Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 18. Mai 2021

Ist ein Nachtrag im Gerüstbau gerecht?

Nachtrag

Ist ein Nachtrag im Gerüstbau gerecht?

Wer das günstigste Gerüst anbietet, der bekommt den Auftrag! Das ist in achtzig Prozent der Fälle so. Daran hat sich seit den 1980er Jahren, als ich meine Berufslaufbahn im Gerüstbau begonnen habe, nichts geändert! Leider! Es zeigt, dass öffentliche, private und gewerbliche Auftraggeber in mehr als dreißig Jahren nichts dazu gelernt haben: Das günstigste Angebot ist das Beste!

Dabei wird oft außer Acht gelassen, dass Gerüste vor allem eins sein bieten müssen: Sicherheit für die Menschen, die darauf arbeiten! Ich frage mich, wie viel ist manchem Auftraggeber ein Menschenleben wert? Es liegt auf der Hand: Wenn ich Gerüste anbiete, die den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen, ist das aufwändig und kostet mehr.

Von Walter Stuber

Hauptsache: Billig!?

Das ist ein Grund, warum wir uns nicht mehr um öffentliche Aufträge bewerben. Viel zu oft haben wir in den Absageschreiben gelesen, dass wir kein „wirtschaftliches Angebot“ abgegeben hätten! Was bedeutet „Wirtschaftlichkeit“, wenn es um die Sicherheit von Menschen geht? Für mich gibt es da kein Entweder/Oder! Unsere Gerüste müssen sicher sein. Punkt! Deshalb haben wir in unserem Unternehmen die Projektleiter nie dazu angehalten Aus- und Weiterbildungen zum Nachtrags-management zu machen. So etwas gibt es bei uns nicht!

Wir geben einen auskömmlichen, fairen und in den meisten Fällen pauschalen Preis in unseren Angeboten an. Der Kunde kann damit rechnen und sicher sein, dass die Gerüstbau-Arbeiten am Ende der Bauzeit sich nicht verdoppelt oder verdreifacht haben. Hin und wieder kommt es auch mal vor, dass es einen Nachtrag gibt, wenn sich Veränderungen in Absprachen, Vorplanungen oder den Bauabläufen ergeben. Aber wir planen so etwas nicht schon in der Angebotsphase mit ein.

Qualität hat ihren Preis

Wir sind öfters mit unseren Angeboten gegenüber unseren Gerüstbau-Mitbewerbern zwischen zehn und dreißig Prozent teurer. In den Auftragsverhandlungen fragen wir dann gezielt, was wir von dem, was wir anbieten, weglassen dürfen/sollen, um näher an den günstigeren Preis heranzukommen. Dieses „Weglassen“ darf aber nie auf Kosten der Sicherheit gehen.

Die meisten unserer Kunden schätzen unsere Offenheit und Ehrlichkeit! Mit vielen haben wir langjährige Geschäftsverbindungen, teils sogar auf freundschaftlicher Basis. Sie vertrauen uns und wir kommen ins Geschäft. Wir haben aber auch schon erlebt, dass Kunden ein anderes, auf den ersten Blick günstigeres Angebot, angenommen haben. Nicht selten kamen sie mit dem nächsten Auftrag wieder zu uns zurück, weil sie gemerkt hatten, dass wir Sicherheit und Qualität bieten.

Arbeitssicherheit an allererster Stelle

Ich wünsche mir, dass ein Umdenken stattfindet und Auftraggeber von Gerüstbau-Leistungen nicht nur nach dem billigsten Angebot suchen, sondern dass an erster Stelle die Sicherheit steht. Die Einhaltung der Technischen Regeln für Betriebssicherheit TRBS 2121 sollte immer eingefordert werden! Gerüstbauunternehmen müssten meiner Meinung nach dazu verpflichtet werden, Pauschalverträge anzubieten, damit jegliches Nachtragsmanagement ausgeschlossen wird.

Für mich steht die Sicherheit derjenigen, die auf dem Gerüst arbeiten, immer an allererster Stelle. Wir halten uns jederzeit an alle Vorgaben des TRBS 2121, auch wenn wir aufgrund höherer Kosten den ein oder anderen Auftrag nicht bekommen. Aber, glauben Sie mir: Ich kann dadurch besser und ruhiger schlafen!

Allgemeine Themen / 11. Mai 2021

Je erfolgreicher desto einsamer?

