Mutig und anders unterwegs

Walter Stuber: lösungsorientiert, innovativ, diszipliniert, herzlich, sympathisch

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Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 12. Oktober 2016

Immer billiger – auf wessen Kosten?

Warum ich meine Lebensmittel gern beim heimischen Einzelhändler kaufe

 „Wie kommt die Milch in den Kühlschrank?“ Das ist eine typische „Die Sendung mit der Maus“ – Frage. Seit ich Opa bin, kenn ich mich damit aus. Und ich weiß sogar, wann zum ersten Mal ein Sachgeschichten-Film dazu ausgestrahlt wurde: 1969! Kaum zu glauben! Aber schon damals lebte der größte Teil der Kinder in der Stadt und hatte keine Ahnung  mehr von Landwirtschaft.

 

48 Jahre später ist die Frage immer noch aktuell! Familien kaufen beim Discounter ein. Bauernhöfe kennen viele nur aus Bilderbüchern. Auch in ländlicheren Gebieten gibt es teils nur noch wenig Kontakte zur Landwirtschaft. Man steuert eher den Supermarkt an als den Hofladen vom benachbarten Bauern. Denn hier sind die Produkte natürlich um einiges teurer.

Schwäbische Sparsamkeit

Als Schwabe wurde mir die Sparsamkeit praktisch schon in die Wiege gelegt. Von daher müsste ich eigentlich immer auf die Schnäppchen der Discounter schauen und möglichst billig einkaufen. Aber gerade bei Lebensmitteln wird es für mich immer wichtiger genau hinzuschauen.

 Zum Beispiel: billiges Fleisch, das die Supermärkte und Discounter anbieten!  Klar, dass das auch  billig „hergestellt“ werden muss. Das  hat nicht nur Auswirkungen auf die Haltung und Schlachtung der Tiere, sondern auch auf die Qualität! Mit dem Kauf  würde ich dieses System unterstützen, unter dem letztlich auch die Bauern im Umkreis leiden, weil sie mit solchen Preisen bei weitem nicht mithalten können.

Einkauf bei  Einzelhändlern oder Bauern vor Ort

Meine Frau und ich sind dazu übergegangen, dass wir das, was wir nicht im heimischen Garten ernten können, direkt in unserer Region kaufen.

Meinen Kaffee kaufe ich bei einem Händler in Döbeln, der mir garantiert, dass seine Kaffeebohnen von der Insel Flores/Ostmanggarai in Indonesien kommen http://kaffeebatavia.de/.

 Ich bin bereit für diese Lebensmittel einen höheren Preis zu bezahlen. Sie schmecken uns besser, zum größten Teil sind sie gesünder und wir unterstützen damit unseren heimischen Markt und unsere Landwirte. Diese kämpfen leider aufgrund vieler Gesetze und Verordnungen schon seit Jahren  ums Überleben.

Aktiv etwas tun für unsere Zukunft

Unvorstellbar und auch unerträglich ist für mich der Gedanke, dass eines Tages bei uns die Landwirtschaft soweit zurückgegangen ist, dass unsere Kinder tatsächlich nur noch in Filmen sehen können, wie die Milch in den Kühlschrank kommt.

Deshalb stelle ich gerne meine schwäbische Sparsamkeits-Prägung hinten an und gebe  gerne mehr aus z.B. für Produkte aus heimischer Landwirtschaft. Damit tue ich letztlich nicht nur mir etwas Gutes,  sondern auch meiner Region und der Umwelt. Denn wer direkt beim „Hersteller“ kauft oder im Einzelhandel, kann auf mancherlei Verpackung verzichten.

 

Allgemeine Themen / 5. Oktober 2016

Eitel, oder was!?

