Mutig und anders unterwegs

Walter Stuber: lösungsorientiert, innovativ, diszipliniert, herzlich, sympathisch

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Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 5. Oktober 2016

Eitel, oder was!?

Warum ich  die Einladung zu einer Talksendung angenommen habe

„Können Sie sich vorstellen Gast in unserer Sendung  „Mensch,Gott!“ zu sein?“ Diese Frage stellte mir vor einigen Monaten eine Journalistin, die freiberuflich für ERFMedien  arbeitet. Sie hatte einen Blogbeitrag von mir gelesen in dem ich offen und ehrlich darüber sprach, wie verzweifelt ich war, als ich meine Firma aus Ehrgeiz fast in den Bankrott geführt hatte.

Meine ersten Gedanken waren: „Was soll ich da? Es gibt doch genügend andere Persönlichkeiten, die wirklich etwas zu erzählen haben und viel mehr „Erfolge“ verbuchen können als ich. Ist meine Geschichte wirklich so, dass andere daraus etwas lernen können?“

So wie es mir ging, geht es vielen

Ich habe lange überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich diese Herausforderung annehmen muss. Ich kenne so viele Menschen in den Führungsetagen, die seit Jahren mit sich selber und der Firma unzufrieden sind. Sie sind Einzelkämpfer. Keiner darf wissen, dass sie am Ende sind – mit den Nerven und manchmal auch finanziell.

Das habe ich auch erlebt und war so fertig, dass ich meinem Leben ein Ende setzen wollte. Allein der Gedanke an das Chaos, das ich meiner Familie und in der Firma hinterlassen würde, hat mich davon abgehalten. Danach fand ich Stück für Stück wieder Halt im Leben – durch den christlichen Glauben.

Veränderung ist möglich

Ich bekam Kontakt zu „Christen in der Wirtschaft“ www.ciw.de  und traf dort Unternehmer, die ganz ähnliches erlebt hatten wie ich. Sie haben mir Mut gemacht und neue Perspektive aufgezeigt für mein Leben und das Geschäft. Und ich stellte fest: Das hat nicht nur mich persönlich verändert sondern auch meinen Führungsstil.

Das heißt nicht, dass ich jetzt keine Fehler mehr mache! Es bedeutet, dass ich mir (und anderen) Fehler eingestehen kann und dass man wieder neu anfangen kann.

Ich habe meine kleine Geschichte bei „Mensch,Gott!“ erzählt, weil ich Mut machen will, das Veränderung jederzeit möglich ist! Ich möchte durch meine TV-Auftritt aufmerksam machen auf das, was mir im Alltag Kraft und Hilfe ist: der Glaube an Jesus Christus.

Feedback

Nun sind schon einige Tage seit der Erstausstrahlung vergangenen. Über Youtube und die sozialen Medien verbreitet sich die Sendung. An den Kommentaren kann ich erkennen, dass mein Anliegen offenbar angekommen ist. Dafür bin ich von Herzen dankbar.

Ich freue mich auch über Ihr persönliches feedback zur Sendung.

Hier der link :

www.erf.de/fernsehen/mediathek/mensch-gott/ich-war-als-chef-ein-tyrann/67-500

Allgemeine Themen / 25. September 2016

„Ich war als Chef ein Tyrann”

Warum ich als Chef um Vergebung gebeten habe

„Mensch, Gott!”: „Ich war als Chef ein Tyrann” (ab Sonntag, 25. September)