Je erfolgreicher desto einsamer

Je erfolgreicher desto einsamer? Auf der Suche nach dem besten Freund 

Von Walter Stuber  

„Ich rufe diese Woche fünf Menschen an, mit denen ich seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Was machst Du Besonderes diese Woche?“ Vor ein paar Wochen habe ich diesen Post bei Facebook und WhatsApp eingestellt. Für mich war es eine Art Experiment. Ich wollte herausbekommen, ob Bekannte, die sich schon lange nicht mehr bei mir gemeldet haben, von sich aus anrufen würden.  

Das Ergebnis: Nicht einer rief an, obwohl ich ein großes Netzwerk habe. Schade. Aber immerhin hatte ich fünf interessante Telefongespräche, denn was ich ankündige, das mache ich auch. Auslöser für diese Aktion waren Gedanken, die ich mir rund um das Thema Freundschaft gemacht habe. Was macht einen guten Freund aus? Und wer ist mein bester Freund? 

Miteinander durch dick und dünn  

In meiner Kindheit war Otto derjenige, mit dem ich am meisten Zeit verbracht habe. Später kam dann Andreas mit dabei. Nach der Grundschule trennten sich leider unserer Wege, weil sie in andere weiterführende Schulen gingen als ich. Als Jugendlicher war ich viel mit Harald unterwegs. Aber auch diese Freundschaft verlief irgendwann im Sand, weil wir beruflich unterschiedliche Wege gingen.  

Seitdem war und bin ich auf der Suche nach einem Freund, mit dem ich durch dick und dünn gehen kann. Manchmal dachte ich, dass ich jemanden gefunden hätte, der mein Sparringspartner sein könnte, wie früher Otto und Harald. Aber dann wurde mir klar, dass derjenige nur darauf aus war mir irgendetwas zu verkaufen oder meine Kontakte für seine Belange zu nutzen.  

Echte Unterstützer  

Was ein Glück, dass ich vor einigen Jahren meinen christlichen Glauben wiederentdeckt habe und dass ich weiss, dass die Aussage „Jesus ist dein Freund“ keine Floskel ist. Mit ihm kann ich über meine Sorgen, Nöte und Freunden im Gebet sprechen. Aber ein echter Freund auf Erden, der mir mal ermutigend auf die Schulter klopft, der wäre trotzdem schön.  

Sicher, ich habe Menschen, die mich eng begleiten und auch für mich da sind. Dirk Eckart www.dirk-eckart.de , mein Kompagnon, ist zum Beispiel. Mit ihm kann ich vieles besprechen. Auf geschäftlicher Ebene verstehen wir uns blendend. Was unser Privatleben angeht, ticken wir völlig anders. Deshalb hat sich auch keine klassische „Männerfreundschaft“ bei uns entwickelt. Aber so wie es ist, ist es gut! 

Soziale Netzwerke sind kein Ersatz 

Meine Beobachtung: Unternehmer*innen und Führungskräfte werden, je erfolgreicher sie sind, nach Feierabend schnell zu einsamen „Wölfen“. Sicherlich gibt es dafür ganz unterschiedliche Gründe. Manche kommen gut ohne echte Freunde aus. Anderen fehlt jemand, der Freude und Leid mit einem teilt. Ich gehöre eindeutig zur zweiten Gruppe.  

Ich bin viel in den sozialen Netzwerken unterwegs, das ist meine Art den fehlenden Kumpel in meinem realen Leben wenigstens ein wenig zu kompensieren. Wohlwissend, dass das nicht funktionieren kann! Vielleicht muss ich „Freundschaft“ für mich neu definieren und meine Erwartungen an einen „besten Freund“ überdenken, damit ich irgendwann doch noch einen echten Gefährten finde. 

? Wie haben Sie Ihren besten Freund/beste Freundin gefunden?  

Wenn Sie auf der Suche nach echter Freundschaft sind: Was tun Sie dafür, fündig zu werden?  

Was tun Sie gegen das Gefühl der Einsamkeit, trotz der Menschen, die sie umgeben? 

Ich freue mich auf Ihren Kommentar oder Ihre Mail!  

Allgemeine Themen / 27. April 2021

Mein „Warum“: Wissen weitergeben, Menschen helfen

Warum

„Warum bin ich auf dieser Welt? Was will ich bewegen?“ Um ein erfolgreicher Unternehmer zu sein, der visionär denkt und als Mensch und Christ, der verantwortungsvoll auf dieser Erde leben will, muss ich diese Fragen für mich geklärt haben. Wenn ich mein „Warum“ kennen, will ich alles daransetzen, dass ich es auch umsetze.

Das ist mein „Warum“ : Ich möchte mein unternehmerisches und privates Wissen jetzt und über meinen Tod hinaus weitergeben. Mit diesem Wissen und ganz praktischer Unterstützung will ich Menschen helfen.

