Alle Beiträge von Walter Stuber

Allgemeine Themen / 4. August 2026

Was ich heute mache – und warum Loslassen die beste Entscheidung meines Lebens war

 

 

Dresden, 2026-05-28
Foto: SZ/ Veit Hengst

Immer wieder werde ich gefragt: „Walter, was machst du eigentlich heute?“

 

Eine berechtigte Frage.

Zum 31. Dezember habe ich meine Geschäftsanteile an der Gemeinhardt Service GmbH an meinen Sohn Ingolf übergeben. Nach vielen Jahrzehnten als Gesellschafter und Geschäftsführer begann für mich ein neuer Lebensabschnitt.

Viele Unternehmer träumen vom Loslassen.

Ich wollte ihn leben.

 

Loslassen heißt wirklich loslassen

 

Für mich bedeutet Unternehmensnachfolge nicht, jeden Tag anzurufen oder nachzufragen, wie es läuft. Loslassen heißt Vertrauen schenken.

Es heißt, dem Nachfolger die Chance zu geben, seinen eigenen Weg zu gehen – auch wenn er manches anders macht, als ich es gemacht hätte.

Heute, mehr als sieben Monate später, kann ich voller Dankbarkeit sagen: Es war die richtige Entscheidung.

Ich war seit der Übergabe nicht mehr im Unternehmen. Von meinem Sohn Ingolf und meinem ehemaligen Mitgesellschafter Dirk kamen nur wenige Rückfragen. Genau so hatte ich mir eine gelungene Übergabe vorgestellt.

Natürlich interessiert mich weiterhin, wie sich das Unternehmen entwickelt. Aber es ist heute ihr Unternehmen – nicht mehr meines.

Darauf bin ich stolz.

➡️ Mehr zum Thema Unternehmensnachfolge findest du hier: Es ist vollbracht

 

Warum ich heute Mastermind-Gruppen aufbaue

 

Ich habe in meinem Berufsleben Tausende Projekte begleitet und unzählige Unternehmer kennengelernt. Dabei ist mir eines immer wieder aufgefallen:

Viele kämpfen mit denselben Herausforderungen – nur jeder für sich allein.

Genau deshalb baue ich heute Mastermind-Gruppen auf.

Unternehmerinnen und Unternehmer treffen sich regelmäßig, sprechen offen über ihre Herausforderungen und profitieren von den Erfahrungen der anderen.

Das ist keine klassische Beratung.

Es ist kollegiale Beratung auf Augenhöhe.

Wer die Fehler anderer kennt, muss sie nicht selbst machen.

Und wer gute Ideen miteinander teilt, entwickelt sein Unternehmen oft deutlich schneller weiter.

➡️ Hier erfährst du mehr über meine Mastermind-Idee: Top-Mastermind

 

Unternehmer beraten – damit wieder Zeit zum Leben bleibt

 

Bereits zwischen 2003 und 2010 war ich als Unternehmensberater tätig.

Heute begleite ich wieder ausgewählte Unternehmerinnen und Unternehmer.

Nicht mit fertigen Patentlösungen.

Sondern mit Erfahrung aus fast fünf Jahrzehnten Unternehmertum.

Mein Ziel ist einfach:

Mehr Freizeit.

Bessere Strukturen.

Mehr Verantwortung im Team.

Und trotzdem steigende Umsätze und Gewinne.

Ein Unternehmen darf nicht vom Chef abhängig sein.

Es muss auch funktionieren, wenn der Unternehmer einmal zwei oder drei Wochen nicht erreichbar ist.

➡️ Mehr dazu findest du in meinen Beiträgen über Führung, Delegation und Unternehmertum.

Künstliche Intelligenz begeistert mich jeden Tag

Ich liebe es zu lernen.

Auch mit 65 Jahren.

Seit rund vier Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Künstlicher Intelligenz, Automatisierung, Prozessoptimierung und modernen Arbeitsabläufen.

Ich bin überzeugt:

KI ersetzt den Unternehmer nicht.

Aber sie kann ihm unglaublich viel Arbeit abnehmen.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben hier enormes Potenzial.

Wer heute beginnt zu lernen, wird morgen deutlich entspannter arbeiten.