Walter Stuber hat als Unternehmer nur ein Ziel: Erfolg. Seine Gerüstbaufirma soll die beste sein. Er arbeitet 14 Stunden am Tag, verlangt von sich und seinem Team Höchstleistungen. Er regiert mit eiserner Hand, Schwächen und Fehler sind verboten. Was richtig ist, sagt er als Chef. Wer anderer Meinung ist, kann gehen. Doch ein tödlicher Unfall, ein folgenschwerer Kalkulationsfehler und eine gesundheitliche Krise bringen ihn ins Nachdenken. Davon berichtet er in der Fernsehsendereihe „Mensch, Gott!” von ERF Medien in Wetzlar.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, 25. September, bei Bibel TV (22.15 Uhr), TOGGO plus (4.00 Uhr) und ANIXE (22.30 Uhr) sowie am Dienstag, 27. September, bei rheinmaintv (4.30 Uhr). Außerdem steht die Sendung in der ERF Mediathek (http://www.erf.de/tv) und auf YouTube (http://www.youtube.de/MenschGottTV) zur Verfügung. http://bit.ly/2cTdPi2

Allgemeine Themen / 5. September 2016

Mutter, Ehefrau, Bilanzbuchhalterin

Gastbeitrag von  meiner Schwiegertochter Janine Stuber

Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen  – für mich eine ganz besondere  Herausforderung

Im Jahr 2012 bekam mein Mann Ingolf das Angebot seines Vaters in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH als Bauleiter einzusteigen. Deshalb zogen wir mit unserer Tochter Josefine von München zurück in unsere Heimat Sachsen. Auch ich sollte ins Unternehmen in der Buchhaltung einsteigen.

Das bedeutete, dass unsere Tochter in den Kindergarten gehen musste, damit ich arbeiten konnte. Eigentlich ein ganz normaler Prozess. Bei uns brachte das viele Fragen und Unsicherheiten. Denn Josefine hat durch eine Hirnhautentzündung eine komplexe Behinderung.  Mein Schwiegervater hat darüber bereits in einem der vorherigen Blogs berichtet. https://walter-stuber.de/2016-08/gewinnen-gutes

Mit der Behinderung unserer Tochter das Leben meistern

Ihre ersten drei Lebensjahre waren angefüllt mit Therapien und Übungen. Ich wollte sie so viel wie möglich fördern. An Arbeit war nicht zu denken. Nun sollte ich sie in fremde Hände geben? Ob sie sich dort überhaupt wohlfühlen würde? Würde sie sich in einer Einrichtung weiterentwickeln können? Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich dachte, ich würde Josefine vernachlässigen und „weggeben“!

Andererseits habe ich mich gefreut und war stolz, dass ich in der Firma gebraucht wurde! Als unsere Tochter dann einen Platz im evangelischen Kindergarten bekommen hatte, war mir immer noch nicht  wohl bei der Sache. Aber Josefine hat es sofort gut gefallen. Ihre Erzieherin ging wunderbar auf sie ein, die anderen Kinder haben sie schnell ins Herz geschlossen und sie wurde von allen Seiten „bemuddelt“.

Kopf frei für die Arbeit!

Mein schlechtes Gewissen war sofort weg! Mittlerweile ist auch unsere zweite Tochter, Isabelle, im selben Kindergarten und ich kann mich meiner Arbeit in der Firma widmen. Zu meinen Einsatzbereichen gehören  Kundenakquise, Einkauf, Controlling sowie die Buchhaltung.

Meine Berufserfahrung als Bürokauffrau in einer Steuerkanzlei und meine Weiterbildungen zur Buchhaltungsfachkraft und zur geprüften Bilanzbuchhalterin kommen mir hier sehr zugute. Es ist geplant, dass ich den Bereich Lohnbuchhaltung verantwortlich übernehme soll.

Therapiemöglichkeit für Josefine

Bevor das geschieht, möchte ich eine intensive Therapie mit Josefine machen. Es ist die „Doman-Therapie“ www.iahp.org, die hirngeschädigten Kindern extrem weitergeholfen hat. Ich bin davon überzeugt, dass in unserer Tochter mehr steckt, als sie uns zeigt. Mit dieser Behandlung könnten ihre Fähigkeiten geweckt werden. Aber das Ganze ist sehr aufwändig.

Für einige Übungseinheiten werden mindestens drei Personen benötigt und das 10  Stunden am Tag!  Ich bin dankbar für alle Hilfe von den Omas und Opas, aber das können sie nicht leisten. Wir werden bezahlte Helfer brauchen. Auch die Therapie müssen wir selber finanzieren, denn die Krankenkassen in Deutschland übernehmen nichts!