Von Walter Stuber

Werbung in eigner Sache oder Business-Tipps

Eine Möglichkeit das zu erreichen bieten die sozialen Medien. Ich kommentiere, schreibe, rate in vielen Gruppen. Das kommt nicht immer gut an. Bei Facebook bin ich zum Beispiel in einer Gerüstbauer-Gruppe. Dort hat man mir schon öfters unterstellt, dass ich mit meinen Kommentaren nur Werbung machen wollte für mein Unternehmen.

Mir geht es aber nur darum zu zeigen, was wir im Laufe der Jahre – teilweise durch bittere Erfahrungen – gelernt und umgesetzt haben. Davon sollen andere profitieren. Vor einiger Zeit hatte ich gepostet, dass bei uns Mitarbeiter einen Bonus bekommen, wenn sie nicht rauchen und wenig oder gar nicht krank waren. Das hat sich bei uns bei uns bewährt. Danach habe ich entdeckt, dass andere Gerüstbauunternehmen das übernommen haben. Genau das entspricht meinem „Warum“ und es freut mich, wenn meine Anregungen angenommen werden.

Mein Einsatz für andere

Ich unterstütze und helfe gerne, auch ohne, dass ich darum gebeten werde. Zum Helfen brauche ich keinen direkten Auftrag. Das wird nicht immer wahrgenommen oder manchmal merke ich, dass es Menschen nicht recht oder unangenehm ist, wenn ich mich für sie einsetze. Damit muss ich leben.

Ich liebe den Gerüstbau und als Christ unterwegs zu sein. Diese doppelte Begeisterung will ich mit anderen teilen und da helfen, wo es nötig ist. Mal finanziell, mal mit einem ermutigenden Wort und mal mit einem Ratschlag. An erster Stelle steht bei mir immer der Mensch, den ich unterstützen möchte. Wenn der ein oder andere darin eine „Werbemasche“ sieht, kann ich das leider nicht ändern

Allgemeine Themen / 20. April 2021

Früher „No-Go“ – heute Corona-Alltag: Geschäftliche Meetings abends und am Wochenende! Ich mache nicht mit!

Meetings

Mein Arbeitstag beginnt seit vielen Jahren morgens um 7 Uhr und endet normalerweise um 15 Uhr. Das bedeutet nicht, dass ich nachmittags faul auf der Couch liege. So mancher würde das, was dann in meinem Terminplan steht, auch als „Arbeit“ bezeichnen. Für mich sind Kontakte knüpfen, Menschen bei ihrer Weiterentwicklung unter die Arme greifen und im Internet unterwegs sein, so etwas wie ein Hobby.

Natürlich gab es früher auch mal Abendtermine, ganz selten welche am Wochenende. Seit durch die Corona-Pandemie die persönlichen Geschäftstermine von Zoom-Meetings abgelöst wurden, bekomme ich immer öfter Anfragen für Video-Konferenzen wochentags zwischen 16.00 und 22.00 Uhr. Wenn ich daran denke, dass ich sowieso schon acht Stunden vor meinem PC verbracht habe und dann auch noch Nachmittag- und Abendstunden dort verbringen soll, um Absprachen zu treffen, dann wehrt sich in mir alles und deshalb nehme ich solche Termine nicht mehr an!

Von Walter Stuber 

Pausen müssen sein!

Tatsächlich schreckt so mancher Geschäftspartner auch nicht davor zurück am Samstag oder Sonntag zwischen 10.00 bis 17.00 Uhr zur Besprechung per Zoom einzuladen. Vielleicht denkt derjenige, dass man das doch „mal eben“, bequem von zu Hause aus, machen kann. Man muss ja schließlich nicht weg.

Aber was ist mit dem Familienleben? Mit der Work-Life-Balance? Irgendwann muss doch auch mal Pause sein! Auf Dauer hält das niemand aus, ständig gefordert zu sein. Immer Arbeiten macht kaputt! Der Sonntag war ja mal als Ruhetag gedacht. Nicht ohne Grund! Auch Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen mal Pause! Ich genehmige mir notwendige Auszeiten!

Meine Forderung: Kernzeiten für Video-Konferenzen

Wie wäre es, wenn Unternehmer mit ihren Kunden (und umgekehrt) Videokonferenzen nur werktags zwischen 10.00 und 15.00 Uhr ansetzen würden? Davor und danach kann jeder seinen Tag individuell gestalten. Mein Apell: Keine Zoom-Meetings wochentags bis in die späten Abendstunden und keine Termine am Wochenende!

