Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 16. August 2016

Ohne Anstrengung durchs Leben gehen?

Warum ich Bequemlichkeit nicht mag

In Baden -Württemberg war es früher üblich am Samstag die eigene Straßenseite, den Gehweg und den Hof zu fegen. Seit ich einen Besen halten konnte, war das Zuhause meine Arbeit. Und das war nicht wenig, was ich zu fegen hatte: Rund um unsere landwirtschaftlichen Gebäude, eine lange Straße und die Hofflächen. Es  waren bestimmt über 500 qm!

Eibensbach Tälesstr. 10

Eibensbach, Tälesstr. 10

Hatte ich das hinter mir, war noch lange nicht Feierabend! Ich musste auch noch im Haus die Treppen wischen. Mitanpacken rund um Hof und Haus – das war für mich ganz normal. Da gab es keine Diskussionen.  Als ich 8 Jahre alt war, hat mir meine Mutter gezeigt, wie man einen Kuchen backt. Das gehörte dann, bis ich ausgezogen bin, auch noch zu meinen Samstagsarbeiten dazu.  

Was mich geprägt habe, gebe ich weiter

Damals haben mich die vielen Arbeitsaufgaben am Samstag oft geärgert. Ich hätte es auch gern bequemer gehabt!  Aber heute bin ich dafür dankbar, denn es hat mich für meinen weiteren Lebensweg positiv geprägt. Es verwundert deshalb nicht, dass auch unsere Kinder früh rund um Haus und Garten mithelfen mussten. Kochen und backen haben sie natürlich auch von meiner Frau Burgunda und mir gelernt.

Was in unserer Familie ganz normal war, scheint in der heutigen Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich zu sein. Haushalts- und Putzhilfen oder Gärtner erleichtern in manchen Haushalten zwar das Leben. Der Nachteil ist, dass die Sprößlinge dadurch auch nicht mehr an diese Arbeiten herangeführt werden.

Unliebsames gehört zum Leben dazu

Ob  es uns wirklich gut tut, wenn wir immer nur den bequemen Weg gehen? Was ist, wenn nur noch der ferngesteuerte Rasenmäher die  Grünflächen bearbeitet und keiner mehr selber zum Mäher greift? Oder selber backen und kochen entfällt, weil zu Fertigprodukten genommen werden, die nur noch in der Mikrowelle erwärmt werden müssen?

Ich befürchte, dass der Bezug zur Umwelt, zur Natur und auch zum Mitmenschen  darunter leiden würde. Alles auf Kosten der Bequemlichkeit? Es ist leider jetzt schon so, dass wir zwar immer mehr erforschen,  aber in Blick auf Ernährung, Gesundheit und Lebensweisheiten teilweise das Wissen unserer Vorfahren vergessen haben. Vielleicht auch, weil wir meinen, unser Ansatz sei der bequemere Weg?

Wider die Bequemlichkeit

Mein Vater sagte immer: „Bequem geht die Welt zu Grunde!“ Aber noch ist Zeit dagegen zu arbeiten! Deshalb möchte ich meinen Enkeln und auch meinen Mitarbeitern, insbesondere den Auszubildenden, vorleben, dass es wichtig ist  auch arbeiten zu tun, die einem nicht die liebsten sind. Das gehört auch mit zur Persönlichkeitsentwicklung!

Deshalb finden Sie mich z.B. am Wochenende häufig auf meiner Baustelle rund um unser Haus,  im Wald oder Garten. Dort packe ich an, wo ich kann. Und in der Firma bin ich auch bereit die Ärmel hochzukrempeln, soweit mir das möglich ist. Ich bin mir für keine Arbeit zu schade. Ich will nicht bequem sein oder gar werden!

Allgemeine Themen / 9. August 2016

Mit Gewinnen Gutes tun

Hier geht’s zur englischen Übersetzung.

Am 12. November 2010 kam unser zweites Enkelkind Josefine auf die Welt. Sie war ein Frühchen, aber ansonsten war alles in Ordnung! Darüber waren wir sehr dankbar, denn die Schwangerschaft war nicht reibungslos verlaufen. Alles war bestens. Bis sie an ihrem siebten Lebenstag eine schwere Meningitis bekam.

