuch von zwei verrückten Unternehmern“ für den US-amerikanischen Markt übersetzen lassen wollten. Seine Empfehlung war der Umweg über spanisch und danach dann die englische Übersetzung. Dann sei die Chance erheblich höher, dass wir eine große Leserschaft erreichen würden, erklärte er uns.

Wieder einmal sind wir unserem Ruf „Verrückte Unternehmer“ zu sein, gerecht geworden und haben uns über den Rat des erfahrenen Unternehmer-Kollegen hinweg gesetzt. Wir wollten das MUTMACHER Buch zügig auf Englisch vorliegen haben, da wir bei unserer Unternehmer- Reise in die USA im Oktober 2019 nicht nur in Silicon Valley dafür werben wollten, sondern auch zu einer Buchlesung in San Francisco eingeladen waren.

Von Walter Stuber

eBook-Gutschein mit MUTMACHER-Handschmeichler im Geschenkkarton

Von Anfang an war uns klar, dass wir auf die gedruckte Form verzichten und „nur“ ein eBook in englischer Sprache anbieten wollten. Da es nicht so gut aussieht, wenn man einen einfachen Zettel mit den Infos zum Herunterladen weitergibt, haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: Der QR-Code sollte zusammen mit einem Handschmeichler in Herzform mit dem Aufdruck „Mutmacher“ in einem Geschenkkarton überreicht werden.

Eine externe Werbeagentur, mit der wir schon lange zusammenarbeiten, sollte die Ausführung der Idee übernehmen. Alles war fertig vorbereitet, da bemerkten wir, dass im beiliegenden Info-Blatt von einem Audiobook die Rede war und nicht vom eBook. Eigentlich hätte uns auffallen müssen, dass bei einer Grafik ein Herz mit Kopfhörern zu sehen war. Es waren nur noch drei Tage bis zur Abreise in die USA. Aber im Eiltempo wurde der Fehler korrigiert und die Blätter neugedruckt.

Mutmacher

Zeitlich begrenzter Code und falsche Homepage

Die nächste Panne ließ nicht lange auf sich warten: Wir hatten unseren Verleger beauftragt sich um Codes für das Herunterladen der Bücher zu kümmern. Die standen schnell zur Verfügung. Was wir aber erst kurz vor der Abreise entdeckten: Die Codes hatten eine zeitliche Beschränkung von 14 Tagen. Innerhalb dieser Zeit mussten sie abgerufen werden, sonst ging der Code ins Leere. Aber auch das konnte noch geändert werden.

Bei einer weiteren Kontrolle sahen wir, dass sich ein Fehler eingeschlichen hatte bei der automatischen Übersetzung des Textes, der sich auf den Gutschein-Code bezog. Das betraf dummerweise die äußerst wichtige Angabe der Webadresse. Hier konnten wir, nach einigen Telefonaten, eine Weiterleitung zur korrekten Seite einrichten lassen.

Mutmacher

Letzte Hürde auf dem Weg in die USA

Als die fertigen Geschenkboxen nur noch verschickt werden mussten und wir schon ganz erleichtert waren, dass jetzt alles seinen Gang gehen würde, meldete sich unerwartet die von uns beauftragte Export-Firma. Es gab ein Problem: Das Herunterladen der eBooks sollte zwar kostenlos sein, aber wir hatten auf den Gutenscheinen den Preis vermerkt. Deshalb sollten wir eine Kaution im Wert der versendeten Gutscheine beim Zoll hinterlegen, bis alle abgerufen worden wären!

Zum Glück hatten wir noch Zugriff zu den Geschenkboxen! Kurzer Hand haben wir die Gutscheine entfernt und diese wurden separat nach San Francisco geschickt, wo unsere MUTMACHER-Buchlesung stattfand. Dort haben wir Kartons, Handschmeichler und Gutscheine wieder vereint. Sie fanden großen Anklang.