➡️ Hier findest du meine Gedanken rund um KI und Digitalisierung.

Netzwerke verändern Menschen

 

Seit vielen Jahren nutze ich das internationale Unternehmernetzwerk BNI.

Natürlich entstehen dort Empfehlungen.

Viel wichtiger sind für mich jedoch die Begegnungen.

Menschen mit Ideen.Menschen mit Erfahrung.

Menschen, die bereit sind, einander weiterzuhelfen.

Ebenso wichtig sind mir mein Engagement bei Rotary und bei den Christlichen Motorradfahrern Sachsen.

Dort geht es nicht um Umsatz.

Dort geht es um Gemeinschaft, Verantwortung und darum, anderen Menschen zu dienen.

➡️ Mehr über mein Netzwerk und meine Erfahrungen findest du in meinen Beiträgen zu BNI, Rotary, FaktorC und den Christlichen Motorradfahrern.

Zeit mit Gundi – bewusster als früher

 

Früher stand das Unternehmen oft an erster Stelle.

Heute genieße ich die gemeinsame Zeit mit meiner Frau Gundi viel bewusster.

Unser Garten. Unsere Grundstücke. Ein gemeinsamer Kaffee. Ein Spaziergang.

Diese kleinen Momente haben für mich heute einen viel größeren Wert als früher.

Erfolg misst sich nicht nur in Zahlen.

Er misst sich auch in gemeinsamer Zeit.

Mein Glaube gibt mir Orientierung

 

Ich bin Christ.

Nicht nur am Sonntag.

Mein Glaube begleitet mich im Alltag.

Er prägt meine Entscheidungen.

Er erinnert mich daran, dankbar zu sein.

Und er motiviert mich, Menschen Mut zu machen.

Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch Begabungen bekommen hat.

Die entscheidende Frage lautet:

Was machen wir daraus?

➡️ Viele Gedanken dazu findest du in meinen christlichen Mutmacher-Beiträgen.

Was ich mir für die Zukunft wünsche

„Er war Unternehmer.“

Ich wünsche mir, dass Menschen sagen:

Walter hat Spuren in Menschen hinterlassen.

Das wäre für mich der schönste Satz, den man einmal über mein Leben sagen könnte.

Gastbeitrag / 21. Juli 2026

Ein Stasi-Mord in Thüringen und seine unerwarteten Folgen

Bild: Siloha-Hof

Gastbeitrag von Christian Schaube Mitgründer von SILOAH

Jörg, 21 Jahre jung, lebte in Erfurt, seine Eltern in Wahlwinkel, einem Dorf im Kreis Gotha.
Im Oktober 1987 erfuhr Jörg zufällig, von Stasispitzeln innerhalb der Thüringer Kirchenleitung.

Er rief seinen Vater an: „Papa, ich muss dir und unserem Pfarrer dringend was erzählen. Ich komme morgen heim!“ Am selben Abend wurde Jörg in seiner Wohnung ermordet. Zu seiner Beerdigung kam das Auto mit dem Sarg zu spät; dann ging alles sehr schnell. Jörg war das einzige Kind im Haus.

Von seiner Stasiakte fand man später nur noch den leeren Aktendeckel, der Inhalt war vernichtet. Zwei Wochen später kam ich als junger Diakonenschüler zum Gemeindepraktikum in das dortige Pfarramt. Ich lernte die frisch verwaisten Eltern kennen und konnte sie seelsorgerlich begleiten.

Später übernahm ich im Nachbardorf meine erste kirchliche Stelle als Kreisjugendwart. So wuchs eine Lebensfreundschaft zwischen uns als Familie und Jörgs Eltern, Herbert und Brünhilde. Sie wurden wie Großeltern für unsere 4 Söhne.

