Allgemeine Themen

Allgemeine Themen / 27. Februar 2018

100% Herausforderung!

von Walter Stuber

Familien-Winterurlaub an der Ostsee. Das hatten wir kurzfristig im Februar eingeschoben. Schöne Gegend, kalter Wind und viele Spaziergänge. Eigentlich wäre das Erholung pur für mich gewesen – aber mit  zwei Enkelkindern im Alter von fünf und acht Jahren, sah alles ganz anders aus. Es wurde ihnen immer ganz schnell langweilig! Das konnte dann für alle sehr unangenehm werden.

Mitten in so einer Situation, fielen mir Momente aus meiner Kindheit ein. Ich konnte das nämlich auch sehr gut: Nerven und Ärger machen! Ganz genau erinnere ich mich an eine Begebenheit als ich 10 Jahre alt war. Zusammen mit meinen Eltern war ich auf einem Ausflug mit den Landfrauen in Kufstein. Um die Mittagszeit hatte ich einen Riesenhunger. Wir saßen schon am Tisch in einer Gastwirtschaft. Alle um mich herum hatten schon ihr Essen serviert bekommen. Aber ausgerechnet meine Pommes wurde nicht gebracht! Ich wollte nicht mehr warten und habe richtig Rabatz gemacht! Meine Mutter sagte damals ganz ruhig zu mir: „Hoffentlich bekommst du diese Ungezogenheit hundertfach von deinen Kindern zurück!“

Vergangenheit und Gegenwart

An diesen bösen Satz habe ich jahrzehntelang nicht mehr gedacht. Die Trotzphasen bei unseren Kindern habe ich nämlich nicht miterlebt, denn als ich meine Frau Burgunda heiratete, waren sie schon 11, 12 und 15 Jahren. Bis dahin hatte meine Frau schon beste Erziehungsarbeit geleistet!  Aber jetzt, im Urlaub, mit den zwei Enkelkindern, hatte ich die Worte meiner Mutter wieder deutlich im Ohr. Hin und wieder dachte ich sogar, dass ich es jetzt nicht nur hundertfach, sondern sogar tausendfach zurückbekomme!

In unseren Familien-Urlaubstagen an der eiskalten Ostsee musste ich an die Flüchtlingstracks 1944/45 denken. Für Tausende ging es mit Karren über die zugefrorene See Richtung Westen. Sicher waren auch viele Kinder im Alter meiner Enkel dabei. Ob die damals wohl auch so aufgedreht waren? Hatten sie auch „keine Ohren“, also haben sie nicht auf das gehört, was man ihnen gesagt hat? Waren sie ebenfalls mit nichts zufrieden und kannten keine Dankbarkeit? Für mich steht fest: Mit solchen Einstellungen hätte niemand diese Zeit überlebt!

Was ist los mit der Generation Z?

Die Geburtenjahrgänge 2000 bis 2015 gehören zur sogenannten Generation Z  https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Z . Woran liegt es, dass die Erziehung dieser Kinder immer schwieriger zu werden scheint?

Wissenschaftler betonen, dass Kinder heute von Anfang mit der virtuellen Welt vertraut sind. Smartphones und Tablets sind schon für Kleinkinder völlig normal und gehören zu ihrem Alltag. Sie schauen damit  z.B. Videos oder hören Musik.

Vieles ist schnell zu haben, zu erreichen. Das alles beeinflusst die Entwicklung und den Lebensstil ungemein! Es heißt, diese Generation hätte auch ein starkes Selbstbewusstsein! Sind sie deshalb so quirlig und ohne Ruhe?

Vielleicht liegt aber auch vieles an uns, den Eltern oder Großeltern, die ja immer wollen, dass es ihren Kinder bzw. Enkeln einmal besser gehen soll, als ihnen selber. Gibt es deshalb weniger Grenzen und wird mehr erlaubt?

Tipps zur Entschleunigung

Ich mache mir wirklich Gedanken darüber, wie es mit den folgenden Generationen weitergehen kann! Was müssen wir heute schon ändern?