Lernen fürs Leben

Vielleicht frage Sie sich jetzt: Haben sich der ganze Aufwand und der Ärger eigentlich gelohnt? Auf jeden Fall! Unsere Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH ist jetzt auch in den USA einigen Unternehmern bekannt, wir können mit unserer Firmengeschichte auch dort Mut machen und es gab sogar Pressemeldungen dazu in Deutschland.

Außerdem hat mich das Ganze wieder mal gelehrt, dass ich dran bleibe an einer Sache, von der ich überzeugt bin. Auch dann, wenn andere Bedenken haben. Ich will mich nicht von Hindernissen aufhalten lassen, sondern Lösungen finden und dann das Ziel erreichen. Das gilt für die englische MUTMACHER-Buch Ausgabe samt Geschenkbox genauso wie für unsere tägliche Arbeit als Spezialgerüstbauer – und selbstverständlich auch für mein Privatleben.

Allgemeine Themen / 12. November 2019

Kleinigkeiten, die wertschätzen, Empathie zeigen und das (Unternehmer-) Leben leichter machen

Unternehmer

Über solche Situationen spricht man eigentlich nicht. Aber ich wäre nicht der „verrückte Unternehmer“, wenn ich es nicht doch tun würde! Außerdem vermute ich, dass jeder solch eine Situation kennt:

Sie sind auf einem Geschäftstermin und müssen auf die Toilette. Mantel, Sakko, Blazer oder die Tasche, die Sie noch in der Hand halten, brauchen einen Platz. Sie suchen nach einem Kleiderhaken an der Tür oder den Seitenwänden: Fehlanzeige. Wenn Sie alles an die Türklinke hängen und ein netter Zeitgenosse übersieht, dass die Kabine besetzt ist und er drückt den Griff herunter, zack, liegt alles am Boden. Nicht sehr angenehm.

Von Walter Stuber

Kleiner Beitrag zum Wohlbefinden

Vielleicht schmunzeln Sie jetzt oder fassen sich womöglich an den Kopf und denken: „Der Stuber hat vielleicht Sorgen!“. Aber in letzter Zeit habe ich mich öfters über solche Situationen aufgeregt. Übrigens ist mir das in Firmen genauso passiert, wie in Hotels oder Restaurants.

Ein Kleiderhaken kostet nun wirklich nicht die Welt und wäre ein guter Beitrag zum Wohlbefinden des Besuchers! Warum wird darauf verzichtet? Ganz einfach: Weil die Chefs des Hauses vermutlich nie mit Mantel, Tasche, etc. ihr „Stilles Örtchen“ besuchen. Deshalb nehmen sie gar nicht wahr, dass etwas fehlt!

Mit den Augen des Gastes

Ich gebe es zu: Ich habe das Fehlen eines Kleiderhakens in der WC Kabine bisher nie direkt in einem Unternehmen, Restaurant oder Hotel thematisiert. Wie schon geschrieben: Darüber spricht man eben nicht! Was bleibt ist der Ärger. Das ist nicht gut. Jeder will doch bei seinen Gästen in guter Erinnerung bleiben!

Deshalb mein Tipp: Gehen Sie einmal so durch Ihr Unternehmen, wie es Ihr Gast/Kunde tut. Ich bin mir sicher, Ihnen wird das ein oder andere auffallen, dass ergänzt werden müsste: Der Schirmständer im Eingangsbereich, die Flasche Wasser und ein Glas im Warteraum, der Süßstoff als Alternative zum Zucker zum Kaffee, usw. Solche „Kleinigkeiten“ sorgen dafür, dass sich Ihre Gäste und Kunden wohlfühlen, denn sie spüren: Hier hat jemand ein Blick für das, was ich gerade brauche. Das ist auch eine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit!

Alltagshelfer und Mutmacher

Als „verrückter Unternehmer“ will ich ein „Alltagshelfer“ sein. Deshalb schreibe ich zum Beispiel diesen thematisch etwas ungewöhnlichen Blogbeitrag und poste immer wieder Facebook-Live Videos, in denen ich Geschichten erzähle, die alltagstaugliche Ratschläge enthalten.