Als Herbert 2020 starb sagte Brünhilde zu mir: „Christian, irgendwann werde ich dir ja mal meinen Hof vererben.“ Meine Antwort hat Brünhilde völlig überrascht. Ich sagte: „Nein, Brünhilde, wenn ich den Hof später mal erbe, muss ich ihn verkaufen, weil wir als Familie schon ein Haus haben. Dann bin ich in unserer SILOAH-Gemeinschaft der Reichste und der Chef bin ich auch noch. Beides will ich nicht. Bitte schenk mir den Hof und seine Flächen und zwar sofort.“

Brünhilde war fast empört: „Du kannst dein Erbe wohl nicht früh genug kriegen?“ Dann berichtete ich ihr von meinem Traum, den ich seit Jahrzehnten im Herzen trug: Ich wollte „stiften gehen“…eine Stiftung gründen, als wäre ich ein reicher Unternehmer. Und Brünhilde als erste „Stiftsdame“ auf dem Stiftsgut sollte noch miterleben, was aus ihrem großen Vier-Seiten-Hof werden soll. So kam es dann. Sie schenkte mir den Hof, wir zahlten die Steuern und dann habe ich mit dem Hof die SILOAH-Stiftung errichtet. Brünhilde wird 90 und lebt noch heute in ihrem Geburtshaus zusammen mit einer jungen geflüchteten Familie. Einmal sagte sie nach allem Leid, das sie zu tragen hatte: „Christian, so gut ging es mir in meinem ganzen Leben noch nicht!“ Die Stiftung übernimmt alle Verwaltungsaufgaben, Versicherung, Reparaturen, Investitionen, Strom, Wasser, Müll, Heizung… und die Bewohner zahlen nur einen kleinen Monatsbeitrag.

Jetzt ganz aktuell suchen wir Unterstützung für einen neuen Wachstumsschritt: Das Nachbarhaus unmittelbar neben dem Stiftsgut, auch 1937 gebaut, soll verkauft werden. Wenn es uns gelingt, dieses Grundstück zu erwerben, wäre dort später Platz für eine Gemeinschaft in 2 Häusern mit 4 Wohnungen. Wir rechnen mit 170.000 € Kaufpreis und müssen das Haus dann noch sanieren.

SILOAH-Stiftung

Kreissparkasse Gotha
IBAN: DE09 8205 2020 0300 1016 51

Aus der jungen SILOAH-Stiftung soll ein „Gewächshaus“, eine Schule des gemeinsamen geistlichen Lebens in verschiedenen Generationen werden, die nur 15 Minuten von der Familienkommunität SILOAH entfernt ist. Möchte uns jemand beim Erwerb des Hauses helfen?

Ihr wisst ja, was sich nicht fügt, ist Unfug!

In Zuversicht und Hoffnung,

Christian Schaube 
pfarramt@siloah-hof.de
0173/6790751

Bildindex: Siloha-Hof

Gastbeitrag / 7. Juli 2026

Abschied von einem Stück Kindheit

Bild: Grit Beer

Manche Immobilien sind weit mehr als Grundstücke, Mauern und Dächer. Sie sind Erinnerungen, Geschichten und ein Teil der eigenen Lebensgeschichte.

So geht es mir mit einem alten Bauernhof in einem kleinen Dorf im Altkreis Döbeln, von dem ich mich nun schweren Herzens trennen muss.

Dort habe ich einen großen Teil meiner Kindheit verbracht. Fast jedes Wochenende, alle Ferien und viele besondere Momente verbinden mich mit diesem Ort. Ich bin mit Gartenarbeit, Tieren und dem Leben auf dem Land groß geworden. Schafe, Hühner, Enten und Hasen gehörten ganz selbstverständlich dazu. Mein eigenes kleines Beet war damals mein ganzer Stolz. Wenn ich es pflegen wollte, holte ich meine Gartengeräte aus einem kleinen Nebengebäude und machte mich an die Arbeit. Heute weiß ich, dass es sich dabei um das sogenannte Auszugshaus handelt.

Der Hof war jedoch weit mehr als ein Ort der Arbeit. Hier wurde Gemeinschaft gelebt. Geburtstage, Kirmes, Familienfeiern und viele andere Anlässe brachten die Familie zusammen. Meine Oma war dabei der Mittelpunkt. Sie schaffte es, Menschen zusammenzuhalten und machte diesen Ort zu einem Zuhause für mehrere Generationen.

Auch nachdem meine Eltern im Dorf ein eigenes Haus gebaut hatten, blieb die Verbindung bestehen. Über Jahrzehnte wurden weiterhin Tiere gehalten, Haus und Grundstück gepflegt. Alles zusammen bedeutete Verantwortung, Freude und eine tägliche Aufgabe.