Nach dem turbulenten Enkelurlaub habe ich zumindest schon mal eine kleine Idee, was wir als Großeltern und Eltern für unsere (Enkel-)-Kinder tun können:

  • Gönnen wir der Generation Z (und uns) Ruhezeiten: Fernsehen und Internet bewusst für eine gewisse Zeit ausschalten! Warum nicht einfach mal „nur“ da sitzen und in die Gegend schauen? Auch Vorlesen, Geschichten von früher erzählen, malen oder basteln kann Ruhe bringen.
  • Gehen Sie mit den Kids raus! Entdecken Sie gemeinsam die Natur. Bewegung in der frischen Luft tut allen gut! Kindern, die unausgeglichen sind umso mehr!

Das sind kleine Alltagsauszeiten, die helfen können aus dem Hamsterrad herauszukommen. Allerdings kann es gut sein, dass die Kinder erst lernen müssen, ohne Handy, TV, Internet und Co auszukommen. Deshalb steigern Sie langsam die „Auszeiten“. Irgendwann werden sie dann selbstverständlich dazugehören.

Wichtig ist, dass wir Erwachsenen gute Vorbilder für die nächste Generation sind!

 

 

 

Allgemeine Themen / 30. Januar 2018

Alter Zopf oder Lebensweisheit?

von Walter Stuber

Das Jahr 2018 hat irgendwie schon volle Fahrt aufgenommen. Weihnachten und Silvester scheinen Lichtjahre entfernt zu sein. Dabei sind gerade mal ein Wochen vergangen. Gerne denke ich an die Tage „zwischen den Jahren“  zurück, die ich bewusst genutzt habe um mit meinen Enkeln zusammen zu sein.

Mit Ian-Ben, 8 Jahre, war ich stundenlang in der Werkstatt und habe ihm die unterschiedlichen Werkzeuge erklärt. Dann kam die praktische Arbeit: Vogelhäuschen bauen. Voller Stolz legte er den Zollstock an und zeichnete die Bretter zum Sägen an. Nach dem Sägen habe ich ihm gezeigt, wie er mit dem Akkuschrauber die markierten Löcher bohren musste um dann anschließend die Bretter zu verschrauben. Mit Eifer hat Ian-Ben gearbeitet und war stolz über das Ergebnis. Es hat ihm richtig Spaß gemacht mit Opa zu werkeln!

Kinder müssen in Haus und Garten helfen

Schon mit unseren Kindern habe ich gerne in der Werkstatt gearbeitet. Ich habe ihnen verschiedene Arbeitsschritte gezeigt. Vor allem sollten sie viel selber ausprobieren. Meistens waren sie mit Freude dabei. Aber manchmal fehlte auch der Spaß. Meist dann, wenn sie etwas fertig machen mussten, aber eigentlich keine Lust mehr hatten. Klar war, dass alle in Haus und Garten mithelfen mussten. Damit konnten sie ihr Taschengeld aufbessern. Für jede Tätigkeit auf dem Tagesplan gab es eine DM. Später sogar 2, sodass alle drei locker auf 10 DM extra pro Woche komme konnten.

Zusatzaufgaben waren auch gegen Sonderzahlungen möglich. Unsere Sindy hat zum Beispiel gebügelt, die Spülmaschine ein- und ausgeräumt oder Schuhe geputzt. Unsere Söhne haben den Hof gefegt oder Brennholz gemacht. Es waren immer nur Arbeiten, die maximal eine halbe Stunde gedauert haben. Ich weiß, dass die Drei manchmal gestöhnt haben, dass sie helfen mussten. Aber ich bin mir sicher, dass sie dadurch viel gelernt haben. Nicht zuletzt was den Umgang mit Geld betrifft. Ihnen war klar: Will ich mir was kaufen, muss das Geld dafür da sein. Wenn sie nicht so viel gespart hatten, mussten sie eben etwas dazu verdienen und erstmal abwarten.

Taschengeld ohne Gegenleistung

Heute bekommen die meisten Kinder ihr Taschengeld ganz ohne Gegenleistung. Finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben, ist für sie selbstverständlich. Da wundert es nicht, dass so mancher mit 18 meint, dass er ein eigenes Auto haben muss obwohl kein eigenes Einkommen da ist. Wer soll die Kosten tragen? Natürlich die Eltern.