Sie war noch auf der Frühchen-Intensivstation und musste operiert werden. Es zeichnete sich ab, dass sie die Hirnhautentzündung nicht unbeschadet überstehen würde. Die Prognosen der Ärzte waren entmutigend. Im Nachhinein ist vieles davon nicht eingetreten. Das lag auch daran, dass mein Sohn und meine Schwiegertochter Josefine immer gefördert haben. Dennoch ist eine komplexe Behinderung geblieben.

Ein erfolgversprechendes Therapie-Konzept für meine Enkelin

Meine Enkelin hat schon viele Krankenhaus- und Kuraufenthalte hinter sich bringen müssen. Sie geht jetzt in einen evangelischen Kindergarten und wird dort liebevoll „eins zu eins“ betreut. Die Mitarbeiter freuen sich immer über ihr Lächeln. Isabelle, ihre fast 3-jährige Schwester, besucht dieselbe Einrichtung, das tut beiden gut.
Wir sind uns sicher, dass Josefine noch vieles lernen kann. Aber sie braucht dafür Anregung! Eine Möglichkeit, die für uns vielversprechend klingt, ist die Doman-Therapie https://www.iahp.org, die bereits seit den 1950ger Jahren angewendet wird. Dabei werden Bewegungsmuster aus der natürlichen Entwicklung von gesunden Kindern trainiert und die Sinne intensiv stimuliert.

Meine Aufgabe: selber Geld einbringen und Kontakte nutzen

Das wäre eine große Chance für meine Enkeltochter! Allerdings ist diese Art der Behandlung in Deutschland nicht zugelassen, sodass die Krankenkassen sie nicht bezahlen. Nach unseren Recherchen würde eine Behandlung ungefähr 200.000 Euro kosten.

Hier sehe ich meine Aufgabe als Geschäftsmann und Opa: ich werde versuchen selber so viel Geld wie möglich aufzubringen. Aber das wird nicht reichen. Deshalb möchte ich meine Kontakte nutzen. Ich suche Menschen, die durch ihre finanzielle Unterstützung meiner Enkelin diese Therapie ermöglichen. Wir erhoffen uns, dass sie dadurch später ein weitestgehend selbstständiges Leben führen kann.

In allem: Dankbarkeit

Im November wird unsere Enkeltochter sechs Jahre alt. Manches ist anders, als wir es uns bei ihrer Geburt erhofft und gewünscht haben. Trotzdem kann ich nur sagen: Gott sei Dank, dass es Josefine gibt! Ich freue mich jedes Mal über ihr Lächeln und ich bin froh, dass sie zu unserer Familie gehört!

Allgemeine Themen / 2. August 2016

Horizonterweiterung in der Natur

Wie ich im Wald Kraft tanke für meinen Alltag

Vieles was ich über Bäume, Bäche und Tiere weiß, habe ich als Kind vom meinem Onkel Hans gelernt. Als ich 10 Jahre alt war, konnte ich mir nichts Schöneres vorstellen als mit ihm im Wald unterwegs zu sein. Am liebsten war mir, wenn wir zusammen den Bach angestaut  und ein Wasserrad montiert haben.

Onkel Hans hat offensichtlich nicht nur bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen! Nach seinem Tod wurde einen Wanderweg durch die Weinberge oberhalb des württembergischen Ortes Spielberg nach ihm „Hans-Ott-Weg“ benannt. Darauf bin ich sehr stolz!

Zur Ruhe kommen – neue Perspektiven entdecken

Meine Liebe zum Wald ist bis heute geblieben. Ich genieße die Ruhe, wenn ich spazieren gehe, kann abschalten und bekomme den Kopf frei. Dabei nehme ich auch gerne meine Frau Burgunda mit. Wir nutzen die Spaziergänge in der Natur um über unsere Zukunft, die Kinder und Enkel zu sprechen.