Ich hoffe, dass ich dadurch Menschen Mut machen kann, nicht alles beim Alten zu belassen, sich auf Veränderungen einzulassen und neue Wege zu gehen! Und sei es „nur“ durch die Montage eines Kleiderhakens!

Allgemeine Themen / 29. Oktober 2019

Silicon Valley – Der innovativste Ort der Welt mit Schattenseiten und Vorbildfunktion

Silicon Valley

Silicon Valley steht für qualifizierte Start-Ups und finanzkräftige Technologieunternehmen wie Google, Amazon, Facebook und Microsoft. Man stelle sich das vor: Die dort angesiedelten großen Firmen haben zusammen mehr Geld als die 30 DAX Unternehmen in Deutschland!

Aber im Vergleich tun diese Unternehmen mehr für das Gemeinwohl in unserem Land als es die kapitalstarken in Silicon Valley für ihres tun. Mir ist bei unserer Unternehmerreise ganz klar geworden, dass dieser so hochgelobte Ort maßgeblich dazu beiträgt, dass die Schere zwischen reich und arm noch weiter auseinander gehen wird.

Von Walter Stuber

Mietpreise explodieren

Der Erfolg der Hightech-Firmen hat die Mietpreise explodieren lassen. Eine 15 qm „Wohnung“ in San Francisco oder Silicon Valley kostet ungefähr 1500 $! Ein Normalverdiener, auch viele Mitarbeiter von Google, Microsoft und Co, können sich das nicht leisten. Deshalb wohnen viele weit außerhalb, nehmen eine Autofahrt von bis zu zwei Stunden in Kauf um zu ihrer Arbeitsstelle zu kommen. Erschreckend war für mich zu beobachten, dass Menschen im Auto oder Wohnwagen übernachteten, damit sie nicht jeden Tag so lange fahren mussten.

Während ich diesen Blog schreibe, meldet das Nachrichtenportal SpiegelONLINE, dass Facebook in Silicon Valley 20 000 Wohnungen für Normalverdienende bauen will. Vielleicht wachen die Konzerne dort jetzt endlich auf und erkennen, dass man als Unternehmer Verantwortung für seine Mitarbeiter, die Regionund das Land trägt in der man beheimatet ist!

Mit halbfertigen Produkten auf den Markt

Wir haben einige der Hightech-Unternehmen besichtigt. Meist gehörte ein Vortrag zum Programm. Mehrmals hörten wir die Aussage, dass Deutschland den Anschluss an die Hightech-Entwicklung verpasst hat. Das sehe ich anders. Wenn wir mehr Mut hätten und manche unnötige, blockierende Bürokratie abbauen würden, könnten wir ohne weiteres Silicon Valley in den Schatten stellen.

Ein Beispiel: Bei uns ist es erstmal wichtig für ein neues Produkt ein Patent anzumelden, damit die Idee und die Ausführung geschützt sind. Bis es dann auf den Markt kommt, vergeht viel Zeit. In Silicon Valley geht man mit halbfertigen Produkten auf den Markt und lässt die Kunden einfach an der Fertigstellung mitarbeiten. Das schafft den Firmen Freiräume um am nächsten Projekt weiterarbeiten zu können.

Risikofreudige, private Investoren gesucht

Um im Bereich der technologischen Entwicklung mehr Marktanteile gewinnen zu können, brauchen wir in Deutschland mehr Innovation und Geldgeber, die junge Menschen dabei unterstützen ein Startup Unternehmen zu gründen.

Anstatt unser Geld auf das Sparkonto zu legen, wo es ohnehin keine Zinsen mehr bringt, sollte jeder überlegen, ob er ein Teil seines Vermögens einem Start Up-Unternehmen bei vollem Risiko zur Verfügung stellt. Daraus könnten ungeahnte Möglichkeiten entstehen, dass sich in Deutschland und in der ganzen Welt etwas zum Positiven verändern kann.

Notwendiges Umdenken

Es muss meiner Ansicht nach auch noch in einer anderen Richtung ein Umdenken stattfinden: Nur weil jemand mit seiner Firma in die Insolvenz gegangen ist, muss derjenige kein „Loser“ sein.