Das gäbe es bei mir nicht!  Ausnahme wäre, wenn Sohn oder Tochter schon durch Ferienarbeit oder andere Jobs, Geld gespart hätte für ein Auto und den Unterhalt und es nötig brauchen würde. Dann würde ich auch etwas dazugeben!

Der alte Satz stimmt immer noch: Was nichts kostet, ist nichts wert! Bekommt man einfach so etwas geschenkt, dann ist die Gefahr groß, dass man es gar nicht wertschätzt. Wenn ich allerdings etwas dafür tun und sparen muss, dass ich mir z.B. einen fahrbaren Untersatz leisten kann, dann gehe ich damit ganz anders um.

Tipps nicht nur für Eltern und Großeltern!

+ Fangen Sie schon früh damit an Ihren Kindern/Enkeln klar zu machen, dass man nicht immer alles sofort haben kann und dass man auch mal sparen muss, um sich etwas kaufen zu können.

+ Machen Sie mit den Kindern einen „Masterplan“ in dem Sie altersentsprechende Tätigkeiten in Haus und Garten für sie eintragen: z.B. den Mülleimer leeren, Spülmaschine ausräumen, Blumen gießen, Unkraut jäten, usw. und vereinbaren Sie dafür einen kleinen Betrag zum Taschengeld aufbessern.

An der Stelle sei auch erwähnt, dass es vorteilhaft ist, Kinder schon früh zum Kochen und Backen zu ermutigen. Je eher sie anfangen, desto besser kommen sie später zurecht! Nicht umsonst heißt eine altes Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“

Trotzdem: Ausgelernt gibt es nicht!

Allerdings sei hier deutlich gesagt: Das Sprichwort betrifft die sozialen Kompetenzen und den Umgang mit Geld, die schon von Kindesbeinen an eingeübt werden sollten! Sonst wiederspräche ja meinem eigenen Leitspruch „Ausgelernt gibt es nicht!“

Auch „Hans“ kann noch kräftig Neues lernen. Das beweisen die vielen Senioren, die sich an Unis einschreiben und ihr Studium erfolgreich abschließen. Dazu hier ein interessanter Artikel aus Focus Online:

https://www.focus.de/familie/lernen/macht-sport-schlau-20-irrtuemer-uebers-lernen_id_2716833.html.

Ich wünsche Ihnen als Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten Freude beim Weitergeben von Basiswissen und Werten an die Kinder und Jugendlichen!

Allgemeine Themen / 16. Januar 2018

5 Tipps für „Abnehm-Willige“

Von Walter Stuber

Glaubt man den Umfragen, dann nimmt am Ende eines Jahres sich jeder Zweite etwas für das Neue vor. Abnehmen. Mehr Sport treiben. Gesünder leben. Das steht auf der Wunschliste ganz oben. 2018 ist erst ein paar Wochen „alt“ und bei den meisten ist aus den guten Vorsätzen nichts geworden. 80%  die etwas verändern wollten, scheitern. So konnte man es jetzt in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung lesen: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/medizin-schluss-mit-den-guten-vorsaetzen-zum-jahresbeginn-1.3812278.

Die Kluft zwischen Wunsch und Realität eine Veränderung im Leben oder bei Verhaltensweisen durchzuziehen, ist oft tief! Das habe ich selber erlebt.

Vor einiger Zeit musste ich aus gesundheitlichen Gründen mein Gewicht drastisch reduzieren. Ich hatte keine andere Wahl, wenn ich weiter ein ganz normales Leben führen wollte, musste ich abnehmen.

Erst der Erfolg, dann die Ernüchterung

Eisenhart habe ich das durchgezogen und innerhalb von eineinhalb Jahren 55 Kilo abgenommen. Was war ich stolz auf meine Leistung! Leider habe ich mich dann – im wahrsten Sinne des Wortes – auf diesem Erfolg ausgeruht.