Das Leben ist mehr als Geld verdienen und Wachstum meines Unternehmens! Ich habe begriffen, dass ich nicht mehr überall mitmischen muss. Es ist viel wichtiger, meinen Werten und Wünschen treu zu bleiben, meine verrückten Ideen und Ziele zu verfolge und sie Stück für Stück umsetze, damit andere Menschen glücklicher werden! Das funktioniert nur, wenn ich mit meinen Kräften haushalte und Pausen mache.

Mein Tipp:

Schwimmen Sie nicht einfach mit dem Strom, sondern haben Sie Mut Grenzen zu ziehen, wenn es um Termine nach Ihrem Feierabend und am Wochenende geht. Sie haben das Recht auf Entspannung und ein Privatleben.

Nehmen Sie sich bewusst Pausen vom Unternehmeralltag und vergessen Sie die Angst, Sie könnten einen wichtigen Geschäftsabschluss verpassen, weil Sie an einem Meeting nicht teilnehmen! Möglicherweise gibt es viel bessere Möglichkeiten für Sie, die Sie noch gar nicht im Blick haben! Und in jedem Fall wird es Ihrem Körper guttun, wenn er sich mal ausruhen kann!

Allgemeine Themen / 13. April 2021

Umweltschutz fängt beim Einkaufen an!

Umweltschutz

Mehr als die Hälfte der Fläche von Sachsen wird landwirtschaftlich genutzt. Meine Wahlheimat Mittelsachsen nennt man sogar „Die Kornkammer Sachsens“. Die guten Böden sorgen schon seit Jahrhunderten für ertragreiche Ernten. Das prägt unsere Landschaft. Früher konnte man überall große Getreidesilos sehen. In den letzten Jahrzehnten wurden sie oft durch flache Fahrsilos ersetzt, die besser zu befüllen sind.

Und noch etwas gehört zum von der Landwirtschaft geprägten Sachsen: Die Hügel mit Autoreifen auf den Feldern. Dort wird Grünfutter und Mais gelagert. Die Reifen dienen zum Beschweren der isolierenden und schützenden Plastikplanen. Aber Moment mal! Plastik und Altreifen auf den Feldern? Da wo irgendwann wieder Getreide, Mais angebaut werden sollen? Was ist mit Schadstoffen, die ins Grundwasser gelangen können?

Von Walter Stuber

Obst und Gemüse der Saison

Die Wasserbehörden werden das im Blick haben. Für mich ist das ein gutes Beispiel dafür, wie eng Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz miteinander verknüpft sind. Natürlich hat jeder an seinem Platz Verantwortung zu tragen, dass unsere Schöpfung bewahrt wird. Das sollte auch Auswirkungen auf mein Konsumverhalten haben. Wenn ich Obst, Gemüse, Getreide, das umweltbewusst angebaut wurde oder Fleisch essen möchte, das nicht aus Massentierhaltung stammt, muss ich bereit sein mehr dafür zu bezahlen.

Es spielt auch eine Rolle, was ich kaufe! Früher war klar, dass es Erdbeeren und Spargel ab Mai gibt. Heute kann ich beides das ganze Jahr über kaufen, eingeflogen z.B. aus Peru. Was für eine Umweltbelastung! Muss ich wirklich immer alles zur Verfügung haben, was ich gerne esse? Kann ich nicht auch mal verzichten? Ich bin mir sicher, durch den Verzicht, lerne ich das Produkt wieder viel mehr zu schätzen! Deshalb finde ich es sinnvoller, wenn sich mein Speiseplan mehr nach den saisonalen Angeboten richtet.

Hofladen statt Discounter

Ich möchte bewusster, umweltfreundlicher leben und lieber regionale Produkte kaufen. Am besten direkt vom Erzeuger oder in einem Hofladen, wie der auf Gut Gadewitz in der Nähe von Döbeln, wo Maja Horlacher Regionales anbietet. Sie kennt alle Produzenten ihrer Lebensmittel persönlich und legt wert auf Qualität und Nachhaltigkeit.

Mit dem Kauf in solchen Hofläden oder direkt beim Erzeuger, leiste ich einen kleinen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz. Und nicht zu vergessen unterstütze ich damit letztendlich auch unsere Landwirte! Auf dass Mittelsachsen noch lange seinen Ruf als „Kornkammer Sachsens“ gerecht werden kann!

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Wie können Sie Ihren Beitrag zu Umwelt- und Naturschutz leisten?

Auf was wollen Sie – der Umwelt zu Liebe – verzichten?