Auch geschäftliche Themen schneide ich gerne an und frage meine Frau nach ihrer Sicht der Dinge. Das hat mir schon oft geholfen, klarer zu sehen und ich konnte danach zusammen mit meinem Mitgesellschafter Dirk Eckart gute Entscheidungen treffen. Manchmal gehen wir auch schweigend nebeneinander her,  jeder hängt seinen Gedanken nach.

Die besondere Kraftquelle

In dieser Atmosphäre fühlen wir uns Gott besonders nah und es kommt vor, dass wir dann mit ihm reden. Im Gebet sagen wir ihm, was uns bewegt und bitten um Hilfe. Das gibt uns Trost, Hoffnung und Kraft für unseren Alltag. Daraus entsteht auch eine tiefe Dankbarkeit  Gott gegenüber: Für unser Leben, das er uns geschenkt hat und auch für die Gegend, die wir unsere Heimat nennen dürfen!

Burg Kriebstein

Hier zwischen Leipzig und Dresden gibt es so viel  zu entdecken! Falls Sie unterwegs in Mittelsachsen sind, können Sie gerne einen Stopp einplanen in der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in Roßwein. Bei einem Kaffee gebe ich Ihnen gerne  Ausflugstipps in der Region – zur Talsperre Kriebstein, den Burgen z.B. Kriebstein, Mildenstein  oder auch in „meine“ Wälder, in denen ich für den Alltag auftanken kann.

Allgemeine Themen / 12. Juli 2016

Gerüstbau – individuell und unkonventionell

Gerüstbau - individuell und unkonventionell

Gerüstbau –  individuell und unkonventionell

Warum ein Weinbauer mich inspiriert hat, ungewöhnliche Lösungen für meine Kunden zu erfinden

Zwei oder drei Striche auf dem Papier reichen und ich weiß, wie die Gerüstkonstruktion an einem  Gebäude aussehen muss. Das macht natürlich die jahrzehntelange Übung. Aber schon als Kind konnte ich gut malen und zeichnen. Außerdem habe ich immer gerne Neues ausgetüftelt, geplant und organisiert.

Ich erinnere mich, dass ich in der Ferienzeit meinen Vater früh morgens immer damit genervt habe, dass ich genau wissen wollte, was wir den Tag über machen werden. Wenn ich dann die Antwort bekam, dass ich im Weinberg helfen sollte, war ich nicht gerade begeistert! Im Sommer wäre ich natürlich viel lieber mit meinen  Freunde ins Freibad  gegangen!

Wenn träumen eine neue Perspektiven bringt

Aber es gab damals keine Diskussionen. Ich musste mitgehen. Meine Aufgabe war meistens das Unkraut mit der Hacke zu entfernen. Das war sehr mühsam. Deshalb

Habe ich mich oft unter den nächstbesten Weinstock gelegt und vor mich hin geträumt. Zum Beispiel habe ich mir damals überlegt, ob es nicht eine Alternative zur anstrengenden Unkrautbekämpfung gibt.

Mir fiel ein, dass ein anderer Weinbauer in unserem Dorf um die Weinstöcke herum Gras gesät hatte. Damals haben ihn seine Kollegen dafür belächelt und als Spinner abgetan. Aber er war seiner Zeit einfach nur voraus! Heute machen es viele Weinbauern genauso! Denn das Gras sorgt dafür, dass bei starkem Regen der gute Boden nicht verloren geht. Und Unkraut jäten braucht man auch nicht so viel!

Aus der Reihe tanzen und Kompetenz zeigen

Dieser Weinbauer ist heute für mich ein Vorbild. Denn er hat sich getraut etwas ganz anders zu machen als die breite Masse! Ich tanze mit meinen Gerüstbau-Ideen auch gerne mal aus der Reihe, konstruiere etwas bewusst ganz anders als man es bisher gemacht hat. Im Vordergrund steht immer, die best möglichste Lösung für die Wünsche unserer Kunden und für die Gegebenheiten auf der Baustelle zu finden.

Im Laufe der Jahre sind so schon viele ungewöhnliche Spezialkonstruktionen entstanden. Unsere langjährigen Mitarbeiter haben vieles davon in Fotobüchern dokumentiert. Wenn ich mir diese Aufnahmen anschaue, bin ich ganz stolz auf das, was unsere Gerüstbau-Kolonnen über all die Jahre fertigstellt, haben.