Warum ich  die Einladung zu einer Talksendung angenommen habe

„Können Sie sich vorstellen Gast in unserer Sendung  „Mensch,Gott!“ zu sein?“ Diese Frage stellte mir vor einigen Monaten eine Journalistin, die freiberuflich für ERFMedien  arbeitet. Sie hatte einen Blogbeitrag von mir gelesen in dem ich offen und ehrlich darüber sprach, wie verzweifelt ich war, als ich meine Firma aus Ehrgeiz fast in den Bankrott geführt hatte.

Meine ersten Gedanken waren: „Was soll ich da? Es gibt doch genügend andere Persönlichkeiten, die wirklich etwas zu erzählen haben und viel mehr „Erfolge“ verbuchen können als ich. Ist meine Geschichte wirklich so, dass andere daraus etwas lernen können?“

So wie es mir ging, geht es vielen

Ich habe lange überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich diese Herausforderung annehmen muss. Ich kenne so viele Menschen in den Führungsetagen, die seit Jahren mit sich selber und der Firma unzufrieden sind. Sie sind Einzelkämpfer. Keiner darf wissen, dass sie am Ende sind – mit den Nerven und manchmal auch finanziell.

Das habe ich auch erlebt und war so fertig, dass ich meinem Leben ein Ende setzen wollte. Allein der Gedanke an das Chaos, das ich meiner Familie und in der Firma hinterlassen würde, hat mich davon abgehalten. Danach fand ich Stück für Stück wieder Halt im Leben – durch den christlichen Glauben.

Veränderung ist möglich

Ich bekam Kontakt zu „Christen in der Wirtschaft“ www.ciw.de  und traf dort Unternehmer, die ganz ähnliches erlebt hatten wie ich. Sie haben mir Mut gemacht und neue Perspektive aufgezeigt für mein Leben und das Geschäft. Und ich stellte fest: Das hat nicht nur mich persönlich verändert sondern auch meinen Führungsstil.

Das heißt nicht, dass ich jetzt keine Fehler mehr mache! Es bedeutet, dass ich mir (und anderen) Fehler eingestehen kann und dass man wieder neu anfangen kann.

Ich habe meine kleine Geschichte bei „Mensch,Gott!“ erzählt, weil ich Mut machen will, das Veränderung jederzeit möglich ist! Ich möchte durch meine TV-Auftritt aufmerksam machen auf das, was mir im Alltag Kraft und Hilfe ist: der Glaube an Jesus Christus.

Feedback

Nun sind schon einige Tage seit der Erstausstrahlung vergangenen. Über Youtube und die sozialen Medien verbreitet sich die Sendung. An den Kommentaren kann ich erkennen, dass mein Anliegen offenbar angekommen ist. Dafür bin ich von Herzen dankbar.

Ich freue mich auch über Ihr persönliches feedback zur Sendung.

Hier der link :

www.erf.de/fernsehen/mediathek/mensch-gott/ich-war-als-chef-ein-tyrann/67-500

Allgemeine Themen / 25. September 2016

„Ich war als Chef ein Tyrann”

Warum ich als Chef um Vergebung gebeten habe

„Mensch, Gott!”: „Ich war als Chef ein Tyrann” (ab Sonntag, 25. September)

Walter Stuber hat als Unternehmer nur ein Ziel: Erfolg. Seine Gerüstbaufirma soll die beste sein. Er arbeitet 14 Stunden am Tag, verlangt von sich und seinem Team Höchstleistungen. Er regiert mit eiserner Hand, Schwächen und Fehler sind verboten. Was richtig ist, sagt er als Chef. Wer anderer Meinung ist, kann gehen. Doch ein tödlicher Unfall, ein folgenschwerer Kalkulationsfehler und eine gesundheitliche Krise bringen ihn ins Nachdenken. Davon berichtet er in der Fernsehsendereihe „Mensch, Gott!” von ERF Medien in Wetzlar.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, 25. September, bei Bibel TV (22.15 Uhr), TOGGO plus (4.00 Uhr) und ANIXE (22.30 Uhr) sowie am Dienstag, 27. September, bei rheinmaintv (4.30 Uhr). Außerdem steht die Sendung in der ERF Mediathek (http://www.erf.de/tv) und auf YouTube (http://www.youtube.de/MenschGottTV) zur Verfügung. http://bit.ly/2cTdPi2