Das Gegenteil ist meistens der Fall: Hier hat einer wenigstens versucht etwas zu bewegen und wollte sich einbringen in unsere Gesellschaft! Das verdient Anerkennung und nicht Spott!

Mein Reise-Fazit: Auch in Silicon Valley wird nur mit Wasser gekocht! Vielleicht hat es eine höhere Temperatur als bei uns!

Allgemeine Themen / 22. Oktober 2019

Steuerberatung und „sozialer“ Gin: Ein Holländer in Halle/Saale mit besonderen Leidenschaften

Gin

Von Marco van den Broek, Steuerberatungs- und Wirtschaftskanzlei Henschke und Partner

Zahlen, Zahlen, Zahlen: Das verbinden die meisten mit dem Beruf des Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers. Das mag für manche meiner Kollegen zutreffen. Ich habe dagegen viel mit Menschen zu tun, denn ich bin die meiste Zeit in verschiedenen mittelständischen Unternehmen unterwegs. Natürlich schreibe ich auch viele Zahlen. Aber vor allem liebe ich es, Steuerrecht so zu erklären, dass jeder es versteht und anwenden kann.

Diese Leidenschaft habe ich erst im zweiten Anlauf gefunden. Ursprünglich wollte ich Förster werden. Realistisch betrachtet, waren die Aussichten in Holland einen Job zu bekommen, nicht gerade gut. Also entschied ich mich für eine Ausbildung als Hotelfachmann bei einer großen internationalen Hotelkette.

Unerwartete Kulturunterschiede

Danach wollte ich gerne nach Deutschland versetzt werden. Ich konnte zwar ein bisschen deutsch sprechen, wollte es aber endlich richtig lernen. So wurde ich mit Mitte zwanzig nach Bielefeld geschickt. Gerade mal 350 km von zuhause entfernt, nahm ich schnell wahr, dass es Kulturunterschiede gab!

Wenn ein Holländer 80% organisiert hat, dann ist für ihn alles ok. Bei den Deutschen müssen es mindestens 100% sein. Außerdem musste ich lernen, auf die Minute pünktlich zu sein, sonst gab es Stress mit dem Chef. Wir Holländer sind da nicht so genau. Die erste Zeit in Deutschland war für mich anstrengend und kompliziert. Das hatte ich nicht so erwartet.

Vom Hotel zum Steuerbüro

Nach eine Weile hatte ich mich an alles gewöhnt und überlegte, wie meine Zukunft aussehen sollte. Wenn ich in dieser Hotelkette Karriere machen wollte, musste ich bereit sein alle paar Jahre versetzt zu werden. Dass wollte ich nicht. Also machte ich 1997 einen Schnitt und ging einen ganz anderen Weg. Ich blieb in Bielefeld und studierte BWL. Nach meinem erfolgreichen Abschluss begann ich bei der Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei Henschke und Partner. 2005 konnte ich als Gesellschafter einsteigen.

Sechs Jahre später wurde für unsere Niederlassung in Halle/Saale ein weiterer Mitarbeiter benötigt. Das war meine neue Herausforderung. Der Wechsel in den Osten fiel mir nicht schwer, denn Halle hat mir von Anfang an gefallen! Es stellte sich heraus, dass die Atmosphäre in den Firmen, in denen ich unterwegs war, viel sozialer und persönlicher war, als ich es von Ostwestfalen her kannte. Das gefiel mir. Privat fasste ich schnell Fuß und fand Freunde.

Mit Gin Gutes tun

„Gute Leute“ um mich haben, das ist mir sehr wichtig. Und ich lade auch gerne zu mir nach Hause ein, z.B zum Whisky-Tasting Ich mag dieses Getränk und habe schon so manchen probiert. Am liebsten ist mir der aus Schottland. Kein Wunder also, dass ich dort gerne Urlaub mache.

Vor ein paar Jahren habe ich auf der Isle of Harris ein interessantes Projekt entdeckt: Die „Soziale Destillerie“ in Tarbert. Sie entstand aus einer tiefen Verbundenheit gegenüber den Menschen, die auf dieser kleinen Insel leben und für die es schwer ist, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ich war fasziniert!