Schnell habe ich nicht mehr so genau auf meine Ernährung geachtet, bin nicht mehr regelmäßig zum Sport, habe anstatt Spaziergänge zu machen, mich auf die Couch gesetzt und gelesen. 18 Kilo hatte ich dadurch schnell wieder mehr auf der Waage. Die wieder runter zu bekommen, fiel schwerer als die 55 zuvor!!!

Neustart mit noch mehr Disziplin und List

Seit ein paar Wochen (nicht erst zum Jahreswechsel!)  habe ich mir vorgenommen,  meine Fitness und Ernährung wieder im Blick zu haben, damit es mir rund um gut gehen kann. Das bedeutet zum Beispiel, dass ich möglichst auf Kohlehydrate verzichte. Außerdem versuche ich mich selber zu überlisten, damit ich nicht mehr esse, als gut für mich ist.

 

Ich benutze, wenn möglich, für jede Mahlzeit einen kleinen, roten, flachen Teller. Da passt schon mal keine riesige Portion drauf. Bei Gerichten mit Soßen ist der Vorteil, dass ich von dieser kalorienhaltigen und meist fetten „Beilage“ nicht viel nehmen kann,  denn sonst würde alles heruntertropfen. Die Farbe Rot bewirkt bei mir, dass ich mich schneller satt fühle.

Vom „Schnell-Esser“ zum „Zeitnehmer“

Ich esse jetzt wieder ganz bewusst und langsam. Das ist für mich besonders schwierig, weil ich schon immer ein „Schnell-Esser“ war. Von Kindesbeinen an wurde ich von meinem Vater, der Landwirt war, dazu angehalten nicht beim Essen zu trödeln. Er wollte nämlich, dass wir unverzüglich wieder an die Arbeit, z.B. aufs Feld, gehen. Das hat mich mein Leben lang geprägt und bestimmt.

Deshalb muss ich mir vornehmen, dass ich mir Zeit zum Essen einräume. Ein Prozess, an dem ich arbeite. Ich merke, es funktioniert immer besser. Bücher, Smartphone und Tablet müssen für mich beim Essen tabu sein. Es lenkt zu sehr ab. Ein „echter“ Gesprächspartner dagegen verhilft mir zu einer entspannten Atmosphäre, bei der ich mein Essen genießen kann. Dadurch bekommt es mir besser und ich werde tatsächlich auch schneller satt. Außerdem ist das gemeinsame Essen unendlich wertvoll um Beziehungen zu Geschäftspartnern, Kunden und Freunden zu pflegen!  Mehr dazu habe ich in diesem Blogbeitrag geschrieben:  http://bni-blog.de/de/Blog/Nie-alleine-essen-gehen

Herausforderung: Buffet

Absolute Disziplin verlangt von mir ein reichhaltiges Buffet! Von meiner schwäbischen Prägung her ist das die Einladung schlechthin, mich so richtig satt zu essen! Dieser Herausforderung muss ich mich sogar mehrmals wöchentlich stellen! Denn die meisten Netzwerktreffen, die ich besuche, bieten ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Nur: Wenn ich am Morgen schon über 1000 Kalorien zu mir nehme, bleiben mir für den Rest des Tages nur noch 500 – 700. Die kommen schnell zusammen. Also muss ich sehr genau darauf achten, was  ich mir vom Buffet nehme. Sonst ist er Frust am nächsten Tag vorprogrammiert, wenn die Kilozahl auf der Waage sprunghaft nach oben angestiegen ist.

So wird das Abnehmen leichter

Falls Sie sich zum Jahreswechsel entschieden haben, Ihr Gewicht zu reduzieren, dann mache ich Ihnen Mut, das mit Konsequenz anzugehen, ohne die nötige Leichtigkeit und vor allem den Humor zu verlieren!

Hier ein paar Tipps:

*Finden Sie Ihre persönlichen Tricks, wie Sie weniger essen und trotzdem nicht hungrig sein müssen. Bei mir ist es  zum Beispiel der rote Teller.

* Essen Sie nicht nebenbei, sondern machen Sie es zu einem Programmpunkt in ihrem Tagesablauf. Essen Sie langsam und lernen Sie das Genießen der Speisen neu.