Ich selbst konnte mich von diesem Hof nie wirklich lösen. Zu viele Erinnerungen hängen daran. Besonders der riesige Dachboden faszinierte mich schon als Kind. Dort stand ich oft und stellte mir vor, wie man diesen außergewöhnlichen Raum gestalten könnte.

Heute haben sich die Lebensumstände verändert. Meine Eltern sind inzwischen pflegebedürftig, und neben meinem eigenen Haus mit Grundstück ist die Verantwortung für insgesamt drei Anwesen dauerhaft nicht mehr zu bewältigen. Deshalb muss ich mich von diesem besonderen Ort verabschieden.

Erst durch die Gespräche mit Fachleuten wurde mir bewusst, dass diese alten Gebäude viel mehr sind als sanierungsbedürftige Häuser. Sie sind Zeitzeugen. Die Spuren früherer Generationen sind noch heute in den Balken, Wänden und Konstruktionen ablesbar. Es war faszinierend zu erleben, wie Experten die Geschichte eines Hauses nahezu wie aus einem offenen Buch lesen können. Auch bei der Einsicht der alten Bauakten im Kreisarchiv wurde vieles zur Entstehung im jetzigen Zustand klarer.

Dadurch habe ich den Hof noch einmal mit anderen Augen gesehen. Sein Charakter, seine Geschichte und sein Potenzial beeindrucken mich heute mehr denn je. Wenn ich dreißig Jahre jünger wäre und jemanden an meiner Seite hätte, der diese Vision mitträgt, würde ich dieses Projekt vermutlich selbst angehen. Doch jede Lebensphase hat ihre Zeit.

So bleibt ein weinendes Auge, weil ich mich von einem Stück Kindheit verabschiede. Gleichzeitig gibt es aber auch ein lachendes Auge. Ich hoffe, dass sich jemand findet, der die Geschichte dieses Hofes weiterführt, ihm neues Leben einhaucht und seinen besonderen Charakter wieder zum Strahlen bringt.

Lange Zeit habe ich den Denkmalschutz eher als Herausforderung betrachtet. Heute sehe ich darin die Chance, Geschichte zu bewahren und gleichzeitig von attraktiven Förder- und Abschreibungsmöglichkeiten zu profitieren. Gemeinsam mit dem Makler Ben Kaminski suche ich daher Menschen, die den besonderen Charakter dieses Hofes zu schätzen wissen und diesem außergewöhnlichen Ort eine neue Zukunft geben möchten. 

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: Immobilienscout24 

Grit Beer

Ganz Privat / 23. Juni 2026

Ein Lächeln für Josefine – und warum Henry uns Hoffnung schenkt

Bild: Walter Stuber

Manchmal gibt es Geschichten, die gehen direkt ins Herz.

Nicht, weil sie perfekt sind. Sondern weil Menschen trotz schwerster Umstände nicht aufgeben. Unsere Enkelin Josefine ist so eine Geschichte.

Kurz nach ihrer Geburt wurde bei ihr eine schwere Hirnhautentzündung diagnostiziert. Seitdem kämpft sie mit Epilepsie, motorischen Einschränkungen und schwerer Skoliose. Viele Dinge, die für andere Kinder selbstverständlich sind, sind für Josefine tägliche Herausforderungen.

Und trotzdem erleben wir als Familie immer wieder kleine Wunder:

ein Lächeln, eine Reaktion, ein Blick, neue Bewegungen, kleine Fortschritte. 

Jetzt gibt es neue Hoffnung:

Eine Delfintherapie auf Curaçao.
Diese Therapie kombiniert Wasser, Bewegung, Emotionen und tiergestützte Förderung. Ziel ist es, Mobilität, Konzentration, Wahrnehmung und Selbstvertrauen zu stärken. Viele Familien berichten von Entwicklungen, die vorher kaum vorstellbar waren.  

Mehr Informationen zur Delfintherapie auf Curaçao finden Sie direkt beim offiziellen Curaçao Dolphin Therapy Center (CDTC). Dort werden seit vielen Jahren Kinder und Erwachsene mit unterschiedlichsten Einschränkungen therapeutisch begleitet.