Blick nach vorn

Ich bin gespannt, wie wir als Familie die vor uns liegenden Herausforderungen meistern werden und freue mich schon jetzt auf das, was danach beruflich auf mich zukommen wird!

 

 

Allgemeine Themen / 1. September 2016

Es geht auch ohne mich!

Warum ich als Chef beruhigt  im Urlaub entspannen kann

Raus aus dem Alltag und umschalten auf Ferien. Das fällt gerade Unternehmern nicht immer leicht. So viel gibt es in der Firma zu entscheiden und zu bedenken.  Nicht selten hat sich mir die Frage gestellt: KANN ich überhaupt zwei Wochen raus aus allem?

Je länger ich als Geschäftsführer tätig bin, desto mehr wird mir klar, wie wichtig es ist, dass ich mir Auszeiten nehme und alle Belange der Firma loslassen kann. Grundlage dafür ist, dass ich meinen Mitarbeitern vertraue und weiß, dass sie die Ziele des Unternehmens verinnerlicht haben und deshalb danach agieren und entscheiden. Ich gebe zu, dass musste ich Stück für Stück lernen.

Norwegen – Entspannung pur

Mittlerweile kann ich freie Tage oder Wochen wirklich genießen. Besonders gut hat das in Norwegen funktioniert. Juni 2009 waren meine Frau und ich mit Freunden mit dem Wohnwagen dort. Gespannfahren war für mich gewöhnungsbedürftig. Aber die unberührte Natur und die unglaublich Weite dort, haben mich dafür entschädigt.

Außerdem stellten wir fest, dass es große Vorteile hat, mit dem „Haus am Haken“ unterwegs zu sein: Im Hardangervidda National Park  haben wir  um 23.30 Uhr angehalten und  gegrillt. Anschließend gab es noch eine Schneeballschlacht!  Keiner hat sich aufgeregt, denn weit und breit war niemand unterwegs! Das ist Norwegen!

Hardangervidda Walter Stuber Norge

Entschleunigung

Das Land hat uns fasziniert! Ein Jahr später sind  wir mit unseren Söhnen nochmals hingefahren und waren an einem Fjord angeln.  Meine Frau hat die Ruhe auf dem Boot genossen. Auch ich konnte hier so richtig abschalten von der Arbeit. Weil wir die Städte gemieden haben und uns möglichst nur in der Natur aufgehalten haben, gab es keine Gerüste, die mich an die Firma erinnert hätten!

Gerne würde ich irgendwann mal  mit meiner Frau  vier Wochen im Sommer mit dem Auto bis zu den Lofoten fahren. Ganz langsam, immer wieder anhalten und die Natur sehen, riechen und genießen. Ich würde mir den Wind um die Nase wehen lassen oder  mich ins Moos legen und den Wolken beim Ziehen zusehen.

Chef im Urlaub – Probe für den Ernstfall

Dieser Traum muss vielleicht noch bis zur Rente warten. Kürzere Auszeiten sind bis dahin möglich und auch wichtig. Für mich persönlich aber auch für die Mitarbeiter. Die Zeit ohne Chef kann eine Art Probelauf sein für den Fall, dass die Geschäftsführung, z.B. durch Krankheit,  plötzlich ausfällt.  Tritt so etwas ein, ist es z.B. unerlässlich, dass Vollmachten und Notfallpläne bereit liegen.

Die „DeutscheHandwerksZeitung“ hat dazu einen interessanten Artikel veröffentlich mit guten Tipps:  http://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/was-tun-wenn-der-chef-ausfaellt/150/3096/328972

Wir in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH haben dementsprechend Vorkehrungen getroffen. Aber auch wenn es „nur“ um eine Urlaubszeit geht, ist es gut zu wissen, dass der Betrieb auch ohne mich gut weiterlaufen kann!

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