Allgemeine Themen / 5. September 2016

Mutter, Ehefrau, Bilanzbuchhalterin

Gastbeitrag von  meiner Schwiegertochter Janine Stuber

Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen  – für mich eine ganz besondere  Herausforderung

Im Jahr 2012 bekam mein Mann Ingolf das Angebot seines Vaters in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH als Bauleiter einzusteigen. Deshalb zogen wir mit unserer Tochter Josefine von München zurück in unsere Heimat Sachsen. Auch ich sollte ins Unternehmen in der Buchhaltung einsteigen.

Das bedeutete, dass unsere Tochter in den Kindergarten gehen musste, damit ich arbeiten konnte. Eigentlich ein ganz normaler Prozess. Bei uns brachte das viele Fragen und Unsicherheiten. Denn Josefine hat durch eine Hirnhautentzündung eine komplexe Behinderung.  Mein Schwiegervater hat darüber bereits in einem der vorherigen Blogs berichtet. https://walter-stuber.de/2016-08/gewinnen-gutes

Mit der Behinderung unserer Tochter das Leben meistern

Ihre ersten drei Lebensjahre waren angefüllt mit Therapien und Übungen. Ich wollte sie so viel wie möglich fördern. An Arbeit war nicht zu denken. Nun sollte ich sie in fremde Hände geben? Ob sie sich dort überhaupt wohlfühlen würde? Würde sie sich in einer Einrichtung weiterentwickeln können? Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich dachte, ich würde Josefine vernachlässigen und „weggeben“!

Andererseits habe ich mich gefreut und war stolz, dass ich in der Firma gebraucht wurde! Als unsere Tochter dann einen Platz im evangelischen Kindergarten bekommen hatte, war mir immer noch nicht  wohl bei der Sache. Aber Josefine hat es sofort gut gefallen. Ihre Erzieherin ging wunderbar auf sie ein, die anderen Kinder haben sie schnell ins Herz geschlossen und sie wurde von allen Seiten „bemuddelt“.

Kopf frei für die Arbeit!

Mein schlechtes Gewissen war sofort weg! Mittlerweile ist auch unsere zweite Tochter, Isabelle, im selben Kindergarten und ich kann mich meiner Arbeit in der Firma widmen. Zu meinen Einsatzbereichen gehören  Kundenakquise, Einkauf, Controlling sowie die Buchhaltung.

Meine Berufserfahrung als Bürokauffrau in einer Steuerkanzlei und meine Weiterbildungen zur Buchhaltungsfachkraft und zur geprüften Bilanzbuchhalterin kommen mir hier sehr zugute. Es ist geplant, dass ich den Bereich Lohnbuchhaltung verantwortlich übernehme soll.

Therapiemöglichkeit für Josefine

Bevor das geschieht, möchte ich eine intensive Therapie mit Josefine machen. Es ist die „Doman-Therapie“ www.iahp.org, die hirngeschädigten Kindern extrem weitergeholfen hat. Ich bin davon überzeugt, dass in unserer Tochter mehr steckt, als sie uns zeigt. Mit dieser Behandlung könnten ihre Fähigkeiten geweckt werden. Aber das Ganze ist sehr aufwändig.

Für einige Übungseinheiten werden mindestens drei Personen benötigt und das 10  Stunden am Tag!  Ich bin dankbar für alle Hilfe von den Omas und Opas, aber das können sie nicht leisten. Wir werden bezahlte Helfer brauchen. Auch die Therapie müssen wir selber finanzieren, denn die Krankenkassen in Deutschland übernehmen nichts!

Blick nach vorn

Ich bin gespannt, wie wir als Familie die vor uns liegenden Herausforderungen meistern werden und freue mich schon jetzt auf das, was danach beruflich auf mich zukommen wird!

 

 

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