* Verzichten Sie auf Ablenkungsmanöver in Form von Smartphone, Tablet, TV, Buch oder Zeitung beim Essen.

* Entdecken Sie neu in Gesellschaft ein Essen einzunehmen und Kontakte zu pflegen.

* Widerstehen Sie dem Impuls bei Buffets alles auf den Teller zu legen, was sie gerne mögen. Wählen Sie bewusst aus. Dann gibt es kein böses Erwachen beim nächsten Wiegen.

 

Ich wünsche Ihnen – und mir – viel Erfolg, dass aus dem Wunsch gesünder zu leben, mit weniger Kilos auf den Rippen, Wirklichkeit wird!

 

Allgemeine Themen / 12. Dezember 2017

3 Dinge braucht ein erfolgreicher Blog

Blog

von Walter Stuber

Ideen. Zeit. Wortgewandtheit. Das sind wichtige „Zutaten“ um einen Blogartikel zu schreiben, der Leser erreicht und Verbreitung findet. Klingt einfach! Ist es aber nicht!

Denn erstmal muss ich als „Blogger“ das alles zur Verfügung oder es drauf haben.

 Ideen – Gut, daran mangelt es mir nicht. Meine Themen finde ich mitten im Alltag. Beim Zeitunglesen, Nachrichten hören, durch Gespräche mit meiner Frau, der Familie, meinem Mitgesellschafter, den Mitarbeitern, Menschen in Führungspositionen oder ganz einfach beim Einkaufen.

Wenn ich genau hinhöre, erfahre ich, welche Themen gerade dran sind. Seminare, Schulungen, Bücher, Radio, Hörbücher, Urlaub – auch das sind Quellen für gute Blog-Ideen..

Von Hindernissen nicht aufhalten lassen

Beim Faktor Zeit wird es allerdings schon schwieriger. In meinem durchgetakteten Unternehmeralltag muss so vieles Platz finden. Stundenlanges hinsetzen und schreiben, passt einfach nicht in den Ablauf.

Und die Wortgewandtheit? Als gebürtiger Schwabe und Wunsch-Sachse, habe ich eine eigenwillige Art zu formulieren. Außerdem habe ich eine  Rechtschreib- und Grammatikschwäche.

Nüchtern betrachtet fehlen mir zwei von drei wichtigen „Zutaten“ zum erfolgreichen Bloggen.

Vielleicht stellen Sie sich jetzt die berechtigte Frage: „Warum postet er dann trotzdem Woche für Woche Blogbeiträge auf den unterschiedlichsten Portalen?“

Meine Antwort: Ich lasse mich von solchen Dingen nicht unterkriegen. Diese Art der Kommunikation ist mir so wichtig, dass ich Wege gefunden habe. Geht nicht, gibt es nicht!

Das spart Zeit

Stichwort: Zeit: Mich selber an die Tastatur setzen und meine Gedanken aufschreiben, das dauert immer viel zu lange. Jetzt habe ich eine viel schnellere und effektivere Art gefunden, Blogbeiträge zu erstellen: Mit dem Smartphone oder iPhone. Es gibt mittlerweile Einstellungen und Apps, die das gesprochene Wort in geschriebenes umwandeln. Egal ob in der Mittagspause auf der Parkbank, im Stau oder zwischen zwei Terminen – überall und jederzeit kann ich meine Gedanken festhalten und habe sofort alles schriftlich.

Ich muss allerdings zugeben, dass das Sprachprogramm mit meiner sächsisch-schwäbischen Aussprache noch nicht ganz klar kommt und sich einige Fehler einschleichen. Ich lerne Pausen zu machen, überdeutlich zu sprechen oder auch etwas mehrmals zu sagen. Ansonsten kontrolliere ich das Geschriebene und korrigiere, falls nötig oder ich überlasse das meiner Ghostwriterin – dazu gleich mehr!

Ein Tipp am Rande: Wenn Sie so Ihre Blogs „schreiben“, kontrollieren Sie hin und wieder,  ob das Gerät ordnungsgemäß aufnimmt! Ich habe schon mal die schönsten Gedanken formuliert und musste am Ende feststellen, dass überhaupt nichts aufgenommen wurde!