Lebensmotto in die Tat umgesetzt

Ich hielt Kontakt mit dem Geschäftsführer, gab ihm Tipps in steuerrechtlichen Fragen als sie expandieren wollten. Daraus entwickelte sich, dass ich seit 2016 den Alleinvertrieb für Isle of Harris Gin in Deutschland habe.

Ich weiß, dass mit jeder Flasche, die verkauft wird, nachhaltig die Wirtschaftskraft der kleinen Insel gestärkt wird. Außerdem werden die natürlichen Ressourcen der Insel bestmöglichst genutzt. Davon profitieren die Bewohner. Das entspricht genau meiner Lebensphilosophie: Was wir haben, ist schön, aber nicht das Entscheidende im Leben!

Allgemeine Themen / 15. Oktober 2019

Silicon Valley – San Francisco: Hightech und Rückstand so nah beieinander

Silicon Valley

Von Walter Stuber

„Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ – das war lange das Synonym für die USA und das scheint auch nach wie vor so zu sein. Diesen Eindruck bekamen Dirk Eckart und ich bei unserer Reise durch Silicon Valley mit tempus Consulting und dem Impulse Verlag vom 29.September bis zum 05.Oktober 2019.

Was wir hier in Sachen Digitalisierung gesehen und erlebt haben, hat uns begeistert. Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob wir in Deutschland die Entwicklungen in dieser Richtung verschlafen haben. Die Hightech-Unternehmen, die wir besichtigt haben, überzeugten in vieler Hinsicht. Ich war auch überwältigt von der optimalen Ausstattung. Hier wurde viel Geld in die Hand genommen. Realistisch betrachtet, wäre so etwas bei unserem Bankensystem nicht möglich.

50 Jahre hinter der Entwicklung in Deutschland

Kaum zu glauben, dass ich nur 60 Kilometer von diesem visionären Ort entfernt den Eindruck bekam, in die Vergangenheit katapultiert worden zu sein. In San Francisco stehen überall Strommasten und die Hausanschlüsse hätte bei uns kein Fachmann genehmigt. So sah es bei uns vor 50 Jahren aus! Ich erfahre, dass es hier den Beruf des Elektrikers nicht gibt. Das ist mir völlig unverständlich! Wie will ein Land, in dem hart daran gearbeitet wird, dass selbstfahrende Elektroautos auf den Markt kommen, es mit diesem veralteten Stromsystem schaffen, z.B. genügend funktionierende Auflade- Stationen zur Verfügung zu stellen?

Vielleicht hätte man besser erstmal Geld für solide Ausbildung in diesem Bereich ausgegeben, damit die Grundvoraussetzungen stimmen?! Denn die fehlen offensichtlich! Das zeigen die veralteten Strommasten und auch der Hinweis in den Nachrichten, den ich in diesen Tagen hörte: Bei Sturm würde der Strom abgeschaltet werden!

Nicht blenden lassen von Erfolgen

Bei allem Staunen über die Entwicklungen, die in Silicon Valley auf den Weg gebracht werden, muss ich feststellen, dass bei der Elektrizität der Fortschritt – zumindest hier in San Francisco – noch nicht Einzug gehalten hat. Vielleicht sollten die Zuständigen mal eine Bildungsreise nach Deutschland machen! Die Elektroinnung und die Stromversorger würden sicherlich gerne weiterhelfen!

Das ist eine von vielen Erkenntnissen, die ich bei unserer Unternehmer-Reise gesammelt habe: Ich will mich nicht blenden lassen, von den erfolgreichen Unternehmen in Silicon Valley und den Eindruck bekommen, dass wir Deutschen nichts auf die Reihe bekommen würden. Das stimmt effektiv nicht. In unserem Land liegen die Stärken in anderen Bereichen. Diese gesunde Selbsteinschätzung, die dem anderen seine Erfolge gönnt, aber das eigene Können nicht kleinredet, tut jedem Unternehmer gut!