Natürlich weiß ich:

Es gibt bei Delfintherapien auch kritische Stimmen und wissenschaftliche Diskussionen über die langfristige Wirksamkeit.

Aber ich weiß auch etwas anderes:

Wenn man ein schwerbehindertes Kind in der Familie hat, dann lernt man, Hoffnung nicht vorschnell aufzugeben.

Und genau hier kommt Henry ins Spiel.
Vor einiger Zeit durfte ich auf meinem Blog einen Gastbeitrag über Henry veröffentlichen. Henry durfte selbst eine Delfintherapie erleben. Seine Familie berichtete von positiven Veränderungen, neuer Motivation und echter Hoffnung für den Alltag.  

Dieser Beitrag hat unsere Familie tief bewegt.

Denn plötzlich war da nicht nur Theorie.

Da war ein Kind.
Eine echte Geschichte.
Echte Eltern.
Echte Fortschritte.

Und genau daraus entstand die Idee:

Warum nicht auch Josefine diese Chance ermöglichen?

Als Opa und Oma werden wir selbstverständlich selbst spenden. Nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten.

Aber solche Therapien kosten viele tausend Euro und werden von den Krankenkassen nicht übernommen. 

Deshalb brauchen wir Menschen mit Herz.
Menschen, die sagen:

„Ich helfe mit.“
Jeder Betrag zählt.
Wirklich jeder.

Spendenkonto für Josefine 🐬

Empfänger: delfine therapieren menschen e.V.
IBAN: DE52 3005 0110 0020 0024 24
BIC: DUSSDEDDXXX
Bank: Stadtsparkasse Düsseldorf
Verwendungszweck: Josefine Enya Stuber

Weitere Informationen zu Josefine finden Sie auf http://Josefine-Stuber.de

Den Beitrag über Henry finden Sie hier:  Henrys Delfintherapie

Ich glaube fest daran:
Menschen können füreinander Hoffnung werden.
Nicht durch große Reden.

Sondern durch kleine Taten mit großer Wirkung. 
▶️ Helfen Sie mit, Josefine ein neues Stück Lebensfreude zu schenken?

Glauben / 9. Juni 2026

Was Leser mitnehmen – und was ich loslassen muss

Beim Lesen von „Herztöne – Lauschen auf den Klang des Lebens“ von Martin Schleske hat mich ein Satz im Vorwort getroffen. Nicht nett. Nicht poetisch. Sondern wahr.

Die Dinge können wahrgenommen, aufgenommen, angenommen werden. Aber man hat keinen Zugriff darauf. 

Genau das erlebe ich auch beim Schreiben. Und noch stärker beim Veröffentlichen meines Buches „Immer gut gerüstet – Mein Leben zwischen Baustelle und Bibel“.

Ein Buch entsteht nicht aus Kalkül. Nicht aus Strategie. Nicht aus Marketinglogik. Die inneren Worte lassen sich nicht konstruieren. Die Bilder nicht erzwingen.
Sie kommen – oder sie kommen nicht.

Ich habe mein Leben aufgeschrieben: Baustelle und Bibel. Führung und Zweifel. Erfolg und Brüche. Glauben mitten im Alltag.

Was Leser daraus machen, entzieht sich meiner Kontrolle.

Natürlich wünsche ich mir Rückmeldungen. Ich möchte wissen:

  • Welche Geschichte hat berührt?
  • Welcher Abschnitt hat etwas ausgelöst?
  • Wo hat jemand innegehalten?

Aber ich merke: Das Entscheidende passiert im Stillen. Im Inneren des Lesers.
Dort, wo ich keinen Zugriff habe.

Und das ist kein Mangel. Das ist eine geistliche Wahrheit.

Nicht ich wirke.
Nicht mein Buch verändert Herzen.
Ich säe. Gott wirkt.

Auch wenn ich nie erfahre, was jemand angenommen hat – Gott weiß es.
Er kennt den Weg des Lesers. Und er kennt meinen.

Loslassen gehört dazu.
Vertrauen auch.

Vielleicht ist genau das der tiefere Sinn von Büchern, die aus dem Leben geschrieben sind:
Sie gehen ihren eigenen Weg.
Wie ein Samen im Boden.

Und manchmal sieht man die Frucht.
Oft nicht.

Aber sie wächst trotzdem.