So gibt es gut lesbare Texte 

Stichwort: Wortgewandtheit: Das bin ich eher nicht im klassischen Sinne (siehe oben). Aber deshalb will ich nicht auf das Bloggen verzichten! Ich habe mir professionelle Unterstützung gesucht. Seit mehr als zwei Jahren schicke ich meine Texte mit allen Fehlern und Lücken an meine Ghostwriterin Sabine Langenbach.

Als Journalistin und Autorin hat sie ein Gespür dafür, welche Formulierungen Interesse wecken beim Leser und was flüssig zu lesen.

Sie gibt meinen Gedanken den letzten Schliff, dass ein spannender, informativer Text entsteht. Mittlerweile kennt sie mich so gut, dass sie weiß, was ich ausdrücken will, ohne dass ich es formuliere.

Neue Blogger braucht das Land

Falls Sie als Unternehmerin oder Führungskraft bisher immer auf einen eigenen Blog verzichten haben, weil Sie gedacht haben, dass Sie keine Ideen, Zeit oder kein Talent haben, könnten Sie mit diesen Tipps durchstarten:

  • Ideen: Gehen Sie mit offenen Ohren und Augen durch die Welt, hören Sie bei Gesprächen genau hin und lesen Sie viel! Dadurch ergeben sich viele interessante Themen über die es sich lohnt zu schreiben und die einen Mehrwert für Ihre Leser haben.
  • Zeit: Nutzen Sie Ihr Smartphone, iPhone, Tablet oder ähnliches als Aufzeichnungsgerät, das Sprache in geschriebene Worte umwandelt. Das spart enorm viel Zeit und weil man in jeder Situation aufnehmen kann, wird alles viel lebensnaher.
  • Wortgewandtheit: Zögern Sie nicht sich einen Profi (Journalist/Autor/etc) an die Seite zu holen, der Sie bei der Ausformulierung des Blogs unterstützt. Ghostwriter sorgen dafür, dass Texte gut verständlich formuliert und strukturiert sind. Das trägt dazu bei, dass Ihr Wissen und Ihre Einschätzungen im riesengroßen weltweiten Netz gefunden, gelesen, gelikt und nicht zuletzt weiterverbreitet werden.

Auf meine Blogs hatte ich schon viele wertvolle Rückmeldungen, bin mit Menschen in Kontakt gekommen, konnte mein Netzwerk erweitern und  mein Business an ganz unterschiedlichen Stellen präsentieren. Ich möchte diese Art der Kommunikation nicht mehr missen!

Vielleicht probieren Sie das Blog schreiben einfach mal selber aus? Nur Mut!

 

Allgemeine Themen / 5. Dezember 2017

Bedrohte Spezies: Unternehmer in Deutschland

Von Walter Stuber

51 – Das ist heute das Durchschnittsalter des deutschen Unternehmers. 1,3 Millionen Selbstständige sind 55 Jahre und älter. Es liegt auf der Hand: Sollen die Geschäfte  auch in Zukunft weiterlaufen, müssen Nachfolger gefunden werden. Aber woher nehmen? Längst ist es nicht mehr selbstverständlich, dass klein- und mittelständische Familien-Unternehmen von Sohn oder Tochter weitergeführt werden. Die Bereitschaft zur Selbstständigkeit ist aber auch allgemein eher gering. Als Grund dafür nennt Thomas Jakob, Firmenkundenberater bei der HypoVereinsbank, in einem Artikel der Frankfurter Neuen Presse http://www.fnp.de/nachrichten/wirtschaft/Ein-Nachfolger-fuer-die-Firma;art686,2764467 , dass junge Menschen heute mehr Wert legen auf geregelte Arbeitszeiten und eine Festanstellung.