Individuelle Lösungen fördern die Kundenzufriedenheit

Dass wir zuverlässig und extrem sicher arbeiten, zeigt, dass unsere Kunden immer wieder unsere Dienste in Anspruch nehmen und zur Not auch mal auf die Ausführung warten, nur damit wir ihre Arbeiten übernehmen können.

Ideenreich, unkonventionell und individuell:  so führen wir unsere Arbeiten aus!

Egal ob großer oder kleiner Auftrag: Es beginnt mit ein paar Strichen auf Papier, wenn ich die Gerüstkonstruktion zeichne, plane und dabei  „querdenke“!

Allgemeine Themen / 5. Juli 2016

Man lernt nie aus!

Warum dieses Sprichwort für mich ein Ansporn ist und ich gerade junge Menschen ermutige sich weiterzubilden

Der 07.07.1980  ist für mich ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben. Damals habe ich meine mündliche Bürokaufmannprüfung bestanden!  Auf den ersten Blick ist das vielleicht nichts Besonderes. Aber für mich war es ein großer Erfolg, denn lernen war nie mein Ding. Ich habe mich schon in der Schule  immer irgendwie durchgeschummelt. Das sah man natürlich an den Zeugnissen.

Dafür hatte ich einen „Tüftler-Sinn“, wie man in Baden-Württemberg sagt. Ich habe anderen beim  Arbeiten genau zugeschaut und  es dann so lange selber ausprobiert, bis ich es genauso gut hinbekommen habe.  Das war meine  Art des Lernens. In der Schule brachte mir das leider überhaupt nichts.

Meine Entdeckung: Lesen macht Spaß

Lernen durch Tun! Das war lange mein Motto. „Pauken“, also üben und  in Büchern Informationen nachlesen, das kam nicht in Frage. Bis zu meinem 27. Lebensjahr hatte  ich  gerade mal DREI Bücher gelesen!  Aber dann war es, als ob jemand einen Schalter umgelegt hat und ich wurde plötzlich ein „Gern-Leser.

Erst las ich jede Woche ein Gerüstbau-Fachbuch, es folgten Bücher über Controlling, Betriebswirtschaft, Personalwesen, Bilanzbuchhaltung, Biografien, Reiseführer  und vieles mehr. Die Freude am Lesen hatte mich gepackt und damit auch der Wunsch in möglichst unterschiedlichen Bereichen mein Wissen zu erweitern. Wer hätte das zu meinen Schul- und Ausbildungszeiten gedacht!

Schlechte Zeugnisse bedeutet nicht unbedingt  ein Leben lang erfolglos

Ich treffe immer wieder  junge Leute, die sich genauso durch die Schulzeit gequält haben  und schlechte Note hatten, wie ich damals. Ihnen möchte ich Mut machen:

Schlechte Schulzeugnisse bedeuten nicht zwangsläufig,  dass man beruflich nichts erreichen kann! Unternehmer wie Mark Zuckerberg, Bill Gates und Steve Jobs sind die besten Beispiele dafür!

Sie haben alle keinen Hochschulabschluss vorzuwiesen, aber dafür andere Stärken und Eigenschaften, die nötig sind um erfolgreich zu sein. Mehr dazu finden Sie in diesem Artikel: http://www.huffingtonpost.de/2015/06/30/3er-schueler-erfolgreich_n_7695976.html

Mein Schlüssel zum Erfolg

Bei mir war die Weiterbildung durch Lesen und Seminare der Türöffner für meinen beruflichen Erfolg. Diese Möglichkeit steht allen offen. Das hat auch  nicht mit dem Alter zu tun! Nur die Bereitschaft muss da sein!

Neues Lernen, den eigenen Horizont erweitern – das ist mir persönlich auch heute noch extrem wichtig. Deshalb lese ich immer noch viel und besuche Kurse und Seminare. Denn ich möchte mein Leben lang ein „Lernender“ bleiben!