Übernahmen von externen Managern oder Beteiligungsgesellschaften werden deshalb auch bei Familienbetrieben immer mehr in Betracht gezogen. Aber selbst das gestaltet sich schwierig. Das liegt nicht an den hohen Preisen, die zurzeit gefordert werden. Es fehlen schlicht und ergreifend Menschen, die sich auf das Abenteuer „Selbstständigkeit“ einlassen wollen. Welche Entscheidung auch immer getroffen wird in Blick auf eine Geschäftsübergabe: Der Bankexperte rät in jedem Fall zu einer frühzeitigen und strategischen Planung.

Firmenübergabe braucht gute Vorbereitung

Das sehe ich genauso! 10 Jahr bevor man aus der Firma aussteigen möchte, sollte man anfangen sich Gedanken zu machen, was und wie alles am Tag X weitergehen soll. Wenn ein Nachfolger aus der eigenen Familie kommt, dann sollte man sich von Anfang an klar darüber sein, dass er oder sie einiges anders machen wird als man selber und dass es große Fußstapfen sind, in die die Nachfolger dann treten müssen. Da muss jeder erstmal hineinwachsen.

Wie geht es mit der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH weiter? Diese Frage beschäftigt meinen Mitgesellschafter Dirk Eckart und ich mich schon lange. Wir bereiten jetzt schon alles vor für den Tag, wenn wir aus dem operativen Geschäft aussteigen. Klar ist, dass mein Sohn Ingolf meinen Posten als Geschäftsführer übernehmen wird. Ob Dirk Eckarts Sohn das auch tun wird, steht noch nicht fest. Sein geplantes Studium geht zwar in die Richtung, aber das bedeutet noch nicht, dass er bei uns einsteigen wird. Das klärt sich in den nächsten Jahren.

Vertrauen als Grundlage

Mein Sohn hat nach reiflicher Überlegung ein volles „Ja“ dazu gefunden mein Nachfolger zu werden. Dazu gehört auch, dass er nochmals die Schulbank drückt um seinen Meisterbrief zu bekommen. Das theoretische Wissen ist sehr wichtig als Grundlage für seine Zukunft im Unternehmen. Noch wichtiger ist aber, dass ich ihm Vertrauen entgegen bringe.

Deshalb muss ich Stück für Stück Verantwortung an ihn abgeben. Das ist für mich ein Lernprozess. Ihn machen lassen, nicht mit „klugen Sprüchen“ oder ständigen Ratschlägen mich einmischen, sondern erst mal stillhalten, abwarten und – wenn es gewünscht ist – als Ratgeber zur Verfügung zu stehen.

Erfahrungen weitergeben

Wie mein Sohn Ingolf den Prozess der Übernahme erlebt, das beschreibt er in dem Buch „Mutmacher – Das Praxisbuch von zwei verrückten Unternehmern“

www.amazon.de/Mutmacher-Praxishandbuch-zwei-verrückten-Unternehmern/dp/394336240X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1511945882&sr=8-1&keywords=mutmacher+eckart,

das am 18.Dezember 2017 auf den Markt kommt. (Vorbestellung jetzt schon möglich). Für Dirk Eckart und mich als Autoren geht mit diesem Buch ein Herzenswunsch in Erfüllung: Wir wollen unsere Erfahrungen als Unternehmer weitergeben und Mut machen Verantwortung zu übernehmen und ein Geschäft zu gründen. Dabei haben wir junge Leute genauso im Blick wie Frauen zwischen 45 und 50, die nach ihrer Familienzeit wieder durchstarten wollen und auch die Generation Ü60, die noch viel zu fit ist um sich auf das „Altenteil“ zu setzen, bekommt gute Anregungen auf den 160 Seiten.

Wir lassen auch andere Experten zu Wort kommen, wie z.B. den Nachfolge-Spezialist Manuel Hein www.olea-nachfolge.de, Marketing Experte www.hermannscherer.de, Personal-Vordenker www.joerg-knoblauch.de und Manangement-Trainer Klaus Kobjoll www.schindlerhof.de.

Wir wollen mit dem Buch Impulse geben, dass mehr Menschen sich trauen Verantwortung zu übernehmen und ihre geschäftlichen Traum wahr werden lassen.

Es ist unser Beitrag dazu, dass klein-und mittelständische Unternehmen in Deutschland nicht aussterben, sondern einen Aufschwung erleben!